Wem GehRt Der Hund?

Wem GehRt Der Hund
Kur­ze Zu­sam­men­fas­sung –

Gehören Hund oder Katze einem Ehepartner allein, verbleibt das Tier unabhängig von seiner emotionalen Hinwendung auch bei dem Eigentümer,Haben die Ehepartner Hund oder Katze gemeinsam angeschafft, wird das Tier nach Billigkeit zugeteilt. Da Tiere empfindsame Lebewesen sind, sind auch tiereigene Interessen zu berücksichtigen.Ein Umgangsrecht mit dem Hund oder der Katze lehnt die Rechtsprechung teils ab, erkennt es teils aber auch an.

Tipp 1: Wem gehört das Haustier? Ein Tier gehört einem der Ehepartner und er kann es nach der Trennung behalten, wenn er es in die Ehe eingebracht oder durch Schenkung oder als Erbe erhalten hat. Tipp 2: Benötigen Sie das Haustür für Ihren Beruf? Wenn Sie das Haustier zur Ausübung Ihres Berufs benötigen, zum Beispiel einen Polizeihund, verbleibt dieser nach der Trennung ebenfalls bei Ihnen. Das Thema Haustier kann Konflikte hervor rufen. Es gibt Scheidungen, die laufen völlig problemlos ab. Wären da nicht Hund oder Katze. Die Ehepartner haben kein Problem, Ihre, den Hausrat aufzuteilen oder sich über und den Ehegattenunterhalt zu verständigen.

  • Geht es aber um Hund oder Katze, springt die Ampel auf Rot.
  • Möchten Sie vermeiden, dass eine bis dahin an sich einvernehmliche Scheidung scheitert, sollten Sie Kenntnis darüber haben, nach welchen Maßstäben Hund und Katze zugeordnet werden.
  • Hunde und Katzen sind keine Sachen.
  • Sie sind Lebewesen.
  • Ihre Rechte sind in den Tierschutzgesetzen geregelt,

Auch wenn Tiere keine Sachen sind, bestimmt das Gesetz, dass die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden sind. § 90a BGB öffnet damit den Weg zu den Grundsätzen über die Hausratsverteilung bei Trennung von Ehepartnern. Trennen Sie sich von Ihrem Ehepartner oder lassen Sie sich scheiden, finden Sie im Tierschutzgesetz oder im Scheidungsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches keine ausdrückliche Regelung, wie mit dem Tier zu verfahren ist.

  1. Insoweit greift die Rechtsprechung auf § 1361a BGB zurück.
  2. Dort ist die Verteilung von Hausratsgegenständen geregelt, wenn sich die Ehepartner trennen.
  3. Expertentipp: § 1361a BGB beinhaltet sinngemäß folgende Regelung: Ein Ehepartner kann die ihm zu Alleineigentum gehörenden Hausratsgegenstände von dem anderen Ehepartner verlangen.

Hausratsgegenstände, die den Ehegatten gemeinsam gehören, werden angemessen verteilt. Einigen sich die Ehepartner nicht, entscheidet das Familiengericht. Die gesetzliche Regelung passt auf leblose Gegenstände. Sie passt aber nur teilweise auf lebende Tiere. Wem GehRt Der Hund Wen gehört der Hund oder die Katze nach einer Trennung? Auf dem Hintergrund der gesetzlichen Regelung, die entscheidend auf die Eigentumsverhältnisse abstellt, hat die Rechtsprechung einer Reihe von Maßstäben herausgearbeitet:

Tiere werden nur dann als Hausrat unter den Ehepartnern aufgeteilt, wenn das Tier während der Ehe angeschafft wurde. Haben Sie das Tier bereits in die Ehe mit eingebracht oder haben Sie das Tier geerbt oder wurde es Ihnen geschenkt, gehört es Ihnen allein und verbleibt auch nach der Trennung in Ihrem Eigentum. Es kommt dann nicht darauf an, dass sich das Tier vielleicht emotional besonders zu Ihrem Partner hingezogen fühlt und Sie vielleicht ablehnt. Es entscheidet allein, wer Eigentümer ist, Ob dieser Aspekt dem Wohl des Hundes dienlich ist, ist eine andere Frage.

Praxisbeispiel: Das OLG Stuttgart (Beschluss v.16.4.2019, 18 UF 57/19) verweigerte der Ehefrau nach der Trennung den Umgang mit dem Hund. Die Frau habe nicht nachweisen können, dass der Hund ihr Eigentum sei. Im Kaufvertrag stand nur der Name des Mannes. Auch wenn sich die Frau vorwiegend um den Hund wie um ein Kind gekümmert habe, habe sie keinen Eigentumsanspruch.

