Welcher Blutdruckwert Ist Wichtiger?

Welcher Blutdruckwert Ist Wichtiger
Was der untere Wert wirklich bedeutet: Forscher beenden Streit um Blutdruckwerte: Das ist der perfekte Messwert

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Ob der „obere» oder der „untere» Blutdruck-Messwert wichtiger ist, darüber waren sich Experten lange Zeit uneins. US-Wissenschaftler haben eine eigene Studie zur Frage durchgeführt – und fanden heraus, dass beide Werte wichtig sind. Worauf Sie beim Blutdruckmessen achten sollten.

Bluthochdruck (Hypertonie) in Europa, wenn Wert höher als 140 mmHg ist Systolischer Wert wird im Alter relevanter Forscher: Systolischer (oberer) und diastolischer (unterer) Blutdruck sind wichtig

Beide Blutdruck-Messwerte können ein erhöhtes Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall anzeigen. Eine US-amerikanische Studie zeigt, dass nicht nur ein erhöhter Wert des oberen, systolischen Blutdrucks auf ein erhöhtes Krankheitsrisiko hinweist.

Welcher Blutdruckwert ist gefährlicher der erste oder der zweite?

Blutdruck: Ist der obere oder untere Wert wichtiger? – In Deutschland werden zur Diagnose von Bluthochdruck immer beide Werte einbezogen. Beide Blutdruck-Messwerte liefern wichtige Informationen zur Herzgesundheit und können unabhängig voneinander ein Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall anzeigen.

Was sagt der zweite Wert bei der Blutdruckmessung aus?

Bei der Messung des Blutdrucks unterscheidet man zwei Werte: Der systolische Blutdruck misst den Druck beim Herzschlag – also wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und sauerstoffreiches Blut in die Gefäße pumpt. Der diastolische Blutdruck misst den Druck auf die Gefäße, wenn der Herzmuskel erschlafft.

Warum ist der diastolische Wert wichtiger?

Hochdruck-Komplikationen – Dem diastolischen Blutdruck wird allgemein weniger Bedeutung beigemessen als dem systolischen. Dabei sind zu hohe diastolische Werte ein zwar schwächerer, aber unabhängiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Veröffentlicht: 17.07.2019, 23:01 Uhr OAKLAND.

Systolischer und diastolischer Hochdruck tragen unabhängig voneinander in signifikantem Ausmaß zum Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei. Das sind die Ergebnisse einer Riesenstudie des US-Gesundheitsdienstleisters Kaiser Permanente ( N Engl J Med 2019; 381: 243-51 ). Die Ergebnisse stehen im Gegensatz zu denen der Framingham Heart Study vor fast 40 Jahren.

Diese Untersuchung hatte an den Tag gebracht, dass der systolische Blutdruck kardiovaskuläre Komplikationen besser vorhersagt als der diastolische. Seitdem liegt der Fokus in der Hochdrucktherapie häufig auf den systolischen Werten.

Wie hoch darf der Unterschied zwischen Systole und Diastole sein?

Hypertonie: Eine hohe Blutdruckamplitude weist auf kardiovaskuläres Risiko hin Bei der Bewertung der Blutdruckwerte setzt derzeit ein Umdenken ein. Während jahrelang der diastolische Blutdruck im Mittelpunkt des Interesses stand, mehren sich nun Hinweise darauf, dass die Gefährdung des Patienten vor allem vom systolischen Blutdruck abhängt.

  • Riskant für den Patienten scheint insbesondere eine hohe Blutdruckamplitude, also ein hoher Pulsdruck zu sein, wie Dr.
  • Siegfried Eckert (Bad Oeynhausen) darlegte.
  • Der „pulse pressure» erlaube besonders bei älteren Patienten bessere Hinweise auf das kardiovaskuläre Risiko, weil er sowohl den unteren als auch den oberen Blutdruckwert berücksichtige.

Ermittelt wird der Pulsdruck als Differenz zwischen dem systolischen und dem diastolischen Blutdruck, wobei Werte bis zu 65 mm Hg als normal gelten. Darüber sei von einem „leicht erhöhten», ab 75 mm Hg von einem „moderaten» und bei mehr als 90 mm Hg sogar von einem „stark erhöhten» Pulsdruck auszugehen.

