Leistenschmerzen Welcher Arzt?

Leistenschmerzen Welcher Arzt
Artikelübersicht –

Ursachen und Risikofaktoren für Leistenschmerzen Symptome bei einer Sportlerleiste Diagnose der Sportlerleiste Behandlung der Sportlerleiste – Therapieoptionen und Prognose Wo finden sich Fachärzte für die Diagnose und Behandlung der Sportlerleiste? Fazit: Mit der richtigen Therapie zum schnellen Wiedereinstieg in den Sport

Bei der Sportlerleiste handelt es sich um einen Beschwerdekomplex, der unter Medizinern viele Namen hat. Synonyme sind beispielsweise die Begriffe „weiche Leiste» oder „pubic inguinal pain syndrome» (PIPS). Vor allem Hochleistungssportler sind von dieser Art der Leistenverletzung betroffen.

Als Risikofaktor gilt die starke Belastung der Leiste durch wiederholte abrupte Bewegungen, die Sportler im Rahmen ihrer sportlichen Aktivitäten (zum Beispiel Tennis oder Fußball) ausführen. Mit der Zeit kommt es zu einer Schwächung der Leistenkanalhinterwand. Die Sportlerleiste ist kein Leistenbruch,

Es handelt sich nicht um eine Hernie (Öffnung oder Riss), durch die Bauchorgane hervorfallen können. Bei der Sportlerleiste kommt es zur Vorwölbung der Hinterwand des Leistenkanals, Das passiert bei sportlicher Aktivität und schnellen Richtungswechseln, aber auch bei Erhöhung des intraabdominalen Drucks, zum Beispiel beim Husten oder Pressen.

Die Vorwölbung der Leistenfaszie drückt auf benachbarte Nervenstränge, wodurch die Schmerzen entstehen. Weitere Ursachen der Schmerzen, welche man insbesondere dann mit einer Ultraschalluntersuchung genau herausarbeiten kann, sind ein Samenstranglipom beim Mann und eine Nuck‘sche Zyste bei der Frau,

Vor allem das Samenstranglipom kommt auch bei jungen Sportlern häufiger vor, als man denkt. Die Ursachen sind noch nicht genau geklärt, aber möglicherweise ist auch der mechanische Reiz bei schnellen Bewegungen ein Auslöser. Das Lipom ist ein gutartiger Fettgewebstumor im Leistenkanal, welcher an Größe zunehmen kann und dort die anderen Strukturen beiseite drängt und Schmerzen fortgeleitet in Richtung Bauch aber auch in Richtung Hoden verursachen kann.

Hüfte und Hüftgelenke Schambeinknochen Wirbelsäule umliegende Muskelgruppen (Rücken- und Bauchmuskulatur, Adduktoren) Nervenstränge Lymphknoten intraabdominale Organe

Auch wenn die Ursachen für Leistenschmerzen vielfältig sind, die Sportlerleiste geht in der Regel mit einem typischen Beschwerdebild einher. Die Sportler berichten von ziehenden oder brennenden Schmerzen im Leistenbereich, Mediziner sprechen von einem Nervenkompressionsschmerz.

Durch die Veränderung der anatomischen Strukturen kommt es zu einem Druck auf die Nervenbahnen des Nervus genitofemoralis und des Ramus genitalis. Diese Schmerzen können bis in den unteren Bauchbereich, den Rücken, den Hodensack und die Oberschenkel ausstrahlen. Bei der weichen Leiste ist durch die Überdehnung auch der Leistenkanal erweitert,

Das ermöglicht die Verlagerung sehniger Strukturen, die als Verankerung der Bauchmuskulatur am Knochen dienen. Die Folge ist eine veränderte Zugbeanspruchung des Schambeins, was ebenfalls zu Schmerzempfindungen führen kann. Häufig verschwinden die Schmerzen in Ruhe oder während einer Schonzeit.

  • Sobald die sportliche Aktivität jedoch wieder aufgenommen wird, kommt auch der Leistenschmerz zurück.
  • Leiden Sie unter den Symptomen einer Sportlerleiste, sollten Sie für die Diagnose einen erfahrenen Facharzt aufsuchen.
  • Bei Leistungssportlern ist das in der Regel zunächst der betreuende Sportmediziner,

Im Vordergrund steht bei der Untersuchung die Abgrenzung der Sportlerleiste von einem Leistenbruch und anderen Ursachen für Leistenschmerzen. Der Arzt führt zunächst eine umfassende Anamnese (Arzt-Patienten-Gespräch) durch, wobei die Intensität sportlicher Aktivitäten, Art und Schwere des Schmerzes sowie die Krankengeschichte abgefragt werden.

Bei einer körperlichen Untersuchung mit Abtasten des Leistenbereichs ist es oft möglich, einen Leistenbruch zu diagnostizieren. Klarheit bei der Sportlerleiste bring jedoch die dynamische Ultraschalluntersuchung (Sonografie), Die veränderten Gewebestrukturen lassen sich mit diesem Verfahren gut darstellen.

Dies in Verbindung mit den typischen klinischen Beschwerden lässt eine Diagnose zu. Schließt der Arzt bei Patienten mit Leistenschmerzen eine Sportlerleiste aus, kommen weitere Untersuchungen zum Einsatz. Dies können zum Beispiel Röntgenaufnahmen zur Darstellung von Knochen- oder Gelenkspathologien sein.

Ursache für die Leistenschmerzen Art der Schmerzen (akut, chronisch, Schmerzcharakter und Schweregrad) Bedeutung für den Sportler (zum Beispiel schneller Wiedereinstieg in den Berufssport)

Bleibt ein akuter Leistenschmerz unbehandelt, können sich chronische Krankheitsbilder entwickeln. Vor allem Hochleistungssportler sollten beim Verdacht auf eine Sportlerleiste schnell handeln, um einer Verschlimmerung vorzubeugen und die Gefahr für einen Leistenbruch zu minimieren.

  1. Bei geringer Schmerzsymptomatik können Sie zunächst eine konservative Therapie versuchen.
  2. Diese erfordert eine Schonzeit, um eine erneute Reizung der betroffenen Strukturen zu vermeiden.
  3. Im Anschluss werden Sie mithilfe der Physiotherapie gezielte Stabilitäts- und Kräftigungsübungen durchführen.
  4. Ommt es nicht zu einer Besserung, ist die Entscheidung zu einer Operation sinnvoll.

Für die chirurgische Behandlung der Sportlerleiste nutzen Ärzte unterschiedliche Techniken, Welches Verfahren zur Anwendung kommt, richtet sich oft nach dem Schmerzcharakter und den betroffenen Geweben. Bei einer Nervenkompression lässt sich mit einem Schnitt durch den Nerv oder die Entfernung des geschädigten Nervenbereichs oft Schmerzfreiheit erzielen.

Kommen die Schmerzen von einer Verlagerung des muskulären Halteapparates stellt die operative Durchtrennung mit Refixierung eine Therapieoption dar. Ist ein Samenstranglipom die Ursache der Beschwerden, muss dieses operativ entweder laparo-endoskopisch durch Schlüsselloch-Operation oder durch einen kleinen Schnitt in der Leiste entfernt werden.

Die genannten Verfahren zielen in erster Linie darauf ab, Schmerzfreiheit zu erreichen. Um die Ursache der Sportlerleiste zu therapieren, kombinieren Ärzte die Methoden häufig mit einer operativen Verstärkung der Leistenkanalhinterwand, Durch eine spezielle Nahttechnik, die Mediziner als Fasziendopplung bezeichnen, wird die weiche Leiste stabilisiert.

  1. Dies lässt sich mit oder ohne Verstärkung durch ein Netz aus Kunststoff (Prothese) erzielen.
  2. Gerade bei jungen Sportlern ohne ausgeprägten Leistenbruch kommen zunehmend auch biodegradierbare Kunststoffnetze zum Einsatz.
  3. Diese geben initial eine hohe Stabilität, werden jedoch vom Körper nach 15-18 Monaten vollständig abgebaut und durch stabiles körpereigenes Bindegewebe ersetzt.

