Welches Bundesland Hat Das Schwerste Abitur?

Welches Bundesland Hat Das Schwerste Abitur
Die 5 Schwersten :

  • Niedersachsen (2,57 Durchschnitt)
  • Schleswig-Holstein (2,55 Durchschnitt)
  • Rheinland-Pfalz (2,48 Durchschnitt)
  • Nordrhein-Westfalen (2,45 Durchschnitt)
  • Baden-Württemberg (2,44 Durchschnitt)

Warum ist Bayern das schwerste Abitur?

Der Mythos vom bayerischen Elite-Abi In Gymnasien brüten Schüler ab heute wieder über ihren Abschlussprüfungen. Das Abitur im Freistaat galt lange als das schwerste in Deutschland – ist das noch so? Ab neun Uhr kratzen heute tausende Bleistifte und Kugelschreiber in Hochgeschwindigkeit über Papier.

In beginnen wieder die Abiturprüfungen. Rund 40.000 Jugendliche brüten am ersten Tag über Mathematik-Aufgaben, am 9. Mai folgt für alle Schüler die Prüfung im Fach Deutsch. Bis in den Juni geht es weiter mit einer dritten schriftlichen Prüfung und mündlichen Examen. Erst dann können die Schüler wieder aufatmen – und auf eine gute Abschlussnote hoffen.

Gerade das bayerische Abitur gilt als besondere Auszeichnung, wird es doch weithin als bester Schulabschluss Deutschlands bezeichnet. Doch der Mythos vom Elite-Abi schwächelt. Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, unterrichtet als Schulleiter am Robert-Koch-Gymnasium im niederbayerischen Deggendorf.

Ihm zufolge gehört das bayerische Abitur immer noch zu den anspruchsvollsten in Deutschland, doch andere Bundesländer haben in den vergangenen Jahren aufgeholt: „Bayerns Abitur ist vielleicht nicht mehr das schwerste. Sachsen könnte den Freistaat in diesem Punkt überholt haben.» Gerade in den Naturwissenschaften sei die sächsische Prüfung anspruchsvoll.

Auch die Durchfallquote unterscheidet die Bundesländer, in Sachsen scheitern im Schnitt mehr Schüler an der Abiturprüfung als in Bayern. So bestanden etwa im Jahr 2009 5,2 Prozent der Schüler in Sachsen ihre Prüfung nicht – in Bayern war es lediglich ein Prozent.

  • Die Durchfallquote allein sagt natürlich nicht alles über die Qualität des Abiturs aus», sagt Meidinger, „aber es ist ein Indiz dafür, dass die Prüfung sehr anspruchsvoll ist.» Durch das G8 wurde die Abiturprüfung für Bayerns Schüler in einigen Punkten angenehmer, denkt der Schulleiter.
  • Denn im achtjährigen Gymnasium zählen die Noten der mündlichen Prüfungen genauso viel wie die schriftlichen Tests – im G9 zählten die schriftlichen Leistungen noch doppelt.

„Gerade in mündlichen Prüfungen sind die Schüler heutzutage besonders gut. Die Wertung kommt den Abiturienten also entgegen», sagt Meidinger. Seinen Beobachtungen zufolge sei die sprachliche Kompetenz der Jugendlichen hervorragend, besonders in Fremdsprachen wie Englisch: „Ich habe vor etwa 40 Jahren mein Abitur in Englisch gemacht.

  • Mit meinen damaligen Kenntnissen würde ich heute sicher durch die Prüfung fallen.» In anderen Fächern leide allerdings die Qualität, etwa in der Mathematik.
  • Im G8 müssen alle Schüler eine schriftliche Prüfung in Mathe ablegen, im G9 konnten Schüler noch wählen.
  • Zudem hatten Schüler im neunjährigen Gymnasium die Möglichkeit, ihr Wissen in Leistungskursen zu vertiefen.

All diese Änderungen haben Meidinger zufolge die Qualität der Abiturprüfung in Mathe herabgesetzt. Das bestätigten ihm auch Universitäten. Dort falle Dozenten auf, dass Abiturienten Wissenslücken haben, die es im G9 noch nicht gab. Daher müssen Universitäten zum Teil Wissen vermitteln, das Schüler im neunjährigen Gymnasium durch ihre Leistungskurse bereits hatten.

  1. Das Niveau des Abiturs hängt allerdings nicht nur von den Prüfungen ab.
  2. Denn der größte Teil der Abschlussnote berechnet sich aus den Leistungen, die Schüler in ihren letzten beiden Schuljahren erbringen.
  3. Dabei zählen nicht alle Noten – Gymnasiasten müssen also nicht sämtliche Leistungen in ihre Abschlussnote einbringen.

„Das ist besonders praktisch, wenn ein Schüler mal eine Klausur verhauen hat», sagt Meidinger. Dabei ist es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, wie viele Noten die Schüler aus ihrer Abschlussnote ausklammern dürfen. Bayern ist dabei streng, die Schüler müssen die meisten ihrer Noten einbringen – was das Abitur letztendlich schwieriger macht.

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: Der Mythos vom bayerischen Elite-Abi

Wo ist das Abitur am schwersten in Deutschland?

Schüler bei ihrer Abiturprüfung in der Aula ihrer Schule. Bild: dpa / Bernd Wüstneck Analyse In Bayern ist das Abitur besonders schwer, in Bremen besonders leicht, und wer das Abi in Baden-Württemberg nicht schafft, muss nur nach Hessen wechseln, um Klassenprimus zu werden: Es gibt viele Vorurteile über die Schulsysteme der einzelnen Bundesländer – und über das Abitur.

Wo in Deutschland ist das Abi am einfachsten?

6. Januar 2021 Das Abitur – die Hochschulreife – ist das begehrte Ziel jedes Schülers, der eine höhere Schule besucht. Schließlich ist das bestandene Abi die Voraussetzung, um an einer Universität oder einer Fachhochschule zu studieren. Gibt es tatsächlich Bundesländer, in denen das Abi einfacher als in anderen ist? Sind die Anforderungen in manchen Regionen niedriger? Das würde in der Folge bedeuten, dass Schüler, die in diesen Ländern zur Schule gehen, leichter zu einer guten Abschlussnote kommen und somit bessere Chancen auf einen Studienplatz an ihrer favorisierten Hochschule haben.16 Länder – unterschiedliche Anforderungen In Deutschland gibt es für das Abitur keine bundesweit einheitliche Regelung gibt.

Das Abitur ist Ländersache. Das bedeutet, dass jedes der 16 Bundesländer eigene Richtlinien, Bestimmungen, Anforderungen hat. Auch die Lehrpläne, Prüfungsinhalte und Bewertungsmaßstäbe unterscheiden sich. In einigen Bundesländern zählen Noten aus den Halbjahreszeugnissen der Oberstufe zur Abinote. In manchen Ländern werden Kurse doppelt gewertet, in anderen einfach und in einigen gar nicht.

So dürfen Kurse mit schlechten Noten in bestimmten Bundesländern sogar gestrichen werden. In Sachsen müssen Schüler der Oberstufe gleich drei naturwissenschaftliche Kurse belegen. Im Rest der Republik wird überwiegend nur ein Kurs gefordert. Wo ist das Abi am einfachsten? Die regionalen Unterschiede lassen vermuten, dass es Bundesländern gibt, in denen man einfacher zum Abitur kommt als in anderen.

  • Generell gibt es das Gerücht, dass das Abitur im Süden und Osten der Bundesrepublik schwieriger ist als in den nördlichen Bundesländern.
  • Ein Abi-Schwierigkeitsgrad-Ranking aufzustellen ist deshalb schwierig, weil sich die Anforderungen der Bundesländer schwer bis gar nicht miteinander vergleichen lassen.

Beispielsweise müssen in nur fünf Bundesländern (Baden-Württemburg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland) alle Gymnasiasten zur Matheprüfung antreten, In den anderen Bundesländern kann man stattdessen Deutsch oder eine Fremdsprache wählen.

Jene Schüler, die Mathe nicht zu ihren Stärken zählen, haben hier einen klaren Nachteil. Eine schlechte Note verändert die Abinote und kann den Wunsch-Studienplatz kosten. Mutmaßlich einfacher als in Bayern oder Baden-Württemburg soll das Abitur in den Bundesländern Berlin, Bremen und Brandenburg sein,

In Berlin dürfen Schüler in Mathematik aus zwei Aufgaben wählen. In Bayern übernimmt das der Lehrer. Berliner Abiturienten haben es leichter, eine gute Note zu erreichen, da sie weniger Aufgaben aus weniger Themengebieten zu lösen haben. Bei vielen Studiengängen und Ausbildungen werden Absolventen mit einer besseren Note im Abizeugnis bevorzugt.

