Welche Nebenwirkungen Hat Ramipril?

Welche Nebenwirkungen Hat Ramipril
Welche Nebenwirkungen kann Ramipril hervorrufen? – Pharmazeutische Hersteller müssen im Beipackzettel eines Medikaments alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen auflisten. Deshalb ist dieser Abschnitt oft sehr lang und wenig vertrauenserweckend. «Sehr häufig» bedeutet zum Beispiel: Bei mehr als zehn Prozent der Anwender (oder mehr als 1 von 10 Behandelten) können sich Nebenwirkungen einstellen.

Häufig» heißt: Bei bis zu zehn Prozent der Menschen (oder bis zu 1 von 10), kann es zu Nebenwirkungen kommen. Mit «gelegentlich» ist gemeint: Bei bis zu einem Prozent der Anwender (oder bis zu 1 von 100) können unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. Dieser Text führt vor allem die «sehr häufigen», «häufigen» und «gelegentlichen» unerwünschten Wirkungen auf und weist auf besonders gefährliche hin.

Der Text ersetzt nicht den Beipackzettel und gibt diesen nicht vollständig wieder.

Häufig kommen allergische Hautausschläge, Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen sowie Blutdruckabfall vor. Des Weiteren kann sich ein trockener Reizhusten entwickeln oder Verdauungsstörungen auftreten, die sich unter anderem mit Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit bemerkbar machen. Möglicherweise erhöht sich auch Ihr Kaliumspiegel im Blut, was zu Muskelschwäche oder Muskelkrämpfen führen kann.Als gelegentlich auftretende Nebenwirkungen kann es zu Unruhe, Schlafstörungen, Wassereinlagerungen (Ödeme), Störungen der Nierenfunktion sowie zu allergisch bedingten Schwellungen (Angioödem) an der Speiseröhre und im Gesicht (Lippen, Auge, Wange) kommen.Zu Beginn der Therapie oder bei einem Dosiswechsel sollten Sie nicht Auto fahren und auf das Bedienen von Maschinen verzichten. Aufgrund eines möglichen schnellen Blutdruckabfalls kann es zu Schwindel kommen und die Reaktionsfähigkeit kann nachlassen.

Eine Anzeige unseres Kooperationspartners Sie möchten wissen, was andere Nutzer zu Ihrem Medikament berichten? Zum MedWatcher

Ist Ramipril auf Dauer schädlich?

Ramipril und Lisinopril werden häufig bei Bluthochdruck und Herzinsuffizienz verordnet. Einer neuen Studie zufolge ist die Langzeitgabe von ACE-Hemmern offenbar mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko verbunden.

Wann gehen die Nebenwirkungen von Ramipril weg?

Weitere interessante Fakten über Ramipril – Die meisten unangenehmen Symptome während der Behandlung mit Ramipril lassen sich auf die Senkung des Blutdrucks zurückführen. Die Patienten haben sich meist schon so an ihre zu hohen Werte gewöhnt, dass ihnen der durch Ramipril normalisierte Blutdruck zunächst Beschwerden bereitet.

Warum bekommt man von Ramipril Gelenkschmerzen?

Unerwünschte Arzneimittelwirkung: Schmerzen durch Medikamente Im Dauergebrauch können Analgetika paradoxerweise selbst Kopfschmerzen auslösen. Betroffene Patienten brauchen eine ärztliche Behandlung. Foto: Fotolia/redhorst Das gilt beispielsweise bei Schmerzen der Muskeln. Zu den wichtigsten Arzneistoffen, bei denen man mit muskulären Nebenwirkungen rechnen muss, gehören die Statine.

  • Die Beschwerden reichen von leichten Schmerzen und Krämpfen bis hin zur Rhabdomyolyse, einer möglicherweise lebensgefährlichen Schädigung der Skelettmuskulatur, die aber glücklicherweise selten ist.
  • Um gefährliche Verläufe zu verhindern, sollten die Patienten während einer Behandlung mit Statinen auf Muskelschmerzen achten, die nicht auf übermäßige körperliche Belastung zurückzuführen sind.

Auch durch Myo­globin dunkel gefärbter Urin gilt als Warnzeichen für Muskelschäden durch Statine – dann ist es ratsam, dass der Patient den Arzt konsultiert. Da die Myo­toxizität vor allem von den Blutspiegeln abhängt, sollte der Apotheker auf mögliche Interaktionen achten: So erhöhen bei einigen Statinen etwa Wechselwirkungen mit Azol-Anti­mykotika, Makrolid-Antibiotika oder Grapefruitsaft das Risiko.

  1. Besonders gefährdet sind Patienten mit Nieren­insuffizienz.
  2. Tatsächlich nur Muskelkater? Außer bei Statinen finden sich in den Fachinformationen zahlreicher weiterer Arzneistoffe Hinweise auf Muskel- oder Gliederschmerzen, sehr häufig etwa bei Carvedilol, häufig bei Rami­pril, Risperidon oder Citalopram.

Wie die Muskelschmerzen entstehen, ist noch nicht in allen Fällen vollständig geklärt. Je nach Arzneistoff werden aber Auswirkungen auf den Muskelstoffwechsel oder Reaktionen des Immunsystems diskutiert. Auch Gelenkschmerzen können als Nebenwirkungen einer Arzneimitteltherapie auftreten.

Sehr häufig ist eine Arthralgie beispielsweise bei einer Behandlung mit dem Aromatase-Hemmer Anastrozol oder mit Interferonen beschrieben. Der Mechanismus solcher Arzneimittel-bedingten Arthralgien ist in vielen Fällen unklar. Erklärbar sind aber Gelenkschmerzen bei Arzneistoffen, die die Harnsäure-Konzentration im Blut erhöhen – dadurch kann bei vor­belasteten Patienten ein Gichtanfall mit schmerzhaften Schwellungen der Gelenke entstehen.

Solche unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind etwa für Thiazid-Diuretika bekannt. Sensorische Neuropathien, die mit Missempfindungen wie Kribbeln, in manchen Fällen auch mit stechenden oder brennenden Nervenschmerzen einhergehen, können ebenfalls durch Medikamente verursacht werden.