Moderne Operationstechniken für den Beschwerdekomplex der Sportlerleiste sind oft minimalinvasiv, Sie lassen sich bereits unter einer Lokalanästhesie realisieren. Als Sportler können Sie zwei Tage nach dem Eingriff wieder mit einem leichten Training beginnen.

Die Erfolgsrate für die Behandlung ist hoch. Etwa 80 Prozent der Betroffenen sind nach zwei Wochen imstande, ihren Sport wieder schmerzfrei und vollumfänglich auszuüben. Leiden Sie unter Schmerzen, die auf eine Sportlerleiste oder einen Leistenbruch hindeuten, wird Ihr Hausarzt Sie an einen entsprechenden Facharzt überweisen.

Häufig handelt es sich um einen erfahrenen Orthopäden, Hernienchirurgen oder spezialisierten Sportmediziner, Sportchirurgen oder Sportorthopäden, Fachärzte finden Sie zum Beispiel in Gemeinschaftspraxen, medizinischen Zentren oder auch in Ihrem lokalen Krankenhaus.

Zusätzlich können Sie sich Informationen oder Empfehlungen von der entsprechenden Fachgesellschaft geben lassen. Eine Sportlerleiste kann zur Belastung werden und die sportliche Karriere gefährden. Treten Schmerzen auf, sollten Sie daher nicht zögern und sich einer sportmedizinischen Untersuchung unterziehen.

Mit einer rechtzeitigen Behandlung beugen Sie chronischen Leistenschmerzen vor. Mit den heutigen Therapieverfahren ist ein schneller Wiedereinstieg in den Sport möglich.

Welcher Arzt ist für Schmerzen in der Leiste zuständig?

Leistenschmerzen behandeln » Orthozentrum Bergstraße So komplex und vielschichtig die Anatomie in der Leistengegend ist, so zahlreich können auch die Ursachen von Leistenschmerzen sein. Die meisten Menschen assoziieren direkt einen Leistenbruch mit dem Schmerz, oftmals sind es jedoch Erkrankungen der Knochen, Gefäßveränderungen oder Muskel-, Band- oder Sehnenverletzungen.

  • Auch Sportler sind häufig betroffen.
  • Bei dieser Zielgruppe spielen vor allem Fehl- und Überlastungen eine große Rolle.
  • Ist man selbst betroffen, sollte der Arzttermin nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn je nach Krankheitsbild ist ein schnelles Handeln erforderlich.
  • Im Orthozentrum Bergstraße haben wir diesbezüglich ein Konzept etabliert, um die Beschwerden effizient zu behandeln.

Vereinbaren Sie einen Termin bei unseren erfahrenen Experten für die Behandlung von Leistenschmerzen. Eine kompetente und auf Sie individuell abgestimmte Beratung, Diagnose und Therapie kann Ihnen helfen in Zukunft schmerzauslösende Faktoren zu verringern oder ganz zu vermeiden.

  • Holen Sie sich jetzt eine professionelle Einschätzung und fachmännische Beratung.
  • Mit ihrer jahrelangen Erfahrung sind unsere Ärzte darauf spezialisiert Ihnen bei allen Beschwerden, die bei Leistenschmerzen auftreten können, weiterzuhelfen.
  • Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen möglichst beschwerdefreien Alltag wieder für Sie zu herzustellen.

FACHARZT FÜR ORTHOPÄDIE, CHIROTHERAPIE UND SPORTMEDIZIN Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Notfallmedizin Leistenschmerzen, auch unter dem Begriff Inguinalschmerzen bekannt, sollten nicht unterschätzt werden. Je nach Ursache können schwerwiegende Erkrankungen vorliegen.

Als Leistenregion (Regio inguinalis) wird der Übergang vom Bauch zum Oberschenkel bezeichnet. Durch diesen Bereich verläuft der vier bis fünf Zentimeter lange Leistenkanal, durch den wiederum Muskeln, Blutgefäße und bei Männern der Samenstrang und bei Frauen das Mutterband verlaufen. Leistenschmerzen (Inguinalschmerzen) sind Beschwerden im Bereich zwischen Unterleib, Hüfte und Oberschenkel.

Viele der zahlreichen Ursachen lösen einen stechenden, scharfen oder auch dumpfen Schmerz in der Gegend aus. Grundsätzlich sind von Inguinalschmerzen mehr Männer als Frauen betroffen. Typischerweise lassen sich Erkrankungen unterscheiden, die eher Männer und die eher Frauen betreffen.

  1. Lediglich ein Krankheitsbild betrifft Männer und Frauen hierbei gleichermaßen: Die Hüftarthrose.
  2. Das schmerzhafte Aneinanderreiben von Hüftpfanne und Oberschenkelkopf aufgrund der degenerativen Abnutzung des dazwischenliegenden Knorpels tritt vor allem ab einem Alter von 50 Jahren auf.
  3. Einen Leistenbruch (Hernia inguinalis) erleiden überwiegend Männer.

Grund dafür ist, dass der Leistenkanal in der unteren Bauchwand bei Männern, an dem der Hoden nach außen durchtritt, oftmals eine natürliche Schwachstelle darstellt. Auch angeborene Leistenbrüche sind beim männlichen Geschlecht nicht selten. Bei einer Schenkelhernie (Hernia femoralis), die vorwiegend Frauen erleiden, sind, wie beim Leistenbruch, die Eingeweide betroffen.

  • Oft benötigt es weitere Untersuchungen, um diese beiden Krankheitsbilder unterscheiden zu können, da sie ähnliche Symptomatiken aufweisen.
  • Weitere wichtige Ursachen von Leistenschmerzen sind Fußfehlstellungen, Beinlängenunterschiede, Muskelungleichgewichte, Haltungsfehler sowie Überlastungen.
  • Die größte Risikogruppe stellen hierbei (Leistungs-) Sportler dar, insbesondere von gelenkbelastenden Sportarten wie Laufen, Fußball oder Hockey.

Die Leiste kann den starken Belastungen in dem Fall auf Dauer nicht standhalten und es kommt zu stechenden Schmerzen nach dem Sport. Oft wird dies auch als Sportlerleiste oder „weiche Leiste» bezeichnet. Auch eine Leistenzerrung kann die Schmerzen auslösen.

Leistenbruch (tritt bei Männern etwa achtmal häufiger auf als bei Frauen) Harn- und Nierensteine
 Hüftkopfnekrose
 Impingement der Hüfte (wird insbesondere durch (Leistungs-) Sport wie Laufen, Fußball oder Hockey begünstigt)
 Hodenschmerzen
 Schenkelbruch (Hernia femoralis, tritt eher bei älteren oder schwangeren Frauen auf)
 Beckenringlockerung (betrifft meist schwangere Frauen)
 Stress- oder Überlastungsbruch des vorderen Beckenringes (als Folge der Knochenerkrankung Osteomalazie)
 Hüftarthrose (ab einem Alter von etwa 50 Jahren)
 Geschwollene Lymphknoten (Lymphadenitis oder Lymphadenopathie)
 Hodenstieldrehung (auch Hodentorsion, betrifft vor allem Säuglinge und Jugendliche von 13 bis 20 Jahren)
 Thrombose
 Sportlerleiste oder weiche Leiste
 Leistenzerrung
 Verletzungen und Überlastungen der Muskeln und Sehnen im Bereich der Hüfte und des Oberschenkels
 Weitere orthopädische Ursachen, wie degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule, Fehlstellungen von Füßen, Knien und Hüfte


»Für Leistenschmerzen kommen in der Orthopädie meist nur zwei Ursachen in Frage: strukturelle Schäden des Hüftgelenkes oder Probleme mit der Muskelkette der unteren Extremität. Dies gilt es sicher zu unterscheiden. Dann kann die richtige Therapie zielgerichtet eingesetzt werden.« Dr.

med. Mehmet Rüzgar Da sich Leistenschmerzen auf eine Vielzahl von Ursachen zurückführen lassen, gibt es auch viele verschiedene Symptome, die eher auf das eine oder das andere Krankheitsbild hinweisen. Dies ist wichtig für den Arzt, sodass die richtige Diagnose gefunden werden kann: Sind die Schmerzen ein- oder beidseitig? Treten die Schmerzen nur unter Belastung oder dauerhaft auf? Treten die Schmerzen nur im Liegen oder Stehen auf? Leistenbrüche beispielsweise sind in der Regel direkt sichtbar, da meistens plötzlich eine schmerzlose Vorwölbung im Stehen oder beim Pressen in der Leiste sicht- und tastbar wird.

