Welches Antibiotika Bei MittelohrentzNdung?

Welches Antibiotika Bei MittelohrentzNdung
Akute Mittelohrentzündung – Auch rezeptpflichtige Ohrentropfen, die Glucocorticoide und andere Substanzen enthalten, erreichen bei intaktem Trommelfell das Mittelohr nicht. Diese Ohrentropfen werden somit ebenfalls als «wenig geeignet» bewertet. Ist im Trommelfell dagegen ein Paukenröhrchen eingesetzt, können die Wirkstoffe aus den Ohrenmitteln das Mittelohr erreichen.

  • In diesem Fall ist bei akuten Mittelohrentzündungen auch die Anwendung von Ohrentropfen möglich.
  • Eine Kombination aus einem Glucocorticoid und einem Antibiotikum – entweder Dexamethason + Ciprofloxacin oder Fluocinolon + Ciprofloxacin – ist hierfür «mit Einschränkung geeignet».
  • Es liegen noch zu wenige Untersuchungen vor, die die Vorteile der Kombination gegenüber den jeweiligen Einzelmitteln verlässlich aufzeigen.

Bei dem Antibiotikum handelt es sich zudem um das Reserveantibiotikum Ciprofloxacin. Wird das Mittel breiter eingesetzt, steigt auch bei der Anwendung als Ohrentropfen die Gefahr der Resistenzbildung. Sollte bei einer akuten Mittelohrentzündung die Anwendung von Antibiotika erforderlich sein, sind das Penicillin Amoxicillin sowie Cephalosporine wie Cefpodoxim oder Cefuroxim Mittel der Wahl.

Wann gibt man Antibiotika bei Mittelohrentzündung?

In Leitlinien wird eine sofortige Antibiotikatherapie der akuten Mittelohrentzündungen empfohlen bei: Säuglingen im Alter unter sechs Monaten. Kindern im Alter unter zwei Jahren und beidseitiger akuter Mittelohrentzündung. Kindern mit akuter Mittelohrentzündung und Ohrausfluss.

Wie lange Amoxicillin bei Mittelohrentzündung?

Pharmakotherapie – Häufig verordnet der Arzt Antibiotika; Mittel der Wahl ist ein Breitbandpenizillin, z.B. Amoxicillin, das gegen eine breite Anzahl von Erregern wirkt und 7 bis 10 Tage lang mehrmals täglich eingenommen wird. Viele Studien zeigen inzwischen, dass nicht jede Mittelohrentzündung gleich mit Antibiotika behandelt werden muss.

  • Etwa 80 % der Kinder werden auch ohne innerhalb weniger Tage gesund.
  • Die kinderärztlichen Fachgesellschaften empfehlen die automatische Antibiotikagabe nur noch bei Kindern unter 6 Monaten.
  • Bei Kindern zwischen 6 Monaten und 2 Jahren kann auf Antibiotika verzichtet werden, wenn sich der Arzt mit der Diagnose nicht ganz sicher ist (dies ist wegen der häufig durch Ohrenschmalz verlegten Gehörgänge gar nicht so selten) und wenn es dem Kind einigermaßen gut geht (d.h., wenn das Fieber 39 °C nicht übersteigt und die Ohrenschmerzen auszuhalten sind).

Bei Kindern ab 2 Jahren kann auch bei einer gesicherten Mittelohrentzündung auf Antibiotika verzichtet werden, wenn es dem Kind einigermaßen gut geht.

Wie viel mg Antibiotika bei Mittelohrentzündung?

Fallbeschreibung – Emma ist ein 5jähriges Mädchen von guter Gesundheit und geimpft. Sie haben bei ihr eine akute Mittelohrentzündung (AOM) diagnostiziert.48 Stunden nach Beginn der Behandlung mit einem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAR) persistert das Fieber und die Schmerzen, weshalb Sie eine antibiotische Therapie mit Amoxicillin 25 mg/kgKG zweimal täglich verschreiben.

Emma kommt 3 Tage später erneut in die Sprechstunde, da sie immer noch Fieber und Schmerzen hat. Die Eltern bestätigen, dass das Antibiotikum regelmässig eingenommen wurde. Emmas Allgemeinzustand ist gut, Fieber 38.8°C. Die klinische Untersuchung zeigt ein vorgewölbtes, mattes und gerötetes Trommelfell.

Die Ohrmuschel ist nicht abgehoben und die Perkussion des Mastoides schmerzlos. Was schlagen Sie vor?

Was tun bei bakterieller Mittelohrentzündung?

Gehörgangsentzündung – Bei einer Gehörgangsentzündung juckt das Ohr meist und ist gerötet. Es nässt und ist sehr berührungsempfindlich. Kauen oder Sprechen verursacht Schmerzen. Wenn der Gehörgang durch die Entzündung angeschwollen ist, kann auch das Hören beeinträchtigt sein.Die Krankheitsbeschwerden ähneln denen einer Mittelohrentzündung.

Der Erkrankte sollte sich schonen und Bettruhe einhalten.Abschwellende Nasentropfen sorgen für eine Verbesserung der Belüftung des Mittelohrraumes.Ohrentropfen sind meist wirkungslos, da sie bei einem intakten Trommelfell nicht an den Ort der Entzündung gelangen können.Eitrige Mittelohrentzündungen müssen mit Antibiotika behandelt werden. Bei einem bestehenden Trommelfelldefekt können auch antibiotische Ohrentropfen zum Einsatz kommen.

Während der akuten Erkrankung dürfen Hörgeräte oder Ohrstöpsel nicht getragen werden.Meist wird die Erkrankung mit Salbe und Ohrentropfen behandelt. Antibiotika werden nur in Ausnahmefällen verabreicht.

Abschwellende Nasentropfen verbessern bei einer Erkältung die Belüftung des Mittelohrs. Die Tropfen sollten aber höchstens 7 bis 10 Tage angewandt werden, um eine übermäßige Gewöhnung der Nasenschleimhaut zu vermeiden, die sich unter Umständen bis zu einer Abhängigkeit entwickeln kann.Vermeiden Sie Flugreisen, wenn Sie einen Schnupfen haben.Verzichten Sie auf Wattestäbchen, reinigen Sie die Ohren nur im äußeren Bereich.Trinken Sie ausreichend Wasser, Tee oder verdünnte Säfte – rund 1,5 – 2 Liter täglich.

Impfungen gegen Mumps,,, Pneumokokken oder können die Erkrankungsrate von Mittelohrentzündungen senken. Denn eine Mittelohrentzündung tritt häufig als Komplikation dieser Erkrankungen auf.Stillen schützt, da es das Immunsystem des Kindes stärkt.Schützen Sie Kleinkinder vor Passivrauchen.Lassen Sie ihr Kind nicht ständig Schnuller gebrauchen oder Fläschchen im Liegen trinken.Achten Sie auf vergrößerte Rachenmandeln, die sich durch ausgeprägtes Schnarchen und vermehrte Mundatmung äußern.

Vor einem Badeurlaub sollte eine Ohrreinigung durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt erfolgen, um der Ausbildung eines Ohrenschmalz-Propfes vorzubeugen. Das gilt vor allem für Patienten mit einer gestörten Selbstreinigung des Gehörgangs.Vermeiden Sie generell die Benutzung von Ohrenstäbchen.Wasser kann nach Baden, Duschen oder Schwimmen in den äußeren Gehörgang gelangen. Das ist harmlos. Sorgen Sie aber dafür, dass die Ohren schnell wieder trocken werden. Neigen Sie hierzu am besten den Kopf leicht zur Seite und tupfen das Ohr sanft mit einem sauberen Handtuch ab.

Das örtliche Gesundheitsamt steht Ihnen für weitere Beratung und Information zur Verfügung.Weitere Informationen zum Krankheitsbild finden Sie auch im Internet auf den Seiten der,Informationen zum finden Sie auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. : Ohrinfektionen

Kann eine Mittelohrentzündung ohne Antibiotika heilen?

Eine Mittelohrentzündung klingt normalerweise innerhalb weniger Tage ab – auch ohne Behandlung. Wenn bei Kindern unter zwei Jahren beide Ohren entzündet sind, können Antibiotika die Heilung jedoch beschleunigen.

Was verschlimmert eine Mittelohrentzündung?

Quellen zum Thema Eine chronisch eiternde Mittelohrentzündung ist eine langanhaltende Perforation des Trommelfells (Membrana tympanica) mit ständigem Ausfluss.

Zu den Ursachen der chronisch eiternden Mittelohrentzündung gehören unter anderem eine akute Mittelohrentzündung und Verstopfungen der Eustachi-Röhre. Eine Verschlimmerung kann nach einer Erkältung oder einer Ohrenentzündung auftreten oder nachdem Wasser in das Mittelohr eingedrungen ist. Bei den Betroffenen kommt es in der Regel zu Hörverlust und ständigem Ausfluss aus dem Ohr. Ärzte reinigen den Gehörgang und geben Ohrentropfen. In schweren Fällen können Antibiotika und chirurgische Eingriffe zum Einsatz kommen.

Eine chronisch eiternde Mittelohrentzündung kann sich nach einer Nasen- oder Rachenentzündung wie z.B. einer Infektion verschlimmern, oder nachdem Wasser beim Baden oder Schwimmen durch ein Trommelfellloch (Perforation) in das Mittelohr eingedrungen ist. führen kann (d.h. Schwerhörigkeit, die auftritt, wenn der Schall die sensorischen Strukturen des Innenohrs nicht erreichen kann). Bei einigen Personen mit chronisch eiternder Mittelohrentzündung entwickelt sich ein Cholesteatom im Mittelohr. Ein Cholesteatom ist eine gutartige (benigne) Wucherung des weißen hautähnlichen Materials im Mittelohr.

Untersuchung durch den Arzt

Die Diagnose einer chronisch eiternden Mittelohrentzündung wird gestellt, wenn der Arzt erkennt, dass sich Eiter oder hautartiges Material in einem Loch oder in einer Tasche des Trommelfells ansammelt und häufig ausfließt. Zur Identifikation der Bakterien, die die Infektion verursachen, werden Proben vom Ausfluss aus dem Ohr entnommen.

Antibiotische Ohrentropfen Manchmal orale Antibiotika

Wenn es zu einem Schub einer chronischen eiternden Mittelohrentzündung kommt, verschreibt der Arzt antibiotische Ohrentropfen. Patienten mit schweren Schüben können auch Antibiotika zum Einnehmen erhalten. Mit Ausnahme der verschriebenen Ohrentropfen muss das Ohr trocken gehalten werden, wenn eine Perforation vorliegt.

  • Gewöhnlich kann eine Perforation des Trommelfells durch eine Trommelfellplastik wieder geschlossen werden.
  • Falls die Gehörknöchelchen geschädigt wurden, können sie gleichzeitig repariert werden.
  • Ein Cholesteatom muss chirurgisch entfernt werden.
  • Andernfalls können schwere Komplikationen wie Polypen, Schäden an den Gehörknöchelchen oder anderen Knochen sowie eine Ausbreitung der Infektion auftreten.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Was hilft schnell bei Mittelohrentzündung?