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Halte man sich vor Augen, dass mit jeder Pulsdruck-Steigerung um 10 mm Hg die Gefahr kardiovaskulärer Komplikationen um 23 Prozent steige, so sei klar, dass ein erhöhter pulse pressure zumindest ein starker Risikomarker für kardiovaskuläre Komplikationen sei, berichtete Eckert. Die Ursache dürfte in den bei hoher Blutdruckamplitude im Gefäß wirksamen Scherkräften liegen.

Diese scheinen – erläuterte Eckert – ein Aufreißen vorbestehender arteriosklerotischer Plaques zu erleichtern und damit einen Herzinfarkt zu begünstigen. Die Plaqueruptur läuft dabei nach einem etwas anderen Mechanismus ab als sonst gewohnt. Denn während Plaques normalerweise von der Schulter her aufreißen, kommt es unter hohem Pulsdruck eher zu einem Aufreißen von der Mitte der Läsion aus.

  • Es handelt sich um einen zusätzlichen Mechanismus der Plaqueruptur», berichtete Eckert.
  • Betroffen sind nicht nur relativ neu entstandene vulnerable Plaques, auch vermeintlich stabile Plaques können unter den großen Druckschwankungen bei hoher Blutdruckamplitude ein- oder regelrecht aufreißen.
  • Dem sollte therapeutisch Rechnung getragen werden.

Mit Telmisartan auch den Pulsdruck senken Nicht alle Antihypertonika haben vergleichbar gute Effekte auf den Pulsdruck. Studien weisen darauf hin, dass Calciumantagonisten, Diuretika und ACE-Hemmer günstigere Effekte auf die Gefäßelastizität haben als Betablocker.

Als einen geeigneten Wirkstoff, der nachhaltig den Pulsdruck beeinflusst, stellte Dr. Gunther Claus (Melsungen) Telmisartan vor, das als Kinzalmono® und Kinzalkomb® (kombiniert mit 12,5 mg Hydrochlorothiazid) im Handel ist. Der AT1-Antagonist bewirke Studien zufolge eine signifikante Senkung der Pulswellengeschwindigkeit, was ein Ausdruck dafür sei, dass sich die bei Hypertonikern erhöhte Gefäßsteifigkeit wieder bessert.

Studien zeigen, dass der AT1-Blocker generell zu einer ausgeprägten Blutdrucksenkung führt. So wurde in einer Untersuchung bei 818 Hypertonikern durch eine Monotherapie mit 80 mg des Wirkstoffs eine Blutdrucksenkung von im Mittel 15,4 mm Hg systolisch und 11,5 mm Hg diastolisch erwirkt, was zugleich eine Reduktion des Pulsdrucks bedingt.

Bei der Kombinationstherapie wurden die Druckwerte um 23,9 mm Hg systolisch und um 14,9 mm Hg diastolisch gesenkt. „Die Responderraten waren mit 85 Prozent vergleichsweise hoch», sagte der Wissenschaftler. Mit Tagestherapiekosten von 0,9 Cent pro gesenktem mm Hg lässt sich mit Telmisartan in der Praxis eine ausgesprochen ökonomische Therapie der Hypertonie realisieren.

Christine Vetter Pressekonferenz „Verminderte Gefäßelastizität – Risikomarker oder bereits Risikofaktor?» in der Deutschen Sporthochschule in Köln, Veranstalter: Bayer Vital : Hypertonie: Eine hohe Blutdruckamplitude weist auf kardiovaskuläres Risiko hin

Wie tief darf der untere Blutdruckwert sein?

Niedriger Blutdruck: Werte

Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
Optimaler Blutdruck
Normaler Blutdruck 120 – 129 80 – 84
Hochnormaler Blutdruck 130 – 139 85 – 89

Ist der Blutdruck 106 zu 56 normal?

Experten geben Tipps bei zu niedrigem Blutdruck. Eine Hypotonie ist nicht immer harmlos, dahinter kann auch eine Störung der Schilddrüse oder eine Herzmuskelschwäche stecken. – Man braucht nicht viel Zeit und muss auch nicht unbedingt zum Arzt – den kann man auch in der Apotheke messen lassen.