Achtung: Treten dauerhaft Schmerzen im Leistenbereich auf, kann es sich um ein Leistenbruch handeln, bei dem Gewebe aus dem Bauchraum in den sogenannten Bruchsack geraten ist und eingeklemmt wird. In diesem Fall sollte ein Notarzt gerufen werden, da unter Umständen schnelles Handeln erforderlich ist.

Auch bei akuten Schmerzen im Bauch und Unterbauch mit Ausstrahlung in die Leistengegend sollte sofort gehandelt werden. Handelt es sich nicht um einen akuten Notfall, sondern um eventuell unregelmäßig auftretenden Schmerz im Schambereich und der Leiste, sollte die Ursache in jedem Fall zeitnah von einem Arzt abgeklärt werden.

Die wichtigsten diagnostischen Maßnahmen bei Inguinalschmerzen sind eine körperliche Untersuchung, Ultraschall, MRT und gegebenenfalls eine Laufanalyse. Der Arzt führt zunächst eine Anamnese durch, um durch den Verlauf der Krankheitsgeschichte eventuell bereits Hinweise auf die Ursache der Beschwerden erhalten zu können.

  • Insbesondere bei Inguinalschmerzen spielt die körperliche Untersuchung eine große Rolle, da sie oftmals direkt zur Diagnose führen kann.
  • Führt die körperliche Untersuchung nicht zu einer eindeutigen Diagnose müssen weitere diagnostische Maßnahmen, wie (Sonografie), oder durchgeführt werden.
  • In der Regel wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.
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Eine Vielzahl von Erkrankungen lässt sich so verlässlich diagnostizieren. Besteht der Verdacht, dass funktionelle Probleme der Grund für die Leistenschmerzen sind, ist es ratsam, eine Laufanalyse durchzuführen. Mittels einer Laufanalyse kann festgestellt werden, ob es während des Gehens oder Laufens zu erhöhten Belastungen in der Leiste kommt, die die Schmerzen verursachen.

  • Mit weiteren bildgebenden Verfahren, wie dem Röntgen oder der Magnetresonanztomographie können auch andere Strukturen, wie Muskeln, Sehnen und Knochen gut dargestellt werden.
  • Dabei bietet die MRT den Vorteil, dass alle Strukturen detailgenau in einer hohen Bildauflösung gut sichtbar werden und sie zudem ohne Strahlenbelastung auskommt.

Insbesondere bei Verdacht auf einen Leistenbruch findet die MRT in der Diagnostik bei ziehen in der Leiste Anwendung. »Sind für die Leistenschmerzen strukturelle Schäden des Hüftgelenkes verantwortlich, dann handelt es sich in der Regel um eine Arthrose.

Im Orthozentrum Bergstraße greift dann unser Therapiekonzept für knorpelstabilisierende Maßnahmen. So sind wir in der Lage unseren Patienten schnell und zielgerichtet zu helfen.« Dr. med. Stefan Gouder So vielfältig wie die Ursachen für Inguinalschmerzen sein können, so zahlreich fallen auch die Therapien aus.

Auch die Zuständigkeiten fallen in die Bereiche verschiedener Fachärzte. So sind beispielsweise bei Hodenerkrankungen und Harnsteinleiden Urologen zuständig, bei Erkrankungen der Lymphknoten Internisten oder bei Darminfektionen Gastroenterologen. Sind Veränderungen am Skelett oder Fehlstellungen der Gelenke Ursache für die Beschwerden, ist der Orthopäde der richtige Facharzt.

Ist die Ursache für die Schmerzen in der Leiste eine Überlastung des betroffenen Bereichs, reicht es oftmals aus, dass sich der Patient eine zeitlang schont. Bei Leistenbrüchen ist meist ein operativer Eingriff notwendig, wird jedoch heutzutage nicht in allen Fällen durchgeführt. Wird bei der Laufanalyse festgestellt, dass die Beschwerden auf Fehlstellungen zurückzuführen sind, ist oftmals eine orthopädische Einlagenversorgung sowie Physiotherapie erforderlich.

Im Orthozentrum Bergstraße werden wir individuell auf die Beschwerden des Patienten eingehen und diese dann zielgerichtet behandeln. Es gibt einige Möglichkeiten, wie man Leistenschmerzen vorbeugen kann. Im Folgenden finden Sie konkrete Tipps und Maßnahmen, die Ihnen dabei helfen können, Leistenschmerzen vorzubeugen.

Übergewicht vermeiden (das nimmt Druck von der Bauchwand und beugt Arthrose sowie inneren Erkrankungen vor)
 30 Minuten täglich moderate körperliche Aktivität
 Schonendes Muskelaufbautraining
 Gelenkschonenden Sport bevorzugen (weniger Laufen, Fußball und Hockey, mehr Fahrradfahren
) Bei Verdacht auf Fehlstellungen im Bereich der Füße, Knie und Hüfte eine Laufanalyse durchführen lassen 
 Gesund ernähren und weniger Fleisch konsumieren (das beugt Harnsteinen vor)
 Ausreichend Wasser trinken (etwa 30 bis 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht) 
 Weniger Kaffee und Alkohol trinken

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Wann sollte man bei leistenschmerzen zum Arzt?

Schmerzen in der Leiste werden auch Inguinalschmerzen genannt. Dabei treten die Beschwerden im Bereich des Unterleibs auf oder strahlen von der Hüfte aus. In der Leistengegend treffen viele mögliche Auslöser für Schmerzen zusammen. Oftmals liegt die tatsächliche Ursache im Bereich des Rückens oder der Beine.

Die Schmerzen in der Leiste können aber auch ein Hinweis auf eine ernstzunehmende Erkrankung sein. Neben orthopädischen Beschwerden kommen Probleme der inneren Organe in Betracht. Zwar können alle Geschlechter gleichermaßen von Leistenschmerzen betroffen sein. Allerdings müssen die Ursachen hier manchmal getrennt analysiert werden.

Zum Beispiel gibt es Unterschiede, wenn die Harnorgane für das Leiden in der Leistengegend verantwortlich sind. Auch Hoden- oder Eileitererkrankungen kommen in Betracht. Transgender sollten sich an das Fachpersonal ihres Vertrauens wenden, um nach einer Angleichung medizinische Befunde gegebenenfalls ergänzen zu lassen.

  1. Leistenschmerzen können darüber hinaus nach einer Sportverletzung, während der Schwangerschaft, bei chronischen Nerven- und Gelenkerkrankungen oder durch eine Schwellung der Lymphknoten auftreten.
  2. Leistenschmerzen können in allen Variationen auftreten – stechend und scharf, stumpf und pochend, langanhaltend und moderat, aber auch akut und ohne erkennbare Ursache.

Begleiterscheinungen können Aufschluss geben, womit man es genau zu tun hat. Hierunter zählen Bewegungseinschränkungen, Fieber, ausstrahlender Schmerz in eine andere Körperregion und Taubheitsgefühle. Entscheidend ist auch der Zeitpunkt, wann die Beschwerden erstmals aufgetreten sind.