Mittelohrentzündung bei Kindern – Hausmittel © Robert Kneschke AdobeStock 50367385 p>Mittelohrentzündungen sind schmerzhaft und treffen oft bereits die Kleinsten. So zählen sie zu den Erkrankungen, von denen Babys und Kleinkinder am häufigsten betroffen sind. Man geht davon aus, dass die allermeisten Kinder in den ersten Lebensjahren bereits eine oder mehrere der Entzündungen durchgemacht haben. Im Grundschulalter verringert sich das Risiko, doch auch ältere Kinder und Erwachsene können noch betroffen sein. Grundsätzlich entsteht eine Mittelohrentzündung in den meisten Fällen, wenn während einer anderen Infektion Erreger über die Verbindung zwischen Ohr und Nasen- und Rachenraum ins Ohr gelangen. Bei kleinen Kindern ist diese Verbindung noch sehr kurz und daher das Risiko auch höher, dass sich die Erreger auf diesem Weg im Körper verbreiten. Oft ist eine Mittelohrentzündung Teil bzw. Folge einer Erkältung. Dass von außen Erreger ins Ohr gelangen und eine Mittelohrentzündung auslösen, ist zwar möglich, aber die seltenere Variante. Erreger können auf diesem Weg ins Ohr gelangen, wenn das Trommelfell leicht eingerissen ist, zum Beispiel durch eine fehlerhafte Nutzung von Wattestäbchen. In solchen Fällen muss auch keine Erkältung vorhanden sein. Risikofaktoren sind beispielsweise auch vergrößerte Mandeln, wenn im Haushalt geraucht wird oder der tägliche Kontakt zu vielen anderen Kindern. Ältere Kinder können bereits ausdrücken, wenn sie Ohrenschmerzen haben. Je kleiner die Kinder sind, desto komplizierter ist es jedoch, eine Mittelohrentzündung zu erkennen. Die Symptome sind unter anderem starke Ohrenschmerzen, Fieber, oft auch Unruhe und leichte Reizbarkeit. Dazu können vor allem bei Kleinkindern Erbrechen, Verlust des Appetits oder Verweigerung der Nahrungsaufnahme kommen. Auch Schwäche, Schüttelfrost und Durchfall können vorkommen. Kleinkinder, die unter einer Mittelohrentzündung leiden, greifen sich auch öfter ans Ohr. Dass die Symptome sehr plötzlich auftreten, ist keine Seltenheit. Im Rahmen einer Mittelohrentzündung kann es auch vorkommen, dass das Trommelfell leicht einreißt und danach aus dem Ohr ein eitriges, teilweise auch blutiges Sekret austritt. Der Druck im Ohr verringert sich damit und entsprechend lassen die Schmerzen nach. Der Riss im Trommelfell ist meistens sehr klein und heilt von selbst wieder ab. Die gute Nachricht ist, dass eine Mittelohrentzündung in aller Regel innerhalb von nur wenigen Tagen ohne Komplikationen wieder abheilt. Ist eine Behandlung mit Medikamenten nötig, wird meistens auf Paracetamol oder Ibuprofen zurückgegriffen. Antibiotika werden bei einer Mittelohrentzündung nur selten angewandt, weil sie meistens auch nicht notwendig sind. Wichtig ist, dass Medikamente in ihrer Dosierung immer an das Alter und das Körpergewicht des Kindes angepasst sind. Mit Babys und Kleinkindern sollte man bei Fieber ohnehin zum Arzt gehen, aber auch bei älteren Kindern ist es sinnvoller, vom Arzt ein Medikament in der richtigen Dosierung verschreiben zu lassen. Um eine Mittelohrentzündung zu behandeln, gibt es verschiedene Hausmittel, die grundsätzlich bereits bei Babys und Kleinkindern angewandt werden können. Je kleiner ein Kind ist, desto mehr Vorsicht ist jedoch geboten. Eines der klassischen Hausmittel gegen Mittelohrentzündung ist ein Zwiebelsäckchen. Dabei wird eine Zwiebel in kleine Stücke geschnitten, in ein Tuch eingeschlagen und auf das betroffene Ohr gelegt. Dieses Päckchen erwärmt man zum Beispiel über einem Topf mit Wasserdampf oder auf der Heizung. Es sollte nicht zu feucht und vor allem nicht zu heiß sein. Unter Umständen kann ein Zwiebelpäckchen besonders bei kleinen Kindern die Augen reizen. Hilfreich kann es sein, dass Päckchen im Schlaf anzuwenden und eine Mütze darüber zu ziehen, damit es an Ort und Stelle bleibt. Da der Geruch von Zwiebel nicht jedermanns Sache ist, lassen sich auch Kamillenblüten oder ein Teebeutel mit Kamillentee verwenden. Grundsätzlich gilt Wärme als Hausmittel. Hier kann man beispielsweise auch eine Infrarotlampe nutzen, es ist jedoch ganz wichtig, dass Kinder dabei nicht in die Lampe hineinsehen und die Augen geschützt sind! Auch eine Wärmeflasche oder ein Körnerkissen können zur Wärmebehandlung eingesetzt werden. Wie bei vielen anderen Erkrankungen ist es auch bei einer Mittelohrentzündung wichtig, sich zu schonen und viel zu trinken. Die besten Getränke sind Wasser und Tee, beispielsweise Kamillentee. Etwas Linderung schaffen unter Umständen auch Hausmittel, die abschwellend auf die Nase wirken, beispielsweise Inhalationen. : Mittelohrentzündung bei Kindern – Hausmittel

Welche Medikamente helfen bei Mittelohrentzündung?

Akute Mittelohrentzündung – Auch rezeptpflichtige Ohrentropfen, die Glucocorticoide und andere Substanzen enthalten, erreichen bei intaktem Trommelfell das Mittelohr nicht. Diese Ohrentropfen werden somit ebenfalls als «wenig geeignet» bewertet. Ist im Trommelfell dagegen ein Paukenröhrchen eingesetzt, können die Wirkstoffe aus den Ohrenmitteln das Mittelohr erreichen.

In diesem Fall ist bei akuten Mittelohrentzündungen auch die Anwendung von Ohrentropfen möglich. Eine Kombination aus einem Glucocorticoid und einem Antibiotikum – entweder Dexamethason + Ciprofloxacin oder Fluocinolon + Ciprofloxacin – ist hierfür «mit Einschränkung geeignet». Es liegen noch zu wenige Untersuchungen vor, die die Vorteile der Kombination gegenüber den jeweiligen Einzelmitteln verlässlich aufzeigen.

Bei dem Antibiotikum handelt es sich zudem um das Reserveantibiotikum Ciprofloxacin. Wird das Mittel breiter eingesetzt, steigt auch bei der Anwendung als Ohrentropfen die Gefahr der Resistenzbildung. Sollte bei einer akuten Mittelohrentzündung die Anwendung von Antibiotika erforderlich sein, sind das Penicillin Amoxicillin sowie Cephalosporine wie Cefpodoxim oder Cefuroxim Mittel der Wahl.

Wie lange dauert es bis Amoxicillin wirkt?

Ungefähr 24 bis 48 Stunden nach der ersten Einnahme sollte eine spürbare Verbesserung eintreten. Ist das nicht der Fall, kann es sein, dass das Medikament nicht wirksam gegen die fraglichen Erreger ist. In diesem Fall sollte man noch einmal die Arztpraxis kontaktieren.

Wie lange dauert eine Mittelohrentzündung ohne Antibiotika?

Eine Mittelohrentzündung heilt meist innerhalb von 2 bis 3 Tagen von selbst ab und hat keine weiteren Folgen. Drückt das im Mittelohr angesammelte Sekret zu stark auf das Trommelfell, kann es einreißen.

Wie schnell wirkt Antibiotika bei Otitis?

INTERNATIONAL STUDIEREN

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Hintergrund: Innerhalb der ersten drei Lebensjahre erkranken zwei Drittel aller Kinder an einer akuten Otitis media (AOM). Trotz fehlender Evidenz wird in vielen Fllen weiterhin eine sofortige antibiotische Therapie eingeleitet. Methode: Selektive Literaturauswahl unter Verwendung evidenzbasierter Empfehlungen mit besonderer Bercksichtigung der aktuellen US-amerikanischen Leitlinie.

  • Ergebnisse: Ein putrider Paukenerguss gegebenenfalls mit Entzndung des Trommelfells spricht fr eine AOM.
  • Nur bei ausgewhlten Patienten mit AOM ist eine sofortige antibiotische Therapie zwingend erforderlich.
  • Hierzu zhlen Patienten mit ausgeprgten Ohrenschmerzen, Fieber≥39,0C, Kinder unter 6 Monaten sowie Kinder unter 2 Jahren mit beidseitiger AOM und Kinder mit spezifischen Risikofaktoren wie unter anderem Immundefizienz oder Down-Syndrom.

Ansonsten ist eine symptomatische Behandlung gerechtfertigt. Erst bei mangelnder Besserung der Symptome nach 23 Tagen sollte eine antibiotische Therapie vorzugsweise mit Amoxicillin eingeleitet werden. Schlussfolgerungen: Aufgrund noch teilweise heterogener Ergebnisse in der Literatur besteht weiterhin Bedarf an kontrollierten Studien mit definierten Endpunkten zur Klrung des Nutzens einer sofortigen antibiotischen Therapie gegenber einer zunchst beobachtenden Verlaufskontrolle. Die akute Otitis media (AOM) ist eine der hufigsten entzndlichen Erkrankungen des Suglings- und (Klein-)Kindalters und dritthufigster Grund fr Antibiotikaverordnungen in dieser Altersgruppe ( 1 ). Nach Einzug der Antibiotika in der ersten Hlfte des vorigen Jahrhunderts kam es zu einem einschneidenden Rckgang der bis dahin schwerwiegenden Komplikationen dieses Krankheitsbildes ( e1 ).

  • Bis in die 1980er Jahre bestand kein Zweifel an der Notwendigkeit einer sofortigen antibiotischen Therapie bei Erstdiagnose einer AOM ( e2 ).
  • Angestoen durch die zunehmende Entwicklung von Antibiotikaresistenzen konnten van Buchem et al.1981 erstmals nachweisen, dass bei Kindern mit unkomplizierter AOM ab einem Alter von zwei Jahren ein zunchst beobachtendes Verhalten unter rein symptomatischer Therapie als vertretbar verfolgt werden kann ( 2 ).