  • Schüler aus Bundesländern, die besonders hohe Anforderungen und Bildungsstandards sind hier oft im Nachteil.
  • Sie haben möglicherweise für einen schlechteren Abischnitt mehr Leistung erbracht als andere Abiturienten aus Bundesländern mit niedrigeren Ansprüchen.
  • Was bedeutet mein Abischnitt für das Studium? In Deutschland sind über 40% der Studienplätze zulassungsbeschränkt,

Diese Plätze an den Universitäten und Hochschulen werden in erster Linie nach der Abinote vergeben. Um beispielsweise einen Studienplatz für Medizin zu erhalten, brauchst du einen Schnitt von 1,X. Mit einer 2 vor dem Komma, ist sie Chance auf einen der begehrten Studienplätze faktisch gleich null.

  • Entscheidend für den Studien- oder Ausbildungsplatz ist die Note, die in deinem Abiturzeugnis steht.
  • Wie du dir diese erarbeitet hast oder welche Anforderungen du erfüllen musstest, wird nicht berücksichtigt.
  • Auch wie einfach oder schwierig die Aufgaben in deinen Abiprüfungen waren, spielt keine Rolle.

Was zählt, ist deine Abinote. Sie entscheidet möglicherweise, was du wo studieren darfst und welchen beruflichen Weg zu einschlägst. Tipp: Bereite dich auf deine Abiturprüfungen gut vor. Unsere kompetenten, erfahrenen Lehrer von der NachhilfePass Online-Nachhilfe unterstützen dich gerne dabei.

Der individuelle Unterricht im virtuellen Klassenzimmer wird ganz auf dich und deine Bedürfnisse abgestimmt. Das intensive Lernen und Wiederholen und die gezielte Vorbereitung bringen dir nachhaltigen Lernerfolg! Zentralabitur – Einheitliche Abituraufgaben in ganz Deutschland Um Ungleichheiten und eventuelle Nachteile beim Abitur und bei der Vergabe von Studienplätzen zu vermeiden, wird immer wieder über einheitliche Abituraufgaben nachgedacht.

So würden alle Abiturienten ihre Studierfähigkeit unter denselben Voraussetzungen erwerben. Bis auf Rheinland-Pfalz haben alle Bundesländer eine länderspezifische Form des Zentralabiturs, Eine zentrale Behörde wählt die Aufgaben für die schriftliche Abschlussprüfung am Gymnasium aus.

  • Innerhalb des Bundeslandes absolvieren alle Schüler am selben Tag die gleiche Prüfung und haben so die gleiche Ausgangssituation und die gleichen Chancen, das Abitur zu bestehen,
  • Seit 2017 gibt es in vier Fächern einen gemeinsamen Aufgabenpool für alle Bundesländer,
  • Dabei machen die Länder Aufgabenvorschläge für die schriftlichen Abiturprüfungen in Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch.

Grundlage für die Aufgabenstellungen sind die Bildungsstandards, die bereits seit 2012 in ganz Deutschland gelten. Experten vom Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität Berlin überprüft die eingereichten Fragen in Hinblick auf das Niveau,

  1. Die gesammelten Aufgaben werden dann allen Bundesländern zur Verfügung gestellt.
  2. Jedes Bundesland kann Aufgaben aus dem Pool wählen.
  3. So soll das Abitur in Zukunft einheitlicher, gerechter und vergleichbarer werden.
  4. Allerdings dürfen die Aufgaben vom jeweiligen auch abgeändert und an die Schüler angepasst werden.

Ob der gewünschte Effekt von mehr Fairness dadurch erreicht werden kann, bleibt fraglich. Ein Zentralabitur, wie es in anderen Ländern bereits üblich ist, scheint in Deutschland noch nicht umsetzbar. Der Großteil der Bundesländer möchte nicht auf seine Bildungshoheit und Freiheiten bei der Gestaltung der Abituraufgaben verzichten.

Wer hat das beste Abitur in Deutschland?

Durchschnittliche Abiturnoten in Deutschland nach Bundesländern 2022. Im Schuljahr 2021/2022 erzielten die Schülerinnen und Schüler aus Thüringen bundesweit mit einer durchschnittlichen Note von 2,04 die besten Abiturergebnisse.

Wo in Deutschland ist die Schule am schwersten?

Bildung in Deutschland Sachsen und Bayern haben in Deutschland das beste Schulsystem. Allerdings gibt es insgesamt kaum noch Bildungsfortschritt, in den Bereichen «Schulqualität», «Hochschule/MINT» und «Integration» sogar deutliche Rückschritte. – Die wichtigsten Ergebnisse des INSM-Bildungsmonitors 2022 im Überblick.17. Die besten Ergebnisse im Durchschnitt aller im INSM-Bildungsmonitor 2022 bewerteten Bereiche erreichen Sachsen und Bayern, Mit etwas Abstand folgen dahinter Thüringen und Hamburg, vor dem Saarland und Baden-Württemberg als dritte Gruppe. Auf den Plätzen 7 und 8 folgen Hessen und Niedersachsen.

Das Hauptfeld reicht im INSM-Bildungsmonitor 2022 von Schleswig-Holstein auf Platz 9 bis Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gemeinsam auf Platz 13. Mit etwas Abstand folgen Sachsen-Anhalt und auf dem letzten Platz Bremen. Der INSM-Bildungsmonitor setzt sich aus sogenannten 13 Handlungsfeldern zusammen.

Spitzenplätze in den einzelnen Handlungsfeldern werden von mehreren Bundesländern erreicht:

So erreicht Sachsen drei Spitzenplätze in den Handlungsfeldern Förderinfrastruktur, der Schulqualität und der Forschungsorientierung, Bei Zeiteffizienz und Digitalisierung bestehen Nachholbedarfe. Bayern ist in zwei Handlungsfeldern spitze, bei der beruflichen Bildung und bei der Vermeidung von Bildungsarmut, hat aber bei dem Ausbau der Förderinfrastruktur trotz großer Fortschritte in den letzten Jahren weiterhin Potenziale. Thüringen erreicht den Spitzenplatz bei der Ausgabenpriorisierung, hat aber besondere Herausforderungen bei Inputeffizienz und Digitalisierung. Hamburg erreicht den Spitzenplatz im Handlungsfeld Internationalisierung, weist aber trotz großer Fortschritte weiterhin Handlungsbedarf bei den Themen Schulqualität und Bildungsarmut auf. Brandenburg belegt den ersten Platz im Handlungsfeld Integration, großer Nachholbedarf besteht aber bei Forschungsorientierung, Hochschule/MINT und Digitalisierung. Berlin ist spitze bei den Betreuungsbedingungen, weist aber weiterhin Schwächen in den Handlungsfeldern Bildungsarmut, Schulqualität und berufliche Bildung auf. Nordrhein-Westfalen erreicht Platz 1 bei der Zeiteffizienz, hat aber besondere Schwächen bei Betreuungsbedingungen und Ausgabenpriorisierung. Besonders extrem prägen sich Stärken und Schwächen beim Schlusslicht Bremen aus. Bestwerte im Bereich Inputeffizienz, Hochschule/MINT und Digitalisierung stehen letzte Plätze in den Bereichen Schulqualität, Bildungsarmut und Integration sowie ein vorletzter Platz bei der Förderinfrastruktur gegenüber.

Im aktuellen INSM-Bildungsmonitor zeigen sich insgesamt nur noch sehr geringe Fortschritte gegenüber dem INSM-Bildungsmonitor 2013, bei dem erstmals die aktuelle Methodik und Indikatorenauswahl verwendet wurden.

Gegenüber dem INSM-Bildungsmonitor 2013 haben sich das Saarland (+12,6 Punkte), Hamburg (+7,8 Punkte), Berlin (+5,6 Punkte), Brandenburg (+5,4) und Bayern (+4,6 Punkte) am stärksten verbessert, Am stärksten verschlechtert haben sich die Ergebnisse in Bremen (-4,5), Sachsen-Anhalt (-4,2) und Baden-Württemberg (-4,0). Relativ stark haben sich die Ergebnisse in den Handlungsfeldern Internationalisierung (+18,8 Punkte), Förderinfrastruktur (+17,7 Punkte) und Betreuungsbedingungen (+16,6 Punkte) verbessert, Größere Rückschritte sind bei den outputorientierten Handlungsfeldern festzustellen. Die größten Rückschritte gab es bei der Schulqualität (-18,0 Punkte), bei Hochschule/MINT (-8,0) und bei der Integration (-7,8).