Treten nach dem Niesen oder beim Hochheben schwerer Lasten plötzlich und unvermittelt starke Schmerzen auf, muss man sofort ins Krankenhaus. Hierbei könnte es sich um einen Leistenbruch handeln. Unbehandelt führt diese Verletzung zum Tod, wenn ein Stück Darm im Bauchraum eingeklemmt wird. Aufgrund genetischer Faktoren leiden Männer häufiger unter einem Leistenbruch, Frauen dagegen unter dem sogenannten Schenkelbruch.

Hier treten die Schmerzen an einer jeweils anderen Stelle auf. Allerdings ist es als Laie sehr schwer, den Ort richtig zuzuordnen. Infektionsbedingte Lymphknotenschwellungen in der Leiste werden oft von einer erhöhten Körpertemperatur begleitet. Sie sollten aber auch dann untersucht werden, wenn sie schmerzfrei und ohne weitere Symptome sind.

Wenn man mit Leistenschmerzen zur Ärztin/zum Arzt geht, wird man sehr genau untersucht. Die Beschwerden in dieser Körperregion können nicht nur sehr viele verschiedene Ursachen haben, sondern auch gefährlich werden. Bei betagten Patientinnen und Patienten liegt oft eine Schädigung der Hüfte nahe, zum Beispiel durch eine fortgeschrittene Hüftgelenkarthrose (Abnutzung).

Jedoch können Personen jeder Altersstufe von Leistenschmerzen geplagt werden, die mitunter einen bedrohlichen Hintergrund haben. Lymphknotenschwellungen deuten auf eine leichte Infektion hin, werden selten aber auch durch Tumore verursacht. Harnsteine wandern über den Nierenbecken ab und lösen so ebenfalls Leistenprobleme aus.

  • Bei Männern kann auch eine Hodenverdrehung Schuld an den Schmerzen haben.
  • Frauen sollten darauf achten, ob sie schwanger sein könnten – die gefürchtete Eileiterschwangerschaft löst meistens einseitige Bauchschmerzen aus.
  • Zudem kommt auch eine Blinddarmentzündung in Betracht.
  • Akute Beschwerden durch Leistenbrüche oder Blinddarmentzündungen müssen umgehend in der Notaufnahme behandelt werden.

Bei Erkrankungen, die auf diese Art die inneren Organe betreffen, muss in der Regel zeitnah operiert werden. Die Betroffenen werden hierzu zunächst eingehend untersucht (z.B. mit Hilfe von Ultraschall) und dann stationär aufgenommen. Wenn es sich um chronische Schmerzen durch Arthrose oder andere orthopädische Einschränkungen handelt, kommen vor einem chirurgischen Eingriff meistens nicht-operative Therapiemethoden zum Einsatz.

Das wird von Fall zu Fall entschieden und kann sich über Sporttherapie und Krankengymnastik bis hin zur Einnahme von Schmerzmitteln erstrecken. Gegen Erkrankungen des Bewegungsapparates helfen Gesundheitssport und eine ausgewogene Ernährung. Leistenbrüche oder Eileiterschwangerschaften lassen sich dagegen nicht vorbeugen, sondern werden überwiegend von genetischen oder stoffwechselbedingten Faktoren beeinflusst.

Die Behandlung von Infektionen oder Krebserkrankungen erfolgt vollkommen individuell und kann mit der Verabreichung von Medikamenten verbunden sein. In der Nachsorge spielt die ganzheitliche Therapie eine Rolle, die auch den Lebensstil miteinbezieht. Wer eine eigentlich gesunde Schwangerschaft durchlebt, kann trotzdem Schmerzen haben.

  • Wenn das Kind wächst, weiten sich Leistenkanal und Beckenring.
  • Spezielle orthopädische Gürtel können den Körper unterstützen und so Leistenschmerzen verringern.
  • Arthrose ist nicht heilbar.
  • Daher sind gesundheitsförderliche Bewegung und Physiotherapie die wichtigsten Behandlungsformen, um den Fortschritt der Erkrankung einzudämmen.

Nach einer Hüft OP müssen häufig viele Gewohnheiten umgestellt werden, um das Gelenk zu entlasten. Bis durch Krankengymnastik und gezieltes Training die abgebaute Muskulatur wieder ausreichend gekräftigt wurde, können mehrere Wochen oder Monate vergehen.

Nach der OP werden gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren empfohlen. Auf manche Sportarten sollte bei einer Arthrose in jedem Falle möglichst verzichtet werden. Gerade Fußball, Handball oder Tennis bedingen oft ruckartige Bewegungen, die zu einer hohen Belastung im Hüftgelenk führen können.

Grundsätzlich muss die Schädigung des Gelenks immer bedacht werden, weshalb der genaue Trainingsplan mit einem Spezialisten besprochen werden sollte.

Wie werden leistenschmerzen untersucht?

Hausmittel gegen Leistenschmerzen – Da Leistenschmerzen verschiedene Ursachen haben, gibt es keine pauschalen Hausmittel gegen Leistenschmerzen. Rühren die Leistenschmerzen von Muskelzerrungen her, verschafft unter Umständen eine Kälte-Anwendung mit einem Kühl-Element Linderung.

Achten Sie herbei immer darauf, das Kühl-Element in ein Handtuch zu schlagen und niemals direkt auf die zu legen. Ist der Leistenschmerz hingegen auf eine Hüftarthrose zurückzuführen, ist die Anwendung von Wärme in Form einer Wärmeflasche oder eines warmen Bades häufig symptomlindernd. Generell ist es ratsam, bei Leistenschmerzen vor der Anwendung von Hausmitteln einen Arzt aufzusuchen, um als erstes die Ursache abklären zu lassen.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Um Leistenschmerzen festzustellen, erhebt der Arzt zuerst im Gespräch mit Ihnen Ihre Krankengeschichte (Anamnese).

Handelt es sich um einen akuten oder bereits chronischen Schmerz? Wie fühlen sich die Schmerzen an: stechend, scharf oder dumpf? Haben Sie vielleicht Vorerkrankungen wie einen Leistenbruch, frühere Verletzungen wie ein ausgekugeltes Hüftgelenk, Knochenbrüche oder Wirbelsäulen-Verletzungen? Bestehen bei Ihnen körperliche Belastungen durch den Beruf oder durch Sport wie Golf, Fußball, Turnen, Tanzen, Eishockey oder Skifahren?

Manche Ärzte benutzen zur Einschätzung und Erfassung der Beweglichkeit im Allgemeinen und des Leistenschmerzes im Speziellen Selbsttests beziehungsweise bestimmte Fragebögen. In diesen beschreibt der Betroffene unter anderem die Art, Dauer und Stärke des Schmerzes in der Leiste und Hüfte und gibt viele weitere relevante Informationen zu den Beschwerden.

Inspektion : Hierbei untersucht der Arzt den Körper auf Schonhaltungen und Fehlstellungen der Wirbelsäule oder des Beckens. Zudem schaut er, ob Ihr rechtes und linkes Bein gleich lang sind. Palpation : Der Arzt tastet Muskelpartien, Sehnen und Bänder ab und prüft dabei, ob eine Stelle druckempfindlich ist. Er begutachtet vor allem die Hinterwand des Leistenkanals und beim Mann die, um mögliche Brüche zu erfühlen. Funktionsuntersuchung : Dazu testet der Arzt Ihre körperliche Beweglichkeit, in der Regel im Stehen, in Rücken-, Seit- und Bauchlage. Auch eine neurologische Untersuchung gehört dazu. Sie deckt zum Beispiel Nerven-Entzündungen als Ursache der Leistenschmerzen auf. Erweiterten Untersuchung : Hierzu gehören bildgebende Verfahren wie eine Ultraschall-Diagnostik der Bauch- und Becken-Organe und des Leistenkanals. Manchmal sind auch aufwendigere Verfahren (Röntgen, Computertomografie, Kernspintomografie) notwendig, um die Ursache des Leistenschmerzes zu identifizieren.