Auch wenn dieser Paradigmenwechsel im Laufe der vergangenen Jahre Einzug in viele nationale Leitlinien ( 3, 4, e3 e5 ) gehalten hat, gibt es Untersuchungen, die dieses Vorgehen hinterfragen ( 5, 6 ). Zurzeit befindet sich eine S2-Leitlinie zur Behandlung der AOM der Deutschen Gesellschaft fr Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie in Erstellung.

die Befunde zur korrekten Diagnosestellung einer AOM kennen eine unkomplizierte von einer potenziell komplikationstrchtigen AOM abgrenzen und eine adquate Therapie der AOM einleiten und begleiten knnen.

Nomenklatur Die AOM umfasst als Oberbegriff alle akuten entzndlichen Erkrankungen der Mittelohrrume mit besonderer Beteiligung der Paukenhhle, wobei die akute eitrige von der viralen Otitis media unterschieden wird. Hiervon abgrenzen muss man die Nomenklatur im angloamerikanischen Raum, in der unter otitis media auch die otitis media with effusion, also ein Paukenerguss (Sero-/Mukotympanon) verstanden wird ( e7 ).

Epidemiologie Je nach Studie ist die Inzidenz der AOM im 1. beziehungsweise 2. Lebensjahr am hchsten und sinkt auf 2 % im 8. Lebensjahr ( 7 ). ber zwei Drittel aller Kinder haben bis zum Abschluss des 3. Lebensjahres mindestens eine, etwa die Hlfte dieser Kinder drei oder mehr Episoden einer AOM erlitten ( 8 ).

Ein Teil dieser Patienten entwickelt einen Paukenerguss, dessen Folgen in Form einer Mittelohrschwerhrigkeit bis ins mittlere Kindesalter hineinreichen knnen ( e8 ). In Deutschland betrug im Beobachtungszeitraum 20032006 die 12-Monats-Prvalenz einer AOM bei Kindern und Jugendlichen zwischen dem 0.

  • Und 17. Lebensjahr im Durchschnitt 11 % ( e9 ).
  • Nach einem Anstieg der Prvalenz der AOM bis in die Mitte der 1990er Jahre konnte im Folgenden eine Abnahme um etwa 19 % beobachtet werden.
  • Neben der Einfhrung der Pneumokokken- und Influenzaimpfung werden hierfr die Etablierung eindeutigerer diagnostischer Kriterien, die Entwicklung von Empfehlungen eines zunchst abwartenden Beobachtens und die wachsende Akzeptanz der Eltern hinsichtlich dieses Vorgehens ( 9 ) sowie eine Abnahme der Zigarettenrauchexposition ( 10 ) als Grnde vermutet.

Mikrobiologie Je nach Nachweismethode und Stringenz der Anwendung diagnostischer Kriterien lassen sich in 70 % bis sogar 90 % aller AOM Bakterien isolieren ( e10 ). Nahezu allen AOM geht eine virale Infektion der oberen Atemwege voraus. Hufigster Erreger ist das Respiratory-Syncytial-Virus.

Weitere hufige Viren sind Influenza- und Parainfluenzaviren sowie Rhino-, Adeno- und Enteroviren. Die hufigsten bakteriellen Erreger sind Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae, gefolgt von Moraxella catarrhalis. In geringerer Anzahl finden sich Streptococcus pyogenes und Staphylococcus aureus ( e11 ).

Whrend vor Einfhrung der 7-valenten Pneumokokkenimpfung (PCV-7) Pneumokokken den grten Teil der bakteriellen AOM verursachten, zeigten sich seit Einfhrung der Pneumokokkenimpfung Vernderungen des Erregerspektrums dahingehend, dass es in Studien aus den USA zu einer relativen Reduzierung der Pneumokokken-induzierten AOM von 3348 % auf 2331 %, auf der anderen Seite zu einem relativen Anstieg der H.-influenzae-Infektionen von 4143 % auf 5657 % kam ( 11, e12 ).

Ob dies in Deutschland in gleicher Weise gilt, ist unklar. Diese Verschiebung kann jedoch mglicherweise durch eine Zunahme von in der PCV-7 nicht enthaltenen Serotypen in der Zukunft auch wieder umgekehrt werden. Auswirkungen der Einfhrung der PCV-13, die potenziell die durch resistente Pneumokokkenserotypen verursachte AOM in Zukunft reduzieren knnte, mssen abgewartet werden ( 12 ).

Da Influenzaviren zu den hufigsten nachweisbaren Viren in der Mittelohrflssigkeit bei einer AOM gehren und gleichzeitig Wegbereiter fr Pneumokokkeninfektionen sind, liegt es nahe, dass Influenzaimpfungen einen protektiven Effekt auf Hufigkeit und Verlauf einer viralen wie auch bakteriellen AOM haben knnen.

  1. Ein Beweis hierfr konnte bislang nur partiell erbracht werden.
  2. In einer aktuellen Metaanalyse zeigt sich, dass die nasale Influenza-Lebendimpfung (LAIV) in der Altersgruppe 671 Monate die Inzidenz der AOM um 12,4 % senkt ( 13 ).
  3. Eine obligate Impfempfehlung lsst sich hieraus derzeit dennoch nicht ableiten.

Klinische Symptomatik Eine AOM tritt hufig im Rahmen eines Infekts der oberen Atemwege auf. Symptome wie Ohrenschmerzen und bei Kleinkindern der Greifzwang zum Ohr sind alleinig nicht spezifisch ( 11 ). So leiden lediglich 10 % aller Kinder mit einem Greifzwang unter einer AOM ( 14 ).

Fieber, Krankheitsgefhl und bei kleineren Kindern Durchfall und Erbrechen sind variable Symptome ( e13 ). Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind Ohren- und Kopfschmerzen sowie Schwerhrigkeit meist eindeutiger. Im Falle einer Spontanperforation des Trommelfells kommt es zu einer schlagartigen Rckbildung der Ohrenschmerzen.

Diagnostik Die ohrmikroskopische beziehungsweise otoskopische Beurteilung des Trommelfells ist der zentrale Punkt fr die Stellung einer korrekten Diagnose. Whrend bislang eine entzndliche Vernderung des Trommelfells mit gleichzeitigem Nachweis eines entzndlichen Ergusses zur Diagnosestellung einer AOM fhrte ( 14 ), werden nach den neuen Leitlinien der American Academy of Pediatrics (AAP) folgende Kriterien fr die Diagnosestellung einer AOM gefordert ( 3 ):

Nachweis einer migen bis schweren Vorwlbung des Trommelfells oder einer, nicht durch eine akute Otitis externa bedingten, neu aufgetretenen Otorrh Nachweis einer geringen Vorwlbung des Trommelfells mit innerhalb der letzten 48 h aufgetretenen Ohrenschmerzen oder ausgeprgter Rtung des Trommelfells.

Als Ausschlusskriterium fr die Diagnose der AOM wird eine fehlende Flssigkeitsansammlung in der Pauke angesehen. Umstritten erscheint die erste Empfehlung der AAP zur Diagnosestellung. Wenn die schwere Vorwlbung des Trommelfells als alleiniges Kriterium fr die Diagnosestellung ausreicht, ist die Abgrenzung zu einem banalen Paukenerguss schwierig.

Hier sollte die Transparenz der Trommelfellmembran als Kriterium mit einbezogen werden. Die Anamnese mit akutem Auftreten klinischer Symptome wie Ohrenschmerzen, Otorrh und/oder Fieber untersttzt die Diagnose der AOM, ist als alleiniges Zeichen jedoch nicht spezifisch und weist nur einen migen prdiktiven Zusammenhang mit der korrekten Diagnosestellung auf (Sensitivitt 54 %, Spezifitt 82 %) ( 11 ).

Die alleinige Rtung des Trommelfells ist zur Diagnosestellung der AOM ebenfalls nicht hinreichend, weil der positive Vorhersagewert lediglich 7 % betrgt ( e14 ). Im Frhstadium einer AOM mit Rtung und Gefinjektion der Membran und noch nicht erfolgter Ausbildung eines eitrigen Ergusses ist eine Differenzierung zwischen eitriger und nichteitriger (viraler) Otitis media noch nicht mglich. Abbildung Typisches Bild einer AOM Gerade bei Suglingen und Kleinkindern kann die Beurteilung des Trommelfells durch die mangelnde Kooperation des Kindes, den engen Gehrgang und zustzliche Zerumenverlegung erschwert sein. In diesen Fllen verbleibt somit gelegentlich eine (Rest-)Unsicherheit in der Diagnosestellung.

Eine pneumatische Otoskopie zur Darstellung der eingeschrnkten Beweglichkeit des Trommelfells kann hilfreich, bei kleinen Kindern jedoch ebenfalls durchaus schwierig sein. Als zustzliche Verfahren existieren die Tympanometrie oder die akustische Reflektometrie. Bei den beiden letztgenannten Untersuchungen ist jedoch zu bercksichtigen, dass hiermit eine AOM nicht von einem Paukenerguss unterschieden werden kann.

Beide Manahmen sind somit ausdrcklich hchstens als Ergnzung, jedoch nicht als Ersatz einer nicht ausreichend beurteilbaren Ohrmikroskopie/Otoskopie zu verwenden ( e15, e16 ). Zum Ausschluss einer otogenen Komplikation ist die Inspektion und Palpation des Mastoids sowie die Beurteilung der Funktion des N.

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ausfhrliche cochleovestibulre Diagnostik Abstrichuntersuchung MRT des Schdels und/oder CT des Felsenbeins Labordiagnostik.

Differenzialdiagnosen Neben der Unterscheidung der eitrigen AOM von der viralen AOM mit granulozytenarmem Sekret sind die Myringitis im Rahmen einer Gehrgangsentzndung sowie die akute Exazerbation einer chronischen Mittelohrentzndung abzugrenzen. Hufigste Differenzialdiagnose ist das Sero-/Mukotympanon, bei dem in der Regel weder Schmerzen, eine Rtung des Trommelfells noch ein eitriges Exsudat in der Paukenhhle bestehen.

Klinisch knnen jedoch zu Beginn und bei Abheilung einer akuten Mittelohrentzndung Abgrenzungsprobleme auftreten. Therapie Die folgenden Empfehlungen beziehen sich auf die unkomplizierte AOM ohne Zeichen einer systemischen Erkrankung sowie auf ansonsten gesunde Patienten (Grafik), Bedingungen, die den natrlichen Verlauf einer AOM verkomplizieren knnen, sind neben otogenen Komplikationen eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, genetische Aberrationen wie beim Down-Syndrom, Immundefekte und das Einliegen eines Cochlea-Implantes.

Auerdem mssen Patienten mit Rezidiven innerhalb von 30 Tagen aufgrund geringerer Spontanheilung und hufigerer otogener Komplikationen abgegrenzt werden. Grafik Therapiealgorithmus bei unkomplizierter akuter Otitis media Im Folgenden werden das Evidenzniveau (IIV) und der Empfehlungsgrad (AC, Good Clinical Practice ) jeweils in Klammern angegeben. Ohrenschmerzen sind initial oft das am meisten beeintrchtigende Symptom und mssen deshalb, unabhngig von einem eventuellen kausalen Therapieansatz, unverzglich adquat behandelt werden ( 3 ).