Die sich bereits in den letzten Jahren verschlechterten Bewertungen in den Handlungsfeldern Schulqualität und Integration (Bildungschancen) drohen sich im Zuge der Corona-Pandemie weiter zu verschärfen. Eine aktuelle Vergleichsstudie zu vierten Klasse zeigt sinkende Kompetenzwerte, steigende Bildungsarmut und eine zunehmende soziale Selektivität, Als dreizehntes Handlungsfeld «Digitalisierung» in diesem Jahr erstmalig in den INSM-Bildungsmonitor aufgenommen. In diesem Bereich überzeugen vor allem Bremen, Bayern und Baden-Württemberg, Bremen trägt dabei vor allem stark zur Ausbildung an Informatikern in Studium und beruflicher Bildung bei.

  • In Bayern werden digitale Endgeräte häufig im Unterricht genutzt und Bayern ist wie Baden-Württemberg stark in der Anmeldung von Digitalisierungspatenten.
  • Vergleichsweise ungünstig ist die Lage im Handlungsfeld Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
  • Beim Zukunftsthema Digitalisierung fehlt es dort sowohl an schnellem Internet an Schulen als auch bei der Informatikerausbildung und Digitalisierungspatenten.
See also:  Welches Waschmittel?

Um der zunehmenden Gefahr einer größeren Ungleichheit der Bildungschancen entgegenzuwirken und die Herausforderungen von Digitalisierung, Dekarbonisierung und Demografie zu meistern, ist ein großer Bildungsimpuls in zwei Schwerpunkten notwendig:

das gezielt auflegen eines Corona-Aufholprogramms, Hierzu sollten an allen Schulen und in allen Jahrgängen Vergleichsarbeiten durchgeführt werden, um den Umfang des Lernverlustes systematisch zu ermitteln. Auf dieser Grundlage könnten dann Nachqualifizierungsprogramme entwickelt werden. Um alle Schülerinnen und Schüler mit größeren Lernrückständen zu unterstützen, sind entsprechende finanzielle Mittel bereit zu stellen. den Ausbau einer hochwertigen Ganztagsinfrastruktur, Die Sprachförderung sollte möglichst früh im Leben einsetzen und bei Bedarf sehr intensiv erfolgen. Eine besondere Rolle spielt der Ausbau der Infrastruktur an Kitas und Ganztagsschulen. Berechnungen zeigen, dass noch immer mehr als 340.000 Plätze für unter dreijährige Kinder fehlen. Zudem besteht ein Mangel an Ganztagsplätzen für Grundschulkinder. Durch die Ausweitung multiprofessioneller Teams (IT-Expertise, Gesundheit, Schulpsychologie) kann die individuelle Förderung an Schulen besser gelingen. Durch eine Weiterentwicklung der Bildungseinrichtungen zu Familienzentren können auch Eltern besser unterstützt werden, sodass die Durchlässigkeit im Bildungssystem weiter erhöht werden kann., das Investieren in bessere Bildungschancen, Schulen und Betreuungseinrichtungen, die sich um besonders viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oder sonstigem besonderen Unterstützungsbedarf kümmern, benötigen mehr Personal als andere. Lehrkräfte sollten für besondere Leistungen in den Schwerpunktschulen zusätzlich honoriert werden. Dazu sollten Stellen für Chancenbeauftragte an Schulen geschaffen werden, die Konzepte entwickeln und umsetzen, wie die im Zuge der Corona-Krise entstandenen Einbußen an Chancengleichheit kompensiert und darüber hinaus nachhaltig Chancengleichheit bei der Bildung erreicht werden können.

die Weiterentwicklung der Digitalisierung an Schulen, Um hohe computer- und informationsbezogene Kompetenzen bei den Bildungsteilnehmern zu erzielen, ist es erforderlich, dass die Bildungseinrichtungen mit den entsprechenden Technologien ausgestattet sind. Hierzu gehört auch die Bereitstellung von digitalen Arbeitsplätzen für Lehrkräfte und die Ausstattung aller Klassen mit der erforderlichen Hard- und Software für einen digital gestützten Unterricht. Hier besteht in Deutschland trotz der Fortschritte während der Corona-Pandemie weiter Nachholbedarf. Als zweiter zentraler Schritt sollten die Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer beim Umgang mit digitalen Medien im Unterricht ausgebaut werden. Drittens müssen methodische Konzepte erarbeitet werden, wie Informations- und Kommunikationstechnologien gewinnbringend und zielführend eingesetzt werden, damit ihr Einsatz auch einen Mehrwert schafft und nicht überlegene traditionelle Unterrichtsmethoden ersetzt werden. Zudem müssen gute digitale Lernmaterialien entwickelt werden. die Stärkung der MINT-Kompetenzen (MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Um die IT-Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern, sollte bundesweit in möglichst vielen Jahrgangsstufen das Schulfach „Informatik» unterrichtet werden. Darüber hinaus ist zur Stärkung der MINT-Bildung der gesamte Bildungsprozess in den Blick zu nehmen. Ferner ist die MINT-Lehrkräfteversorgung sicherzustellen. In den MINT-Fächern dürfte in den kommenden Jahren der Mangel an Lehrkräften weiter zunehmen. Es sollten mehr Lehrkräfte in den MINT-Fächern ausgebildet und Quer- und Seiteneinsteiger qualifiziert werden. Durch eine klischeefreie Berufs- und Studienorientierung sind die Potenziale der Frauen für die MINT-Berufe besser zu erschließen. Die Bedeutung der MINT-Berufe als Klimaschutz-Berufe sollte deutlicher kommuniziert werden.

Wie viel Prozent schaffen das Abitur Bayern?

Durchfallquote beim Abitur nach Bundesländern 2022 Basis-Account Zum Reinschnuppern Starter Account Der ideale Einstiegsaccount für Einzelpersonen $69 USD $49 USD / Monat * im ersten Vertragsjahr Professional Account Komplettzugriff * Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt; Mindestlaufzeit 12 Monate Erfahren Sie mehr über unseren Professional Account Alle Inhalte, alle Funktionen.Veröffentlichungsrecht inklusive. «,»pointFormat»:» • «,»footerFormat»:» «},»plotOptions»:,»shadow»:false,»stacking»:null,»dataLabels»:,»enabled»:true,»zIndex»:3,»rotation»:0}},»pie»:,»format»:» • %»}},»line»: %»,»useHTML»:false,»crop»:false}},»bar»: %»,»useHTML»:false}},»column»: %»,»useHTML»:false}},»area»: },»annotations»:,»labelunit»:»%»},»colors»:,»series»:,»index»:1,»legendIndex»:0}],»navigation»: },»exporting»: }> KMK. (20. Januar, 2023). Durchfallquote beim Abitur nach Bundesländern im Jahr 2021/2022, In Statista, Zugriff am 08. Juni 2023, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183272/umfrage/durchfallquote-beim-abitur-nach-bundeslaendern/ KMK. «Durchfallquote beim Abitur nach Bundesländern im Jahr 2021/2022.» Chart.20. Januar, 2023. Statista. Zugegriffen am 08. Juni 2023. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183272/umfrage/durchfallquote-beim-abitur-nach-bundeslaendern/ KMK. (2023). Durchfallquote beim Abitur nach Bundesländern im Jahr 2021/2022, Statista, Statista GmbH. Zugriff: 08. Juni 2023. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183272/umfrage/durchfallquote-beim-abitur-nach-bundeslaendern/ KMK. «Durchfallquote Beim Abitur Nach Bundesländern Im Jahr 2021/2022.» Statista, Statista GmbH, 20. Jan.2023, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183272/umfrage/durchfallquote-beim-abitur-nach-bundeslaendern/ KMK, Durchfallquote beim Abitur nach Bundesländern im Jahr 2021/2022 Statista, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183272/umfrage/durchfallquote-beim-abitur-nach-bundeslaendern/ (letzter Besuch 08. Juni 2023) Durchfallquote beim Abitur nach Bundesländern im Jahr 2021/2022, KMK, 20. Januar, 2023., Verfügbar: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183272/umfrage/durchfallquote-beim-abitur-nach-bundeslaendern/ : Durchfallquote beim Abitur nach Bundesländern 2022

Ist das Gymnasium in Bayern schwer?

Ist die bayerische Realschule wirklich schwerer, als in anderen Bundesländern? | STERN.de – Noch Fragen? Antworten (6) In den meisten Bundesländern und sogar in vielen Schulen kennt man das Gerücht, dass die eigene Schule viel schwerer war als alle anderen.