Dabei liegt das Augenmerk besonders auf, vor allem wegen seiner möglichen Folgen wie oder, Als Hypertonie werden Werte über 140 zu 90 Millimeter Quecksilber (mmHg) bezeichnet. Manch einer hat aber auch einen zu niedrigen Blutdruck. Diese sogenannte Hypotonie ist nicht immer harmlos. Ein Arzt sollte mit einer Untersuchung herausfinden, ob der niedrige Blutdruck eine organische Ursache hat, erklärt der Kardiologe Heribert Brück aus dem nordrhein-westfälischen Erkelenz.

Er ist Pressesprecher des Bundesverbands niedergelassener Kardiologen (BNK). So kann ein zu niedriger Blutdruck ein Hinweis etwa auf eine Unterfunktion der Schilddrüse oder auf Herzkrankheiten wie eine Herzmuskelschwäche sein. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt bei Frauen ein Blutdruck von weniger als 100 zu 60 mmHg und bei Männern von unter 110 zu 70 mmHg als niedrig.

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Weltweit sind bis zu fünf Prozent der Bevölkerung davon betroffen. „Der niedrige Blutdruck an sich ist keine Krankheit», stellt Brück klar. Vielmehr liegt eine Kreislaufstörung vor. Betroffene nehmen Hypotonie oft erst wahr, wenn sich in bestimmten Situationen Schwindel, Ohrensausen oder Kälteempfindlichkeit einstellen.

Mediziner unterscheiden zwischen der regulativen sowie der chronischen und episodischen Hypotonie. Bei der regulativen Hypotonie gibt es etwa Probleme bei schnellen körperlichen Lagewechseln. Das kann etwa das abrupte Wiederaufrichten des Körpers nach dem Bücken oder ein zu rasches Aufstehen nach dem Liegen sein – dem Betroffenen ist dann womöglich schwindelig, und er sieht kleine Sternchen.

Bei einem chronisch oder episodisch erniedrigten Blutdruck gibt es Störungen bei der Durchblutung. Sie äußern sich etwa in Konzentrationsschwäche und schneller Ermüdung. In Deutschland sind zwischen drei und fünf Millionen Menschen betroffen, wie die Apothekerin Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer in Berlin sagt.

Vor allem ältere Menschen sollten einen niedrigen Blutdruck ernst nehmen. Haben Senioren etwa Probleme beim Aufstehen, riskieren sie, bei den ersten Schritten zu stürzen. „Das kann gerade bei älteren Menschen, die nicht selten an leiden, zu schmerzhaften und komplizierten Knochenbrüchen führen», erklärt Sellerberg.

Wer unter Bluthochdruck leidet, bekommt mitunter blutdrucksenkende Medikamente verordnet. „Bei niedrigem Blutdruck werden meist keine Arzneimittel verabreicht», berichtet Brück. Stattdessen wird eher auf Mittel zur Selbsthilfe gesetzt. „Oft kann es schon hilfreich sein, für eine Verbesserung der Durchblutung und der Sauerstoffversorgung zu sorgen», weiß Christian Dannhart vom Kneipp-Bund – Bundesverband für Gesundheitsförderung und Prävention in Bad Wörishofen.

So können etwa Wechselduschen – mal warm, mal kalt – auf das Herz-Kreislauf-System anregend beziehungsweise durchblutungsfördernd wirken. Wen ein Wechsel von warm auf kalt am ganzen zu viel Überwindung kostet, kann damit beginnen, erst einzelne Körperpartien – etwa die Beine bis zum Gesäß – mit wechselnden Wassertemperaturen abzubrausen.

  1. Im Vorfeld sollte jedoch ein Arzt zurate gezogen werden», meint Brück.
  2. Denn Wechselduschen sind bei bestimmten Vorerkrankungen wie etwa Venenleiden nicht immer empfehlenswert.
  3. Frauen und Männer mit niedrigem Blutdruck sollten außerdem kochsalzreichere Kost zu sich nehmen.
  4. Auch eine mineralstoff- und vitaminreiche Ernährung sind wichtig, also viel Obst und Gemüse», erklärt Dannhart.

Nicht zuletzt ist es für den Kreislauf gut, mindestens zwei Liter Mineralwasser am Tag zu trinken. Einen positiven Effekt bei Hypotonie haben oft Heilpflanzen, die eine anregende Wirkung auf den Kreislauf haben. Das kann beispielsweise Rosmarin sein. Bewegung hilft ebenfalls häufig bei niedrigem Blutdruck.