Paracetamol und Ibuprofen gelten als Standardanalgetika bei der AOM ( 15 ) (IIa, A). Die Gabe topischer Lokalansthetika wird nicht empfohlen ( e17 ) (IV). Auch wenn die Applikation abschwellender Nasentropfen zur Behandlung der AOM kritisch gesehen wird ( 16 ), ist dies aufgrund einer hufig zugrundeliegenden (Begleit-)Rhinosinusitis sinnvoll (IV, C) ( e18 ).

Aufgrund der begrenzten Datenlage existieren bislang keine allgemeingltigen Empfehlungen komplementrer beziehungsweise alternativer Verfahren in der Therapie der AOM. Die sofortige Gabe von Antibiotika bei der AOM wurde in der Vergangenheit als Hauptgrund fr den Rckgang der akuten Mastoiditis angesehen.

Im Vergleich zu der prantibiotischen ra zeigte sich ab den 1950er-Jahren ein deutlicher Rckgang der akuten Mastoiditiden ( 17 ). Dieser anfnglich geuerte Zusammenhang konnte im weiteren Verlauf fr eine unkomplizierte AOM jedoch nicht aufrechterhalten werden. So zeigte sich kein signifikanter Unterschied der Mastoiditisrate bei lteren Kindern, die bei Erstvorstellung sofort eine antibiotische Therapie erhielten, im Vergleich mit denen, die zunchst weiter beobachtet wurden und erst bei fehlender Besserung antibiotisch behandelt wurden (0,59 % versus 0,17 %) ( e19 ).

Auch international vergleichende Untersuchungen zwischen Lndern mit unterschiedlichen Therapiemodalitten der AOM konnten keine signifikanten Unterschiede in der Inzidenz der akuten Mastoiditis nachweisen ( 18 ). In Zusammenschau der Studien scheint die Gefahr der Ausbildung einer akuten Mastoiditis in Folge einer unkomplizierten AOM bei Kindern ab dem 2.

Lebensjahr durch eine zunchst observierende Therapie somit nicht erhht zu sein, vorausgesetzt, die Patienten werden engmaschig klinisch kontrolliert und eine Antibiotikagabe wird bei fehlender Besserung eingeleitet. Auch besteht kein Hinweis darauf, dass die Hufigkeit des Auftretens einer Meningitis im Rahmen einer AOM durch den frhzeitigen Einsatz von Antibiotika verringert werden kann ( 19, 20 ).

Seit Mitte der 1980er Jahre konnte nachgewiesen werden, dass auch in Bezug auf die Heilungsrate nur geringfgige signifikante Unterschiede zwischen einer sofortigen Antibiotikagabe und einer zunchst observierenden Therapie unter suffizienter Analgesie (watchful waiting) bestehen ( 19, 21, 22 ) (Ia).

  1. Eine spontane Besserung der Symptome einer AOM tritt in etwa 60 % innerhalb der ersten 24 Stunden, in etwa 8085 % innerhalb der ersten 23 Tage und in 90 % der Flle nach 47 Tagen ein.
  2. Eine sofortige antibiotische Therapie bietet innerhalb der ersten 24 Stunden aufgrund der Latenz des antimikrobiellen Effekts verstndlicherweise keinen Vorteil gegenber einer Placebotherapie.

Nach 23 Tagen profitieren hierdurch 4 %, nach 47 Tagen 9 % der Patienten ( e20 ). Auch Hinweise fr eine schnellere Hrverbesserung lassen sich durch eine sofortige antibiotische Therapie nicht nachweisen ( 23 ). Jedoch wird die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer Diarrh durch eine sofortige Antibiotikatherapie um 514 % ( 20, 21, 24 ), die Wahrscheinlichkeit von Hautausschlgen um 36 % ( 5, 25 ) erhht.

  1. Dieser geringe therapeutische Nutzen einer sofortigen antibiotischen Therapie und die erhebliche Spontanremission sollten unter Bercksichtigung der potenziellen unerwnschten Wirkungen, einer mglichen Bahnung von Antibiotikaresistenzen wie auch medizinkonomischer Aspekte bedacht werden.
  2. Die Faktoren Alter und Symptomausprgung spielen eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung, ob eine zunchst beobachtende oder eine sofortige antibiotische Therapie gewhlt werden sollte.

So liegt die Versagerrate bei zunchst beobachtendem Vorgehen bei Kindern unter zwei Jahren fast doppelt so hoch wie bei Patienten lter als zwei Jahre. Patienten mit schwerer Ausprgung der Symptome haben mit 14 % ebenfalls eine signifikant hhere Versagensquote als Patienten mit nur leichten Beschwerden (4 %) ( e21 ).

Abhngig von Patientenalter und Ausprgung der Symptome kann somit ein Groteil der Patienten mit unkomplizierter AOM zunchst rein symptomatisch therapiert werden, sofern eine klinische und ohrmikroskopische/otoskopische Verlaufskontrolle nach 23 Tagen gewhrleistet ist (Ia, A). Die Wahl der Therapie muss jedoch immer individuell entschieden werden und bedarf wesentlich der klinischen Erfahrung des behandelnden Arztes bei der Einschtzung der Ausprgung des Krankheitsbildes.

Als Indikationen zur sofortigen Antibiotikagabe gelten:

Alter < 6. Lebensmonat (Ia, A) Alter < 2. Lebensjahr mit bilateraler AOM, auch bei nur geringen Ohrenschmerzen und Temperatur < 39,0 C (Ia, A) AOM mit migen bis starken Ohrenschmerzen oder Temperatur ≥ 39,0 C (Ib, A) persistierende, eitrige Otorrh (Ia; A) ( 26 ) Risikofaktoren (zum Beispiel otogene Komplikation, Immundefizienz, schwere Grundkrankheiten, Down-Syndrom, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Cochlea-Implantat-Trger, Influenza) (III, B) Verlaufskontrolle innerhalb der ersten drei Tage nicht sicher mglich (Ib, A)

Die Empfehlungskriterien fr eine Antibiotikagabe zum Zeitpunkt der Erstdiagnosestellung sind in der Tabelle zusammengefasst. Tabelle Indikationen zur antibakteriellen versus abwartenden Therapie bei Kindern mit unkomplizierter Otitis media acuta Kommt es nach Einleitung der initialen Therapie gleich ob sie aus Observation oder sofortiger antimikrobieller Therapie besteht innerhalb der ersten 48 bis 72 Stunden zu keiner Besserung der Beschwerden, mssen alternative Differenzialdiagnosen ausgeschlossen werden.

  1. Besttigt sich die Diagnose AOM wird bei initial abwartendem Verhalten eine antibiotische Therapie eingeleitet.
  2. Erfolgte bereits initial eine Antibiotikagabe, sollte dieses Antibiotikum umgestellt werden.
  3. Bei Ansprechen der antibiotischen Therapie tritt in der Regel nach 24 Stunden eine Besserung der Beschwerden ein.

Nach 48 bis sptestens 72 Stunden sollte sich, falls initial bestanden, Fieber zurckgebildet haben. Als Antibiotikum der ersten Wahl gilt Amoxicillin in einer Dosis von 50 ( 60 ) mg/kg KG/d in drei Einzeldosen (Kasten 1) ( 3 ). Hierfr sprechen, neben der in der Regel bestehenden Wirksamkeit, die hohe Sicherheit, ein enges mikrobiologisches Spektrum, die vergleichsweise geringe Rate an unerwnschten Wirkungen und die geringen Kosten ( e22 ). Kasten 1 First-line Antibiotika bei akuter Otitis media Als Alternativprparate bei Penicillinallergie kommen Cefuroxim oder Cefpodoxim in Frage ( 14 ). Falls eine orale Therapie nicht mglich ist, kann Ceftriaxon i.v. oder i.m. bereits als einmalige Dosis ausreichend zur Initialbehandlung eingesetzt werden ( e24 ).

  1. Besteht eine echte Penicillinallergie, das heit bei eindeutig stattgehabten anaphylaktischen Reaktionen auf Penicillin, sind Erythromycin, Clarithromycin oder Azithromycin zu erwgen, wobei Makrolide nur eine begrenzte Wirkung auf H.
  2. Influenzae und S.
  3. Pneumoniae haben ( 27 ).
  4. Patienten mit einem Cochlea-Implantat sollten bei einer AOM innerhalb der ersten zwei Monate nach Implantation eine parenterale Gabe von Ceftriaxon erhalten.

Bei lnger als drei Monate zurckliegender Cochlea-Implantation wird die empirische Therapie mit Amoxicillin oder Amoxicillin + Clavulansure empfohlen ( 28 ). Hinsichtlich der Dauer der antibiotischen Therapie wird bei Kindern bis zum einschlielich zweiten Lebensjahr sowie bei Kindern mit schweren Erkrankungen eine Therapie ber zehn Tage, bei Kindern vom 2.6.

Second-line Antibiotikum bei Versagen von Amoxicillin ist Amoxicillin+Clavulansure Bei Versagen der first- beziehungsweise second-line Therapie mit Amoxicillin + Clavulansure sollte eine Parazentese mit mikrobiologischer Diagnostik erfolgen. Alternativ kommt der Einsatz einer dreitgigen parenteralen Therapie mit Ceftriaxon infrage ( 3, e23 ) (Kasten 2),

Kasten 2 Second-line Antibiotika bei akuter Otitis media Chirurgische Manahmen Kommt es trotz oben genannter Eskalation der antibiotischen Therapie zu keiner Besserung der Symptome, besteht die Indikation zur Parazentese und Abstrichentnahme, um eine erregergerechte antibiotische Therapie einzuleiten. Kasten 3 Symptomatik der otogenen Komplikationen Rezidivierende AOM Eine rezidivierende AOM liegt bei mindestens drei Episoden einer AOM innerhalb der vergangenen sechs Monate oder mindestens vier Episoden whrend der letzten zwlf Monate vor. Neben dem Ausschluss von Allergien sowie Immundefekten sollte bei rezidivierenden AOM der Impfstatus hinsichtlich der Pneumokokkenimpfung berprft werden, da hierdurch die Anzahl an Infektionen um 1025 % reduziert werden kann ( e25 ).

Die Einlage von Paukenrhrchen alleinig oder in Kombination mit einer Adenotomie kann die Rate an Rezidiven um 1,5 Ereignisse in sechs Monaten reduzieren (number needed to treat = 25) ( 30, 31 ). Eine alleinige Adenotomie fhrt nicht zu einer Verringerung rezidivierender AOM-Episoden ( 32 ). Eine langfristige Low-dose-Antibiotikatherapie reduziert die Rate an Rezidiven nur um 0,51,5 Ereignisse innerhalb von 12 Monaten ( e20 ), so dass von einer solchen medikamentsen Langzeittherapie abgeraten wird ( 3, 33 ).