  • Insgesammt ist es jedoch so, dass alle Bundesländer vergleichbare Lehrpläne haben und die Unterschiede möglichst gering gehalten werden.
  • Insgesamt haben die Schulsysteme in Bayern und Baden Württemberg immer noch den besten Ruf, da sie deutschlandweit die besten Ergebnisse erzielen.
  • Aber darüber lässt sich natürlich auch streiten.

Ich gehe allerdings schon davon aus, dass der Realschulabschluss in Bremen leichter zu erwerben ist als in Bayern. Sie soll deutlich schwerer sein. Vor allem schwerer als in NRW. Das gilt aber auch für die anderen Schulformen. Berücksichtigen sollte man auch, dass es in Bayern private Realschulen gibt, die kostenintensiv sind und auf sehr hohem Niveau unterrichten.

Es ist auf jeden Fall bekannt, dass das Abitur in Bayern und Baden-Württemberg schwieriger zu erlangen ist als in anderen Bundesländern.Das wird wahrscheinlich auch für die Realschule gelten. Generell lässt sich sagen, dass die Anforderungen in bayerischen Schulen wie Gymnasium und Realschule deutlich höher sind und sind mit anderen Bundesländern überhaupt nicht vergleichbar.

Bis zum Abitur werden hier mindestens 60 – 70 % der Schüler aussortiert. Es gibt einen extremen Selektionsdruck an Gymnasien aber auch an Realschulen. Schüler, die in anderen Bundesländern ihr Abitur oder ihre mittlere Reifeprüfung erfolgreich ablegen, würden in bayerischen Prüfungen krachend scheitern.

Umgekehrt verbessern sich Schüler alleine durch den Umzug von Bayern in ein anderes Bundesland in der Regel deutlich. Nach 20 Jahren Erfahrung mit einem stark frequentierten Nachhilfeinstitut in Bayern kann ich als Norddeutscher nur sämtlichen Eltern dringend davon abraten, ihre Kinder in Bayern zur Schule zu schicken.

Mein Sohn ging in Niedersachsen zur Grundschule, dann auf die Realschule. Grundschule NS kind- und lerngerecht gut. Realschule gut durchgekommen. Unser Nachzüglerkind 11 Jahre später in Bayern eingeschult. Grundschule Kompliziert, didaktisch furchtbar aufgebaut.

  1. Es wurden zwischendurch willkürlich Proben ohne Ankündigung geschrieben, wo die Themen nicht fertig durchgenommen waren.
  2. Niveau vergleichbar 5.Klasse in der 3.Klasse.
  3. Unglaublich frustrierend! Zwischendrin Reform der Lehrpläne.
  4. Grundschule in Bayern hier im LK GAP ist Horror, auch die Le(e) hrkräfte.,und überhaupt nicht kindergerecht und liebevoll.

In der Realschule zum vergleich Niedersachsen zum Sohn (2015)und meiner Realschulzeit (b.1989)in Niedersachsen ziemlich identisches Niveau.Also nach der bayrischen Grundschule gehts dann. Der didaktische Aufbau in Bayern in den Grundschulen muss saniert werden und den Lehrern mehr auf die Finger geschaut werden.

Ist das Abi in Bayern mehr wert?

Bayerische Abiturienten wünschen sich mehr Angleichung – Über Vergleichbarkeit und Qualität des Abiturs in den einzelnen Bundesländern sagt dieses Ranking allerdings wenig aus. Und die Abiturienten vom Gymnasium Marktbreit würden sich auch über die gemeinsamen Abitur-Aufgabenpools hinaus mehr Vergleichbarkeit wünschen.

  1. So auch Florian Schwegler, der auf Mathematik als Prüfungsfach gut und gerne verzichtet hätte: «Ich war in Mathe nie ein guter Schüler, ich habe einen Punkt geschrieben.
  2. Das war eine Punktlandung.» Eine, die seinen Durchschnitt allerdings nach unten zieht, was dem Abiturienten in dem Ausmaß in Berlin möglicherweise erspart geblieben wäre.

Denn die Kultusministerkonferenz hat sich zwar darauf geeinigt, dass unter den Abiturprüfungsfächern zwei der drei Fächer Deutsch, Mathematik oder eine Fremdsprache sein müssen. Manche Bundesländer wie Bayern gehen aber darüber hinaus. Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache sind im Freistaat für alle Schüler verpflichtende Abiturprüfungsfächer.

Ist das Abitur in Deutschland überall gleich?

Wie ist der aktuelle Stand beim Abitur? – Seit 2017 gibt es ein bundesweites Zentralabitur: Für die vier Fächer Mathe, Deutsch, Englisch und Französisch sollen alle Bundesländer ihre Aufgaben aus einem gemeinsamen Aufgabenpool ziehen. Die Inhalte werden von der Konferenz der Bildungsminister aller Bundesländer (KMK) drei Jahre im Voraus festgelegt.

Ist das Abitur in NRW schwer?

Abitur-Vergleich aller Bundesländer: Der Noten-Durchschnitt der letzten Jahre – Welches Bundesland Hat Das Schwerste Abitur Wer die Schwierigkeit des Abiturs allein am Notendurchschnitt festmachen will, vergleicht Äpfel mit Birnen. | Quelle: Quin Engle via Unsplash Schaut man sich jedoch die Abiturergebnisse der einzelnen Länder aus den vergangenen Jahren im Abitur Vergleich an, ergibt sich aber durchaus ein interessantes Bild.

Nehmen wir dafür einmal die Notendurchschnitte des Abi-Jahrgangs 2019; der bisher letzte, der die Schule noch unter normalen Bedingungen im Präsenzunterricht abschließen konnte. Am besten fiel das Abitur 2019 in Thüringen aus mit einer Durchschnittsnote von 2,18, gefolgt von Sachsen (2,24). In Bayern lag die durchschnittliche Abschlussnote bei 2,32, in Berlin bei 2,38 und in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bei 2,44.

Die Schlusslichter bilden Rheinland-Pfalz (2,49), Schleswig-Holstein (2,55) und Niedersachsen (2,56). Die Extreme liegen also durchaus ein ganzes Stück weit auseinander. Bei den Ländern, deren durchschnittliche Abiturergebnisse dazwischen liegen, zeigen sich jedoch keine nennenswerten Unterschiede.

Die höchste Durchfallquote hatte 2019 Mecklenburg-Vorpommern mit 7,3 %. In Schleswig-Holstein lag sie bei 5,3 %, in Niedersachsen bei 5,5 % und in Bremen bei 5,1 %. In Thüringen hingegen sind lediglich 2,3 % der Prüflinge durchs Abitur gefallen. Auch die Quote der Eins-Komma-Abiturienten unterscheidet sich zwischen einigen Bundesländern enorm: So hatten in Thüringen knapp 37 % eine Abschlussnote zwischen 1,0 und 1,9, im Saarland waren es nur 26 %.

Das Klischee, dass das Abitur im Süden und Osten des Landes schwieriger zu Bestehen sei bzw. gute Noten dort seltener vergeben würden, lässt sich also schon allein durch diese Ergebnisse nicht bestätigen. Schüler*innen aus Bayern zum Beispiel behaupten gerne, dass ihr Abitur als härtestes Abitur Deutschlands gelte – gleichzeitig liegen die Abiturergebnisse im Vergleich dort aber im vorderen Bereich.

Platz Land Notendurchschnitt Platz Land Durchfallquote in Prozent
1 Thüringen 2.18 1 Thüringen 2.3
2 Sachsen 2.24 2 Baden-Württemberg 3.1
3 Brandenburg 2.27 3 Sachsen 3.1
4 Bayern 2.32 4 Nordrhein-Westfalen 3.3
5 Sachsen-Anhalt 2.32 5 Rheinland-Pfalz 3.4
6 Mecklenburg-Vorpommern 2.34 6 Saarland 3.7
7 Hessen 2.37 7 Hessen 3.8
8 Saarland 2.37 8 Bayern 3.9
9 Bremen 2.4 9 Brandenburg 4.8
10 Baden-Württemberg 2.41 10 Hamburg 4.9
11 Berlin 2.42 11 Bremen 5.1
12 Hamburg 2.42 12 Sachsen-Anhalt 5.1
13 Nordrhein-Westfalen 2.44 13 Berlin 5.2
14 Rheinland-Pfalz 2.49 14 Schleswig-Holstein 5.3
15 Schleswig-Holstein 2.55 15 Niedersachsen 5.5
16 Niedersachsen 2.56 16 Mecklenburg-Vorpommern 7.3

In beiden Fällen steht zwar Thüringen auf dem ersten Platz, was nach dieser Definition für das einfachste Abitur steht, dazwischen verschieben sich die Verhältnisse teilweise erheblich. Mecklenburg-Vorpommern rutscht vom sechsten auf den letzten Platz, während sich Baden-Württemberg vom zehnten auf den zweiten Platz verbessert.