Es ist wichtig, dass Sie bei akut auftretenden Leistenschmerzen zum Arzt gehen. Vielleicht steckt eine ernste Ursache dahinter, die unbedingt eine Behandlung erfordert. Beispielsweise ist ein eingeklemmter Leistenbruch ein Notfall, der dringend ärztlich zu versorgen und unter Umständen lebensbedrohlich ist.

Welcher Arzt bei leistenzerrung?

So diagnostiziert Ihr Arzt eine Leistenzerrung – Bei den beschriebenen Beschwerden einer Leistenzerrung sollte der Arzt Ihrer Wahl ein Orthopäde sein. Dieser wird sich zunächst ausführlich mit Ihnen unterhalten, um sich ein genaueres Bild von Ihren Symptomen machen zu können.

Besonders interessieren wird ihn dabei, wo genau Sie Schmerzen haben, seit wann diese bestehen und wie der Verletzungshergang war. Beschwerden im Leistenbereich können allerdings viele verschiedene Ursachen haben, weshalb die Diagnosestellung oftmals schwierig ist. Daher ist eine sorgfältige körperliche Untersuchung umso wichtiger.

Dabei wird Ihr Arzt unter anderem verschiedene Bewegungen mit der betroffenen Extremität durchführen, um festzustellen, bei welcher die Beschwerden auftreten. So kann er oftmals bereits erste Rückschlüsse auf das Schädigungsmuster ziehen. Gleichzeitig wird er aber auch versuchen, andere Ursachen für Leistenschmerzen, wie beispielsweise ein Leistenbruch auszuschließen.

Ist die Diagnose nun nach wie vor nicht eindeutig, kann er zusätzlich noch bildgebende Verfahren anwenden. Hier kommen insbesondere die Röntgenuntersuchung zur Beurteilung der knöchernen Strukturen und die Ultraschalluntersuchung und Magnetresonanztomografie (MRT) zur Beurteilung des Weichteilgewebes in Frage.

Mit Ultraschall und MRT können Sehnen- und Muskelfaserunterbrechungen sowohl am Sehnenansatz, in der Sehne selbst und am Muskel-Sehnen-Übergang sichtbar gemacht werden. Leistenschmerzen Welcher Arzt Die Leistenzerrung

Wie fühlt sich eine leisten Entzündung an?

2.6 Entzündungen in der Leistenregion Die folgenden Entzündungen äußern sich vor allem durch Schmerzen in der Leiste, manchmal auch durch angeschwollene Lymphknoten. Betroffene können Beschwerden jedoch auch als Oberschenkelschmerzen wahrnehmen. In diesem Fall solltest du auf Schmerzmittel wie Ibuprofen verzichten.

Kann der Hausarzt einen Leistenbruch erkennen?

Welche Untersuchungen gibt es? – Der Arzt kann die meisten Leistenbrüche bereits durch die sicht- und tastbare Vorwölbung an der Leiste sicher erkennen. Er lässt den stehenden Patienten husten und die sich dabei verstärkende Vorwölbung erhärtet den Befund.

  1. Der Arzt prüft dann beim liegenden Patienten, ob sich der Bruchsack leicht wieder in die Bauchhöhle zurückschieben lässt.
  2. Wenn ja (reponibler Bruch), ist keine unmittelbare Gefahr im Verzug.
  3. Wenn nicht (irreponibler Bruch), kann es sich um einen eingeklemmten Bruch handeln, der schnellstmöglich chirurgisch behoben werden muss.
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Des Weiteren kann der Arzt durch abhorchen des Bruchsacks feststellen, ob darin Darmgeräusche zu hören sind, dies würde ebenfalls für eine Einklemmung von Eingeweiden sprechen. Bei stark übergewichtigen Patienten, kleinen Bruchpforten oder einer schlaffen Bauchdecke reicht die eben beschriebene Untersuchung manchmal nicht aus, um einen Leistenbruch sicher zu diagnostizieren, beziehungsweise auszuschließen.

Was tun wenn es in der Leiste weh tut?

Kamel (Ustrasana) – Diese Yoga-Übung dient auch als Gegenspieler zum Dauersitzen. Oberschenkel, Hüftbeuger, Bauch, Brust, Schultern und Arme werden hierbei gedehnt. Begib Dich in den Kniestand und beuge Dich langsam in Richtung Füße, soweit dass Du mit Deinen Händen Deine Fersen umschließen kannst. Leistenschmerzen Welcher Arzt BONUS : Kostenloses 7 Tage Anti-Schmerz Programm für einen gesunden Rücken & Nacken

Was können Schmerzen in der Leiste bedeuten?

Woher kommen Leistenschmerzen? Leistenschmerzen können mitunter sehr stark und unangenehm sein und sowohl Männer als auch Frauen betreffen. Oft wird ein Ziehen in der Leiste jedoch unterschätzt. Sind die Schmerzen auf eine Leistenhernie oder eine eingeklemmte Hernie zurückzuführen, ist es wichtig, schnell zu handeln.

Sind Schmerzen in der Leiste gefährlich?

Insbesondere akut auftretende Leistenschmerzen sind ein Alarmsignal, das unbedingt ernst genommen werden muss. Unbehandelt können die folgenden, durch Leistenschmerzen angezeigten Erkrankungen für den Patienten lebensgefährlich werden: Leistenbruch. Blinddarmentzündung.

Wie bekommt man eine leistenzerrung schnell weg?

Leistenzerrung – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin Eine Leistenzerrung wird auch als Adduktorentendopathie oder Adduktorenzerrung bezeichnet. Das Ausmaß einer solchen Verletzung variiert erheblich; sie kann unbedeutend sein oder aber einen Sportler über mehr als ein Jahr an der Ausübung seines Trainings hindern.

  1. Zuletzt bearbeitet: 17.
  2. Apr.2023 Zuletzt revidiert: 26.
  3. März 2019 Bei einer Leisten- oder Adduktorenzerrung handelt es sich um eine Überlastung, Entzündung und/oder Schädigung bzw.
  4. Einen Riss der Adduktorenmuskeln des Hüftgelenks.
  5. Diese Muskelgruppe besteht aus sechs unterschiedlichen Muskeln, die am Schambein (Symphyse) entspringen und über dem größten Teil der Rückseite des Oberschenkelknochens ansetzen.

Die Muskeln sind in mehreren Schichten angeordnet und dienen der Heranführung des Oberschenkels an den Körper und der Beugung im Hüftgelenk. Eine Adduktorenzerrung entsteht entweder nach längerer Überlastung oder durch eine akute Verletzung, bei der es zum Muskelfaserriss kommt.

Eine unzureichende Behandlung oder die zu frühe Wiederaufnahme der sportlichen Aktivitäten kann zu chronischen Beschwerden führen. Leistenzerrungen sind ein häufiges Problem bei Personen, die körperlich aktiv sind, vor allem im Leistungssport. Die häufigsten Sportarten, bei denen diese Zerrungen auftreten, sind Fußball, Handball, Eislaufen und Kurzstreckenlauf.

Überlastung wird am häufigsten bei Reitern, Eishockeyspielern und Skilangläufern beobachtet. Laut Studien treten bei Fußballspielern 10–18 Verletzungen pro 100 Spieler auf. Studien legen auch nahe, dass Schäden der Adduktoren die häufigste Ursache von Leistenzerrungen darstellen.

  • Unter den Adduktorenmuskeln ist der M.
  • Adductor longus am häufigsten betroffen.
  • Häufig treten Verletzungen der Adduktoren infolge einer ruckartigen Seitwärtsbewegung auf, z.B.
  • Bei einem Täuschungsmanöver, einer „Grätsche» im Fußball oder einer plötzlichen Ausweichbewegung.
  • Auf die Adduktoren wirken starke Kräfte ein, wenn Sportler mitten in der Bewegung die Richtung ändern.