Haben Sie in der Ehe das Tier im alleinigen Eigentum erworben, dürfen Sie es ebenfalls nach der Trennung behalten. Sollte das Tier im Haushalt des Partners zurückgeblieben sein, können Sie es vom Partner herausverlangen, auch wenn der zurückbleibende Partner die Hauptbezugsperson des Hundes geworden sein sollte.Haben Sie das Tier gemeinsam angeschafft, wird es nach den „Grundsätzen der Billigkeit» verteilt. Können Sie sich mit Ihrem Ehepartner nicht einigen, entscheidet das Gericht, was „billig» ist. Diese Fallgestaltungen dürften der Praxis am häufigsten vorkommen. Oft geht es dann um auch die Frage des Umgangsrechts mit dem Tier,

Praxisbeispiel: Ein Ehepaar hatte sich einen Hund angeschafft. Zwei Jahre nach der Trennung verlangte die Frau den gemeinsamen Hund zurück. Das Oberlandesgericht Oldenburg (Beschluss v.16.8.2018, Az.11 WF 141/18) entschied nach „Billigkeit». Es stellte darauf ab, dass der Hund als Lebewesen eine Beziehung zu Menschen aufbaue und leide, wenn er einen Menschen verliert.

Das Gericht stellte darauf ab, wer den Hund während der Ehe überwiegend versorgt, gepflegt und sich mit ihm abgegeben hatte und damit die Hauptbezugsperson des Tieres sei. Da das Tier bereits seit 30 Monaten beim Herrchen lebte, war davon auszugehen, dass sich dieser zur Hauptbezugsperson des Tieres entwickelt habe.

Da der Mann das Tier angemessen versorgte, erschien eine Trennung und eine Zuweisung an die Frau nicht mit dem Wohl des Tieres vereinbar. In einem Fall des OLG Stuttgart (18 UF 62/14) stellte das Gericht klar, dass ein Ehepartner eine gemeinsam angeschaffte Malteserhündin nach der Trennung nicht einfach in seine neue Wohnung mitnehmen und dem Partner vorenthalten könne.

Dient der Hund Ihrer Berufsausübung (z.B. Polizeihund, Lawinenhund) unterliegt er nicht der Hausratsverteilung. Da er Ihrem persönlichen Gebrauch zugewiesen ist, ist daran nichts zu ändern, Im Regelfall werden Sie ohnehin der alleinige Eigentümer sein.

Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden. Carl Hilty (1833 – 1909)

Dient der Hund Ihrem persönlichen Gebrauch (z.B. Blindenhund), gehört er demjenigen Ehepartner, der auf das Tier angewiesen ist, Auch in diesem Fall werden Sie regelmäßig der alleinige Eigentümer sein.

Praxisbeispiel: Das OLG Schleswig (15 UF 143/12) entschied in einem Fall, in dem ein Ehepaar gemeinsam drei Hunde besaß. Die Hunde wurden aufgeteilt. Der Mann durfte einen der drei Hunde zu sich nehmen. Eine Trennung der Hunde sei den Tieren auch zumutbar.

  • Umgekehrt entschied das OLG Nürnberg (10 UF 1429/16), dass die sechs im Rudel lebenden Hunde eines Ehepaares nicht auseinandergerissen werden dürften.
  • Der Wunsch des Mannes, ihm zwei der Hunde zuzuweisen, lehnte das Gericht ab.
  • Da das Gericht nicht feststellen konnte, welcher Partner sich besser um die Hunde kümmern könnte, stellte es auf den Tierschutz ab.

Da sich die Tiere nach dem Auszug aus der ehelichen Wohnung an die neue Umgebung und den neuen Partner der Frau gewöhnt hätten, sei ihnen eine erneute Veränderung ihrer Lebensumstände nicht zuzumuten.

Wem gehört der Familienhund?

Gemeinsamer Hund bei Trennung oder Scheidung – was muss beachtet werden? – Martin Rütter DOGS Oldenburg (Inh. Pöter) Ein Gastbeitrag von Rechtsanwalt Niklas Clamann, der sich hauptsächlich mit dem Familienrecht befasst und sich auf die sogenannte Online Scheidung spezialisiert hat.

  • Herr Clamann versucht stets, auf eine hinzuwirken.
  • Der Hund ist der beste Freund des Menschen und ist ein vollwertiges Mitglied vieler Familien.
  • Daher liegt der Hund vielen Menschen ebenso am Herz wie ein menschliches Familienmitglied.
  • Umso problematischer kann es daher werden, wenn sich Ehegatten mit einem gemeinsamen Hund trennen.

In diesem Gastbeitrag soll unter Beleuchtung des rechtlichen Rahmens darüber aufgeklärt werden, wie bei einer Trennung oder Scheidung mit einem gemeinsamen Hund verfahren werden kann. Der Hund ist per Gesetz kein Familienmitglied Der Gesetzgeber sieht für Hunde andere Regelungen vor als beispielsweise für gemeinsame Kinder, weil Hunde rechtlich gesehen als „Sachen» zählen.

  • Im Hinblick auf den Hund kann also keine Entscheidung über das Sorgerecht getroffen werden, auch ein Streit über das Umgangsrecht kann vorm Familiengericht nicht anhängig gemacht werden.
  • Hunde zählen zum Hausrat und werden bei einer Trennung oder Scheidung tatsächlich genau so behandelt wie der gemeinsam angeschaffte Esstisch oder der Geschirrspüler.