Ist das Abitur in Baden-Württemberg schwerer?

Richtig ist: Die Spitzennote 1,0 wird sehr viel häufiger vergeben. – Nach den Zahlen von 2017 bekamen bundesweit 17 von 1000 Abiturienten eine 1,0 – das sind fast 70 % mehr als noch 2007. Dieser Anstieg ist tatsächlich enorm. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Ländern immens.

In Rheinland-Pfalz und Bayern hat sich die Zahl der 1,0er-Abis verdoppelt, in Berlin haben sie sich gar versechsfacht – was aber daran liegt, dass es dort früher sehr wenige gab. Eigentlich liegt Berlin heute erst im Durchschnitt mit 17 von 1000 1,0er-Abis. Spitzenreiter ist Brandenburg – dort schließen 24 von 1000 mit 1,0 ab.

In Baden-Württemberg ist der Trend allerdings gegenläufig. Der Anteil der 1,0er-Abiture ist seit 2006 von 18 pro 1000 auf 16 gesunken. Zitat Behauptung: «Das bayerische und das baden-württembergische Abi sind besonders anspruchsvoll.» Tatsächlich ist die Notenvergabe in Bayern und Baden-Württemberg keineswegs außergewöhnlich streng.

  1. Baden-Württemberg liegt mit einem Schnitt von zuletzt 2,4 ziemlich im Durchschnitt, Bayern mit 2,3 sogar darüber.
  2. Die strengsten Abinoten gibt es dagegen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und – Rheinland-Pfalz.
  3. In diesen drei Ländern lag der Schnitt 2016 bei etwa 2,5 (Rheinland-Pfalz) oder darunter.

Den besten Abiturschnitt in Deutschland hat Thüringen mit 2,18.

Wie schwierig ist das Abitur in Hessen?

Startseite Rhein-Main

Erstellt: 08.03.2016 Aktualisiert: 11.01.2019, 13:38 Uhr Kommentare Teilen Welches Bundesland Hat Das Schwerste Abitur Jeder schreibt für sich allein. In fünf Fächern werden Hessens Schüler und Schülerinnen geprüft. In manchen anderen Bundesländern sind auch vier Prüfungen genug. © picture alliance / dpa Heute beginnen die Klausuren. Die Hessen schneiden regelmäßig schlechter ab als ihre Nachbarn in Thüringen oder Bayern.

  1. Woran liegt das? Und ist das schlimm? Los geht es mit Physik.
  2. Heute morgen, 9 Uhr.
  3. Die ersten Abiturprüfungen in Hessen in diesem Jahr.26 000 Schülerinnen und Schüler treten an. Bis 23.
  4. März noch werden sie ihre Klausuren schreiben.
  5. Doch egal, wie gut sie sich vorbereitet haben mögen, wie sie sich anstrengen, bangen und hoffen: Die Thüringer werden auch in diesem Jahr wieder besser sein.

Keine Frage. Seit Jahren schon sind die Unterschiede der Abiturnoten im Vergleich zwischen den Bundesländern augenfällig. An der Spitze steht regelmäßig Thüringen, zuletzt mit einem Notenschnitt von 2,17. Die Hessen kommen gerade einmal auf 2,42, die Niedersachsen auf 2,61.

  • Mit dem Leistungsvermögen der Schüler und Schülerinnen allein lässt sich das nicht erklären.
  • Womit aber dann? Noch deutlicher werden die Differenzen beim Blick auf die Spitzennoten.
  • Fast 40 Prozent der Thüringer haben am Ende eine Eins vor dem Komma, in Hessen sind es 25 Prozent, auch hier ist Niedersachsen mit knappen 16 Prozent wieder Schlusslicht.

Die eklatanten Unterschiede sind jenseits individueller Begabungen oder der Unterrichtsqualität das Resultat der unterschiedlichen Bewertungsverfahren und Berechnungsmodelle, wie sie die Länder in ihrer Kultushoheit, zu der auch die Schulen gehören, pflegen.

Ein Beispiel: Braucht man in Bayern 40 Mal eine Eins im Abiturzeugnis, um mit einer Gesamtnote von 1,0 abzuschließen, genügt dafür in Nordrhein-Westfalen 32 Mal die Note Eins. Während in manchen Ländern ein externer Zweitkorrektor die Bewertung einer Abi-Klausur nach unten drücken kann, gibt es dies in anderen Ländern nicht.

Und während etwa die Bayern oder die Brandenburger die Schüler zwingen, auch schwächere Noten aus der Oberstufe in die Endabrechnung einzubringen, können die Hessen und Hamburger schlechte Kurse viel einfacher streichen. Die Angelegenheit hat längst eine politische Dimension erreicht.

Was ist der häufigste Abi Durchschnitt?

Durchschnittsnote 2,15 an allgemeinbildenden und 2,38 an beruflichen Gymnasien – Am 25. April beginnen für rund 47 400 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg die Abiturprüfungen. Davon werden knapp 30 000 Prüfungen an allgemeinbildenden Gymnasien stattfinden.

Im vergangenen Abschlussjahr 2021 legten rund 27 700 Schülerinnen und Schüler die Abiturprüfung an einem allgemeinbildenden Gymnasium ab. Dies waren knapp 1 000 weniger als im Vorjahr. Der Anteil derjenigen, die keinen Abschluss mit einer Durchschnittsnote von mindestens 4,0 erreichten und somit nicht bestanden, stieg von knapp 1,4 % im Jahr 2020 auf beinahe 2,0 % im letzten Jahr.

Trotz erschwerter Bedingungen in Zeiten der Pandemie konnten die Abiturientinnen und Abiturienten ein Spitzenergebnis erzielen. Wie das Statistische Landesamt ermittelte, betrug die Durchschnittsnote an allgemeinbildenden Gymnasien 2,15 und ist damit um 0,16 besser als in 2020 und sogar um 0,21 besser als 2019 – dem letzten Jahrgang vor der Pandemie.

  1. Die Traumnote von 1,0 erreichten an allgemeinbildenden Gymnasien 1 318 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 811), was einem Anteil von 4,8 % entspricht.
  2. Mit 40,7 % hatten weit über ein Drittel eine 1 vor dem Komma stehen, bei 46,0 % war eine 2 vor dem Komma, bei 13,4 % die 3.
  3. Die häufigste Durchschnittsnote war die 2,2 (1 396 mal).

An beruflichen Gymnasien ist eine ähnliche Entwicklung zu sehen: Bei den 15 137 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Abiturprüfung 2021 verbesserte sich die Durchschnittsnote im Vorjahresvergleich ebenfalls um 0,1 auf 2,38. Die Bestnote von 1,0 wurde von 267 Schülerinnen und Schülern (1,8 %) erreicht.

Entwicklung der Abiturdurchschnittsnoten an den öffentlichen und privaten allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg seit 1990
Jahr Allgemeinbildende Gymnasien Berufliche Gymnasien
Datenquelle: Amtliche Schulstatistik. © Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2022
1990 2,40 2,64
1991 2,42 2,62
1992 2,39 2,61
1993 2,40 2,60
1994 2,39 2,61
1995 2,39 2,61
1996 2,38 2,61
1997 2,40 2,62
1998 2,39 2,62
1999 2,37 2,63
2000 2,37 2,62
2001 2,35 2,63
2002 2,35 2,59
2003 2,36 2,59
2004 2,33 2,58
2005 2,32 2,55
2006 2,29 2,56
2007 2,32 2,57
2008 2,32 2,58
2009 2,30 2,58
2010 2,37 2,58
2011 2,37 2,58
2012 2,38 2,55
2013 2,41 2,55
2014 2,40 2,56
2015 2,40 2,51
2016 2,39 2,51
2017 2,38 2,50
2018 2,40 2,51
2019 2,36 2,50
2020 2,31 2,48
2021 2,15 2,38

Tabelle 2

Häufigkeit der Durchschnittsnoten in den Abiturzeugnissen 2021 an öffentlichen und privaten allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg
Durchschnittsnote Abiturientinnen und Abiturienten an
allgemeinbildenden Gymnasien beruflichen Gymnasien
Anzahl % Anzahl %
Datenquelle: Amtliche Schulstatistik. © Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2022
1,0 1.318 267
1,1 681 150
1,2 824 241
1,3 930 295
1,4 1.004 346
1,0 – 1,4 4.757 17,5 1.299 8,6
1,5 1.126 426
1,6 1.219 466
1,7 1.252 535
1,8 1.314 595
1,9 1.391 665
1,5 – 1,9 6.302 23,2 2.687 17,8
2,0 1.355 694
2,1 1.350 760
2,2 1.396 768
2,3 1.323 815
2,4 1.346 864
2,0 – 2,4 6.770 24,9 3.901 25,8
2,5 1.264 837
2,6 1.236 819
2,7 1.088 808
2,8 1.135 837
2,9 1.008 729
2,5-2,9 5.731 21,1 4.030 26,6
3,0 850 757
3,1 809 629
3,2 676 564
3,3 536 473
3,4 411 361
3,0 – 3,4 3.282 12,1 2.784 18,4
3,5 229 227
3,6 89 132
3,7 40 46
3,8 1 20
3,9 11
3,5 – 3,9 359 1,3 436 2,9
4,0
Insgesamt 27.201 100,0 15.137 100,0

Schaubild 1: Häufigkeiten der Abitur-Durchschnittsnoten an allgemeinbildenden Gymnasien in Baden-Württemberg im Jahr 2021

Was war das beste Abitur in Deutschland?