Im Fußball treten Verletzungen der Adduktoren auch auf, wenn ein Spieler versucht, den Ball zu schießen, während ein Gegenspieler den Schuss blockiert. Bei Adduktorenzerrungen können die Fasern teilweise oder vollständig reißen. Die Ursache ist häufig eine Überlastung des Muskel-Sehnen-Übergangs oder des Sehnenansatzes am Schambein.

Die häufigste Ursache für chronische Sehnenerkrankungen ist eine zu schnelle Rehabilitation nach einem akuten Riss in einem der Adduktorenmuskeln und die vorzeitige Wiederaufnahme der sportlichen Aktivität. Risikofaktoren sind eine vorausgegangene Verletzung, eine (altersbedingte) Schwäche des Bindegewebes und die Ausübung bestimmter Sportarten.

Bei Überlastung über einen längeren Zeitraum bemerken die Patienten zunächst diffuse Schmerzen in der Leistenregion und der Innenseite des Oberschenkels. Allmählich halten die Beschwerden an und die Schmerzen strahlen in die Innenseite des Oberschenkels aus.

  • Einige haben auch Schmerzen im geraden Bauchmuskel, z.B.
  • Bei „Sit-ups».
  • Die Schmerzen werden von Steifigkeit begleitet, vor allem morgens und am Anfang des Trainings.
  • Wenn die Muskeln warm werden, lässt die Steifigkeit nach, aber der Schmerz nimmt zu.
  • Nach Abschluss des Trainings kehrt die Steifigkeit zurück.

Bei einer akuten Zerrung fühlt es sich für die Betroffenen häufig so an, als ob plötzlich etwas reißt, oder sie verspüren einen stechenden Schmerz in der Leistengegend. Der erste intensive Schmerz verschwindet in weniger als einer Sekunde, an dessen Stelle treten starke, diffuse Schmerzen.

Die Unfähigkeit, den Oberschenkel nach innen zu ziehen (Adduktion), deutet auf einen schwerwiegenden Riss hin. Eine chronische Zerrung ist häufig auf eine ungenügende Behandlung einer Überlastung oder Verletzung zurückzuführen. Die Patienten sind oft ungeduldig und wollen ihre sportlichen Aktivitäten wiederaufnehmen, dies kann zu einer chronischen Sehnenerkrankung führen.

Charakteristisch sind vage Schmerzen und Steifigkeit in der Leistengegend am Morgen und nach sportlichen Aktivitäten. Die Betroffenen können nach einer Weile ihr Training nicht mehr absolvieren und haben unter Umständen selbst bei normalen Spaziergängen Schmerzen.

Die Krankengeschichte (Anamnese) sowie die Beschreibung des Verletzungshergangs lenken in der Regel den Verdacht auf die Diagnose. Allerdings können Beschwerden im Leistenbereich viele verschiedene Ursachen haben, weshalb es nicht immer einfach ist, eine genaue Diagnose zu stellen. Bei der körperlichen Untersuchung können Ärzte in vielen Fällen die Verletzung auf eine Schädigung der Adduktorenmuskeln zurückführen.

Gleichzeitig ist es wichtig, dass andere Ursachen, wie ein Leistenbruch, ausgeschlossen werden. Bei unsicherer Diagnose wird in einigen Fällen eine Röntgenuntersuchung, Ultraschall oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) durchgeführt. Therapieziel ist zunächst die Schmerzlinderung, an zweiter Stelle steht die Rehabilitation der Muskeln und Vorbeugung von Rückfällen.

Im akuten Verletzungsfall sind die üblichen Erste-Hilfe-Maßnahmen in Form von Ruhe, Kühlung, Druck auf die verletzte Stelle und Hochlagerung des Beines zu ergreifen. Gehstützen sollten die ersten paar Tage verwendet werden, um die Schmerzen zu lindern. Ein Dehnen in der akuten Phase kann nach Meinung einiger Experten den Zustand verschlimmern und eine chronische Schädigung nach sich ziehen.

Bei Überlastung und chronischen Beschwerden besteht die wichtigste Therapie in unterschiedlichen Trainingsmaßnahmen. Eine solche konservative Therapie ist langwierig, sie dauert oft 4–6 Monate oder länger. Am Anfang soll auf jegliche sportliche Aktivität verzichtet werden.

Wenn die konservative Behandlung nach 6–12 Monaten keine zufriedenstellende Wirkung zeigt, kann eine Operation erwogen werden. Zu Beginn der Behandlung werden oft Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente () gegeben. Die Injektion von Kortison ist umstritten. Die Behandlung scheint nur vorübergehend wirksam zu sein, verstärkt jedoch langfristig die Probleme, da sie die ohnehin geschädigten Sehnenansätze zusätzlich schwächt.

Auch liegen keine fundierten wissenschaftlichen Studien zur Wirkung von Kortisonspritzen vor. Es darf nicht vergessen werden, dass zu intensive Rehabilitationsmaßnahmen und die frühzeitige Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten die häufigste Ursache für chronische Beschwerden darstellen.

  • Der Schmerz darf während oder nach dem Training nicht zunehmen.
  • Es wird mit passiven Bewegungsübungen begonnen, sobald die Patienten sie ohne Schmerzen durchführen können.
  • Nach einer Weile kann vorsichtig mit Kräftigungsübungen begonnen werden.
  • Erhöhen Sie die Belastung allmählich.
  • Belastungsübungen, bei denen gleichzeitig die Muskeln gedehnt werden (exzentrische Übungen), sind zu empfehlen.

Machen Sie gleichzeitig Kräftigungsübungen für die Hüftbeuger und Bauchmuskulatur. Die Anzahl der Wiederholungen sollte allmählich auf 30–40 gesteigert werden. Auch Gleichgewichtsübungen zusammen mit Dehnübungen sind empfehlenswert. Nach einer Weile können Sie mit einem Radfahrtraining beginnen.

  • Erst wenn alle Übungen mit hoher Intensität schmerzfrei durchgeführt werden können, darf mit dem Lauftraining begonnen werden.
  • Sobald die volle Beweglichkeit in beiden Seiten ohne Schmerzen und mit normaler Kraftanwendung in den Adduktorenmuskeln wieder erreicht ist, können Sie vorsichtig mit den sportartspezifischen Trainingsmaßnahmen beginnen.

Die Wiederaufnahme der vollständigen sportlichen Aktivitäten muss schrittweise erfolgen. Dieser Teil des Rehabilitationsprogrammes kann 3–6 Monate dauern. Bei einem seltenen kompletten Abriss der Adduktorensehne oder wenn sich die Beschwerden durch die konservative Therapie nicht bessern, kann eine Operation erwogen werden.

  • Im Rahmen der Operation wird die Sehne durchtrennt (Tenotomie).
  • Der Eingriff kann unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.
  • Nach der Operation müssen für ein paar Tage Unterarmgehstützen zur Entlastung verwendet werden, bevor die Muskulatur wieder voll belastet werden darf.
  • Aktive und passive Dehnungsübungen können frühzeitig begonnen werden und nach und nach durch Kräftigungsübungen ergänzt werden.

Nach 2–3 Wochen ist ein leichtes Fahrradtraining möglich, und nach etwa 6 Wochen können Sie mit dem Lauftraining beginnen. In der Regel können Sportler ihre sportliche Betätigung nach 10–12 Wochen in vollem Umfang wieder aufnehmen. Leichte Beschwerden nach dem Eingriff können andauern, aber selten wird die volle Ausübung der Aktivitäten dadurch beeinträchtigt.

Ein physiotherapeutisches Übungsprogramm zum Aufwärmen und Stärken der Adduktorenmuskulatur finden Sie, Die Prognose hängt davon ab, ob eine korrekte Rehabilitation erfolgt. Zu schnelle Rehabilitation und Wiederaufnahme sportartspezifischer Aktivitäten erhöhen das Risiko eines erneuten Auftretens und chronischer Beschwerden.