Verlaufskontrolle Neben der oben genannten erforderlichen Kontrolle nach 23 Tagen sollte die oft protrahiert verlaufende Rckbildung des Paukenergusses bercksichtigt werden.6070 % der Kinder weisen nach zwei Wochen, 40 % nach vier Wochen und bis zu 25 % sogar noch nach drei Monaten einen Paukenerguss auf.

Um Verzgerungen in der Sprachentwicklung zu vermeiden, muss dies im Verlauf kontrolliert und gegebenenfalls adquat therapiert werden. Kurzfristig knnen abschwellende Nasentropfen, das aktive Valsalvamaneuver beziehungsweise die passive Tubenffnung mittels Politzer-Ballon oder eines speziellen Nasenballons eingesetzt werden.

Bei Persistenz von ber drei Monaten, je nach Grad der Schwerhrigkeit auch frher, muss die Indikation zur Parazentese mit gegebenenfalls Paukenrhrcheneinlage und gleichzeitiger Adenotomie gestellt werden ( e7 ). Prventive Manahmen Faktoren wie eine genetische Prdisposition, Frhgeburt, das mnnliche Geschlecht, besondere ethnische Zugehrigkeiten, die Anzahl der Geschwister und ein geringer soziokonomischer Status, die jeweils zur frhzeitigen oder rezidivierenden AOM beitragen, lassen sich nicht beeinflussen ( 34 ).

Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten ( 35 ) Vermeidung einer Tabakrauchexposition ( 10, 35, e26 ) ausreichender Pneumokokken- und Influenzaimpfschutz ( 36 38 ).

Zustzliche prventive Faktoren knnen sein:

Verzicht auf die Verwendung eines Schnullers ( 39 ) Reduzierung der Rate an Infektionen der oberen Atemwege durch reduzierte Gruppengren in Kindertagessttten ( e27 ) mehrfach tgliche Verwendung von Xylitol-Kaugummi oder -Lutschtabletten whrend der Erkltungszeit ( 40 ) Einlage von Paukenrhrchen, gegebenenfalls falls erforderlich in Kombination mit einer Adenotomie.

Fazit Notwendige Kriterien zur Stellung der Diagnose AOM sind der Nachweis eines putriden Paukenergusses mit gegebenenfalls zustzlichem Nachweis entzndlicher Vernderungen des Trommelfells. Bei Vorliegen einer AOM muss die unkomplizierte AOM von einer AOM mit komplizierenden Bedingungen sowie drohenden otogenen Komplikationen abgegrenzt werden.

Bei einer unkomplizierten AOM kann in Abhngigkeit von Patientenalter, Schwere der Symptomatik und Begleiterkrankungen bei ausgewhlten Patienten zunchst eine symptomatische und observierende Therapie erfolgen, deren Verlauf nach zwei bis drei Tagen kontrolliert wird. Kommt es hierunter zu keiner Rckbildung der Symptome, ist eine antibiotische Therapie mit Amoxicillin einzuleiten.

Interessenkonflikt Prof. Dr. Berner erhielt Vortragshonorare der Firmen Glaxo Smith Kline (Impfakademie), InfectoPharm, Falk Foundation und Milupa. Dr. Thomas, Prof. Dr. Dr. Zahnert und Prof. Dr. Dazert erklren, dass kein Interessenskonflikt besteht. Manuskriptdaten eingereicht: 3.5.2013, revidierte Fassung angenommen: 5.11.2013 Anschrift fr die Verfasser Dr.

med. Jan Peter Thomas Klinik fr Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Kopf- und Halschirurgie der Ruhr-Universitt Bochum St. Elisabeth Hospital, Bleichstrae 15, 44787 Bochum [email protected] Zitierweise Thomas JP, Berner R, Zahnert T, Dazert S: Acute otitis media: a structured approach. Dtsch Arztebl Int 2014; 111(9): 15160.

DOI: 10.3238/arztebl.2014.0151 @Mit e gekennzeichnete Literatur: www.aerzteblatt.de/lit0914 The English version of this article is available online: www.aerzteblatt-international.de 1. Holstiege J, Garbe E: Systemic antibiotic use among children and adolescents in Germany: a population-based study.

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Strukturiertes Vorgehen bei akuter Otitis media

Wie lange muss man Amoxicillin nehmen?

Medikament – Patienteninformation für Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten W) Was ist das Wichtigste, was Sie über dieses Arzneimittel wissen sollten? W.1.Nicht vorzeitig abbrechen Halten Sie sich an das vom Arzt verordnete Dosierungs- und Einnahmeschema! Die Einnahme sollte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abgebrochen oder über die angeordnete Zeit hinaus fortgesetzt werden.W.2.

  • Einnahmeabstände Nehmen Sie das Arzneimittel in regelmäßigen Zeitabständen ein.
  • Die Einnahmeabstände sollten genau eingehalten werden, damit immer gleiche und ausreichende Konzentrationen der Antibiotikums auf die Bakterien in Ihrem Körper wirken können und keine sogenannten Resistenzen entstehen, die die Wirksamkeit beeinträchtigen.

(Beispiel: Einnahme «2-mal täglich» bedeutet, dass die Tabletten im Abstand von ca.12 Stunden genommen werden sollten.) W.3.Pseudomembranöse Kolitis Antibiotika können häufig zu Durchfall führen, der in manchen Fällen Zeichen einer lebensbedrohlichen Darmentzündung (Pseudomembranöse Kolitis) sein kann.

  1. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker zur Vorbeugung beraten.W.4.Allergische Symptome Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn allergische Symptome (z.B.
  2. Atemnot, Hautausschlag, Schwellungen in Hals- und Gesichtsbereich) auftreten.
  3. In diesen Fällen muss ggf.
  4. Das Antibiotikum abgesetzt werden, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.W.5.Anwendung von hormonellen Empfängnisverhütungsmittel Frauen, die hormonelle Empfängnisverhütungsmittel verwenden, sollten beachten, dass die Wirkung von Arzneimitteln wie der «Pille» herabgesetzt sein kann.

Zur vollständigen Information zu diesem Arzneimittel lesen Sie bitte die folgenden Kapitel 1 bis 6.1.Was ist Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?

  • Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten enthält den Wirkstoff Amoxicillin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Antibiotika (aus der Gruppe der Penicilline mit breitem Wirkspektrum).
  • Amoxicillin wird üblicherweise in Salzform als Amoxicillin-Trihydrat angewendet.
  • Amoxicillin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Amoxicillin gibt es üblicherweise als
  2. – Tabletten, Filmtabletten enthaltend 500 mg, 750 mg oder 1 000 mg Amoxicillin (als Amoxicillin-Trihydrat),
  3. – Brausetabletten enthaltend 1 000 mg Amoxicillin (als Amoxicillin-Trihydrat),
  4. – Pulver oder Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (Saft) enthaltend 50 mg, 100 mg oder 150 mg Amoxicillin in 1 ml gebrauchsfertiger Suspension.
  5. Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Amoxicillin wird angewendet

  • zur Behandlung von Infektionen durch Bakterien, die gegenüber Amoxicillin empfindlich sind:
  • – Infektionen der Ohren, des Rachens, der Nase und der Nasennebenhöhlen,
  • – Infektionen des Brustraums wie Bronchitis und Lungenentzündung,
  • – Blaseninfektionen,
  • – Vorbeugung von Herzinfektionen während Operationen im Mund oder Rachen,
  • – Lyme-Borreliose im Frühstadium (verursacht durch einen Zeckenbiss),
  • – Magengeschwüre, verursacht durch das Bakterium Helicobacter pylori.

2.Was muss vor der Einnahme von Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten beachtet werden? 2.1.Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten darf nicht angewendet werden, – wenn Sie allergisch gegen Amoxicillin, andere Penicilline oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind, – wenn Sie schon einmal eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion) gegen ein anderes Betalaktam-Antibiotikum (z.B.

  1. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten einnehmen, wenn Sie
  2. – an einer Nierenerkrankung leiden: Ihr Arzt muss die Dosis gegebenenfalls anpassen.
  3. – Pfeiffer’sches Drüsenfieber (eine Viruserkrankung) oder Leukämie haben: Das Risiko für Hautreaktionen kann erhöht sein.
  4. – unter Krampfanfällen (Epilepsie) leiden: Das Risiko für Krampfanfälle kann erhöht sein.
  5. – einen Blasenkatheter tragen: Trinken Sie in diesem Fall reichlich Flüssigkeit, um einer Kristallbildung im Urin vorzubeugen.

Dieses Arzneimittel kann auch das Ergebnis von Harnzucker- oder Blutzuckertests verändern. Wenn Sie an Diabetes leiden und Ihren Urin oder Ihr Blut routinemäßig testen, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Möglicherweise müssen andere Tests angewendet werden.

Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.2.2.a) Kinder Die besonderen Dosierungsempfehlungen für Säuglinge und Kinder sind zu beachten.2.2.b) Ältere Menschen Eine Dosisanpassung ist in der Regel nicht erforderlich.2.2.c) Schwangerschaft Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Amoxicillin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus oder Neugeborenen schließen. Als Vorsichtsmaßnahme sollte Amoxicillin während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn nach Einschätzung des Arztes der mögliche Nutzen die potenziellen Risiken überwiegt.2.2.d) Stillzeit Wenn Sie stillen, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
  • Vorsicht ist bei den folgenden Arzneimitteln geboten:
  • – Allopurinol (zur Behandlung der Gicht): Das Risiko für Hautreaktionen kann erhöht sein.
  • – Methotrexat (zur Behandlung von Gelenkentzündungen oder Krebs): Die Toxizität von Methotrexat kann erhöht sein.
  • – Digoxin (zur Behandlung bestimmter Herzkrankheiten): Die Aufnahme von Digoxin in den Körper kann erhöht sein.
  • – Blutgerinnungshemmer (zur Vorbeugung von Blutgerinnseln) wie Warfarin: Die Blutungsneigung kann erhöht sein.
  • – Verhütungsmittel zum Einnehmen («Pille»): Es besteht das Risiko, dass die Wirkung oraler Verhütungsmittel beeinträchtigt ist.

3.Wie ist Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten anzuwenden? Wenden Sie Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung Tabletten/Filmtabletten sollen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B.1 Glas Wasser) eingenommen werden.

  • Die Einnahme während der Mahlzeiten beeinträchtigt die Wirksamkeit von Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten nicht.
  • Brausetabletten sind vor der Einnahme unter Umrühren in einem Glas Wasser zu suspendieren.
  • Die Einnahme während der Mahlzeiten beeinträchtigt die Wirksamkeit von Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten nicht.