Er ist einer von 2039 Schülerinnen und Schülern, die 2022 ihr Abitur an einem Duisburger Gymnasium gemacht haben, und er war der Beste: Tobias Willée hat mit 898 von 900 möglichen Punkten sein Abitur mit der Top-Note 1,0 bestanden. In allen vier Abiturprüfungen gelang ihm jeweils eine 1 plus, 15 Punkte.

Was ist der höchste Abi Schnitt?

Abi mit 0,7 – aber keinen Studienplatz 25. Januar 2011, 10:51 Uhr Lesezeit: 3 min Er erreichte im Abitur 898 von 900 Punkten, hat einen Notendurchschnitt von 0,7. Besser geht es kaum. Doch einen Studienplatz in Medizin bekam Wadim Vodovozov trotzdem nicht.

Der Abiturient ist sauer. Für Abiturienten mit mäßigem Notenschnitt gibt es an der Uni Heidelberg eine Menge Möglichkeiten: Assyrologie, Byzantinische Archäologie, Soziologie – all dies steht zur Wahl, ohne Numerus Clausus. Wadim Vodovozov ist der beste Abiturient Baden-Württembergs und bewarb sich in Heidelberg um einen Studienplatz in Medizin.

Bekommen hat er ihn nicht. Er hat einen Abitur-Durchschnitt von 0,7. Den ersehnten Studienplatz in Medizin bekam Wadim Vodovozov trotzdem nicht. (Foto: privat) SZ: Herr Vodovozov, wie lief es für Sie im ? Vodovozov: war für mich immer big business, ich habe sie wie einen Job betrieben, und das Abitur war das große Finale, die bisher aufregendste und schönste Zeit meines Lebens.

  • Es lief gut, ich habe 898 von 900 möglichen Punkten erreicht, ein Schnitt von 0,7.
  • SZ: Wo haben Sie die zwei Punkte verloren? Vodovozov: In Geo und Geschichte habe ich in je einer Klausur nur 13 Punkte geschrieben.
  • Mein schlechtestes Fach war aber Bildende Kunst, das habe ich rechtzeitig mit Note 1 abgewählt.

SZ: So eine 1 kann einem den 0,7er-Schnitt ja ganz schön verhageln. Vodovozov: Das war einfach nicht so mein Ding. Ich interessiere mich eher für den Menschen. Deswegen möchte ich Medizin studieren. SZ: Den Platz an der Uni Heidelberg haben Sie aber nicht bekommen.

  • Vodovozov: Der Bescheid erreichte mich an einem Freitag, den 13., im August 2010.
  • Ich hatte fest mit einer Zusage gerechnet und war schon im Vor-Praktikum im Krankenhaus.
  • Von der Toilette aus rief ich meinen Vater an und fragte: Gibt es etwas Neues? Er sagte: Leider ja.
  • SZ: Warum wurden Sie abgelehnt? Vodovozov: In meinem Jahrgang gab es zu viele Einser-Abiturienten für die reservierten Plätze, und deswegen musste gelost werden.

Ich hatte einfach Pech.

Welches Bundesland hat die besten Abschlüsse?

Mit einer Gesamtbewertung von 65,9 Punkten erreichte Sachsen im Vergleich mit den anderen Bundesländern das beste Ergebnis beim Bildungsmonitor 2022.

Was ist das beste Abi in Bayern?

Abiturjahrgang 2021 schneidet sehr gut ab Abiturientinnen und Abiturienten während einer schriftlichen Abiturprüfung Die Abiturprüfungen 2021 fanden wie schon im Vorjahr unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie statt: Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen haben die bayerischen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten sehr gut abgeschnitten. Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo „Ich freue mich sehr, dass unsere Abiturientinnen und Abiturienten so tolle Ergebnisse erzielt haben. Sie können stolz auf sich sein. Mit dem anspruchsvollen bayerischen Abitur in der Tasche haben sie beste Zukunftschancen im Studium und im Beruf», so Kultusminister Prof.

  • Dr. Michael Piazolo.
  • Die rund 35.000 Absolventen haben mit 2,14 den bislang besten Abiturschnitt in Bayern erzielt.
  • Die Schülerinnen und Schüler haben sowohl im zweijährigen Vorlauf der Qualifikationsphase als auch in den Abiturprüfungen selbst im Schnitt bessere Leistungen gezeigt.
  • In der Mathematikabiturprüfung lagen die Ergebnisse im Bereich der letzten Jahre,

Auch die Bestehensquote war höher als im Schnitt der Abiturjahrgänge der vergangenen Jahre. Minister Piazolo betont: „Die Abiturientinnen und Abiturienten haben sich in der besonderen Situation der Corona-Pandemie hervorragend auf das Abitur vorbereitet und waren in den Prüfungen hoch motiviert.

  1. Auch den Lehrkräften an den Gymnasien ist es trotz der sehr herausfordernden Rahmenbedingungen gelungen, die Schülerinnen und Schüler gut auf dem Weg zum Abitur zu unterstützen.
  2. Wir hatten die besondere Situation des Abiturjahrgangs 2021 genau im Blick und haben zum Ausgleich der Beeinträchtigungen durch die Pandemie die jeweils erforderlichen Maßnahmen getroffen.

Mir war es sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler faire Bedingungen bekommen.» Coronabedingt hatte Kultusminister Piazolo die Rahmenbedingungen für das Abitur an die Sondersituation angepasst: So wurde etwa die Zahl der Klausuren in der 12. Klasse reduziert und der Termin für das Abitur verschoben, um mehr Zeit zu gewinnen.

Prüfungsrelevante Inhalte wurden klar von nicht-prüfungsrelevanten Inhalten unterschieden – eine Maßnahme, die laut Piazolo auch für das Abitur 2022 gelten wird. „Den Abiturientinnen und Abiturienten wurde auch in diesem Jahr nichts geschenkt. Sie können sehr stolz auf ihre Leistung sein. Mit diesem Erfolg beim Abitur in einer beispiellosen Krisensituation gehen sie besonders gestärkt in ihre persönliche und berufliche Zukunft», so der Minister abschließend.

Stand: 14. Juli 2021/ Bild: Andreas Gebert : Abiturjahrgang 2021 schneidet sehr gut ab

Was war das beste Abitur in Bayern?

Der Hernerin Dilara-Meryem Isci ist ein Abitur mit 899 von 900 Punkten gelungen. Was die Überfliegerin nun vorhat und was ihr Geheimrezept für den Lernerfolg war. In den sozialen Netzwerken wird sie bereits als das «erfolgreichste türkische Mädchen in Deutschland» gefeiert, Glückwünsche kommen von allen Seiten.

Zu Recht: Der 18-Jährigen aus Herne ist ein Traum-Abitur gelungen.899 von 900 Punkten fuhr Isci ein, in allen vier Abiturfächern urteilten die Lehrenden: 15 Punkte – sehr gut plus! «Ich war schon immer eine gute Schülerin und habe mir hohe Ziele gesteckt», gibt die Hernerin zu. Aber so ein Spitzenabitur? Daran hat sie selbst nicht geglaubt.

«1,0 war schon das Ziel, damit mir prinzipiell jeder Studiengang an der Universität offensteht», sagt die Schülerin.

Was passiert wenn man 0 Punkte im Abi schreibt Bayern?

Schülerinnen und Schüler können mit 0 Punkten definitiv in die Nachprüfung im Abitur. Du brauchst dann 3 Punkte mündlich, um dich auf 1 Punkt zu verbessern. Im Studium wird es jedoch nicht immer möglich sein, mit 0 Punkten eine Nachprüfung anzutreten.