  1. Eine Möglichkeit ist etwa, den Kreislauf dadurch anzukurbeln, indem man morgens im Bett vor dem Aufstehen mit den Beinen in der Luft Rad fährt», rät Sellerberg.
  2. Dannhart verweist auf Kneipp, der maßvolle Bewegung an der frischen Luft empfahl.
  3. Übersetzt in die heutige Zeit bedeutet dies Ausdauersportarten wie etwa Wandern, Radfahren oder Skilanglauf.
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„Auch Entspannungstechniken wie Yoga oder Atemübungen können die Durchblutung fördern und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessern», weiß Dannhart. Sellerberg hat noch einen weiteren Tipp für Menschen mit einem niedrigen Blutdruck: „Betroffene sollten sich einfach mal des Öfteren flach hinlegen und die Beine hochlagern.» Quelle: dpa : Was tun bei zu niedrigem Blutdruck?

Wie wirkt sich Kaffee auf den Blutdruck aus?

Kaffee: Blutdruck steigt kurz nach dem Genuss – Koffein ist eines der ältesten Aufputschmittel. Der Pflanzenstoff regt das Herz und den Stoffwechsel an. Kaffee kann bei einzelnen Personen, genau wie Schwarztee und grüner Tee nach dem Trinken zu einer kurzfristigen Blutdruckerhöhung um etwa 10 bis 20 mmHg führen (Millimeter Quecksilbersäule).

Doch Kaffee wirkt auf den Körper nicht immer gleich. Das aufgenommene Koffein kann seine Wirkung im Körper ganz unterschiedlich zeigen. Wer nur gelegentlich Kaffee trinkt, muss mit einem höheren Blutdruckanstieg rechnen als Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken. Der Grund: Bei häufigerem Kaffee- oder Teekonsum gewöhnt sich der Körper an die Koffeinzufuhr.

Infolge des Gewöhnungseffektes treten die Blutdruckanstiege nach ein bis zwei Wochen nicht mehr auf – oder fallen zumindest geringer aus. Die weitverbreitete Annahme, dass Kaffee generell für Menschen mit Bluthochdruck schlecht ist und ihren Blutdruck weiter in die Höhe treibt, hat sich in Untersuchungen nicht bestätigt.

Was hat der untere Wert beim Blutdruck zu sagen?

„Deutsche Blutdruckwerte sind vernünftiger» – Wenn es nach Zeiher geht, gibt es hier nichts mehr zu streiten: „Die deutschen Blutdruckwerte, wie sie in den ESC-Guidelines stehen, sind die vernünftigeren», erklärt der Herzspezialist im Interview. Sie berücksichtigen auch, wie der Blutdruck gemessen wurde – nämlich in der Praxis und nicht zu Hause.

Ein Schwachpunkt der SPRINT-Studie sei nämlich, dass die Teilnehmer ihren Blutdruck zu Hause gemessen hätten. Dort liege er immer – um etwa 5 mmHg – niedriger, weil die Menschen in der Regel entspannter seien. Zudem waren Diabetiker und Schlaganfallpatienten nicht eingeschlossen, wodurch wichtige Risikogruppen fehlten.

„Wir brauchen keine strengeren Werte», ist der Kardiologe überzeugt. Würden Mediziner auch für Deutschland niedrigere Blutdruckwerte ansetzen, „macht das unnötig viele Menschen krank», sagt Zeiher. Das wiederum hat weitreichende Folgen – etwa für die Psyche der Betroffenen, die sich stigmatisiert fühlen könnten.

Dennoch sollte Bluthochdruck nach den in Deutschland geltenden ESC-Leitlinien unbedingt behandelt werden, um Leben zu retten. Die Deutsche Herzstiftung rechnet damit: „90.000 der Todesfälle könnten bei optimaler Behandlung aller Bluthochdruck-Betroffenen vermieden werden.» Üblicherweise wird der Blutdruck durch zwei Werte angegeben – beispielsweise 120 zu 80 (systolisch zu diastolisch).

Der systolische Wert zeigt, mit welchem Druck Blut vom Herz in den Körper gepresst wird. Der diastolische Wert misst den Blutdruck, während das Herz sich wieder mit Blut auffüllt, also zwischen zwei Herzschlägen.