Pulver/Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen: Zur Herstellung der gebrauchsfertigen Suspension wird die Flasche bis etwa 1/4 unter der Markierung mit Trinkwasser gefüllt, die Flasche verschlossen und gut geschüttelt. Nachdem sich der auftretende Schaum abgesetzt hat, wird die Flasche bis zur Markierung mit Trinkwasser aufgefüllt.

  1. Die Suspension ist jetzt gebrauchsfertig.
  2. Vor jedem Gebrauch ist die Flasche kräftig zu schütteln.
  3. Hinweise: Die Einzelgaben sind möglichst gleichmäßig über den Tag zu verteilen: bei 3-mal täglicher Einnahme sind die Einzeldosen in 8-stündigen Abständen einzunehmen; bei 2-mal täglicher Einnahme in 12-stündigen Abständen.

Bei Kindern bis 40 kg Körpergewicht (bis ca.12 Jahren) wird normalerweise die Aufteilung der gesamten Tages-Dosis auf 3 Einzelgaben (alle 8 Stunden) empfohlen. Ihr Arzt teilt Ihnen mit, wie lange Sie Ihr Arzneimittel einnehmen müssen. Im Allgemeinen sollte die Behandlung (in der Regel 7 bis 10 Tage lang) nach Abklingen der Symptome noch 2 bis 3 Tage lang fortgesetzt werden.

Bei Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken sollte die Behandlungsdauer 6 bis 10 Tage betragen.3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, die übliche Dosis 3.2.a) Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 40 kg Körpergewicht (ab ca.12 Jahren) Bei oraler Anwendung erhalten Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 40 kg Körpergewicht 750 mg bis 3 000 mg Amoxicillin/Tag in 2 bis 3 Einzelgaben.

Bei schweren Infektionen ist eine Steigerung auf 4 000 mg bis 6 000 mg Amoxicillin/Tag möglich.3.2.b) Kinder bis 40 kg Körpergewicht (bis ca.12 Jahren) Kinder bis 40 kg Körpergewicht erhalten 40 bis 90 mg Amoxicillin/kg Körpergewicht pro Tag in 2 bis 3 Einzelgaben bis zu einer Tageshöchst-Dosis von 3 000 mg Amoxicillin.

  1. erhalten eine Dreifach-Behandlung:
  2. bis 2-mal täglich über einen Zeitraum von 7 Tagen 1 g Amoxicillin über einen Zeitraum von 7 Tagen (Tageshöchst-Dosis 2 000 mg); in Kombination mit:
  3. – einem weiteren Antibiotikum (in der Regel 2-mal täglich 500 mg Clarithromycin oder Metronidazol) und:
  4. – einem Magensäureblocker (Protonenpumpenhemmer, wie beispielsweise Omeprazol oder Lansoprazol) verabreicht.

3.2.e.2.Kinder bis 40 kg Körpergewicht (bis ca.12 Jahren)

  • erhalten eine Dreifach-Behandlung:
  • bis 50 mg Amoxicillin/kg Körpergewicht täglich verteilt auf 2 Gaben ; in Kombination mit:
  • – einem weiteren Antibiotikum (in der Regel Clarithromycin oder Metronidazol) und:
  • – einem Magensäureblocker (Protonenpumpenhemmer, wie beispielsweise Omeprazol oder Lansoprazol) verabreicht.
  • Die erfolgreiche Behandlung der Helicobacter-pylori-Infektion ist 4 bis 6 Wochen nach Beendigung der Behandlung durch geeignete Untersuchungen zu sichern.
  • Bei erfolgloser Behandlung ist vor einem weiteren Behandlungszyklus die Gewinnung einer Magenschleimhautprobe zur Bestimmung der Wirksamkeit verschiedener Antibiotika auf überlebende Erreger (Helicobacter-pylori-Isolate) in der Magenschleimhaut erforderlich.

3.2.f) Dosierung bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen bei Frauen Bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen bei Frauen ist die einmalige Einnahme von 3 g Amoxicillin möglich.3.2.g) Gonorrhö Bei unkomplizierter Gonorrhö (Tripper) hat sich die einmalige Verabreichung von 3 g Amoxicillin ggf.

zusammen mit Probenecid bewährt.3.2.h) Tonsillitis oder akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis bei Erwachsenen 2-mal täglich 1 g.3.2.i) Ambulant erworbene Pneumonie 3-mal täglich 1 g (d.h. alle 8 Stunden).3.2.j) Lyme-Borreliose im Frühstadium (isoliertes Erythema migrans) 3-mal täglich 500 mg bis 1 g, über 14 bis 21 Tage.3.3.Wenn Sie eine größere Menge Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie eine zu große Menge dieses Arzneimittels eingenommen haben (Über-Dosis), informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf.

Zeigen Sie dort die Arzneimittelpackung. Die wahrscheinlichsten Zeichen einer Über-Dosis sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen.3.4.Wenn Sie die Einnahme von Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten vergessen haben: Wenn Sie die Einnahme einer Dosis dieses Arzneimittels vergessen haben, nehmen Sie die vergessene Dosis ein, so bald Sie daran denken.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein,wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.3.5.Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten abgebrochen wird Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer bis zum Ende der empfohlenen Behandlungsdauer ein, auch wenn es Ihnen wieder besser geht.

Wenn Sie die Behandlung zu früh abbrechen, kann die Infektion wieder auftreten. Darüber hinaus können die Bakterien gegenüber dem Arzneimittel unempfindlich werden.4.Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  1. Wie alle Arzneimittel kann Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  2. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  3. – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  4. – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  5. – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  6. – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  7. – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  8. – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
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4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?

  • Wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie direkt ein Krankenhaus auf. Die folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen treten selten auf:
  • – plötzlich auftretende Beschwerden beim Atmen, Sprechen und Schlucken
  • – schmerzhafte Schwellung von Lippen, Zunge, Gesicht oder Hals
  • – extremer Schwindel oder Kollaps
  • – starker oder juckender Hautausschlag, vor allem in Verbindung mit Bläschenbildung und Schmerzen in Augen, Mund oder der Geschlechtsorgane

– Gelbfärbung der Haut bzw. des Augenweißes oder dunklerer Harn und hellerer Stuhl. Dies können Anzeichen für eine Lebererkrankung sein. Die folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen treten sehr selten auf: – starker, lang anhaltender oder blutiger Durchfall.

Dies können Anzeichen für eine schwere Darmentzündung sein. Sonstige mögliche Nebenwirkungen: 4.1.a) Häufig Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Geschmacksstörungen, trockener Mund, Ausschlag im Mund (Enanthem), Blähungen, Durchfall oder weicher Stuhl. Diese Wirkungen sind meistens nur leicht ausgeprägt und klingen während der Behandlung oder sehr bald nach Behandlungsende wieder ab.

Die Einnahme des Arzneimittels zusammen mit einer Mahlzeit kann diese Wirkungen verringern. Nesselausschlag, Juckreiz, masernähnlicher Hautausschlag 5 bis 11 Tage nach Behandlungsbeginn.4.1.b) Gelegentlich Besiedelung durch resistente Keime oder Pilze (z.B.

Mundsoor oder Pilzinfektionen der Scheide), mäßiger Anstieg der Leberenzymwerte 4.1.c) Selten Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), abnormer Abbau der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie), Arzneimittelfieber, Schwindel, Hyperaktivität, Krampfanfälle, oberflächliche Zahnverfärbungen.

Diese Verfärbungen können durch Zähneputzen entfernt werden. Leberentzündung und durch Stauung der Gallenflüssigkeit verursachte Gelbsucht. Entzündung der Nieren (interstitielle Nephritis), Kristallbildung im Harn.4.1.d) Sehr selten Blutbildveränderungen (Verminderung der Anzahl der roten oder weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen), Verlängerung der Blutungszeit.

Dadurch kann es zu Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Hautausschlag, Nasenbluten oder Blutergüssen kommen. Diese Symptome klingen nach Abschluss der Behandlung wieder ab. Schwarze Haarzunge.4.2.Gegenmaßnahmen Einige der unter 4.1 genannten Nebenwirkungen können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein.

Darum sollten Sie sofort einen Arzt informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt. Pseudomembranöse Kolitis (entzündliche Darmerkrankung): Bei Hinweisen auf diese Darmentzündung wird der Arzt die Behandlung mit Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten abbrechen und ggf.

  1. Sofort eine angemessene Behandlung einleiten.
  2. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen/gegeben werden.
  3. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B.
  4. Anaphylaxie): Hier besteht eine Notfallsituation, in der die Behandlung mit Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten sofort abgebrochen werden muss und die erforderlichen Notfallmaßnahmen durch einen Notarzt eingeleitet werden müssen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.5.Wie ist das Arzneimittel aufzubewahren? Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.

Pulver/Suspension/Trockensaft: Nach Herstellung einer Lösung ist die Flasche üblicherweise verschlossen bei 2 °C bis 8 °C (im Kühlschrank) aufzubewahren und innerhalb der vom Hersteller angegebenen Zeit (üblicherweise 14 oder 21 Tage) aufzubrauchen. Bitte beachten Sie die Angaben der jeweiligen Hersteller, da diese im Einzelfall voneinander abweichen können.

Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; September 2013 (5)

: Amoxicillin AL 1000 Filmtabletten

Wie erkennt man ob Mittelohrentzündung bakteriell ist?

Bakterielle Mittelohrentzündung – Hinweise auf bakterielle Mittelohrentzündungen sind, wenn das Fieber rasch ansteigt, Ohrenschmerzen zunehmen, sich das Gehör weiter verschlechtert und beide Ohren betroffen sind. Die Schmerzen fühlen sich oft tiefer und dumpf-drückend an.

Warum Bettruhe bei Mittelohrentzündung?

Was tun bei einer Mittelohrentzündung? – Bei Symptomen einer Mittelohrentzündung ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen, um einen chronischen Verlauf zu vermeiden. Außerdem ist davon abzuraten, mit einer Mittelohrentzündung arbeiten zu gehen. Ruhe ist unerlässlich bei Mittelohrentzündung.

  • Sport ist daher während des kompletten Krankheitsverlaufs tabu, um eine Ausbreitung der Erreger im ganzen Körper zu vermeiden.
  • Mit einer Ohrenspiegelung (Otoskopie) kann der HNO-Arzt eine Mittelohrentzündung feststellen.
  • Mithilfe der Ohrenspiegelung kann der Arzt Veränderungen des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells feststellen Außerdem achtet der HNO-Arzt auf Rötung oder Schwellung, sowie auf Sekrete, die sich im Gehörgang angesammelt haben.

Mit einer Otoskopie kann der HNO-Arzt letztlich erkennen, ob es sich um eine Mittelohrentzündung handelt. Diese zeigt sich durch starke Rötung, Schwellung und Vorwölbung des Trommelfells. Es ist kein Lichtreflex vorhanden und bei einer Spontanperforation des Trommelfells tritt ein Sekret in den äußeren Gehörgang.