Wie schwer ist das Abitur in Bayern?

Abitur-Vergleich aller Bundesländer: Der Noten-Durchschnitt der letzten Jahre – Welches Bundesland Hat Das Schwerste Abitur Wer die Schwierigkeit des Abiturs allein am Notendurchschnitt festmachen will, vergleicht Äpfel mit Birnen. | Quelle: Quin Engle via Unsplash Schaut man sich jedoch die Abiturergebnisse der einzelnen Länder aus den vergangenen Jahren im Abitur Vergleich an, ergibt sich aber durchaus ein interessantes Bild.

Nehmen wir dafür einmal die Notendurchschnitte des Abi-Jahrgangs 2019; der bisher letzte, der die Schule noch unter normalen Bedingungen im Präsenzunterricht abschließen konnte. Am besten fiel das Abitur 2019 in Thüringen aus mit einer Durchschnittsnote von 2,18, gefolgt von Sachsen (2,24). In Bayern lag die durchschnittliche Abschlussnote bei 2,32, in Berlin bei 2,38 und in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bei 2,44.

Die Schlusslichter bilden Rheinland-Pfalz (2,49), Schleswig-Holstein (2,55) und Niedersachsen (2,56). Die Extreme liegen also durchaus ein ganzes Stück weit auseinander. Bei den Ländern, deren durchschnittliche Abiturergebnisse dazwischen liegen, zeigen sich jedoch keine nennenswerten Unterschiede.

Die höchste Durchfallquote hatte 2019 Mecklenburg-Vorpommern mit 7,3 %. In Schleswig-Holstein lag sie bei 5,3 %, in Niedersachsen bei 5,5 % und in Bremen bei 5,1 %. In Thüringen hingegen sind lediglich 2,3 % der Prüflinge durchs Abitur gefallen. Auch die Quote der Eins-Komma-Abiturienten unterscheidet sich zwischen einigen Bundesländern enorm: So hatten in Thüringen knapp 37 % eine Abschlussnote zwischen 1,0 und 1,9, im Saarland waren es nur 26 %.

Das Klischee, dass das Abitur im Süden und Osten des Landes schwieriger zu Bestehen sei bzw. gute Noten dort seltener vergeben würden, lässt sich also schon allein durch diese Ergebnisse nicht bestätigen. Schüler*innen aus Bayern zum Beispiel behaupten gerne, dass ihr Abitur als härtestes Abitur Deutschlands gelte – gleichzeitig liegen die Abiturergebnisse im Vergleich dort aber im vorderen Bereich.

Platz Land Notendurchschnitt Platz Land Durchfallquote in Prozent
1 Thüringen 2.18 1 Thüringen 2.3
2 Sachsen 2.24 2 Baden-Württemberg 3.1
3 Brandenburg 2.27 3 Sachsen 3.1
4 Bayern 2.32 4 Nordrhein-Westfalen 3.3
5 Sachsen-Anhalt 2.32 5 Rheinland-Pfalz 3.4
6 Mecklenburg-Vorpommern 2.34 6 Saarland 3.7
7 Hessen 2.37 7 Hessen 3.8
8 Saarland 2.37 8 Bayern 3.9
9 Bremen 2.4 9 Brandenburg 4.8
10 Baden-Württemberg 2.41 10 Hamburg 4.9
11 Berlin 2.42 11 Bremen 5.1
12 Hamburg 2.42 12 Sachsen-Anhalt 5.1
13 Nordrhein-Westfalen 2.44 13 Berlin 5.2
14 Rheinland-Pfalz 2.49 14 Schleswig-Holstein 5.3
15 Schleswig-Holstein 2.55 15 Niedersachsen 5.5
16 Niedersachsen 2.56 16 Mecklenburg-Vorpommern 7.3

In beiden Fällen steht zwar Thüringen auf dem ersten Platz, was nach dieser Definition für das einfachste Abitur steht, dazwischen verschieben sich die Verhältnisse teilweise erheblich. Mecklenburg-Vorpommern rutscht vom sechsten auf den letzten Platz, während sich Baden-Württemberg vom zehnten auf den zweiten Platz verbessert.

Warum ist das Schulsystem in Bayern schwerer?

Sie klopfen sich auf die Schulter, die Erstplatzierten des neuen Schulvergleichs in Deutsch und Fremdsprachen, der das Bundesländerranking auf Basis der Pisa-Studien ersetzt. Bayern macht schulpolitisch alles richtig, das ist der Tenor bei der CSU. Ministerpräsident Horst Seehofer spricht gar von «eindeutiger Überlegenheit eines intelligent vernetzten Schulsystems» mit Haupt-/Mittelschule, Realschule und Gymnasium.

Sein Kultusminister Ludwig Spaenle sieht «die Qualitätsstrategie im differenzierten Schulwesen im Freistaat» bestätigt. Und der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, ebenfalls ein Bayer, sekundiert: Die bayerische Schulstruktur spiele eine wesentliche Rolle beim guten Abschneiden seines Bundeslandes.

Besonders vorteilhaft findet er, dass Kinder schon nach der vierten Klasse auf die verschiedenen Schultypen aufgeteilt werden – so gebietet es die Tradition, an der Bayern ebenso festhält wie das benachbarte Baden-Württemberg. «In homogenen Lerngruppen lässt sich besser individuell fördern», sagte Kraus SPIEGEL ONLINE.

Kinder früh aufteilen, dreigliedriges Schulsystem mit der klassischen Trias Gymnasium, Realschule, Hauptschule – ist es so einfach? Und warum landen Schleswig-Holstein und Niedersachsen, mit ähnlichen Systemen und ebenfalls stark ländlich geprägt, nicht ähnlich weit vorn? Klar ist: Seit Jahren darf sich Bayern auch bildungspolitisch im «Mir san mir»-Gefühl sonnen, weil man bei Schulvergleichen stets Siegerplätze belegt.

Stets sind in der Spitzengruppe auch Baden-Württemberg und Sachsen vertreten. Aber liegt das tatsächlich am Schulsystem? Was läuft besser im Süden? Dass es so einfach nicht ist, zeigte sich schon beim jüngsten Pisa-Vergleich der Bundesländer mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften.

  • Auch damals waren sich die Kultusminister der Gewinnerländer einig: Ihr jeweiliges Schulsystem ist das beste überhaupt.
  • Der damalige Spitzenreiter Sachsen erklärt seinen Erfolg unter anderem mit dem Verzicht auf den Schultyp Hauptschule – das zweitplatzierte Bayern hingegen mit seinem Festhalten eben daran.

Jedenfalls bringen die Südländer stets einen deutlichen Vorsprung ins Ziel der Schulvergleiche. Irgendwas müssen sie richtig machen. Die Bildungsforschung tut sich traditionell schwer mit eindeutigen, simplen Antworten. Es ist nicht leicht zu beurteilen, warum Kinder unterschiedlich gut lesen, zuhören, Texte verstehen können.

Liegt es an der Klassengröße, dem Schultyp, dem Lehrer – oder mehr an der Familie, der Herkunft, der persönlichen Eignung? «Vielfältige Faktoren spielen eine Rolle», sagt Bildungsforscher Olaf Köller, einer der Autoren der aktuellen Studie. Einige Lehren zieht er dennoch aus der Untersuchung. Dazu gehört: «Die Schulstrukturen sind nicht von zentraler Bedeutung, um die Unterschiede zu erklären», sagte er SPIEGEL ONLINE.

Damit widerspricht er den Jubelrufen aus der Politik. Ein Flächenstaat wie Bayern habe hingegen eine viel günstigere Ausgangsposition als etwa Berlin oder Bremen: weniger Arbeitslose, weniger Migranten, weniger Kinder aus sozial benachteiligten Familien.

Höhere Leistungsorientierung: Man könnte es gesunde Härte nennen (wobei viele Schüler und Eltern, was den Übergang nach der Grundschule angeht, die Härte alles andere als gesund nennen). Bayern verlangt mehr von seinen Schülern als andere Bundesländer. Die Lehrpläne sind strenger, die Schulbücher schwerer, die Ansprüche höher. Das steigere zwar einerseits den Druck auf Schüler und Eltern, so Köller. Andererseits schöpfe es das Potential der Schüler offenbar besser aus – allerdings vor allem der Leistungsstarken.

Bessere Lehrerausbildung: Erstmals haben die Forscher für ihre Studie auch die Schülerleistungen in Fremdsprachen gemessen, vor allem im Fach Englisch. Und sie haben die Lehrer zu ihrer Ausbildung befragt. Hier offenbarte sich eine zweite Kluft im Bundesländervergleich – nämlich zwischen West und Ost. In den westlichen Ländern haben fast alle Lehrer, die Englisch unterrichten, auch Englisch studiert, nämlich zwischen 80 und 100 Prozent. Diese Ausbildung fehlt rund einem Drittel der Englischlehrer in den östlichen Ländern, mit Ausnahme von Sachsen.