Laut einer Studie von 1980 konnten 42 % der Sportler mit Leistenzerrung die körperlichen Aktivitäten erst 20 Wochen nach der ursprünglichen Verletzung wiederaufnehmen. Übungen zur Kräftigung der Adduktorenmuskulatur können Adduktorenzerrungen vorbeugen.

Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel, Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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: Leistenzerrung – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin

Welcher Nerv zieht in die Leiste?

Schädigung des Nervus cutaneus femoris lateralis – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin Der Nervus cutaneus femoris lateralis entspringt aus dem Rückenmark in Höhe der Lendenwirbelsäule und verläuft zu einem Hautareal an der Außenseite des Oberschenkels.

  • Dieser Nerv kann durch Druck oder Verletzungen geschädigt werden.
  • Zuletzt revidiert: 15.
  • Aug.2022 Es handelt sich um eine Verletzung eines Beinnervs.
  • Der Nervus cutaneus femoris lateralis geht aus dem Rückenmark in Höhe der Lendenwirbelsäule hervor und versorgt den seitlichen Oberschenkel sensibel (fühlen von Berührung, Schmerz, Wärme etc.).

Vor allem unterhalb des Leistenbandes kann er durch Druck oder Verletzungen geschädigt werden. Der Nerv aktiviert keine Muskeln, sondern empfängt sensible Nervensignale aus dem zugeordneten Hautareal. Die Krankheit wird auch Meralgia paraesthetica oder Bernhardt-Roth-Syndrom genannt. Das Versorgungsgebiet des Nervs (1) ist eingefärbt. Die Erkrankung beruht meist darauf, dass der Nerv unter dem Leistenband oder dort, wo er in der Leiste durch einen Muskel verläuft, eingeklemmt wird. Allerdings kann der Nerv auch schon in seinem Verlauf im Bereich des Beckens oder im Oberschenkel geschädigt werden.

Dies kann allein durch einen ungünstigen anatomischen Verlauf des Nervs bedingt sein. Das Risiko dieser Nervenschädigung ist bei Gewichtszunahme oder in der Schwangerschaft erhöht. Tumoren im Bereich der Leiste können ebenfalls Druck auf diesen Nerv ausüben. Andere mögliche Ursachen sind zu enge Kleidung oder enge Sicherheitsgurte im Auto (Seat-Belt-Syndrom) oder langdauernde sportliche Belastung (Radfahren, Joggen).

Wer seine Muskeln im Bereich von Unterbauch und Leiste stark trainiert, kann dadurch ebenfalls diesen Nerv komprimieren und an entsprechenden Schmerzen leiden. Durch können auch Nervenschädigungen auftreten. Bei einer Verletzung oder chirurgischen Eingriffen im Bereich des Unterbauchs, Beckens oder in der Leiste kann der Nervus cutaneus femoris lateralis ebenso verletzt werden, etwa bei einer Leistenbruchoperation, einem Hüftgelenksersatz oder der Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenkamm.

Die Nervenschädigung tritt bei etwa 4 von 10.000 Personen auf. Männer sind 3-mal häufiger betroffen. Der Häufigkeitsgipfel ist zwischen 50 und 55 Jahren. Bei der Untersuchung können die Ärzt*innen ein vermindertes Gefühl (Taubheit) in dem entsprechenden Hautareal an der Vorder- oder Außenseite des Oberschenkels feststellen.

Manche Patient*innen leiden jedoch nur an Schmerzen, die sensible Wahrnehmung ist noch intakt. Die Funktion der Muskeln ist nicht beeinträchtigt. Ein Beklopfen des betroffenen Hautareals kann Schmerzen hervorrufen (Hoffmann-Tinel-Zeichen). Ein weiteres Zeichen ist die Prüfung des „umgekehrte Lasegue-Zeichens».

  1. Dabei liegt die Patientin/der Patient auf dem Bauch, das Bein wird nach hinten angehoben und gleichzeitig das Knie etwas gebeugt.
  2. Das Zeichen ist positiv, wenn der typische Schmerz ausgelöst wird.
  3. Weitere Symptome können Juckreiz an der entsprechenden Stelle am Oberschenkel oder Hautveränderungen sein.
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Zur Diagnose reicht die gezielte ärztliche Untersuchung oft aus. Taubheit und Schmerzen in dem typischen Areal sind kennzeichnend. Zusätzlich können aber eine Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit (Elektroneurografie) sowie ein Test der Übertragung der Signale des betroffenen Nervs ins Gehirn sinnvoll sein.

Falls der Verdacht auf anatomische Auffälligkeiten als Ursache für die Nervenläsion besteht, sind eine Ultraschalluntersuchung und eine MRT sinnvoll. Häufig ist es ausreichend, auf zu enge Kleidung zu verzichten und ggf. oder die sportliche Aktivität anzupassen. Weil der Schmerz durch das Einklemmen des Nervs verursacht wird, sollten Bewegungen oder Aktivitäten, die den Schmerz hervorrufen, möglichst vermieden werden.

Falls die Sensibilitätsstörungen und Schmerzen anhalten, kommt in erster Linie oder ergänzend eine Schmerztherapie mit sog. (nicht-steroidale Antirheumatika) infrage – Medikamente, die schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Sehr selten und wenn die Beschwerden nicht besser werden, wird der Nerv durchtrennt (Neurektomie).

Susanna Allahwerde, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel, Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

  1. Antoniadis, G. (2015). Kompressionssyndrome des N. cutaneus femoris lateralis (Meralgia paraesthetica). In: Assmus, H., Antoniadis, G. (eds) Nervenkompressionssyndrome. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-642-55212-0_13
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  4. Pearce JMS. Meralgia paraesthetica (Bernhardt-Roth syndrome)Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry 2006;77:84.
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  13. Parisi TJ, Mandrekar J, Dyck PJ, Klein CJ. Meralgia paresthetica: relation to obesity, advanced age, and diabetes mellitus. Neurology 2011; 77:1538.
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  15. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen. AWMF-Leitlinie Nr.030-114. S2k, Stand 2019.
  16. Assmus H, Antoniadis G, Bischoff C: Carpal and cubital tunnel and other rare nerve compression syndromes. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 14–26.
  17. Khalil N, Nicotra A, Rakowicz W. Treatment for meralgia paraesthetica. Cochrane Database Syst Rev.2012;12(12):CD004159. Published 2012 Dec 12. doi:10.1002/14651858.CD004159.pub3
  18. de Ruiter GC, Wurzer JA, Kloet A. Decision making in the surgical treatment of meralgia paresthetica: neurolysis versus neurectomy. Acta Neurochir (Wien) 2012; 154:1765.

: Schädigung des Nervus cutaneus femoris lateralis – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin

Wie finde ich heraus ob ich eine Zerrung habe?

Welche Symptome können auftreten? – Eine Muskelzerrung äußert sich durch ziehende Schmerzen im betroffenen Muskel, die langsam und kontinuierlich zunehmen. Der Muskel ist zudem verhärtet und druckschmerzhaft. Meist wird eine Schonhaltung eingenommen. Der betroffene Muskel ist in seiner Funktion jedoch nicht eingeschränkt.

Was bedeutet ein Ziehen in der Leiste?

Symptome – Normalerweise beginnen die Anzeichen für eine Blinddarmentzündung mit Schmerzen in der Region des Bauchnabels und können von Übelkeit begleitet werden. Innerhalb weniger Stunden können die Schmerzen sehr akut werden. Sie verlagern sich meistens in den rechten Unterbauch bzw.

Welche Schmerztabletten bei leistenschmerzen?

Zu diesen Mitteln gehören unter anderem Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen. Zwei weitere entzündungshemmende Schmerzmittel mit ähnlicher Wirkung sind Celecoxib und Etoricoxib aus der Gruppe der Cox-2-Hemmer. Sie werden auch Coxibe genannt.

Was können Schmerzen in der Leiste bedeuten?