  • Im Normalfall heilt die akute Entzündung innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig ab.
  • Durch die fortgeschrittenen Behandlungsmethoden treten Komplikationen in äußerst seltenen Fällen auf.
  • Möglich ist auch ein chronischer Verlauf der Mittelohrentzündung,
  • Tinnitus kann sich in manchen Fällen ebenfalls entwickeln.

Konsultieren Sie bei Symptomen einer Mittelohrentzündung einen Hals-Nasen-Ohrenarzt, damit diese folgenlos abheilen kann. Eine Mittelohrentzündung-Behandlung mit Antibiotika ist nicht immer notwendig. In vielen Fällen heilt sie innerhalb weniger Tage von selbst aus.

  1. Damit sich das geschwächte Immunsystem erholen kann, ist Bettruhe zu empfehlen.
  2. Bei Mittelohrentzündung Antibiotika zu verschreiben ist nur bei einer bakteriellen Mittelohrentzündung angezeigt.
  3. Behandlung zur Linderung der Beschwerden besteht meist aus Schmerzmitteln.
  4. Oft verschreibt der HNO-Arzt bei Mittelohrentzündung Medikamente zum Abschwellen der Schleimhaut.

Wenn eine Mittelohrentzündung immer wiederkehrt, könnte das Einsetzen eines Paukenröhrchens hilfreich sein, um die Belüftung des Mittelohres zu gewähren. Dafür ist ein kleiner Trommelfellschnitt nötig, damit das Röhrchen eingesetzt werden kann. Zusätzlich zu den ärztlichen Behandlungen können bei einer Mittelohrentzündung Hausmittel helfen, die Beschwerden zu lindern: Zwiebelsäckchen: Ein altbewährtes Hausmittel gegen Mittelohrentzündung sind Zwiebelsäckchen.

  • Schneiden Sie Zwiebeln klein und erhitzen Sie diese, bis sie glasig sind.
  • Lassen Sie die Zwiebeln zu einer angenehmen Temperatur abkühlen, füllen Sie sie in ein Säckchen, welches Sie anschließend fest zusammenschnüren.
  • Legen Sie das Zwiebelsäckchen für eine halbe Stunde auf das betroffene Ohr.
  • Die Inhaltsstoffe der Zwiebel wirken antibakteriell bei einer Mittelohrentzündung.

Als Hausmittel für Kleinkinder lassen sie sich ebenfalls meist einsetzen. Rotlichtlampe : Auch die Wärme einer Rotlichtlampe empfinden manche Patienten mit einer Mittelohrentzündung als wohltuend. Achten Sie bei der Anwendung auf einen ausreichenden Abstand zwischen Körper und Lampe.

Die Rotlichtlampe darf außerdem nicht zu lange angewendet werden bei einer Mittelohrentzündung. Für Kleinkinder ist sie wegen Verbrennungsgefahr ein eher ungeeignetes Hausmittel. Hier finden Sie weitere Hausmittel gegen Mittelohrentzündung, Wer mit Mittelohrentzündung fliegen möchte, sollte wissen: Die erkrankten Ohren können die veränderten Druckverhältnisse in der Luft nicht mehr ausgleichen, was zu starken Schmerzen und Ohrendruck führen kann.

Dies gilt insbesondere für Kinder.

Kann eine Mittelohrentzündung von alleine weg gehen?

Plötzliche Ohrenschmerzen: Mittelohrentzündung | Die Techniker Eine Erkältung ist häufig auch im Ohr zu spüren. Über einen kleinen Verbindungskanal zwischen Ohr und Nasen-Rachen-Raum können Viren und Bakterien ins Mittelohr wandern und dort eine Entzündung auslösen.

  1. Mediziner nennen diese Verbindung Eustachische Röhre oder auch Ohrtrompete.
  2. Leidet Ihr Kind derzeit an einer akuten Mittelohrentzündung, seien Sie beruhigt: Mittelohrentzündungen gehören in vielen Fällen zur Kindheit dazu und verlaufen meist komplikationsfrei.
  3. Bei Kindern ist die Ohrtrompete noch nicht vollständig entwickelt.

Sie ist kürzer und weiter, wodurch Keime aus dem Nasen-Rachen-Raum sehr viel leichter in das Mittelohr vordringen können als bei Erwachsenen. Diese Symptome können auf ein entzündetes Mittelohr hinweisen:

Schmerzen und Druckgefühl im betroffenen OhrErkältung mit Husten und SchnupfenFieberKopfschmerzenallgemeines KrankheitsgefühlSchwindelAppetitlosigkeitUnruhesogenannter Ohrzwang: das Kind greift sich ständig an das betroffene Ohrdas Hörvermögen ist eingeschränktSekret läuft aus dem Ohr Paukenerguss

«Die meisten akuten Mittelohrentzündungen heilen von selbst ab», weiß Dr. Klaus Domdey, HNO-Arzt im TK-Ärztezentrum. Häufige Mittelohrentzündungen können zur Folge haben, dass das Trommelfell vernarbt und Betroffene dauerhaft schwerhörig werden. Das kann sich bei Kleinkindern auch negativ auf ihre sprachliche Entwicklung auswirken.

  • Die Ursache der akuten Mittelohrentzündung ist häufig ein Virus-Infekt der Schleimhäute der oberen Luftwege», erklärt Dr. Domdey.
  • Bei einem Virusinfekt schwillt die Schleimhaut in der Ohrtrompete an.
  • Dadurch kann das Mittelohr nicht mehr ausreichend belüftet werden, sodass sich dort ein Entzündungsprozess entwickeln kann.

Hierbei können sich Keime vermehren», so Domdey. Neben einer viralen Infektion gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die zu einer akuten Mittelohrentzündung führen können:

Bakterielle Infektion: Bei Kindern gelten Pneumokokken und Haemophilus influenzae als häufigste Ursachen. Chronische Entzündungen im Bereich der Nasenschleimhäute oder Nasennebenhöhlen können eine Mittelohrentzündung auslösen. Traumatische Perforation: Ist das Trommelfell verletzt, können Erreger in das Mittelohr eindringen und dort eine akute Entzündung auslösen. Vergrößerte Rachenmandel: Schwillt die Ihres Kindes stark an, wird das Mittelohr schlechter belüftet und es entwickelt sich häufig eine Mittelohrentzündung. Grunderkrankung: Eine Gaumenspalte, Funktionsstörungen der Ohrtrompete, ein geschwächtes Immunsystem oder Allergien können ebenfalls eine akute Mittelohrentzündung begünstigen. Rückfall: War Ihr Kind in den ersten sechs Lebensmonaten schon einmal an einer akuten Mittelohrentzündung erkrankt, neigt das Mittelohr zu wiederkehrenden Infekten. Folgeerkrankung: Mittelohrentzündungen können auch als Folge bakterieller Infektionskrankheiten wie Masern oder Scharlach entstehen.

In vielen Fällen kann Ihr HNO-Arzt bereits durch einen Blick auf das Trommelfell feststellen, ob Sie an einer akuten Mittelohrentzündung leiden. Hierzu nutzt er einen kleinen Ohrenspiegel, das Otoskop, das er in den betroffenen Gehörgang einführt. Ist das Trommelfell entzündet, verfärbt und wölbt es sich.

Um mögliche weitere Erkrankungen wie zum Beispiel eine auszuschließen, untersucht er den Nasen-Rachen-Raum.Sollten Sie oder Ihr Kind häufiger an akuten Mittelohrentzündungen leiden, führt Ihr HNO-Arzt außerdem einen Hörtest durch. Bei einer anschließenden Nachuntersuchung kann er dann prüfen, ob Sie wieder so gut hören wie vor der Erkrankung.Durch den zunehmenden Druck im Innenohr kann sich das Trommelfell oft nicht mehr richtig bewegen. Mithilfe einer Messsonde, des Tympanometers, kann Ihr Arzt die Höhe des Drucks im Mittelohr messen und feststellen, wie stark das Trommelfell mittlerweile beeinträchtigt ist. Manchmal befürchtet der Arzt Komplikationen, z.B. eine Entzündung des Warzenfortsatzes, auch Mastoiditis genannt, oder eine Entzündung der Gehirn- oder Rückenmarkshäute, auch genannt. Dann kann er bildgebende Verfahren heranziehen. Klingt die Mittelohrentzündung trotz verordneter Medikamente nicht ab, kann das Ohrsekret in einem Labor auf virale beziehungsweise bakterielle Erreger untersucht werden.

Oberstes Ziel der Therapie ist es, die Schmerzen zu stillen, das Fieber zu senken und die Entzündung abklingen zu lassen. Um dies zu erreichen, kann Ihr Arzt folgende Medikamente verschreiben:

Abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays sorgen dafür, dass Sie wieder besser atmen können. Schmerzstillende und fiebersenkende Mittel wirken der Entzündung entgegen und helfen Ihnen, sich zu entspannen und besser zu schlafen. Antibiotika helfen nur bei Entzündungen, die von Bakterien ausgelöst werden.

Wölbt sich das Trommelfell so stark vor, dass es schmerzt und das Hörvermögen beeinträchtigt, kann ein Trommelfellschnitt sinnvoll sein, die sogenannte, Schonen Sie sich. Nur wenn der Körper Ruhe hat, kann er die Entzündung überwinden und sich vollständig erholen.

Machen Sie Ihr Immunsystem fit: Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen und bewegen Sie sich regelmäßig. Auch Saunabesuche und Wechselbäder regen den Kreislauf an und trainieren das Immunsystem. Leiden Sie gerade unter einer Erkältung, pausieren Sie besser. Schaffen Sie eine rauchfreie Umgebung: Passivrauchen erhöht vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern das Risiko, an einer akuten Mittelohrentzündung zu erkranken. Impfung: Eine im Kindesalter beugt schweren Erkrankungen wie Lungen- oder Hirnhautentzündungen vor und senkt auch nachweislich das Risiko, an Mittelohrentzündungen zu erkranken. Vor Zugluft schützen: Neigen Sie oder Ihr Kind zu Mittelohrentzündungen, schützen Sie sich vor Zugluft. Halten Sie Kopf und Ohren bei kaltem Wetter durch eine Mütze warm. Besonders nach dem Schwimmen föhnen Sie feuchtes Haar gut trocken. Trinken Sie ausreichend Wasser: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen 1,5 bis 2 Liter und Kindern, je nach Alter, 0,8 bis 1,5 Liter am Tag zu trinken. Dafür eignen sich am besten Wasser, Saftschorlen oder Tees. Lassen Sie Ihr Kind seltener schnullern: Stetiges Nuckeln verstärkt den Unterdruck im Mittelohr kann eine Mittelohrentzündung begünstigen. Vorsicht bei der Ohrreinigung: Reinigen Sie Ihre Ohren möglichst nicht mit Wattestäbchen. Diese können das Ohrenschmalz weiter in den Gehörgang schieben, wodurch sich ein sogenannter bilden kann. Mit dem Stäbchen können Sie außerdem das Trommelfell verletzen und Erregern den Weg in das Mittelohr erleichtern. Achtung bei Flugreisen: Ein Schnupfen oder eine Erkältung erschwert den Druckausgleich des Mittelohrs in großer Höhe und eine Virusinfektion hat leichtes Spiel. Lässt sich eine Flugreise nicht verschieben, helfen abschwellende Nasentropfen beim Druckausgleich, vor allem vor Start und Landung.