Höhere Unterrichtsqualität: «Der Unterricht ist die entscheidende Stellschraube», sagt Köller. Vor allem beim Fremdsprachenunterricht an den Gymnasien zeige sich, dass eine gute Lehrerausbildung auch zu besserem Fachunterricht führe. Zumindest hier liegt der Süden nicht konkurrenzlos vorn. So kann auch der Stadtstaat Hamburg punkten und landet beim «Hörverständnis» auf Platz zwei hinter Bayern.

All diese Punkte führt auch Lehrerverbands-Präsident Kraus an, sieht aber als mitentscheidenden Faktor, dass bayerische Kinder im Laufe ihrer Schulkarriere auf wesentlich mehr Unterrichtsstunden kommen als in anderen Bundesländern. Bildungsforscher Köller kann dafür jedoch keinen Beleg erkennen.

  1. Die Anzahl der Stunden und die Stofffülle spielen demnach eine untergeordnete Rolle.
  2. Das schließt er daraus, dass sich keine Leistungsunterschiede bei Gymnasiasten feststellen ließen, je nachdem, ob sie auf dem Weg zum Turbo-Abitur (G8) oder noch auf dem Weg zum althergebrachten Abi nach 13 Schuljahren sind.

Soziale Ungleichheit im Süden am stärksten Uneingeschränkten Grund zu Champagnerstimmung haben die Spitzenreiter Bayern und Baden-Württemberg indes nicht. In beiden Ländern ist das soziale Bildungsgefälle der Studie zufolge besonders ausgeprägt. Akademikerkinder haben rund 6,5-mal so gute Chancen wie Facharbeiterkinder, auf dem Gymnasium zu landen.

  1. Den besten Wert erzielt Berlin (1,7), wo Kinder seit Jahrzehnten länger gemeinsam lernen und später sortiert werden – die Grundschule endet erst nach der sechsten Klasse.
  2. Auf die «Probleme im Förderbereich» der Schüler aus bildungsfernen Schichten weist auch Studienautor Köller hin.
  3. Zuvor hatte bereits Deutschlands einflussreichster Bildungsforscher Jürgen Baumert, der die erste Pisa-Studie verantwortete, im SPIEGEL-Interview gesagt : «Unser großes Problem besteht darin, dass etwa 20 Prozent eines Jahrgangs das Mindestziel verfehlen: Sie verlassen die Schule ohne eine Basisausstattung für einen zukunftsfähigen Beruf.» Wie nach jeder großen Bildungsstudie, bei der eine Rangliste entsteht, interpretierten viele Beteiligte die Ergebnisse so, wie es in ihr politisches Konzept passt.

So machte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) die Länder für die extremen Unterschiede im Bildungsniveau an deutschen Schulen verantwortlich. «Natürlich fragen sich Eltern in Brandenburg oder Bremen, warum die Schulen in ihren Ländern weniger leistungsfähig sind, denn ihre Kinder sind bestimmt nicht dümmer als die in anderen Teilen der Republik», sagte Schavan, einst baden-württembergische Kultusministerin, der «Rheinischen Post».

Die Testsieger investierten kontinuierlich in Unterrichtsqualität und Lehrerausbildung. Andere Länder, so Schavans Vorwurf, führten «stattdessen Strukturdebatten, die zwar mehr Unruhe, nicht aber mehr Qualität ins Schulsystem bringen». Die Opposition kritisierte den Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft.

SPD-Bildungsexperte Ernst Dieter Rossmann betonte, «das größte Problem des deutschen Bildungssystems ist und bleibt die soziale Selektivität». Zu vielen jungen Menschen werde ihr Recht auf Bildung vorenthalten. Zugleich würden damit dringend benötigte Potentiale für den Fachkräftenachwuchs verschenkt.

  1. Schulrankings sind keine Bundesliga-Tabelle Die Grünen-Bildungspolitikerin Priska Hinz erklärte, die Debatte, ob Süd oder Nord bessere Ergebnisse zeigen, seien «Scheingefechte».
  2. Zehn Jahre nach der ersten Pisa-Studie zeigten die Zahlen, dass der Bildungserfolg eines Kindes trotz aller Aktivitäten immer noch genauso von seiner sozialen Herkunft abhängt wie im Jahr 2000.

Auch die Linken-Politikerin Nele Hirsch sagte, aus Pisa seien die falschen Schlussfolgerungen gezogen worden. In Deutschland hänge der Bildungserfolg wie in kaum einem anderen Land von der sozialen Herkunft ab. Diese Entwicklung sei durch die Reformen der vergangenen Jahre noch verschärft worden.

  1. Wir sind vom Ideal eines gebührenfreien Bildungssystems von der Kinderkrippe bis zur Hochschule weiter entfernt denn je», so Hirsch.
  2. Ritik an den Ergebnissen kam auch von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
  3. Die Bildungsrepublik Deutschland bleibt eine Fata Morgana» und Chancengleichheit im deutschen Schulsystem ein Fremdwort, sagte GEW-Vorstandsmitglied Marianne Demmer.

Fast zehn Jahre nach Pisa gebe es keine substantiellen Verbesserungen des deutschen Schulsystems, aus den vielen Leistungsvergleichen würden keine Konsequenzen gezogen. Die Politik müsse jetzt endlich energisch gegensteuern. Insbesondere mangele es an Personal und Mitteln für die individuelle Förderung.

  1. Demmer forderte ein gerechtes inklusives Schulsystem, in dem alle Kinder gemeinsam lernen und individuell gefördert werden.
  2. DGB-Bildungsexperte Matthias Anbuhl sagte, es mache keinen Sinn, «das Länder-Ranking wie eine Bundesliga-Tabelle zu lesen».
  3. Die Schwächen des deutschen Schulsystems seien im internationalen Vergleich zu groß.

Die enge Kopplung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft bleibe die Achillesferse des deutschen Schulsystems. Die niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) und ihre rheinland-pfälzische Amtskollegin Doris Ahnen (SPD) sagten, es sei eine große Herausforderung, die Leistungsfähigkeit mit sozialer Gerechtigkeit in Einklang zu bringen.

Ist das Abi in Bayern mehr wert?

Bayerische Abiturienten wünschen sich mehr Angleichung – Über Vergleichbarkeit und Qualität des Abiturs in den einzelnen Bundesländern sagt dieses Ranking allerdings wenig aus. Und die Abiturienten vom Gymnasium Marktbreit würden sich auch über die gemeinsamen Abitur-Aufgabenpools hinaus mehr Vergleichbarkeit wünschen.

  • So auch Florian Schwegler, der auf Mathematik als Prüfungsfach gut und gerne verzichtet hätte: «Ich war in Mathe nie ein guter Schüler, ich habe einen Punkt geschrieben.
  • Das war eine Punktlandung.» Eine, die seinen Durchschnitt allerdings nach unten zieht, was dem Abiturienten in dem Ausmaß in Berlin möglicherweise erspart geblieben wäre.

Denn die Kultusministerkonferenz hat sich zwar darauf geeinigt, dass unter den Abiturprüfungsfächern zwei der drei Fächer Deutsch, Mathematik oder eine Fremdsprache sein müssen. Manche Bundesländer wie Bayern gehen aber darüber hinaus. Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache sind im Freistaat für alle Schüler verpflichtende Abiturprüfungsfächer.

Was war das beste Abitur in Bayern?

Der Hernerin Dilara-Meryem Isci ist ein Abitur mit 899 von 900 Punkten gelungen. Was die Überfliegerin nun vorhat und was ihr Geheimrezept für den Lernerfolg war. In den sozialen Netzwerken wird sie bereits als das «erfolgreichste türkische Mädchen in Deutschland» gefeiert, Glückwünsche kommen von allen Seiten.

Zu Recht: Der 18-Jährigen aus Herne ist ein Traum-Abitur gelungen.899 von 900 Punkten fuhr Isci ein, in allen vier Abiturfächern urteilten die Lehrenden: 15 Punkte – sehr gut plus! «Ich war schon immer eine gute Schülerin und habe mir hohe Ziele gesteckt», gibt die Hernerin zu. Aber so ein Spitzenabitur? Daran hat sie selbst nicht geglaubt.

«1,0 war schon das Ziel, damit mir prinzipiell jeder Studiengang an der Universität offensteht», sagt die Schülerin.