Besonders häufig treten solche unerwünschten Wirkungen bei Zytostatika wie Platin-Verbindungen, Vinca-Alkaloiden und Taxanen in Abhängigkeit von der Dosis auf. Laut Fachinformation sind sensorische Neuropathien bei einer Behandlung mit Tacrolimus häufig, gelegentlich kommen solche Probleme bei einer Amiodaron-Therapie vor.

Kopfschmerzen hinterfragen Bei Kopfschmerzen kann ein Blick in die Medikationsliste manchmal ebenfalls aufschlussreich sein. So ist der sogenannte Nitratkopfschmerz eine sehr häufige Nebenwirkung von Nitraten, die bei Angina pectoris eingesetzt werden.

  1. Ähnliche Effekte könne auch bei anderen gefäßerweiternden Substanzen auftreten, etwa Nimodipin oder Phosphodiesterase-Hemmern wie Sildenafil.
  2. In manchen Fällen lassen sich Kopfschmerzen mit neurotoxischen Effekten erklären, beispielsweise bei Herzglykosiden.
  3. Einige Arzneistoffe können auch den intrakraniellen Druck erhöhen und so zu Kopfschmerzen führen.

Dazu gehören beispielsweise Tetra­zykline oder Gyrasehemmer. Nicht zuletzt sollte der Apotheker auch die Selbstmedikation bei Kopfschmerz-Patienten kritisch hinterfragen. Denn bei Dauergebrauch können die Analgetika paradoxerweise selbst Kopfschmerzen verursachen.

Welche Blutdrucksenker statt Ramipril?

Telmisartan schützt ebenso wie Ramipril Der blutdrucksenkende Wirkstoff Telmisartan bietet kardiovaskulären Hochrisikopatienten den gleichen Schutz wie die bisherige Standardtherapie mit Ramipril – er ist allerdings deutlich verträglicher. Eine Kombination der beiden Präparate mit unterschiedlichem Wirkmechanismus bringt hingegen keinen zusätzlichen Vorteil.

  • Das ist das Ergebnis der ONTARGET*-Studie, die auf dem Jahreskongress des American College of Cardiology in Chicago vorgestellt worden ist und zeitgleich vom Studienleiter Prof.
  • Salim Yussuf (Hamilton/Kanada) in der Onlineausgabe des „New England Journal of Medicine» veröffentlicht wurde.
  • Telmisartan ist damit der einzige Wirkstoff unter den Angiotensin-II-Rezeptorblockern, der unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidenden Hochrisikopatienten eine über die reine Blutdrucksenkung hinausgehende Schutzwirkung bietet.

Diese Schutzwirkung war bisher nur für den häufig verwendeten ACE-Hemmer Ramipril nachgewiesen. In die Studie waren 25 620 Patienten eingeschlossen und bis zu sechs Jahre beobachtet worden. Sie waren mindestens 55 Jahre alt (Mittel 66 Jahre), hatten einen normalen oder medikamentös gut eingestellten Blutdruck und ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (KHK, periphere arterielle Verschlusskrankheit, symptomatische Erkrankungen der Hirngefäße oder Diabetes mellitus mit bereits bestehenden Organschäden).

In die Leitlinen zur kardiovaskulären Sekundärprävention aufnehmen Die Anzahl der gemeldeten kardiovaskulären Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall, schwere Herzinsuffizienz und Tod war in der Ramipril-Gruppe (10 mg/Tag) und der Telmisartan-Gruppe (80 mg/Tag) gleich (16,5 versus 16,7 Prozent). Unter der Kombination waren es 16,3 Prozent.

Telmisartan wurde allerdings besser vertragen als Ramipril. Es traten seltener Husten (1,1 versus 4,2 Prozent) und Angioödeme auf (0,1 versus 0,3 Prozent). Die Rate von hypotensiven Symptomen war mit 2,6 Prozent bei dem Sartan, verglichen mit 1,7 Prozent, leicht höher.

  • Nach Ansicht von Prof. Dr. med.
  • Michael Böhm (Universitätsklinikum Homburg/Saar) muss Telmisartan aufgrund dieser Ergebnisse nun gleichwertig als Alternative zu Ramipril in die Leitlinien zur Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse aufgenommen werden.
  • Vorteile des Sartans seien die bessere Verträglichkeit und die längere Wirkung.

zyl *ONTARGET: The ongoing Telmisartan Alone and in Combination with Ramipril Global Endpoint Trial : Telmisartan schützt ebenso wie Ramipril

Ist Ramipril ein gutes Blutdruckmedikament?

Wofür wird Ramipril angewendet? – Ramipril gehört zur Arzneistoffgruppe der ACE-Hemmer (mehr dazu im nächsten Abschnitt), die sich als Blutdrucksenker bewährt haben. Weitere Einsatzgebiete sind Herzinfarkt und Herzschwäche, medizinisch als Herzinsuffizienz bezeichnet.

Welche Blutdrucksenker sind die Besten ohne Nebenwirkungen?

Medikamente gegen Bluthochdruck: Umsatz der führenden Hersteller. Grafik: Handelsblatt Die derzeit gängigen Medikamente wurden überwiegend in den 70er und 80er Jahren entwickelt. Dazu gehören unter anderem so genannte Kalziumantagonisten, die Blutgefäße erweitern und den Herzmuskel in den Anspannungsphasen etwas abbremsen, zum anderen ACE-Hemmer, die den Blutdruck mindern, indem sie den Widerstand in den Blutgefäßen verringern und gleichzeitig verhindern, dass der Körper zu viel Salz und Wasser speichert.

  1. In jüngerer Zeit sind vor allem so genannte Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARBs) – darunter Medikamente wie Diovan, Atacand, Aprovel oder Micardis – auf dem Vormarsch.
  2. Sie wirken ähnlich wie ACE-Hemmer, haben aber weniger Nebenwirkungen.
  3. Die Neuentwicklung Tekturna greift im Prinzip in den gleichen Stoffwechselprozess ein wie die etablierten ACE-Hemmer und ARBs.

Dabei handelt es sich um eine komplizierte Kaskade von Hormonen und Enzymen, über die der Körper den Blutdruck reguliert. Der neue Wirkstoff unterscheidet sich von etablierten Substanzen dadurch, dass er nicht am Ende, sondern bereits am Anfang des Prozesses in das Geschehen eingreift.

  1. Durch die Blockade am Ursprung eröffnet ein Wirkstoff wie Tekturna eine interessante neue Option für die Hochdruck-Behandlung», zitiert Novartis den amerikanischen Kardiologen und Harvard-Professor Marc Pfeffer.
  2. Als möglicher Vorteil für den Wirkstoff gilt die Tatsache, dass er aller Voraussicht nach auch gut mit etablierten Mitteln kombiniert werden kann und damit deren Wirkung verbessert.
See also:  Welche Lebensmittel Enthalten Zink?

Zudem gehen Fachleute davon aus, dass Renin und Angiotensin über den Einfluss auf die Gefäße hinaus negative Wirkung auf das Kreislaufsystem entfalten. Eine Blockade der Substanzen könnte daher die Risiken für Herzkreislauf-Patienten generell mindern.

Ist Ramipril gut fürs Herz?

Ramipril schützt Herz und Gefäße – Ramipril nützt also einem breiten Spektrum von Patienten, die weder an Herzinsuffizienz noch an linksventrikulärer systolischer Dysfunktion leiden: Hochrisikopatienten mit koronarer oder peripherer Gefäßkrankheit, Schlaganfall oder Diabetes mellitus und mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor.

  • Voraussetzung für die Anwendung ist natürlich, dass keine Kontraindikationen bestehen und die Substanz vertragen wird.
  • Ramipril senkt bei diesen Patienten die Zahl der Todesfälle, Herzinfarkte, Schlaganfälle, notwendigen koronaren Revaskularisationsmaßnahmen, Herzstillstände, Herzinsuffizienzen, Diabeteskomplikationen und Diabetesneuerkrankungen.

Die Behandlung von 1000 Patienten mit 10 mg Ramipril über vier Jahre scheint rund 150 Ereignisse bei etwa 70 Patienten zu verhindern. Die schützende Wirkung von Ramipril auf Herz und Gefäße scheint weit über die geringfügige blutdrucksenkende Wirkung hinauszugehen; die Blutdrucksenkung betrug in der HOPE-Studie nur durchschnittlich 3/2 mm Hg.

Unklar bleibt: Sind die Ergebnisse der HOPE-Studie spezifisch für Ramipril (mit seiner starken ACE-hemmenden Wirkung im Gewebe) oder handelt es sich um einen Klasseneffekt aller ACE-Hemmer? Sind Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten genauso wirksam wie der ACE-Hemmer? Literatur: The Heart Outcomes Prevention Evaluation Study Investigators: Effects of angiotensin-converting-enzyme inhibitor, ramipril, on cardiovascular events in high-risk patients.

New Engl.J. Med.342, 145-153 (2000). Francis, G.S.: ACE inhibition in cardiovascular disease. New Engl.J. Med.342, 201-202 (2000). : HOPE-Studie: Ramipril schützt vor kardiovakulären Ereignissen

Sind 10 mg Ramipril viel?

Dosis des Arzneimittels Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich. Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist. Die Höchstdosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Ist 5 mg Ramipril viel?

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich. Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist. Die Höchstdosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Kann man Ramipril auch nur bei Bedarf nehmen?

Damit Medikamente gegen Bluthochdruck gut und richtig wirken können, gibt es bei der Arzneimitteltherapie einiges zu beachten. Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, gibt wichtige Tipps zur Einnahme. Bluthochdruck beginnt schleichend und tut nicht weh.

Genau das ist laut Erika Fink das größte Problem bei seiner Erkennung und Behandlung. Sie rät daher allen, regelmäßig ihren Blutdruck zu überprüfen: „Nur wenn früh gehandelt wird, können Folgeschäden vermieden werden. Neben Schlaganfall, Herzinfarkt und fortschreitender Herzschwäche können auch Schäden an Augen und Nieren auftreten, die nur schwer zu behandeln sind.» Um den Blutdruck unter Kontrolle zu halten und Folgeschäden vorzubeugen, ist eine richtige und konsequente Arzneimitteltherapie erforderlich.

Tipp 1: Durchhalten Es gibt verschiedene Gruppen von Blutdrucksenkern. So kann für jeden Patienten das passende Arzneimittel gefunden werden. Gerade am Anfang der Behandlung werden häufig die Präparate gewechselt und es kommt eher zu Nebenwirkungen. Auch wenn keine Nebenwirkungen auftreten, fühlen sich viele Patienten müde, abgeschlagen und träge.

Das liegt allein an der Tatsache, dass der Blutdruck jetzt wieder niedriger wird. Halten Sie durch! Der Körper gewöhnt sich binnen weniger Wochen wieder an den normalen Blutdruck und das Wohlbefinden kehrt zurück. Tipp 2: Konsequente Einnahme Bluthochdruck ist eine Erkrankung, die eine konsequente Beobachtung und Behandlung braucht.

Deshalb sollten Sie auch weiterhin regelmäßig Ihren Blutdruck messen. Nur so ist eine schnelle Therapieanpassung möglich. Aber: Auch wenn Sie sich gut fühlen und die Blutdruckwerte in Ordnung sind, heißt das nicht, dass die Tabletteneinnahme überflüssig ist.

Schließlich sind die Werte nur durch die Medikamenteneinnahme gut. Es kommt auch vor, dass Patienten erst ihren Blutdruck messen und dann je nach Werten mal eine Tablette nehmen oder nicht. Erika Fink mahnt: „Die Arzneimittel müssen jeden Tag genommen werden und nicht nach subjektiv empfundenem Bedarf.

Eine unregelmäßige Einnahme belastet den Körper unnötig.» Tipp 3: Auf Experten hören Der Erfahrungsaustausch unter Patienten kann mitunter fatal sein: „Mein Arzt hat gesagt, dass ich mein Medikament morgens nehmen soll. Abends soll man sie gar nicht nehmen.» Dabei nimmt die Nachbarin möglicherweise ein ganz anderes Präparat.

  1. Manche Medikamente wirken besser morgens, andere abends.
  2. Bei einigen Patienten möchte man nachts keine zu starke Blutdruckabsenkung haben, bei anderen ist sie aber dringend erforderlich.
  3. Sie sollten deshalb niemals den Einnahmezeitpunkt Ihres Medikaments einfach tauschen.
  4. Besprechen Sie dies immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker! Tipp 4: Wechselwirkungen beachten Wenn Sie Blutdrucksenker einnehmen und unter weiteren Erkrankungen leiden, die eine Arzneimitteltherapie erfordern, bitten Sie Ihren Apotheker um einen Wechselwirkungscheck.

Viele Medikamente schwächen die Wirkung blutdrucksenkender Präparate ab, dazu gehören zum Beispiel rezeptfreie Schmerz- und Grippemittel. Vorsicht ist ebenso bei Östrogen- und Kortisontherapien geboten sowie bei der Einnahme bestimmter Mittel gegen Depressionen.

Wie viel senkt 5 mg Ramipril den Blutdruck?

ACE-HEMMER RAMIPRIL (DELIX) FÜR DIE HOCHDRUCKTHERAPIE «Es erscheint schwierig, die Entwicklung von zahllosen ACE-Hemmern mit praktisch derselben Wirkungsweise und nur geringen Unterschieden zu rechtfertigen» – so ein Editorial im Lancet 1989 über ACE-Hemmer: «Das Rinnsal wird zur Flut.» 1 Mindestens 650.000 Patienten wurden 1989 in Deutschland mit ACE-Hemmer-haltigen Präparaten behandelt.

Obwohl diese die teuersten Hochdruckmittel sind, werden sie als einzige Gruppe mit +30% deutlich häufiger verordnet.2 Im Oktober 1990 führte die Hoechst AG in Deutschland mit Ramipril (DELIX, im Ausland TRITACE/TRIATEC) den fünften ACE-Hemmer ein mit dem Slogan: «Behutsamer kann der Therapiebeginn mit einem ACE-Hemmer kaum werden.» 3 WIRKUNGEN: Ramipril wird ähnlich wie das strukturverwandte Enalapril (PRES, XANEF) erst in der Leber zum Wirkprinzip Ramiprilat aktiviert.

Ramipril hemmt das Angiotensin-Konversionsenzym kompetitiv, reversibel und stärker als Enalapril. Der stabile Enzym/Inhibitor-Komplex dissoziiert nur langsam, so daß eine deutliche ACE-Hemmung nach einer Einzeldosis bis zu 48 Stunden nachweisbar ist. Nach Gaben von 2,5-20 mg nehmen diastolischer und systolischer Blutdruck dosisabhängig um 10-25% ab.

  • Der drucksenkende Effekt ist nach 4 Stunden maximal.
  • Eine 24 Stunden anhaltende blutdrucksenkende Wirkung wurde mit kontinuierlicher Blutdruckmessung nachgewiesen.
  • Der renale Blutfluß nimmt um ca.25% zu, glomeruläre Filtration und Herzfrequenz ändern sich nicht.4 EIGENSCHAFTEN: Ramipril wird nach Einnahme per os unabhängig von der Nahrungsaufnahme zu 56% absorbiert.

Die Aktivierung zu Ramiprilat in der Leber verläuft dosislinear zum eingenommenen Ramipril. Ramipril ist zu 73%, Ramiprilat zu 56% an Plasmaeiweiß gebunden. Die Ausscheidung erfolgt größtenteils als Ramiprilat und dessen inaktive Metaboliten über die Nieren.

Sie ist polyphasisch. Nach einer schnellen Phase (Halbwertszeit : 1,5-4,5 Stunden) beträgt die terminale HWZ ca.110 Stunden und spiegelt die Bindung der Substanz am Enzym wider. Die effektive Halbwertszeit nach Mehrfachgabe beträgt ca.13-17 Stunden. Ramipril und Ramiprilat sind kaum dialysabel oder plazentagängig (unter 1%).

In der Muttermilch finden sich nur Spuren (unter 0,25%).4 WIRKSAMKEIT: In Dosisfindungs- und plazebokontrollierten Studien ließen sich 50-70% der Patienten mit essentiellem Bluthochdruck allein mit Ramipril einstellen. Tagesdosen von 1,25-20 mg als Einzelgabe senken den Blutdruck um 5-25%.

Die minimal effektive Dosis beträgt bei anderweitig gesunden Hypertonikern 2,5 mg.4-6 In randomisierten doppelblinden Vergleichsstudien erwiesen sich 10 mg Ramipril gleich blutdrucksenkend wie 2 x 50 mg Captopril (LOPIRIN, TENSOBON u.a.).7 5-10 mg Ramipril entsprechen 10-20 mg Enalapril.8 Nach unveröffentlichten Daten des Herstellers sollen 10 mg Ramipril so wirksam sein wie 100 mg Atenolol (TENORMIN u.a.).

Die zusätzliche Gabe von 3 mg Piretanid (ARELIX) zu 5 mg Ramipril soll nur eine geringe weitere Drucksenkung bewirken. In offenen, ebenfalls nicht veröffentlichten Studien soll bei ca.50% der mit 5-10 mg Ramipril nicht einstellbaren Patienten der Blutdruck durch ein zusätzliches Diuretikum ausreichend gesenkt worden sein.

Für die Langzeitanwendung (über 12 Wochen) bei arterieller Hypertonie liegen Daten aus unkontrollierten 9 oder nicht veröffentlichten Studien vor. Der antihypertensive Effekt blieb über 2 Jahre ohne Toleranzentwicklung erhalten, die Initialdosis von 5 mg mußte häufiger reduziert (43%) als gesteigert (15%) werden.

Die Verwendung von Ramipril bei Patienten mit schwerem Hypertonus, eingeschränkter Nierenfunktion oder Diabetes mellitus ist u.E. bisher nur begrenzt untersucht. Zur Therapie der chronischen Herzinsuffizienz ist Ramipril wie auch Lisinopril (ACERBON, CORIC) und Perindopril (COVERSUM) nicht zugelassen. Erste Studienergebnisse deuten bei schwerer Herzinsuffizienz auf gleich günstige hämodynamische Akutwirkungen hin wie unter Captopril, 10 die wie eine Besserung der klinischen Symptomatik auch nach 7-12 Wochen noch nachweisbar sind.11 In unkontrollierten Studien führte Ramipril bei Patienten mit nephrotischem Syndrom zu einer geringen Abnahme der Proteinurie, bei Diabetikern zur Verringerung der Mikroalbuminurie und bei Hypertonikern zur Reduktion der linksventrikulären Hypertrophie.12,13 Diese Wirkungen sind bei anderen ACE-Hemmern besser dokumentiert.

See also:  Welche Supplements Sind Sinnvoll?

Einflüsse auf das Fortschreiten einer chronischen Niereninsuffizienz oder auf die linksventrikuläre Dilatation nach Myokardinfarkten wurden nicht untersucht. DOSIS: Ramipril «ist der erste ACE-Hemmer, bei dem die Therapie mit der kleinsten bisher denkbaren Dosis beginnt», 3 wirbt die Hoechst AG. Dies ist kein Ausdruck eines «behutsamen» Therapiebeginns, sondern der im Vergleich zum Enalapril auf Gewichtsbasis vermutlich doppelten Wirkstärke, mit der erwünschte wie unerwünschte Effekte eintreten.

Die Anfangsdosis beträgt üblicherweise 2,5 mg morgens und kann in mindestens dreiwöchigen Abständen auf 5 bis maximal 10 mg/Tag erhöht werden. Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko erhalten jeweils die halbe Initial- und Erhaltungsdosis. STÖRWIRKUNGEN: Soweit nach bisherigen Daten abschätzbar (nach Angaben von Hoechst ca.3.500 Studien-Patienten), entsprechen Art und Schwere der unerwünschten Wirkungen denen von Enalapril und Captopril.

  1. Am häufigsten sind Schwindel, Kopfschmerz, Schwäche und Übelkeit.
  2. Die für ACE-Hemmer klassenspezifischen Störeffekte wie quälender und therapierefraktärer Reizhusten, Exanthem, Juckreiz, Angioödem, Geschmacksstörungen und Diarrhoe werden ebenfalls beobachtet.
  3. Die einzelnen Häufigkeiten bleiben noch zu klären.

Genauso muß mit Neutropenie, Proteinurie und immunallergischen Reaktionen gerechnet werden. Wegen der längeren Wirkdauer dürfte bei Ramipril im Vergleich zu Enalapril und Lisinopril (ACERBON, CORIC) die ausgeprägtere Gefahr anhaltender Hypotonien bestehen, die insbesondere unter Praxisbedingungen bei älteren Patienten die Gefahr von kardialen (Myokardinfarkte) und zerebralen Mangeldurchblutungen (Insulte) während der nächtlichen Ruhephase erhöhen könnte.

Anstiege der Retentionswerte sind besonders bei Herzinsuffizienz, Volumenmangel oder gleichzeitiger Diuretika-Therapie zu befürchten. In diesen Situationen sollte mit 1,25 mg pro Tag begonnen werden. Akutes Nierenversagen kann bei doppelseitiger Nierenarterienstenose oder bei anatomischer oder funktioneller Einzelniere auftreten.

Die Gefahr einer Hyperkaliämie besteht vor allem bei gleichzeitiger Kaliumsubstitution, Therapie mit kaliumsparenden Diuretika oder Antiphlogistika. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist Ramipril wie alle ACE-Hemmer kontraindiziert.4 FAZIT: Ramipril (DELIX) ist ein typischer ACE-Hemmer mit mutmaßlich nachteiliger langer Wirkdauer.

Eine Zulassung besteht lediglich zur Behandlung des essentiellen Bluthochdrucks. Hier sollte es u.E. wie die übrigen ACE-Hemmer als Reservemittel betrachtet werden. Nach bisher noch vergleichsweise spärlichen und nicht vollständig veröffentlichten Daten senkt Ramipril zuverlässig den Blutdruck. Das Spektrum der Störeffekte ist für ACE-Hemmer typisch.

Die Häufigkeiten lassen sich bei dem geringeren Erprobungsgrad der Substanz nicht abschätzen. Wie für Lisinopril (ACERBON, CORIC) und Perindopril (COVERSUM) sehen wir auch in Ramipril keine Bereicherung der Therapie mit ACE- Hemmern. Mit dem kurzwirkenden Captopril (LOPIRIN, TENSOBON u.a.) und dem längerwirkenden Enalapril (PRES, XANEF) stehen zwei gut erprobte Mittel zur Verfügung.

Ist Ramipril gut für die Nieren?

Dosierung bei Niereninsuffizienz
Ramipril
Q 0 * 0.3
HWZ ** 15 h In der Literatur wird eine mittlere HWZ mit Werten zwischen 13 und 17 h aufgeführt. Eine initale HWZ von 3 h und eine terminale HWZ von 4-5 Tagen werden beobachtet.
Allgemeines In der Behandlung der Hypertonie wird generell eine Dosisanpassung von ACE-Hemmern bei Niereninsuffizienz empfohlen. Diese ist jedoch nicht in allen Indikationen sinnvoll. Höhere Dosierungen von ACE-Hemmern zeigten bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz einen nephroprotektiven Effekt. Für Ramipril wird bei einer Kreatinin-Clearance <60 ml/ min folgende Dosierung empfohlen: Die Anfangsdosis beträgt 1,25 mg Ramipril morgens. Die Erhaltungsdosis beträgt in der Regel 2,5 mg Ramipril pro Tag. Die Maximaldosis von 5 mg Ramipril pro Tag sollte nicht überschritten werden. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sind häufigere Kontrollen der Serum-Kalium-Konzentration erforderlich. Insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Risikopatienten (Patienten mit Niereninsuffizienz, vor allem bei gleichzeitiger Diuretika-Therapie) sind Kontrollen der Serumelektrolyt- und Serumkreatininkonzentrationen sowie des Blutbildes (besonders der Leukozytenzahl) kurzfristig angezeigt.
Aktive Metaboliten Die Muttersubstanz Ramipril ist inaktiv (Prodrug); die angegebenen Werte beziehen sich auf den aktiven Metaboliten Ramiprilat.
UAW an der Niere und Harnwegen Es können häufig Nierenfunktionsstörungen auftreten oder verstärkt werden, die sehr selten bis zum akuten Nierenversagen führen können. Gelegentlich tritt Proteinurie auf, teilweise mit gleichzeitiger Verschlechterung der Nierenfunktion. Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Systems besteht das Risiko, dass ein plötzlicher ausgeprägter Blutdruckabfall und eine Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund der ACE-Hemmung auftritt.
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Bei Niereninsuffizienz scheint das Risiko für eine ACE-Hemmer assoziierte Neutropenie / Agranulozytose erhöht zu sein, Die meisten Fälle sind unter Captopril beschrieben, aber auch für andere ACE-Hemmer liegen vereinzelte Fallberichte vor,
Studien bei Niereninsuffizienz In Dialysepatienten führte Ramipril 2.5 mg dreimal pro Woche zu ähnlichen Konzentrationen wie Ramipril 5 mg einmal pro Tag bei Nierengesunden sowie zu einer ensprechenden Hemmung des ACE, Ramipril ist nur in geringem Umfang dialysierbar,
Renale Kontraindikation Ramipril darf nicht angewendet werden bei beidseitiger Nierenarterienstenose (einseitig bei Einzelniere), Fix-Kombination mit Ramipril und Felodipin

Kreatinin-Clearance < 20 ml/min und Dialysepatienten.

Fix-Kombination mit Ramipril und Piretanid

Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und Dialysepatienten,

Zustand nach Nierentransplantation,

Nephropathie, die mit Steroiden, nichtsteroidalen Antiphlogistika, Immunmodulatoren und/oder zytotoxischen Substanzen behandelt wird.

Fix-Kombination mit Ramipril und Thiazid-Diuretikum

Kreatinin-Clearance < 30 ml/min.

* Q 0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion ** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion

/td>

Klinisches Management
Für diesen Arzneistoff kann eine Dosisreduktion (bzw. eine Verlängerung des Dosisintervalls) bei eingeschränkter Nierenfunktion nach dem Q 0 -Konzept berechnet werden. Bei einer möglichen Therapieanpassung muss jedoch unbedingt auch die klinische Situation des Patienten im Einzelfall berücksichtigt werden. Bei Kombinationspräparaten sind zusätzlich die Informationen des jeweiligen Herstellers zu beachten.
Referenzen
  1. Debusmann ER, et al. Influence of renal function on the pharmacokinetics of ramipril (HOE 498). Am J Cardiol 1987;59:70D-78D.
  2. Delix 2,5 mg Tabletten, Delix 5 mg Tabletten. Stand der Information: September 2010.
  3. Fillastre JP, Baguet JC, Dubois D, Vauquier J, Godin M, Legallicier B, Luus HG, de la Rey N, Carcone N, Genthon R. Kinetics, safety, and efficacy of ramipril after long-term administration in hemodialyzed patients. J Cardiovasc Pharmacol 1996;27:269-74.
  4. Aurell M, Delin K, Herlitz H, Ljungman S, Witte PU, Irmisch R. Pharmacokinetics and pharmacodynamics of ramipril in renal failure. Am J Cardiol 1987;59:65D-69D.
  5. Cooper RA. Captopril-associated neutropenia. Who is at risk? Arch Intern Med 1983;143:659-60.
  6. Weber MA. Safety issues during antihypertensive treatment with angiotensin converting enzyme inhibitors. Am J Med 1988;84:16-23.
  7. Elis A, Lishner M, Lang R, Ravid M. Agranulocytosis associated with enalapril. DICP 1991;25:461-2.
  8. Horowitz N, Molnar M, Levy Y, Pollack S. Ramipril-induced agranulocytosis confirmed by a lymphocyte cytotoxicity test. Am J Med Sci 2005;329:52-3.
  9. Clark D. Benazepril and agranulocytosis: a possible rare adverse reaction involving ACE inhibitors as a class. WHO Pharm Newsletter 2003;2:9.
  10. Fachinformation Delix 5 mg Tabletten (Stand 05.2019)
  11. Fachinformation Delmuno 5/5 mg Retardtabletten (Stand 05.2019)
  12. Fachinformation Ramiplus AL 2,5 mg/12,5 mg Tabletten (Stand 05.2019)
  13. Fachinformation Arelix ACE 5 mg/6 mg Tabletten (Stand 01.2020)
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Die Angaben sind nur zu Lehr- und Forschungszwecken und nicht für den klinischen Gebrauch konzipiert, eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail, Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 – 2023 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss, unsere Datenschutzerklärung und unser Impressum,
Letzte Aktualisierung: 18.01.2021

/td>

Wie viel mg Ramipril am Tag?

Anwendung – Ramipril ist rezeptpflichtig und als Tablette zu 1,25 mg, 2,5 mg, 5 mg, 7,5 mg und 10 mg verfügbar. Häufig ist es zusammen mit anderen Blutdrucksenkern Bestandteil von Kombinationspräparaten, beispielsweise mit Hydrochlorothiazid. Einzeldosis und Tageshöchstdosis.

Wann nimmt man Ramipril ein morgens oder abends?

Abendliche Einnahme wirksamer – Um Folgekrankheiten und Blutdruckspitzen zu vermeiden, ist bei die tägliche Tabletteneinnahme Pflicht. Weil morgens und nachmittags meist besonders hohe Werte gemessen werden, raten viele Ärzt*innen dazu, die morgens zu schlucken.

Der richtige Einnahmezeitpunkt von Hochdruckmedikamenten wird jedoch immer wieder diskutiert. Ob nun die Einnahme am Morgen oder am Abend besser ist, wollten spanischen Forscher*innen anhand einer Studie mit über 19 000 Hochdruckpatient*innen klären. Die Hälfte der Studienteilnehmer*innen wurde aufgefordert, ihren Blutdrucksenker abends einzunehmen, die andere Hälfte schluckte ihn nach dem Aufwachen.

Innerhalb der nächsten 6 Jahre prüften die Ärzt*innen mindestens einmal jährlich den Blutdruck mit einem Langzeitblutdruckmesser, der 48 Stunden am Körper getragen wurde. Dabei zeigte sich, dass die abendliche Einnahme den Blutdruck besser senkte, und zwar sowohl tagsüber als auch nachts.

Kann man blutdruckmittel auch wieder absetzen?

Experten-Antwort: – Wenn nach Einnahme blutdrucksenkender Medikamente der systolische (obere) Blutdruckwert unter 110 mmHg liegt, kann es zu Schwindel, Müdigkeit und Schlappheit kommen. Die Gabe von blutdrucksenkenden Medikamenten muss dann verringert oder das Medikament ganz abgesetzt werden.

Wie lange Ramipril nehmen?

Wie und bei welchen Beschwerden wird Ramipril angewendet? – Ramipril wird angewendet für:

Bluthochdruck unbekannter Ursache (essenzielle Hypertonie) Herzschwäche nach einem Herzinfarkt, um einem weiteren Infarkt vorzubeugen einem erhöhten Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt Nierenerkrankungen wie der diabetischen Nephropathie Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen (von Diabetikern und Nichtdiabetikern)

Der Wirkstoff steht in Form von Tabletten unterschiedlicher Stärke zur Verfügung, die der Patient unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnimmt – möglichst immer zur selbenTageszeit. Ramipril kann unabhängig von den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Zu Beginn der Behandlung nehmen Patienten eine niedrige Dosis (meist 2,5mg) ein, die Schritt für Schritt (einschleichend) erhöht wird, bis das Medikament optimal wirkt. Die Maximaldosis beträgt 10 mg pro Tag. Die genaue Dosierung richtet sich unter anderem danach, welche Erkrankung behandelt werden soll und wie hoch der Blutdruck ist.

Generell gilt:

bei Bluthochdruck : Die Anfangsdosis beträgt 1,25 bis 2,5 mg täglich und kann in zwei- bis vierwöchentlichen Abständen gesteigert werden. Eine regelmäßige Überwachung sollte durchgeführt werden. bei erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen : Die Anfangsdosis beträgt meist 2,5 mg Ramipril. Sie kann je nach dem nach ein bis zwei Wochen auf 5 mg, nach weiteren zwei bis drei Wochen auf 10 mg täglich erhöht werden. bei Nierenerkrankungen : Die Anfangsdosis beträgt 1,25 mg und kann schrittweise erst auf 2,5mg bis später auf 5 mg erhöht werden. Diabetiker mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten mit der Anfangsdosis 2,5 mg beginnen und ggf. wird diese auf bis zu 10 mg erhöht. bei Herzschwäche : Die Anfangsdosis beträgt 1,25 mg Ramipril. Sie kann alle ein bis zwei Wochen verdoppelt werden, bis die Höchstdosis von 10 mg erreicht ist. nach einem akuten Herzinfarkt : Die Anfangsdosis beträgt 2,5 mg und wird am vierten Tag auf 5 mg erhöht.

Wichtig ist, dass der Arzt die Dosisanpassung vornimmt. Er kann genau feststellen, welche Dosierung, für welche Erkrankung/Patienten richtig ist. Nicht eingenommen werden sollte Ramipril unter anderem:

wenn eine Allergie/Unverträglichkeit gegen den Wirkstoff vorliegt. Anzeichen hierfür sind Hautausschlag, Schluck- und Atembeschwerden, Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen oder Zunge. ein Angioödem (schwere allergische Reaktion) in der Vorgeschichte vorkam. Zu de Anzeichen gehören Juckreiz, Nesselausschlag, rote Flecken an den Händen, Füßen, Hals, Schwellungen im Hals-Rachenraum und den Augen, sowie Atem- und Schluckbeschwerden in der Schwangerschaft (insbesondere im zweiten und dritten Trimester) und Stillzeit nach einer Nierentransplantation wenn eine beidseitige Verengung der Nierenarterien (oder einseitiger Verengung, wenn nur eine Niere funktionstüchtig ist) vorliegt wenn ein primärer Hyperaldosteronismus, eine Erkrankung der Nebennieren, vorhanden ist von Personen, die sich einer Blutwäsche (Dialyse) unterziehen müssen bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion und gleichzeitiger Einnahme des Wirkstoffs Aliskiren wenn ein Arzneimittel mit Sacubitril/Valsartan eingenommen wird

Bei manchen Personengruppen muss der Arzt besonders vorsichtig sein. Dazu zählen zum Beispiel Patienten mit schweren Autoimmunerkrankungen oder mit bestimmten Lungenerkrankungen. Wichtig ist, dass der Arzt weiß, welche Arzneimittel zusätzlich eingenommen werden.

Kann Ramipril wieder abgesetzt werden?

Warnhinweis Wenn bei Ihnen eine Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem) während der Behandlung auftritt, muss Ramipril STADA® 5 mg sofort abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden. Dies kann mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge verlaufen.

Ist Ramipril gut für die Nieren?

Dosierung bei Niereninsuffizienz
Ramipril
Q 0 * 0.3
HWZ ** 15 h In der Literatur wird eine mittlere HWZ mit Werten zwischen 13 und 17 h aufgeführt. Eine initale HWZ von 3 h und eine terminale HWZ von 4-5 Tagen werden beobachtet.
Allgemeines In der Behandlung der Hypertonie wird generell eine Dosisanpassung von ACE-Hemmern bei Niereninsuffizienz empfohlen. Diese ist jedoch nicht in allen Indikationen sinnvoll. Höhere Dosierungen von ACE-Hemmern zeigten bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz einen nephroprotektiven Effekt. Für Ramipril wird bei einer Kreatinin-Clearance <60 ml/ min folgende Dosierung empfohlen: Die Anfangsdosis beträgt 1,25 mg Ramipril morgens. Die Erhaltungsdosis beträgt in der Regel 2,5 mg Ramipril pro Tag. Die Maximaldosis von 5 mg Ramipril pro Tag sollte nicht überschritten werden. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sind häufigere Kontrollen der Serum-Kalium-Konzentration erforderlich. Insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Risikopatienten (Patienten mit Niereninsuffizienz, vor allem bei gleichzeitiger Diuretika-Therapie) sind Kontrollen der Serumelektrolyt- und Serumkreatininkonzentrationen sowie des Blutbildes (besonders der Leukozytenzahl) kurzfristig angezeigt.
Aktive Metaboliten Die Muttersubstanz Ramipril ist inaktiv (Prodrug); die angegebenen Werte beziehen sich auf den aktiven Metaboliten Ramiprilat.
UAW an der Niere und Harnwegen Es können häufig Nierenfunktionsstörungen auftreten oder verstärkt werden, die sehr selten bis zum akuten Nierenversagen führen können. Gelegentlich tritt Proteinurie auf, teilweise mit gleichzeitiger Verschlechterung der Nierenfunktion. Bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Systems besteht das Risiko, dass ein plötzlicher ausgeprägter Blutdruckabfall und eine Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund der ACE-Hemmung auftritt.
UAW bei niereninsuffizienten Patienten Bei Niereninsuffizienz scheint das Risiko für eine ACE-Hemmer assoziierte Neutropenie / Agranulozytose erhöht zu sein, Die meisten Fälle sind unter Captopril beschrieben, aber auch für andere ACE-Hemmer liegen vereinzelte Fallberichte vor,
Studien bei Niereninsuffizienz In Dialysepatienten führte Ramipril 2.5 mg dreimal pro Woche zu ähnlichen Konzentrationen wie Ramipril 5 mg einmal pro Tag bei Nierengesunden sowie zu einer ensprechenden Hemmung des ACE, Ramipril ist nur in geringem Umfang dialysierbar,
Renale Kontraindikation Ramipril darf nicht angewendet werden bei beidseitiger Nierenarterienstenose (einseitig bei Einzelniere), Fix-Kombination mit Ramipril und Felodipin

Kreatinin-Clearance < 20 ml/min und Dialysepatienten.

Fix-Kombination mit Ramipril und Piretanid

Kreatinin-Clearance < 30 ml/min und Dialysepatienten,

Zustand nach Nierentransplantation,

Nephropathie, die mit Steroiden, nichtsteroidalen Antiphlogistika, Immunmodulatoren und/oder zytotoxischen Substanzen behandelt wird.

Fix-Kombination mit Ramipril und Thiazid-Diuretikum

Kreatinin-Clearance < 30 ml/min.

* Q 0 = Extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion ** HWZ = Dominante Eliminationshalbwertszeit bei normaler Nierenfunktion

/td>

Klinisches Management
Für diesen Arzneistoff kann eine Dosisreduktion (bzw. eine Verlängerung des Dosisintervalls) bei eingeschränkter Nierenfunktion nach dem Q 0 -Konzept berechnet werden. Bei einer möglichen Therapieanpassung muss jedoch unbedingt auch die klinische Situation des Patienten im Einzelfall berücksichtigt werden. Bei Kombinationspräparaten sind zusätzlich die Informationen des jeweiligen Herstellers zu beachten.
Referenzen
  1. Debusmann ER, et al. Influence of renal function on the pharmacokinetics of ramipril (HOE 498). Am J Cardiol 1987;59:70D-78D.
  2. Delix 2,5 mg Tabletten, Delix 5 mg Tabletten. Stand der Information: September 2010.
  3. Fillastre JP, Baguet JC, Dubois D, Vauquier J, Godin M, Legallicier B, Luus HG, de la Rey N, Carcone N, Genthon R. Kinetics, safety, and efficacy of ramipril after long-term administration in hemodialyzed patients. J Cardiovasc Pharmacol 1996;27:269-74.
  4. Aurell M, Delin K, Herlitz H, Ljungman S, Witte PU, Irmisch R. Pharmacokinetics and pharmacodynamics of ramipril in renal failure. Am J Cardiol 1987;59:65D-69D.
  5. Cooper RA. Captopril-associated neutropenia. Who is at risk? Arch Intern Med 1983;143:659-60.
  6. Weber MA. Safety issues during antihypertensive treatment with angiotensin converting enzyme inhibitors. Am J Med 1988;84:16-23.
  7. Elis A, Lishner M, Lang R, Ravid M. Agranulocytosis associated with enalapril. DICP 1991;25:461-2.
  8. Horowitz N, Molnar M, Levy Y, Pollack S. Ramipril-induced agranulocytosis confirmed by a lymphocyte cytotoxicity test. Am J Med Sci 2005;329:52-3.
  9. Clark D. Benazepril and agranulocytosis: a possible rare adverse reaction involving ACE inhibitors as a class. WHO Pharm Newsletter 2003;2:9.
  10. Fachinformation Delix 5 mg Tabletten (Stand 05.2019)
  11. Fachinformation Delmuno 5/5 mg Retardtabletten (Stand 05.2019)
  12. Fachinformation Ramiplus AL 2,5 mg/12,5 mg Tabletten (Stand 05.2019)
  13. Fachinformation Arelix ACE 5 mg/6 mg Tabletten (Stand 01.2020)
Alle Angaben richten sich ausschließlich an Ärzte, Zahnärzte und Apotheker und sind anhand der zitierten Quellen erstellt. Die Angaben sind nur zu Lehr- und Forschungszwecken und nicht für den klinischen Gebrauch konzipiert, eine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Haftungsansprüche jeglicher Art aus den gemachten Angaben sind ausgeschlossen. Für Hinweise und Anregungen senden Sie uns bitte eine E-Mail, Patientenindividuelle Anfragen können leider nicht beantwortet werden.
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 1998 – 2023 Abt. Klinische Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie, Universitätsklinikum Heidelberg. Bitte beachten Sie unseren Haftungsausschluss, unsere Datenschutzerklärung und unser Impressum,
Letzte Aktualisierung: 18.01.2021

/td>