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HNO-Ärzte im Netz. URL: https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/mittelohrentzuendung-akut/definition-und-haeufigkeit.html (abgerufen am: 07.03.2019). Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): S2-Leitlinie. Stand: 11.2014. URL: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/053-009l_S2k_Ohrenschmerzen_2014-12-verlaengert.pdf (abgerufen am: 07.03.2019).

Lenarz, T.; Boenninghaus, H.G.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.14., überarbeitete Auflage Berlin, Heidelberg: Springer 2012. Pschyrembel Klinisches Wörterbuch online: Akute Otitis media, 11.2018. URL: https://www.pschyrembel.de/Akute%20Otitis%20media/A0V5J (abgerufen am: 07.03.2019).

Wie fängt eine Mittelohrentzündung an?

Eine Mittelohrentzündung beginnt mit einem meist schmerzfreien «Völlegefühl» im Ohr. Nachts treten oft während oder einige Tage nach einer Erkältung stechende, pulsierende Schmerzen auf, dazu kommen hohes Fieber, manchmal starke Kopfschmerzen, Die Schmerzen lassen oft nach einiger Zeit nach und treten dann nach einigen Stunden erneut auf. Ohrenfluss (Otorrhö) Eine Mittelohrentzündung kann auch ohne die typischen Symptome vorhanden sein. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern erkennt man die Ohrenschmerzen oft nur an unruhigem Schlaf und auffälliger Weinerlichkeit. Bei einem Säugling sollten Eltern an eine Mittelohrentzündung denken, wenn er sich ständig ans Ohr greift (Ohrzwang).

Babys sind quengelig, unruhig und verweigern die Nahrung. Bei Kleinkindern können hohes Fieber und allgemeine Beschwerden, wie unspezifische Bauchschmerzen, die Hauptsymptome sein. Schmerzt das Ohr, wenn man an der Ohrmuschel zieht oder auf den vorderen Ohrknorpel (Tragus) drückt, ist das ein Hinweis auf eine Entzündung im äußeren Gehörgang.

Gelegentlich entleert sich eitriges Sekret aus dem Ohr, das Kind hat „ein laufendes Ohr» (Ohrenfluss: Otorrhö). Dies ist ein Zeichen dafür, daß das entzündete Trommelfell „durchgebrochen» ist, sich der Eiter in den äußeren Gehörgang entleert hat. Diese Entleerung führt zur Entlastung und damit schlagartig zur Schmerzfreiheit.

Wie kündigt sich eine Mittelohrentzündung an?

Akute Mittelohrentzündung – Anzeichen und Verlauf Bei einer akuten Mittelohrentzündung setzt oft plötzlich ein starker, pulsierender bzw. stechender Schmerz in einem oder beiden Ohren ein. Meist ist die Hörfähigkeit herabgesetzt, d.h. der Schall wird nicht optimal über das Mittelohr an das Innenohr übertragen ().

Die Schmerzen können von Fieber, Gleichgewichtsstörungen, Ohrgeräuschen, Kopfschmerzen, Herzrasen und einem schlechten Allgemeinbefinden begleitet sein. Der hinter dem Ohr reagiert manchmal bei Berührung empfindlich. Ist die Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum infolge einer Infektion geschwollen, wird die eingeengt und das Mittelohr wird nicht ausreichend belüftet (Tubenbelüftungsstörung).

Die Keime finden dadurch einen Nährboden für die Entzündung der Schleimhaut in der und es kann zu Flüssigkeitsansammlungen (Sekret) kommen, Paukenerguss genannt. Das ist gerötet, vorgewölbt und möglicherweise bereits bis stecknadelkopfgroß verletzt. Eine solche Perforation entsteht, wenn sehr viel Sekret produziert wird und dies bei einer geschwollenen Tube nicht in den Rachenraum ablaufen kann.

Der Druck auf das Trommelfell wird dann zu groß und durch den Riss läuft das Sekret nach außen ab, der Schmerz auf dem Ohr lässt sofort nach. Das ablaufende Sekret bezeichnet man als Ohrenfluss (Otorrhö). Vor allem bei Kindern ist das Sekret häufig geruchlos, trübe und wässrig (serös), eventuell leicht blutig, im weiteren Verlauf zunehmend dickflüssig und eitrig.

Klingt die Entzündung ab, wird es zäh und schleimig. Der Ohrenfluss ist allerdings kein obligatorisches Symptom. Bei Kleinkindern überwiegen sogar häufiger hohes Fieber und allgemeine Beschwerden wie z.B. unspezifische Bauchschmerzen. In den ersten Lebenswochen eines Kindes können Infektionen besonders gut aufsteigen, da die Ohrtube noch sehr weit und kurz ist und die Rachenmandeln vielfach vergrößert.

  • Erkennbares Symptom einer Säuglings-Otitis ist der so genannte Ohrzwang, d.h.
  • Die Säuglinge greifen sich ständig an das Ohr.
  • Die Babys sind quengelig, unruhig, appetitlos und mögen nicht trinken.
  • Die Bildung von geruchlosem schleimig-eitrigem Ohrsekret ist typisch.
  • Erkranken Kleinkinder mehrfach an einer Mittelohrentzündung, kann ihr Hörvermögen dauerhaft eingeschränkt werden, was sich zusätzlich negativ auf die sprachliche Entwicklung auswirkt.

Bei mehr als drei Infektionen innerhalb von sechs Monaten spricht man von einer wiederkehrenden akuten Otitis media. Die Ursachen hierfür müssen vom HNO-Arzt abgeklärt werden. : Akute Mittelohrentzündung – Anzeichen und Verlauf

Was kann passieren wenn man Mittelohrentzündung nicht behandelt?

Hirnhautentzündung (otogene Meningitis) – Akute Mittelohrentzündungen mit eitriger Sekretbildung können auf die Hirnhäute übergehen und eine Meningitis auslösen. Die Übertragung erfolgt beispielsweise über das Labyrinth oder die Blutgefäße. Spontanes Fieber und Kopfschmerz sind die ersten Symptome einer Hirnhautentzündung.

Ist eine eitrige Mittelohrentzündung immer bakteriell?

Mittelohrentzündung (Otitis media) – Ursachen – Die akute Otitis media kann sowohl durch Viren als auch Bakterien ausgelöst werden. Streptokokkus pneumoniae, Moraxella catharralis und Hämophilus influenza gehören zu den häufigsten Erregern.

Soll man bei Mittelohrentzündung Druckausgleich machen?

Das Wichtigste in Kürze: Ohrenschmerzen entstehen, wenn der Druckausgleich im Ohr nicht mehr funktioniert. Beispielsweise durch eine Erkältung oder Mittelohrentzündung. Für einen Druckausgleich im Ohr hilft: schlucken oder gähnen, Kaubewegungen ausführen, Kaugummi kauen oder mittels Nasezuhalten ausatmen.

Wann geht das Ohr bei einer Mittelohrentzündung wieder auf?

Otitis Media heilt meist schnell wieder ab – Wird die Behandlung durch einen HNO-Arzt durchgeführt und schont sich der Patient während dieser Zeit, können die Beschwerden schnell abklingen. Rund 80 Prozent der Betroffenen sind nach zwei Tagen bis einer Woche frei von Beschwerden.

Wann bakterielle Mittelohrentzündung?

Bakterielle Mittelohrentzündung – Hinweise auf bakterielle Mittelohrentzündungen sind, wenn das Fieber rasch ansteigt, Ohrenschmerzen zunehmen, sich das Gehör weiter verschlechtert und beide Ohren betroffen sind. Die Schmerzen fühlen sich oft tiefer und dumpf-drückend an.

Wie lange dauert eine Mittelohrentzündung ohne Antibiotika?

Eine Mittelohrentzündung heilt meist innerhalb von 2 bis 3 Tagen von selbst ab und hat keine weiteren Folgen. Drückt das im Mittelohr angesammelte Sekret zu stark auf das Trommelfell, kann es einreißen.

Wann muss man Antibiotika nehmen?

Antibiotika wirken nur bei Erkrankungen, die durch Bakterien verursacht sind. Dazu zählen beispielsweise Mandelentzündungen, Lungenentzündungen, Hirnhautentzündungen oder Blasenentzündungen. Gegen Erkältungskrankheiten und Grippe (Influenza), die durch Viren hervorgerufen werden, sind Antibiotika dagegen wirkungslos.

Wie hoch Fieber bei Mittelohrentzündung?

Schnelle Schmerzlinderung wichtig – 27.09.18 (ams). Der Zweijährige fasst sich immer wieder ans Ohr, wimmert vor Schmerzen und hat Fieber. Typisch bei einer akuten Mittelohrentzündung. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern.

Jedes Jahr werden etwa 30 von 100 Kindern unter drei Jahren wegen einer Mittelohrentzündung ärztlich untersucht, das zeigen Auswertungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. «Eine akute Mittelohrentzündung kann zwar stark schmerzen, ist aber nicht unbedingt gefährlich und heilt meist in zwei bis drei Tagen von selbst wieder aus», sagt Anja Debrodt, Ärztin im AOK-Bundesverband.

Häufig genügt es, die Schmerzen zu lindern. Eine Therapie mit Antibiotika ist daher in vielen Fällen nicht notwendig. Die akute Mittelohrentzündung (Otitis media) tritt meist in Zusammenhang mit einer Erkältung, Halsentzündung oder Grippe auf. Besonders betroffen sind Babys und Kleinkinder, da die Verbindung zwischen Rachenraum und Mittelohr (Ohrtrompete) bei ihnen noch sehr kurz ist.

  • Viren oder Bakterien führen zu Schwellungen im Rachenraum.
  • Infolgedessen schwillt auch die Schleimhaut der Ohrtrompete und des Mittelohres an.
  • Es kommt zu einem Sekretstau, der sich durch Schmerzen und Hörminderung bemerkbar machen kann», so Ärztin Debrodt.
  • Vor allem kleine Kinder können ihre Schmerzen noch nicht richtig zuordnen.

Sie klagen über Bauchweh, obwohl ihnen die Ohren wehtun, oder schütteln den Kopf und reiben die Ohren. Nach dem siebten Lebensjahr sind Mittelohrentzündungen seltener, weil sich die Ohrtrompete und das Immunsystem weiterentwickelt haben. Frühzeitig zum Arzt gehen sollten Eltern allerdings immer mit Säuglingen bis zum Alter von sechs Monaten.