Woher kommen Leistenschmerzen? Leistenschmerzen können mitunter sehr stark und unangenehm sein und sowohl Männer als auch Frauen betreffen. Oft wird ein Ziehen in der Leiste jedoch unterschätzt. Sind die Schmerzen auf eine Leistenhernie oder eine eingeklemmte Hernie zurückzuführen, ist es wichtig, schnell zu handeln.

Was können leistenschmerzen bedeuten?

Kurzfassung –

Leistenschmerzen sind ein Anzeichen für eine Erkrankung.Akute Schmerzen müssen immer ärztlich abgeklärt werden.Die Ursachen sind vielschichtig und die Diagnose oft nicht einfach.Schmerzen in der Leiste sind ein typisches Symptom bei Leistenbruch und Blinddarmentzündung.

Welche Schmerztabletten bei leistenschmerzen?

Zu diesen Mitteln gehören unter anderem Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen. Zwei weitere entzündungshemmende Schmerzmittel mit ähnlicher Wirkung sind Celecoxib und Etoricoxib aus der Gruppe der Cox-2-Hemmer. Sie werden auch Coxibe genannt.

Welcher Nerv zieht in die Leiste?

Schädigung des Nervus cutaneus femoris lateralis – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin Der Nervus cutaneus femoris lateralis entspringt aus dem Rückenmark in Höhe der Lendenwirbelsäule und verläuft zu einem Hautareal an der Außenseite des Oberschenkels.

Dieser Nerv kann durch Druck oder Verletzungen geschädigt werden. Zuletzt revidiert: 15. Aug.2022 Es handelt sich um eine Verletzung eines Beinnervs. Der Nervus cutaneus femoris lateralis geht aus dem Rückenmark in Höhe der Lendenwirbelsäule hervor und versorgt den seitlichen Oberschenkel sensibel (fühlen von Berührung, Schmerz, Wärme etc.).

Vor allem unterhalb des Leistenbandes kann er durch Druck oder Verletzungen geschädigt werden. Der Nerv aktiviert keine Muskeln, sondern empfängt sensible Nervensignale aus dem zugeordneten Hautareal. Die Krankheit wird auch Meralgia paraesthetica oder Bernhardt-Roth-Syndrom genannt. Das Versorgungsgebiet des Nervs (1) ist eingefärbt. Die Erkrankung beruht meist darauf, dass der Nerv unter dem Leistenband oder dort, wo er in der Leiste durch einen Muskel verläuft, eingeklemmt wird. Allerdings kann der Nerv auch schon in seinem Verlauf im Bereich des Beckens oder im Oberschenkel geschädigt werden.

  1. Dies kann allein durch einen ungünstigen anatomischen Verlauf des Nervs bedingt sein.
  2. Das Risiko dieser Nervenschädigung ist bei Gewichtszunahme oder in der Schwangerschaft erhöht.
  3. Tumoren im Bereich der Leiste können ebenfalls Druck auf diesen Nerv ausüben.
  4. Andere mögliche Ursachen sind zu enge Kleidung oder enge Sicherheitsgurte im Auto (Seat-Belt-Syndrom) oder langdauernde sportliche Belastung (Radfahren, Joggen).

Wer seine Muskeln im Bereich von Unterbauch und Leiste stark trainiert, kann dadurch ebenfalls diesen Nerv komprimieren und an entsprechenden Schmerzen leiden. Durch können auch Nervenschädigungen auftreten. Bei einer Verletzung oder chirurgischen Eingriffen im Bereich des Unterbauchs, Beckens oder in der Leiste kann der Nervus cutaneus femoris lateralis ebenso verletzt werden, etwa bei einer Leistenbruchoperation, einem Hüftgelenksersatz oder der Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenkamm.

Die Nervenschädigung tritt bei etwa 4 von 10.000 Personen auf. Männer sind 3-mal häufiger betroffen. Der Häufigkeitsgipfel ist zwischen 50 und 55 Jahren. Bei der Untersuchung können die Ärzt*innen ein vermindertes Gefühl (Taubheit) in dem entsprechenden Hautareal an der Vorder- oder Außenseite des Oberschenkels feststellen.

Manche Patient*innen leiden jedoch nur an Schmerzen, die sensible Wahrnehmung ist noch intakt. Die Funktion der Muskeln ist nicht beeinträchtigt. Ein Beklopfen des betroffenen Hautareals kann Schmerzen hervorrufen (Hoffmann-Tinel-Zeichen). Ein weiteres Zeichen ist die Prüfung des „umgekehrte Lasegue-Zeichens».

  1. Dabei liegt die Patientin/der Patient auf dem Bauch, das Bein wird nach hinten angehoben und gleichzeitig das Knie etwas gebeugt.
  2. Das Zeichen ist positiv, wenn der typische Schmerz ausgelöst wird.
  3. Weitere Symptome können Juckreiz an der entsprechenden Stelle am Oberschenkel oder Hautveränderungen sein.

Zur Diagnose reicht die gezielte ärztliche Untersuchung oft aus. Taubheit und Schmerzen in dem typischen Areal sind kennzeichnend. Zusätzlich können aber eine Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit (Elektroneurografie) sowie ein Test der Übertragung der Signale des betroffenen Nervs ins Gehirn sinnvoll sein.

  1. Falls der Verdacht auf anatomische Auffälligkeiten als Ursache für die Nervenläsion besteht, sind eine Ultraschalluntersuchung und eine MRT sinnvoll.
  2. Häufig ist es ausreichend, auf zu enge Kleidung zu verzichten und ggf.
  3. Oder die sportliche Aktivität anzupassen.
  4. Weil der Schmerz durch das Einklemmen des Nervs verursacht wird, sollten Bewegungen oder Aktivitäten, die den Schmerz hervorrufen, möglichst vermieden werden.

Falls die Sensibilitätsstörungen und Schmerzen anhalten, kommt in erster Linie oder ergänzend eine Schmerztherapie mit sog. (nicht-steroidale Antirheumatika) infrage – Medikamente, die schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Sehr selten und wenn die Beschwerden nicht besser werden, wird der Nerv durchtrennt (Neurektomie).

Susanna Allahwerde, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel, Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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  6. Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH), Deutsche Gesellschaft für Neurochirugie (DGNC), Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) u.a. Nervenverletzungen, Versorgung peripherer. AWMF Leitlinie 005-010. S3. Stand 2013.
  7. Antoniadis G, Kretschmer T, Pedro MT, König RW, Heinen C, Richter HP. Iatrogene Nervenläsionen. Deutsches Ärzteblatt 2014; 111(16): 273-9.
  8. van Slobbe AM, Bohnen AM, Bernsen RM, et al. Incidence rates and determinants in meralgia paresthetica in general practice. J Neurol 2004; 251:294.
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  12. Wong CA, Scavone BM, Dugan S, et al. Incidence of postpartum lumbosacral spine and lower extremity nerve injuries. Obstet Gynecol 2003; 101:279.
  13. Parisi TJ, Mandrekar J, Dyck PJ, Klein CJ. Meralgia paresthetica: relation to obesity, advanced age, and diabetes mellitus. Neurology 2011; 77:1538.
  14. Harney D, Patijn J. Meralgia paresthetica: diagnosis and management strategies. Pain Med 2007; 8:669.
  15. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen. AWMF-Leitlinie Nr.030-114. S2k, Stand 2019.
  16. Assmus H, Antoniadis G, Bischoff C: Carpal and cubital tunnel and other rare nerve compression syndromes. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 14–26.
  17. Khalil N, Nicotra A, Rakowicz W. Treatment for meralgia paraesthetica. Cochrane Database Syst Rev.2012;12(12):CD004159. Published 2012 Dec 12. doi:10.1002/14651858.CD004159.pub3
  18. de Ruiter GC, Wurzer JA, Kloet A. Decision making in the surgical treatment of meralgia paresthetica: neurolysis versus neurectomy. Acta Neurochir (Wien) 2012; 154:1765.

: Schädigung des Nervus cutaneus femoris lateralis – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin