Welche Seite Ist Der Blinddarm?

Welche Seite Ist Der Blinddarm
Blinddarm und Wurmfortsatz befinden sich unterhalb des Bauchnabels im rechten Unterbauch.

Wo tut es weh wenn es der Blinddarm ist?

Häufige Beschwerden bei einer Blinddarmentzündung sind: Bauchschmerzen – vor allem im rechten Unterbauch, zu Beginn aber auch häufig im Oberbauch oder um den Nabel herum.

Wie kann ich testen ob es der Blinddarm ist?

Gibt es für Blinddarmentzündungen einen bestimmten Test? – Bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung können Betroffene zum Selbsttest den rechten Unterbauch abtasten. Schmerzt das, sollte man zur weiteren Abklärung unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt auch für Schmerzen, die beim Anwinkeln des rechten Beines oder bei Bewegung entstehen.

Wie fühlt sich ein Blinddarm Schmerz an?

Blinddarmentzündung – Symptome – Bei einer Blinddarmentzündung leiden Betroffene unter Schmerzen im rechten Unterbauch, häufig begleitet von Appetitlosigkeit, Übelkeit und Fieber, Zur Vermeidung eines lebensbedrohlichen Darmdurchbruchs ist eine Operation nur in seltenen Fällen vermeidbar.

Anfangs zeigen sich bei einem entzündeten Blinddarm eher unspezifische Beschwerden, die auch bei anderen Erkrankungen auftreten können. Das sind unter anderem stechende oder ziehende Schmerzen im Oberbauch oder auf Höhe des Bauchnabels. Häufig fühlt sich das für Betroffene nach Magenbeschwerden an. Allerdings kommen bei der Appendizitis im Laufe der nächsten Stunden weitere Symptome dazu.

In der folgenden Akutphase wandern die Schmerzen in den rechten Unterbauch und werden stärker. Bei einigen Menschen strahlt der Schmerz dann auch in den linken Unterbauch oder in den gesamten Bauchraum aus. Da die Lage des Wurmfortsatzes bei jedem Mensch ein wenig anders ist, zeigen sich die Schmerzen auch an leicht variierenden Körperstellen.

  • In der Akutphase der Blinddarmentzündung kommt es zu heftigeren Schmerzen.
  • Die machen sich insbesondere beim Laufen plötzlich bemerkbar.
  • So kann oft das rechte Bein nicht mehr schmerzfrei angehoben werden.
  • Betroffene ziehen das Bein beim Gehen daher an und verfallen in ein Schonhinken (storchartiger Gang).

Bei der ärztlichen Untersuchung mit Verdacht auf eine Appendizitis wird aus diesem Grund immer geprüft, ob der Patient auf einem Bein schmerzfrei hüpfen kann. Die akute Phase einer Blinddarmentzündung stellt sich zudem mit Fieber bis zu 39 Grad dar, mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung sowie einer belegten Zunge.

Kann der Blinddarm auch auf der linken Seite sein?

Die Schmerzen erinnern an eine Blinddarmentzündung. Wenn sie aber im linken statt im rechten Unterbauch auftreten, könnte eine so genannte Divertikulitis dahinter stecken.

Wie lange kann man überleben wenn der Blinddarm geplatzt ist?

Aufenthaltsdauer – Bei unkomplizierter Blinddarmoperation ist mit einem Spitalaufenthalt von ca. zwei Tagen und einer Arbeitsunfähigkeit von ca. einer Woche zu rechnen. Dies hängt stark vom Entzündungsgrad des Blinddarmes ab. Ist dieser schon geplatzt, kann sich der Spitalaufenthalt um einige Tage verlängern und eine Antibiotikatherapie über mehrere Tage notwendig sein, sowie mögliche weitere Interventionen.

Wie lange dauert es bis zu einem Blinddarmdurchbruch?

Welche Behandlungsmöglichkeiten einer Blinddarmentzündung gibt es? – In der Regel wird bei einer Blinddarmentzündung der entzündete Wurmfortsatz operativ entfernt. Zwischen der Diagnosestellung und der Operation sollten weniger als sechs Stunden liegen.

  1. Vergeht mehr Zeit, wird ein Blinddarmdurchbruch wahrscheinlicher.24 Stunden nach der Diagnosestellung kommt es bei zehn bis 30 von 100 Patienten zu einem Durchbruch.
  2. Bei älteren Menschen und Kleinkindern unter zwei Jahren ist die Gefahr besonders groß.
  3. Ein entzündeter Wurmfortsatz wird durch eine Bauch-Operation entfernt.

Dafür stehen grundsätzlich zwei Verfahren zur Verfügung: die Schlüsselloch-Operation (Laparoskopische Appendektomie) und die offene Operation (Offene Appendektomie). Bei der Schlüsselloch-Operation macht der Chirurg/die Chirurgin drei kleine Einschnitte in die Bauchdecke und holt mit stabförmigen Instrumenten den Wurmfortsatz heraus.

Eine in das Instrument eingelassene Mini-Kamera ermöglicht dabei die Sicht in das Körperinnere. Bei der klassischen offenen Operation wird ein größerer Schnitt in die Bauchdecke gemacht und bei direkter Sicht auf den betroffenen Darmabschnitt der Wurmfortsatz entfernt. Üblicherweise wird heute die Schlüsselloch-Operation als Standardverfahren angewendet.

Im Vergleich zur offenen Operation verursacht sie weniger Schmerzen nach dem Eingriff, die Wunde entzündet sich seltener, es bleiben kaum Narben zurück und die Patienten können das Krankenhaus früher wieder verlassen. Wichtig ist, dass der Chirurg oder die Chirurgin mit dieser Methode gut vertraut ist.

Kann eine Blinddarmentzündung von selbst heilen?

Wie lange dauert eine Blinddarmreizung? – Eine akute Blinddarmreizung dauert oft nur wenige Tage – die zweifellos unangenehm werden, da sich die Beschwerden in den ersten Tagen oft verschlimmern. Manchmal steigert sich eine Reizung zu einer Entzündung, die dann behandelt werden muss.

Was beruhigt den Blinddarm?

Ohne Behandlung wird es lebensgefährlich – Thomas Wilhelm, Chefarzt der Allgemein-, Gefäß- und Visceralchirurgie am St. Vinzenz-Hospital in Köln warnt: „Unbehandelt können lebensbedrohliche Folgen auftreten.» Darum sollten Sie auf diese Symptome achten: 1.

2. Übelkeit3. Fieber4. Erbrechen5. Appetitlosigkeit

Der Darm – Ratgeber (Anzeige) Wer einen Verdacht auf Appendizitis hat, sollte direkt zum Arzt gehen. Handelt es sich lediglich um eine leichte Entzündung, genügen unter Umständen leichte Kost, viel Tee trinken und sich ausruhen. Bei einer akuten Entzündung muss der Wurmfortsatz möglichst schnell entfernt werden, sagt der Experte.

In welchem Alter bekommt man eine Blinddarmentzündung?

Die akute Blinddarmentzündung gehört zu den häufigsten akuten Erkrankungen des Bauchraumes. Der Fachbegriff lautet Appendizitis. Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber sind mögliche Anzeichen. Eine Blinddarmentzündung kann in jedem Alter auftreten. Besonders häufig betroffen sind Kinder und Jugendliche zwischen sechs und zwölf Jahren.

Die Behandlung besteht in der operativen Entfernung des entzündeten Darmabschnittes. Die Operation gehört zu den häufigsten Eingriffen überhaupt. Ohne Behandlung sind gefährliche Komplikationen möglich: Es kann sich ein Eiterherd – ein sogenannter Abszess – bilden, oder die Entzündung breitet sich in der Bauchhöhle aus.

Eine frühzeitige Diagnose ist daher wichtig.

Was kann man mit Blinddarmentzündung verwechseln?

Hämorrhagische Cholezystitis oft als Appendizitis fehlgedeutet. Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Obstipation – hinter diesen Symptomen kann eine hämorrhagische Cholezystitis stecken.

Kann man durch Stress eine Blinddarmentzündung bekommen?

Kann man durch Stress eine Blinddarmentzündung bekommen? – Weitere Untersuchungen – Bei Kindern, schwangeren Frauen und älteren Menschen ist die Diagnose Blinddarmentzündung oft schwieriger, da die Symptome nicht immer eindeutig sind. Dann ist eine Urinuntersuchung sinnvoll, um Erkrankungen von Nieren und Harnwegen als Ursache der Beschwerden auszuschließen.

  • Auch bildgebende Verfahren helfen bei unklarer Diagnose weiter, um eine Blinddarmentzündung zu erkennen: Im (Sonografie) zeigt sich eine Blinddarmentzündung als Schatten im Bild.
  • Die Sonografie alleine reicht aber nicht, um eine Appendizitis sicher auszuschließen.
  • In komplizierten Fällen, in denen die Symptome nicht eindeutig zuzuordnen sind und zudem mit Komplikationen zu rechnen ist, ist manchmal eine ratsam.

Gynäkologische Erkrankungen wie Eierstock- oder Eileiterentzündung rufen zum Teil ähnliche Symptome wie eine Blinddarmentzündung hervor. Deshalb ist bei Frauen mit Verdacht auf eine Appendizitis eine gynäkologische Untersuchung ratsam. Letzte Gewissheit bei unsicherer Appendizitis-Diagnose bringt aber nur eine Bauchspiegelung (Laparoskopie): Der Blick ins Innere des Bauchraums lässt den Arzt eindeutig erkennen, ob eine Blinddarmentzündung vorliegt oder nicht.

Wenn ja, lässt sich das entzündete Gewebe im Rahmen der Bauchspiegelung auch gleich entfernen (laparoskopische ). Eine Entzündung des Wurmfortsatzes (Blinddarmentzündung) entsteht meist dadurch, dass die Verbindung zwischen Blinddarm und Wurmfortsatz verstopft. Dieser Verschluss entsteht zum Beispiel durch Kotsteine (verhärteter Kot), seltener durch Fremdkörper wie Kirsch- oder Melonenkerne.

Dann stauen sich Sekrete im Appendix, wodurch sich Dickdarm-Bakterien dort gut vermehren und die Entzündung auslösen. Auch wenn der Wurmfortsatz ungünstig liegt und beispielsweise abknickt, stauen sich Sekrete darin unter Umständen an und rufen eine Entzündung hervor.

  • Nur sehr selten sind Tumoren oder Darmwürmer für eine Blinddarmentzündung verantwortlich.
  • Faktoren wie Stress spielen bei einer Blinddarmentzündung normalerweise keine Rolle.
  • Manchmal begleitet die Appendizitis chronisch-entzündliche-Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).
  • Die Entzündung breitet sich in diesen Fällen vom Ursprungsort (primären Entzündungsherd) auf den Wurmfortsatz aus.

Auch bakterielle Infektionen kommen als Ursache einer Appendizitis infrage. Sie betreffen verschiedene Darmabschnitte, darunter auch den Appendix. Zur Behandlung einer Blinddarmentzündung ist in der Regel eine Operation erforderlich: Dabei entfernt der Chirurg den entzündeten Wurmfortsatz ( Appendektomie ).

  1. Mediziner behandeln eine Blinddarmentzündung heute nur noch selten ohne Operation, also alleine durch Verzicht auf Nahrung, Bettruhe und Antibiotika.
  2. Neuere Studien zeigen aber, dass bei einer leichten, unkomplizierten Appendizitis unter Umständen zunächst eine Antibiotikatherapie unter stationärer Überwachung möglich ist.

Allerdings kommt es danach häufiger zu Rückfällen und die Operation gilt deshalb weiterhin als wirksamere Therapie. Für die Blinddarm-Operation stehen zwei Methoden zur Verfügung: die klassische Appendektomie mit einem großen Bauchschnitt () und die minimalinvasive (laparoskopische) Methode.

Beide finden unter Vollnarkose statt und dauern etwa 20 Minuten. Meist erfolgt die Operation schon frühzeitig im akuten Stadium, in der Regel innerhalb von zwölf bis 24 Stunden nach Diagnosestellung. Hingegen ist bei einem komplizierten Verlauf mit Perforation eine sofortige Operation erforderlich. In der Regel erhalten Betroffene ab dem Zeitpunkt der Diagnose und während der Operation vorbeugend Antibiotika.

Bei einer unkomplizierten Appendizitis ist es nicht erforderlich, diese nach der Operation fortzusetzen. Unbedingt erforderlich ist eine fortgesetzte Antibiotika-Behandlung hingegen, wenn der Blinddarm bereits perforiert ist.

Wie habt ihr eure Blinddarmentzündung gemerkt?

Wie habt ihr eure Blinddarmentzündung gemerkt? – Wie lässt sich eine Blinddarmentzündung erkennen? – Erste Anzeichen einer Blinddarmentzündung sind Schmerzen um den Bauchnabel herum oder in der Magengegend. Nach wenigen Stunden verlagern sie sich in den rechten Unterbauch und Betroffene leiden an Appetitlosigkeit, Übelkeit und Fieber.

  1. Die Bauchdecke ist stark angespannt und bereits leichte Berührungen verstärken die Beschwerden.
  2. Es kann zusätzlich zu einer eingeschränkten Darmtätigkeit kommen.
  3. Jedoch lassen sich diese typischen Symptome nicht immer erkennen.
  4. Inder leiden meist an deutlich stärkeren Bauchschmerzen als Erwachsene.
  5. Mädchen und Frauen sollten im Zweifelsfall auch eine gynäkologische Untersuchung erhalten.

Denn Entzündungen der Eierstöcke oder eine Eileiterschwangerschaft können ähnliche Bauchschmerzen verursachen. – Bei Schwangeren kann sich der Schmerz eher im rechten Ober- und Mittelbauch zeigen. Auch Rückenschmerzen sind möglich.

Was ist wenn die linke Bauchseite weh tut?

– Ballaststoffreiche Ernährung und viel trinken helfen bei einer,, die denen einer Blinddarmentzündung ähneln, jedoch auf der linken Seite des Unterbauches auftreten, können auf eine so genannte Divertikulose hindeuten. Bei dieser Krankheit kommt es zu Ausstülpungen des Dünndarms und des Dickdarms.

  1. Besonders ab dem 40.
  2. Lebensjahr ist eine Divertikulose eine häufige Erkrankung.
  3. Weitere Anzeichen einer Divertikulose sind Verstopfungen mit kleinen, festen Kotklumpen sowie Durchfälle.
  4. Eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend trinken ist wichtig, um diesen Beschwerden entgegenzuwirken», rät Prof.
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Richard Raedsch vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Die Entstehung von Divertikeln ist die Folge einer ballaststoffarmen Ernährung. „Durch die faserarme Kost wird der hart und fest, was den Druck im Inneren des Darms erhöht. Zusammen mit einer Bindegewebsschwäche, die mit zunehmendem Alter häufiger auftritt, bewirkt dieser erhöhte Druck, dass sich die Darmschleimhaut durch Schwachstellen in der Muskelschicht des Darms nach außen wölbt», erklärt Prof.

  1. Raedsch. „Oftmals werden die zufällig, zum Beispiel im Rahmen einer Darmspiegelung zur Krebsfrüherkennung, festgestellt.» Oftmals verursachen Divertikel keine Beschwerden und müssen daher nicht behandelt werden.
  2. Bleiben jedoch Stuhlreste in den Divertikeln zurück, können sich diese entzünden und es kommt zu einer,

Die entzündeten Divertikel können platzen und zu einer Entzündung des Bauchfells führen», warnt Prof. Raesch. „Auch Blutungen aus den Divertikeln können Folge einer Divertikulose sein. Ob und wann aus einer Divertikulose eine Divertikulitis entsteht, lässt sich jedoch weder aus der Anzahl der Divertikel, noch aus ihrer Größe vorhersagen.» Menschen mit einer Divertikulose sollten sich ballaststoffreich ernähren, damit der Stuhl weich wird und der Druck im Inneren des Darms sinkt.

„So lässt sich verhindern, dass sich weitere Ausstülpungen bilden und dass sich Kot in den Divertikeln festsetzt. Bei einer ballaststoffreichen Ernährung ist es wichtig, viel zu trinken, am besten 1,5 bis 2 Liter pro Tag», empfiehlt der Gastroenterologe. „Eine Entzündung der Divertikel muss allerdings mit einem Antibiotikum behandelt werden.

Wiederholen sich solche Entzündungen kann es notwendig sein, die betroffenen Darmabschnitte operativ zu entfernen.» Die Divertikulose ist eine der häufigsten Erkrankungen älterer Menschen in den Industrieländern. Die Gefahr zu erkranken steigt mit dem Alter: Menschen unter 40 Jahren bekommen selten Divertikel.

Was ist auf der linken Seite im Bauch?

Innere Medizin Sie ist wichtig zur Verwertung von Nahrungsbestandteilen, die aus dem Darm aufgenommen werden, zur Produktion von Eiweissen und Abbau bzw. Ausscheidung von Stoffwechselprodukten in der Galle. Auf der linken Seite im Oberbauch befindet sich die Milz, ein Organ das ua.

  1. Zur Infektabwehr und Aussonderung von alten Blutkörperchen wichtig ist.
  2. Der Magen liegt in der Mitte des Oberbauchs.
  3. Etwas weiter unten oberhalb des Nabels liegt die Bauchspeicheldrüse, ein Organ, das einerseits zur Produktion von Verdauungssäften und andererseits zur Insulinproduktion und damit Kontrolle des Blutzuckers beiträgt.

Vor der Wirbelsäule verlaufen die grossen Gefässe wie Aorta und untere Hohlvene, in der Nähe befinden sich auch Lymphknoten. Bds im Lendenbereich befinden sich die Nieren, die den Urin über die Harnleiter in die Blase ableiten. Am Nierenoberpol liegen bds.

Die Nebennieren, hormonaktive Organe. Am Blasenausgang liegt beim Mann die Prostata und bei den Frauen hinter der Blase der Uterus, die Ovarien und die Vagina. Im Mittel- und Unterbauch ist schliesslich der Darm (Dünndarm und rahmenartig um den Bauch der Dickdarm), auf der rechten Seite im Unterbauch der sog.

Blinddarm oder Appendix, der bei Entzündung zur akuten Appendicitis führen kann. Alle diese Organe können erkranken, sei es entzündlich, durch schädigende Noxen oder tumorös. Eine Aufreihung von Erkankungen würde hier zu weit führen. Nebst der genauen Anamnese und Untersuchung von aussen führt oftmals der Ultraschall des Abdomens zur Diagnose bzw.

Sind Schmerzen im linken Unterbauch gefährlich?

Synonym: Divertikelkrankheit, Linksappendizitis Divertikel, kleine Ausstülpungen der Darmschleimhaut, sind meist harmlos. Wenn sie sich jedoch entzünden, führt das oft zu dumpfen Schmerzen im linken Unterbauch. Diese Entzündung heisst Divertikulitis oder – wegen der Stelle der Schmerzen – auch Linksappendizitis.

Vor allem bei älteren Menschen sind Darmdivertikel häufig. Ungefähr ein Drittel der 60-Jährigen haben welche, die meisten Betroffenen sind aber beschwerdefrei. Nur bei ungefähr zwei von zehn Betroffenen entzünden sich die Divertikel. Warum sich wann welche Divertikel entzünden, ist noch nicht geklärt. Haben Sie dumpfe Schmerzen im linken Unterbauch? Solche Symptome können auf eine Divertikulitis hindeuten.

Im Allgemeinen sind Divertikel harmlos, egal, ob jemand nur ein Divertikel oder mehrere hat ( Divertikulose ). Bei acht von zehn Betroffenen verursachen die Ausstülpungen keine Beschwerden (asymptomatische Divertikulose). Entzünden sich die Divertikel aber, treten die Schmerzen meist links auf.

Gleichmässige und dumpfe Bauchschmerzen im linken Unterbauch (Linksappendizitis, Sigma-Divertikulitis), aber auch im gesamten linken Bauchbereich; selten rechts Verbesserung der Schmerzen nach dem Stuhlgang oder nach Abgang von Darmgasen Verhärtung im Bauchraum, die auf Berührung oder Druck schmerzt Unangenehmer, eventuell auch schmerzhafter Stuhldrang Darmbeschwerden wie Verstopfung, Blähungen, Durchfall Eiter, Schleim oder Blut im Stuhl Übelkeit und Erbrechen Fieber und Abgeschlagenheit Untypische Beschwerden wie vermehrter Harndrang oder Probleme beim Wasserlassen, wenn die Entzündung auf die Harnblase übergegriffen hat

Ist die Entzündung auf einzelne Divertikel beschränkt, sprechen die Mediziner von einer Peridivertikulitis. Breitet sie sich auf grössere Bereiche des Darms aus, heisst sie Perikolitis. Weiter teilen die Fachleute Divertikulitis in drei Stadien ein.

Stadium 0: Der Betroffene hat Divertikel, die aber keine Beschwerden verursachen. Stadium I: Wenn die Divertikel zwar entzündet sind, die Entzündung aber auf die Darmwand beschränkt bleibt, sprechen Ärzte von einer akuten unkomplizierten Divertikulitis. Eine konservative Behandlung ist möglich, auf eine Operation kann verzichtet werden. Stadium II: Bei einer akuten komplizierten Divertikulitis hat sich die Entzündung über die Darmwand ausgebreitet (II a: ausgedehnte Umgebungsentzündung, II b: gedeckter Durchbruch, II c: freier Darmdurchbruch). Eventuell kommen weitere Symptome dazu wie Abszesse, Fisteln, ein Darmverschluss oder ein Loch in der Darmwand (Perforation). Meist ist im Stadium II eine Operation nötig, um den Krankheitsverlauf zu stoppen. Stadium III: Eine Divertikulitis, die immer wiederkehrt, heisst chronisch rezidivierend. Dabei kann die Darmwand verdickt sein, oder der Darminnenraum ist verengt (Stenose). Eventuell haben sich auch röhrenförmige Verbindungen (Fisteln) zwischen Darm und anderen Organen gebildet (Blase, Vagina). Die Betroffenen leiden unter wiederkehrenden Schmerzen, Verstopfung und möglicherweise Beschwerden an den angrenzenden Organen.

Die richtige Therapie für eine Divertikulitis hängt davon ab, wie stark die Entzündung ist und welche Teile von Darm und Umgebung in Mitleidenschaft gezogen sind. Eine akute unkomplizierte Divertikelkrankheit braucht keine spezielle Therapie, meist hilft fasten und viel trinken.

Hat man bei einer Blinddarmentzündung Hunger?

Die Diagnose Blinddarmentzündung – Mediziner sprechen von Appendizitis – wird jedes Jahr etwa 80.000 Mal gestellt. Das lebenslange Risiko für eine Entzündung des Wurmfortsatzes liegt bei etwas über sieben Prozent. Man kann den Blinddarm also durchaus als Problemorgan bezeichnen.

PD Dr. Kay-Rüdiger Kohlhaw, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, MIC- und Gefäßchirurgie an den Sana Kliniken Leipziger Land in Borna, erklärt, wie man die Erkrankung erkennt, welche Rolle die Ernährung spielt und wie gegebenenfalls behandelt wird. Die meisten Laien halten den Blinddarm für ein überflüssiges Organ, das keinerlei Funktion mehr hat.

Stimmt das denn? Nein, natürlich nicht. Der im Volksmund „Blinddarm» genannte Wurmfortsatz – lateinisch Appendix – hat schon seine Funktionen. Er besteht zu einem großen Teil aus lymphatischem Gewebe und in der Kindheit hat er einen wichtigen Anteil an der Ausbildung des Immunsystems.

Außerdem wird vermutet, dass er eine Art Reservoir für die Darmflora ist, aus dem Ersatz für verlorengegangene Darmbakterien kommt – zum Beispiel nach einer Durchfallerkrankung. Ein Leben ohne Blinddarm ist also kompliziert? Auch hier ein Nein. Nach einer Blinddarm-OP kommt es – wenn sie gut verlaufen ist – zu keinen Einschränkungen.

Augenscheinlich kann der Körper den Verlust des Blinddarms gut kompensieren. Warum entzündet er sich? Die häufigste Ursache ist ein Sekretstau, weil sich Stuhl im Eingang des Wurmfortsatzes festgesetzt hat. Das ist dann ein schicksalhaft fruchtbarer Nährboden für Bakterien, die schließlich eine Entzündung herbeiführen können.

Hat das auch mit einer mangelhaften Ernährung zu tun? Auch wenn eine gute, ausgewogene Ernährung viele Vorteile bietet und viele Erkrankungen verhindern hilft, lässt sich gerade eine Appendizitis nicht vermeiden, indem man besondere Ernährungsregeln einhält. Sie kommt eher schicksalhaft. Meist hört man ja von einer Blinddarmentzündung, wenn sie ein Kind befällt.

Ist sie typisch für das Kindesalter? Im Grunde kann sie jedes Alter treffen. Sie tritt zwar vermehrt bei jüngeren Menschen bis zum etwa 30. Lebensjahr auf, allerdings gibt es auch eine Häufung bei älteren Menschen, wir Mediziner sprechen dann von einer Altersappendizitis.

  • Welche Symptome deuten auf eine Blinddarmentzündung hin? Die Appendizits zeigt sich in den allermeisten Fällen durch Bauchschmerzen, die um den Bauchnabel herum beginnen und sich dann in den rechten Unterbauch verlagern.
  • Daneben können auch Symptome wie mangelnder Appetit, Übelkeit, Erbrechen und Fieber auftreten.

Aber sie sind eher unspezifisch, lassen sich auch bei vielen anderen Erkrankungen beobachten. Was kann der Arzt tun, um die Diagnose abzusichern? Die Diagnose wird zunächst klinisch und in der körperlichen Untersuchung gestellt. Denn es gibt drei charakteristische Druckpunkte im Bauchbereich, durch die sich die Schmerzen bei einer Appendizitis provozieren lassen.

Und es gibt auch das Phänomen des „Loslass-Schmerzes». So drückt man zum Beispiel mit der Hand links auf der Gegenseite des entzündeten Wurmfortsatzes, und löst anschließend die Hand schnell wieder vom Bauch. Wenn dann bei diesem Loslassen im rechten Unterbauch, also dort, wo der Blinddarm sitzt, Schmerzen auftreten oder der Schmerz sich steigert, gilt das als ein deutlicher Hinweis auf eine Appendizitis.

Warum? Weil es durch das rasche Loslassen zu einer plötzlichen Masseverlagerung des Darms kommt, die das Bauchfell um den entzündeten Wurmfortsatz reizt. Wenn also der Patient an den genannten Punkten reagiert, ist die Diagnose absolut sicher? Leider nicht.

  1. Die klinische Diagnose der Appendizitis ist manchmal schwierig.
  2. Daher sollte man auf jeden Fall noch Blut entnehmen, um es auf eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen und andere Entzündungszeichen zu untersuchen.
  3. Und eine Ultraschalluntersuchung gehört standardmäßig auch dazu.
  4. Wenn man dabei den Blinddarm sieht und dieser verdickt ist, liegt man mit der Diagnose Appendizitis in der Regel schon richtig.
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Für den Ultraschall sollte man als Arzt aber schon geübt sein. Muss im Falle des Falles immer operiert werden? Bei einer nicht sicheren Diagnose wird der weitere Verlauf zunächst abgewartet. Manchmal kommt es unter Antibiotika-Gabe zu einer Besserung der Symptomatik.

  • Vor allem bei Kindern kann auch eine unspezifische Entzündung der Lymphknoten des Bauchraumes die Symptomatik einer Appendizitis vortäuschen.
  • Ist die Diagnose jedoch sicher gestellt, kann zwar theoretisch auch eine Behandlung mit Antibiotika erfolgen, doch deren Erfolgschancen sind gering.
  • Bei einer akuten Entzündung sollte nach derzeitigem medizinischen Erkenntnisstand der Wurmfortsatz in der Regel immer möglichst schnell – innerhalb von sechs bis zwölf Stunden – entfernt werden.

Und was kann passieren, wenn man zu lange zögert? Dann kann der Appendix aufplatzen, sodass der Darminhalt samt seinen Bakterien ungehindert in den Bauchraum gelangt. Es kommt sofort zu einer Bauchfellentzündung, die zu Verklebungen im Bauchraum führen kann und letztendlich auch das operative Entfernen des Appendix erschwert.

Wie stark sind die Schmerzen bei einer Blinddarmentzündung?

Die Blinddarmentzündung (Appendizitis) ist eine Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix) des Blinddarms. Eine Blinddarmentzündung entwickelt sich meist akut innerhalb von ein paar Stunden und muss in der Regel rasch operiert werden. Chronische oder subakute Blinddarmentzündungen können auch mit Antibiotika behandelt werden.

Der Blinddarm liegt im rechten Unterbauch. Er bildet am Anfang des Dickdarms eine 6 bis 12 cm lange Darmschleife, die blind im sogenannten Wurmfortsatz (Appendix) endet. In diesem Wurmfortsatz können sich Speisereste oder Kotreste und Bakterien ansammeln. Dies begünstigt die Entstehung einer Entzündung.

Die Blinddarmentzündung gehört daher entsprechend zu den häufigsten Darmentzündungen. Sie kann im Prinzip in jedem Alter auftreten, wobei der Häufigkeitsgipfel in der Adoleszenz und im jungen Erwachsenenalter liegt. Meist findet sich keine konkrete Ursache, die als Auslöser der Blinddarmentzündung festgestellt werden kann.

Vermutet wird, dass irgendwelche Speisereste oder Stuhlpartikel den Wurmfortsatz verlegen. Gelegentlich werden Obstkerne wie Kirschkerne für die Verlegung des Wurmfortsatzes verantwortlich gemacht. Die akute Blinddarmentzündung beginnt in der Regel mit Unwohlsein und diffusen Bauchschmerzen. Die Schmerzen verlagern sich typischerweise rasch in den rechten Unterbauch und können sehr heftig werden.

Husten oder Anspannung der Bauchdecke verstärken die Schmerzen noch. Neben den Schmerzen können zudem Übelkeit, Verstopfung oder Fieber auftreten. Obwohl die Blinddarmentzündung meist akut auftritt, gibt es auch chronische Verläufe. Bei den chronischen Verläufen sind die Beschwerden weniger stark ausgeprägt und die Entzündung kann sich spontan wieder beruhigen.

Diagnostiziert wird die akute Blinddarmentzündung aufgrund der charakteristischen Beschwerden. Eine Blutuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung können zusätzliche Hinweise für eine Blinddarmentzündung liefern. Besteht eine genügend hohe Wahrscheinlichkeit für eine Blinddarmentzündung wird normalerweise rasch operiert.

Denn wird zu lange mit der Operation zugewartet, so besteht die Gefahr eines Durchbruchs der Entzündung mit Ausbildung einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung, Mehr zu der Operation bei Blinddarmentzündung erfahren Sie im Kapitel Blinddarmoperation,

Wie schnell verschlimmert sich Blinddarmentzündung?

Bauchschmerzen und Übelkeit können Erstsymptome einer Blinddarmentzündung sein. Eine Blinddarmentzündung betrifft den sogenannten Wurmfortsatz (Appendix), ein zirka 8-10 cm langes und 1 bis 1,5 cm im Durchmesser messendes Darmstück, das dem Blinddarm entspringt, einem Darmabschnitt im rechten Unterbauch am Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm.

Eine Blinddarmentzündung kann sich innerhalb kürzester Zeit verschlimmern: starke Schmerzen im rechten Unterbauch, Übelkeit und Fieber treten dann auf. Eine chirurgische Entfernung des entzündeten Darmgewebes ist unumgänglich, andernfalls würde der Wurmfortsatz anschwellen und platzen – eine bakterielle Blutvergiftung ( Sepsis ) kann die Folge sein.

Rund 8% der Bevölkerung erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Blinddarmentzündung. Grundsätzlich kann die Entzündung des Wurmfortsatzes in jedem Lebensabschnitt auftreten, gehäuft geschieht dies aber im Alter zwischen 10 und 30 Jahren. Die Entfernung des Wurmfortsatzes gehört zu den am häufigsten praktizierten Bauchoperationen und ist daher als Routineeingriff anzusehen.

Während des menschlichen Verdauungsprozesses werden die zerkleinerten und durch die Magensäure vorverdauten Speisen in verschiedenen Darmabschnitten verarbeitet. Erst werden den Lebensmitteln die Nährstoffe entzogen, die unser Körper braucht, später werden die übriggebliebenen Speisereste eingedickt und als Kot schließlich ausgeschieden.

Innerhalb dieses Prozesses ist es vollkommen normal, dass Teile des Stuhls immer wieder in den Wurmfortsatz dringen, für gewöhnlich werden sie aber nach kurzer Zeit zurück in den Blinddarm geführt. Der Grund einer Infektion des Wurmfortsatzes liegt meist in der Fehlfunktion dieser Rückführung aus dem Wurmfortsatz in den Rest des Darms.

  1. Entweder ist der Teil des Darms abgeknickt oder stark eingedickter Kot oder andere Fremdkörper wie zum Beispiel Kerne versperren den Durchgang.
  2. Durch diese Blockade bleiben die Verdauungsprodukte im Wurmfortsatz stecken, enthaltene Bakterien können sich ungehindert vermehren und somit eine Entzündung auslösen.

In seltenen Fällen löst sich das Problem von selbst, indem sich der Wurmfortsatz doch noch entleert und die Entzündung wieder abheilt. In den allermeisten Fällen äußert sich die Infektion aber in Form folgender Symptome:

Bauchschmerzen, die erst diffus sind, sich dann aber innerhalb weniger Stunden oft in den rechten Unterbauch verlagern Appetitlosigkeit Übelkeit bis hin zum Erbrechen Die Körpertemperatur gemessen unter der Achsel und rektal unterscheidet sich um etwa 1 °C

Da die Verdauungsprodukte viele Bakterien enthalten, schreitet die Entzündung in der Regel zügig voran (24-48 Stunden), die Darmwand wird dabei zunehmend geschädigt, der Wurmfortsatz schwillt an. Die Schmerzen, die anfangs noch diffus waren, treten in dieser Zeit vermehrt, teilweise auch krampfartig im rechten Unterbauch unterhalb des Nabels auf.

Häufig verschlimmern sie sich noch beim Husten, Gehen und wenn äußerlicher Druck auf die entsprechende Bauchregion ausgeübt wird. Schreitet die Infektion ungehindert voran, platzt der entzündete Darmabschnitt im schlimmsten Fall und der infektiöse Inhalt verteilt sich im gesamten Bauchraum. In diesem Fall spricht man von einem Blinddarmbruch bzw.

einer Perforation. Sollten die Bakterien nach einer solchen Perforation nicht schnellstmöglich in einer Notfallbehandlung eingedämmt werden, kommt es zu einer Bauchfellentzündung, einer für den Patienten lebensgefährlichen Infektion. Um diese Entwicklung bis hin zum Blinddarmbruch zu vermeiden, sollten Patienten zunehmende Schmerzen im rechten Unterbauch niemals auf die leichte Schulter nehmen und im Zweifelsfall beim Arzt oder Chirurgen vorstellig werden.

  • Der Arzt kann mithilfe verschiedener Druck- und Klopftechniken den Bauch äußerlich abtasten, um Hinweise auf eine Entzündung des Wurmfortsatzes zu erhalten.
  • Die Entzündungswerte im Blutbild sind meistens deutlich erhöht.
  • Häufig nutzt er außerdem ein Ultraschall-Gerät, um seine Diagnose abzusichern.
  • Besteht eine Entzündung, erscheint der betroffene Darmabschnitt auf dem Monitor durch eine angeschwollene Wand dicker als gewöhnlich.

Seltener nutzt der Arzt auch eine Computertomographie (CT), um eine eindeutige Diagnose zu erstellen. Frauen sollten darüber hinaus auch gynäkologisch untersucht werden, da eine Zyste oder eine Eileiterschwangerschaft ähnliche Symptome auslösen können.

  1. Eine eindeutige Diagnose ist bei Schwangeren und Senioren häufig schwieriger zu erstellen.
  2. Durch die Schwangerschaft sind die inneren Organe sowie auch der Wurmfortsatz in ihrer Lage leicht verschoben und daher schwieriger zu lokalisieren.
  3. Ältere Menschen reagieren auf die Symptome hingegen oft weniger, sodass die Entzündung bei diesen Personengruppen mitunter erst in einem späten Stadium erkannt wird, wodurch Perforationen mit der Gefahr einer Bauchfellentzündung wahrscheinlicher werden.

Der entzündete Darmabschnitt muss chirurgisch entfernt werden. Dies geschieht während einer rund 20-40- minütigen Operation unter Vollnarkose, Der Arzt kann bei der Behandlung zwischen 2 Operationsverfahren wählen.

Entweder entscheidet er sich für einen minimal-invasiven Eingriff. Das heißt, dass der Operateur 3 kleine Schnitte (1-2 cm) unterhalb des Bauchnabels im Unterbauch und auf Höhe der Schamhaare setzt, durch die er mithilfe feinster medizinischer Geräte operiert und den Eingriff mittels Kamera an einem Monitor durchführt. Oder er öffnet die Bauchdecke durch einen 2 bis 5 cm langen Schnitt und hat dann direkte Sicht auf den entzündeten Bereich. In allen Fällen können bei schwer fortgeschrittenen Entzündungen oder beim Blinddarmdurchbruch auch größere Schnitte notwendig werden. In vielen Fällen wird kurzfristig vor der Operation einmalig auch ein Antibiotikum verabreicht (Perioperative Antibiotikaprophylaxe). In schweren Fällen, insbesondere bei einer Bauchfellentzündung, wird die Antibiotikatherapie auch nach der Operation über mehrere Tage verabreicht.

Welches Verfahren (ob offen / konventionell oder laparoskopisch / Kameramethode) angewendet wird, wird der/die behandelnde Chirurg/in nach Analyse der Situation in Absprache mit dem Patienten entscheiden.

Ärztliche Abklärung : Treten mehrere Symptome auf, sollte der Betroffene schnell reagieren und einen Arzt aufsuchen, um ein Fortschreiten der Entzündung zu verhindern. Schonkost : Am Tag der Operation muss der frisch versorgte Darm geschont werden. Daher gibt es nur Tee zu trinken, auch am 2. und 3. Tag steht leichte Kost, häufig Zwieback und Suppe, auf dem Speiseplan. Körperliche Schonung : Nach 2 bis 5 Tagen kann der Patient das Krankenhaus in der Regel wieder verlassen, zirka 2 Wochen lang sollte er aber zu Hause bleiben und anstrengende körperliche Aktivitäten meiden. Bis zur vollständigen Heilung der Bauchwand können 3 Monate vergehen, in denen der Patient vor allem nach der offenen (konventionellen) Operationstechnik keine schweren Gegenstände heben sollte.

Wird Blinddarm sofort operiert?

Bei Blinddarmentzündung muss nicht immer operiert werden Bei dem Krankheitsbild, das allgemein als Blinddarmentzündung bezeichnet wird, handelt es sich grundsätzlich um eine Appendizitis, eine Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms, und nicht eine Entzündung des gesamten Blinddarms.

Eine tatsächliche Entzündung des Blinddarms (Typhlitis) stellt ein völlig anderes Krankheitsbild dar. Der Wurmfortsatz ist ein Anhängsel des Blinddarms, der sich entzünden kann, wenn sich Krankheitserreger dort einlagern. Das Hauptsymptom für die Appendizitis ist eine bestimmte Art von Bauchschmerzen, die im Bereich des Bauchnabels beginnen und sich nach einiger Zeit, meistens ein paar Stunden, in den Bereich des rechten Unterbauchs verlagern.

Dazu kommen Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Schreitet die Entzündung weiter fort, kann es außerdem zu einer Darmlähmung kommen. Das erste Problem, dass sich bei der Appendizitis stellt, ist die Diagnose. Die Symptome müssen nicht immer einen typischen Verlauf nehmen, das kann es schwierig machen, die Appendizitis gleich zu erkennen.

  • Außerdem können die Symptome bei Menschen im fortgeschrittenen Alter weniger deutlich ausgeprägt sein.
  • Besondere Schwierigkeiten ergeben sich bei Kindern, die am häufigsten von einer Entzündung des Wurmfortsatzes betroffen sind.
  • Die Symptome bei Kindern sind oft recht untypisch oder auch diffus, vor allem jüngere Kinder können ihre Beschwerden unter Umständen nicht genau beschreiben und gerade Bauchschmerzen können sehr viele unterschiedliche Ursachen haben.
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Deswegen kommen Kinder oft erst dann zum Arzt, wenn die Entzündung schon recht weit fortgeschritten ist. Im Gegensatz zu Erwachsenen bieten sich bei Kindern weniger Möglichkeiten der Diagnose. Bei Erwachsenen kann man durch eine Computertomografie feststellen, wie weit die Entzündung fortgeschritten ist.

Bei Kindern kommt diese Untersuchungsmethode jedoch nicht infrage. Da eine Appendizitis nicht ungefährlich ist und Komplikationen wie einen Durchbruch des Wurmfortsatzes oder auch eine Blutvergiftung nach sich ziehen kann, ist das Risiko einer Operation bei Kindern grundsätzlich geringer, als das Hinauszögern einer Operation.

Da sich bei Erwachsenen mehr Möglichkeiten bieten, genau zu diagnostizieren, wie weit die Entzündung fortgeschritten ist, kann es hier auch möglich sein, die Appendizitis durch Antibiotika und Bettruhe zu kurieren. Tatsächlich kann es aber auch bei Erwachsenen nötig sein, sofort zu operieren.

Grundsätzlich ist der Verlust des Wurmfortsatzes für den Körper zu verkraften. Tatsächlich kommt es vor, dass der Wurmfortsatz entfernt wird und sich im Nachhinein herausstellt, dass es sich gar nicht um eine Appendizitis gehandelt hat, die Operation im Grunde genommen also nicht unbedingt erforderlich war.

Auch hier ist es aber so, dass auch eine eigentlich unnötige Entfernung des Wurmfortsatzes als sinnvoller betrachtet wird, als die Operation zu weit hinauszuzögern und damit Komplikationen zu riskieren und den Patienten in Gefahr zu bringen. Im Grunde muss nicht bei jeder Appendizitis wirklich operiert werden.

Da aber die Symptome teilweise auch unklar verlaufen und viele Betroffene zu lange abwarten, bis sie damit zu einem Arzt gehen, sind die Entzündungen dann häufig so weit fortgeschritten, dass doch operiert werden muss. Die Nachteile dabei sind, dass sich im Wurmfortsatz auch Zellen befinden, die eine Rolle bei der körpereigenen Abwehr spielen, außerdem bestimmte Darmbakterien.

Will man eine Operation vermeiden, gelingt das am besten, wenn man bei Auftreten der Beschwerden möglichst früh einen Arzt aufsucht. Wird die Appendizitis früh genug entdeckt, kann man sich die Operation vielleicht tatsächlich ersparen. : Bei Blinddarmentzündung muss nicht immer operiert werden

Können Blinddarm Schmerzen kommen und gehen?

Kommen die Magenschmerzen von einer Blinddarmentzündung? Drei Anzeichen, auf die Sie achten sollten – MSD Manual Ausgabe für Patienten Es gibt noch Vieles, das wir über die Blinddarmentzündung nicht wissen. Viele Mediziner glauben, dass es sich um ein rudimentäres Organ handelt – eine Art Schwanz.

Die Menschen haben möglicherweise irgendwann in der entfernten Vergangenheit einen Blinddarm gebraucht, aber jetzt nicht mehr. Oder er hilft möglicherweise unserem Immunsystem, indem es die guten Bakterien in unserem Darm schützt. Wir wissen nicht genau, welche Aufgabe der Blinddarm in unserem Körper heute erfüllt.

Aber wir wissen, dass er sich infizieren und entzünden kann, was zu einer führt. Die Blinddarmentzündung ist die häufigste Ursache für plötzlich auftretende, starke Bauchschmerzen in den Vereinigten Staaten. Mehr als 5 % der Bevölkerung erkranken im Verlauf ihres Lebens irgendwann an dieser Krankheit.

In den meisten Fällen wird eine Blinddarmentzündung durch eine Verstopfung des Wurmfortsatzes verursacht, die zu Infektionen und Entzündungen führt. Wenn diese Verstopfung auftritt, ist sie oft extrem schmerzhaft und erfordert eine sofortige medizinische Behandlung. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Blinddarm reißt, was lebensbedrohlich sein kann.

Es gibt jedoch auch viele andere Ursachen für Bauchschmerzen, angefangen bei einem bis hin zu einer einfachen, Zu wissen, wann Bauchschmerzen durch eine Blinddarmentzündung verursacht sein könnten, ist für eine rechtzeitige und wirksame Behandlung von entscheidender Bedeutung.

  1. Hier sind drei Anzeichen, die darauf hinweisen können, dass Ihre Bauchschmerzen durch eine Blinddarmentzündung verursacht werden.1.
  2. Die starken Schmerzen treten vor der Übelkeit oder dem Erbrechen auf Schmerzen sind das häufigste Symptom bei einer Blinddarmentzündung.
  3. Im Gegensatz zu anderen Arten von Magenschmerzen treten die intensiven Beschwerden, die durch eine Blinddarmentzündung verursacht werden, fast immer vor der Übelkeit oder dem Erbrechen auf.

Bei vielen Menschen, ganz besonders bei, können die Schmerzen weit verbreitet im ganzen Körper auftreten. Die Schmerzen sind bei älteren Menschen und schwangeren Frauen möglicherweise nicht so stark. Weitere Symptome, auf die geachtet werden sollte, sind Fieber und Appetitlosigkeit.2.

Der Schmerz wandert vom Bauchnabel zur unteren rechten Bauchseite Typischerweise lässt die Übelkeit nach ein paar Stunden nach und die Schmerzen wandern in den rechten Unterbauch. Dieser Bereich ist berührungsempfindlich, wenn ein Arzt oder jemand anderes draufdrückt, und die Schmerzen können sogar zunehmen, nachdem mit dem Draufdrücken aufgehört wurde.3.

Die Schmerzen dauern mehr als ein paar Stunden an Falls die Schmerzen länger als fünf oder sechs Stunden anhalten, lohnt es sich, einen Arzt aufzusuchen, um eine Blinddarmentzündung auszuschließen. Falls Übelkeit, Erbrechen oder Fieber vorliegen, gehen Sie in die Notaufnahme.

Falls nur Schmerzen vorliegen, ist ein Besuch beim Hausarzt ein guter erster Schritt. Diagnose und Behandlung einer Blinddarmentzündung Meistens wird ein Arzt eine Computertomographie (CT) durchführen, um die Diagnose zu bestätigen. In einigen Fällen werden die Symptome jedoch eindeutig genug sein, sodass die Ärzte die Behandlung auf Grundlage der Beschreibung des Patienten fortsetzen werden.

Traditionell wird eine Operation empfohlen und diese wird im Allgemeinen schnell durchgeführt, innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach dem Einsetzen der Symptome. Ziel ist es, den Blinddarm zu entfernen, bevor er reißt und weitere Schäden verursacht. Die Operation wird in der Regel (durch eine Bauchspiegelung) durchgeführt und ist keine sehr komplizierte Operation.

Angesichts der Tatsache, dass eine Blinddarmentzündung am häufigsten bei Jugendlichen und Erwachsenen in ihren 20ern auftritt, ist es für diese Menschen oft die erste große Operation, und sie sind verständlicherweise nervös. Bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten wird dieses Verfahren ohne Komplikationen ablaufen und mit einer schnellen Genesung einhergehen.

Das Leben ohne Blinddarm ist kein großes Problem – die meisten Menschen vermissen ihn nicht. Seit Kurzem zeigt sich ein gesteigertes Interesse an der Behandlung einer Blinddarmentzündung mit Antibiotika anstatt einer Operation. Ein Großteil der Forschung zu diesem Thema läuft noch, aber, dass bei fast einem Drittel der Patienten, die eine Antibiotikabehandlung erhielten, der Blinddarm innerhalb von 90 Tagen operativ entfernt wurde.

  1. Für Patienten, die eine Blinddarmentzündung erleiden, macht es Sinn, mit einem Arzt über Antibiotika zu sprechen, aber viele Ärzte empfehlen in den meisten Fällen nach wie vor eine Operation.
  2. Das Wichtigste, an das Sie denken sollten, ist, dass anhaltende Bauchschmerzen nicht ignoriert oder toleriert werden sollten.

Wenn die Schmerzen länger als mehrere Stunden anhalten, suchen Sie einen Arzt auf, um sicherzustellen, dass es sich nicht um eine Blinddarmentzündung oder um etwas Schlimmeres als einen Magen-Darm-Infekt handelt. Um weitere Informationen über die Blinddarmentzündung zu erhalten, besuchen Sie die oder die zu diesem Thema.

Wo liegt der Blinddarm bei der Frau?

Welche Seite Ist Der Blinddarm Blinddarm und Wurmfortsatz befinden sich unterhalb des Bauchnabels im rechten Unterbauch.

Was kann man mit Blinddarmentzündung verwechseln?

Hämorrhagische Cholezystitis oft als Appendizitis fehlgedeutet. Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Obstipation – hinter diesen Symptomen kann eine hämorrhagische Cholezystitis stecken.

Wie habt ihr eure Blinddarmentzündung gemerkt?

Wie habt ihr eure Blinddarmentzündung gemerkt? – Wie lässt sich eine Blinddarmentzündung erkennen? – Erste Anzeichen einer Blinddarmentzündung sind Schmerzen um den Bauchnabel herum oder in der Magengegend. Nach wenigen Stunden verlagern sie sich in den rechten Unterbauch und Betroffene leiden an Appetitlosigkeit, Übelkeit und Fieber.

  1. Die Bauchdecke ist stark angespannt und bereits leichte Berührungen verstärken die Beschwerden.
  2. Es kann zusätzlich zu einer eingeschränkten Darmtätigkeit kommen.
  3. Jedoch lassen sich diese typischen Symptome nicht immer erkennen.
  4. Inder leiden meist an deutlich stärkeren Bauchschmerzen als Erwachsene.
  5. Mädchen und Frauen sollten im Zweifelsfall auch eine gynäkologische Untersuchung erhalten.

Denn Entzündungen der Eierstöcke oder eine Eileiterschwangerschaft können ähnliche Bauchschmerzen verursachen. – Bei Schwangeren kann sich der Schmerz eher im rechten Ober- und Mittelbauch zeigen. Auch Rückenschmerzen sind möglich.

Wie stark sind die Schmerzen bei einer Blinddarmentzündung?

Die Blinddarmentzündung (Appendizitis) ist eine Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix) des Blinddarms. Eine Blinddarmentzündung entwickelt sich meist akut innerhalb von ein paar Stunden und muss in der Regel rasch operiert werden. Chronische oder subakute Blinddarmentzündungen können auch mit Antibiotika behandelt werden.

Der Blinddarm liegt im rechten Unterbauch. Er bildet am Anfang des Dickdarms eine 6 bis 12 cm lange Darmschleife, die blind im sogenannten Wurmfortsatz (Appendix) endet. In diesem Wurmfortsatz können sich Speisereste oder Kotreste und Bakterien ansammeln. Dies begünstigt die Entstehung einer Entzündung.

Die Blinddarmentzündung gehört daher entsprechend zu den häufigsten Darmentzündungen. Sie kann im Prinzip in jedem Alter auftreten, wobei der Häufigkeitsgipfel in der Adoleszenz und im jungen Erwachsenenalter liegt. Meist findet sich keine konkrete Ursache, die als Auslöser der Blinddarmentzündung festgestellt werden kann.

Vermutet wird, dass irgendwelche Speisereste oder Stuhlpartikel den Wurmfortsatz verlegen. Gelegentlich werden Obstkerne wie Kirschkerne für die Verlegung des Wurmfortsatzes verantwortlich gemacht. Die akute Blinddarmentzündung beginnt in der Regel mit Unwohlsein und diffusen Bauchschmerzen. Die Schmerzen verlagern sich typischerweise rasch in den rechten Unterbauch und können sehr heftig werden.

Husten oder Anspannung der Bauchdecke verstärken die Schmerzen noch. Neben den Schmerzen können zudem Übelkeit, Verstopfung oder Fieber auftreten. Obwohl die Blinddarmentzündung meist akut auftritt, gibt es auch chronische Verläufe. Bei den chronischen Verläufen sind die Beschwerden weniger stark ausgeprägt und die Entzündung kann sich spontan wieder beruhigen.

Diagnostiziert wird die akute Blinddarmentzündung aufgrund der charakteristischen Beschwerden. Eine Blutuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung können zusätzliche Hinweise für eine Blinddarmentzündung liefern. Besteht eine genügend hohe Wahrscheinlichkeit für eine Blinddarmentzündung wird normalerweise rasch operiert.

Denn wird zu lange mit der Operation zugewartet, so besteht die Gefahr eines Durchbruchs der Entzündung mit Ausbildung einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung, Mehr zu der Operation bei Blinddarmentzündung erfahren Sie im Kapitel Blinddarmoperation,

Wie lange halten Blinddarm Schmerzen an?

Wie lange dauert eine Blinddarmreizung? – Eine akute Blinddarmreizung dauert oft nur wenige Tage – die zweifellos unangenehm werden, da sich die Beschwerden in den ersten Tagen oft verschlimmern. Manchmal steigert sich eine Reizung zu einer Entzündung, die dann behandelt werden muss.