Deshalb ist an erster Stelle klärungsbedürftig, wer eigentlich Eigentümer des Hundes ist. Gehört der Hund beispielsweise der Ehefrau und kann sie dies auch beweisen, so kann sie den Hund auch nach Trennung und Scheidung behalten. Einen Nachweis über die alleinige Eigentümerstellung zu erbringen, kann in der Praxis allerdings schwierig werden.

  • Am leichtesten dürfte der Nachweis zu erbringen sein, wenn der Hund der Ehefrau schon vor der Ehe gehört hat und sie ihn sozusagen in die Ehe eingebracht hat.
  • Dann besteht meist kein Zweifel darüber, dass sie alleinige Eigentümerin des Hundes ist.
  • Wer eine Rechnung vorlegen kann, aus der hervorgeht, dass der Hund auf seinen Namen gekauft wurde, hat ebenfalls gute Karten.

Die Rechnung gilt als Nachweis darüber, dass die Person, auf die sie ausgestellt ist, alleiniges Eigentum am Hund erworben hat. Ist eine Rechnung über den Kauf des Hundes nicht vorhanden, können auch Rechnungen über die Beschaffung von Hundefutter, Hundespielzeug oder über Behandlungen beim Tierarzt helfen, um nachzuweisen, dass man sich als alleiniger Eigentümer ganz überwiegend um den Hund gekümmert hat.

  • In fast jedem gerichtlichen Verfahren von zentraler Bedeutung und auch als Nachweis über die alleinige Eigentümerstellung sehr wirksam sind Aussagen von Zeugen.
  • Verwandte und Freund:innen können oft Aussagen darüber treffen, wer sich hauptsächlich um den Hund gekümmert hat und wer grundsätzlich die meiste Zeit mit dem Tier verbracht hat.

Ist auf diesen Wegen ein Nachweis nicht möglich, bleibt noch die Registrierung als Nachweis. Viele Eigentümer lassen ihre Hunde bei einer Hundeversicherung, einem Hundeverein oder anderen Programmen registrieren. In der Registrierung ist dann meistens der Eigentümer klar ersichtlich.

  1. In der Praxis wird es jedoch, gerade bei Ehen von langer Dauer, immer wieder vorkommen, dass eine klare Unterscheidung zwischen dem jeweiligen Eigentum nicht möglich ist.
  2. So kann es insbesondere beim gemeinsamen Hund, bei dem in den meisten Fällen beide Ehegatten dieselbe emotionale Verbundenheit spüren, notwendig sein, dass die Ehegatten sich als gemeinsame Eigentümer:innen ansehen und sich schweren Herzens entscheiden müssen, bei wem der Hund nach der Trennung oder Scheidung leben soll.

Wer darf den Hund behalten? Im Familienrecht gibt es in Kindschaftssachen das grundsätzliche Prinzip, dass Entscheidungen immer auf Grundlage des Kindeswohls zu treffen sind. Diesem Prinzip folgend sollte auch die Entscheidung über den Verbleib des gemeinsamen Hundes immer unter Berücksichtigung des Wohls des Hundes getroffen werden.

Eine sehr rationale Entscheidung kann auf der Grundlage getroffen werden, dass die Ehegatten gemeinsam feststellen, wer von beiden dem Hund in Abhängigkeit von seinen freizeitlichen und finanziellen Möglichkeiten das beste Leben ermöglichen kann. Gegebenenfalls ist nur ein Ehegatte in der Lage, sämtliche Kosten des Hundes, die mitunter sehr hoch sein können, allein zu tragen und zudem noch ausreichend Zeit aufzuwenden, um dem Hund genügend Auslauf, Training und Fürsorge zu gewährleisten.

Ebenfalls angelehnt an ein familienrechtliches Prinzip in Kindschaftssachen kann auch im Hinblick auf den Aufenthalt des Hundes ein sogenanntes Wechselmodell vereinbart werden. Beide Ehegatten würden dann ein Modell vereinbaren, nach dem sie auch nach Trennung und Scheidung beide gleich viel Zeit mit dem Hund verbringen können.

Der Hund wechselt dann regelmäßig zwischen beiden Haushalten und somit wird beiden Ehegatten eine gleiche Betreuungszeit ermöglicht. Diese Regelung sollte allerdings immer nur dann auch ausgeübt werden, wenn die Ehegatten sicherstellen können, dass dies dem Hund nicht schadet. Denn fast jeder Hund braucht in der Regel eine feste Bezugsperson und Routinen.

Der ständige Wechsel kann ein Ungleichgewicht und damit ein Problem für das Wohl des Hundes bedeuten. Können sich die Ehegatten weder auf den dauerhaften Verbleib des Hundes bei einem von ihnen, noch auf ein Wechselmodell einigen, wäre eine weitere Möglichkeit, dass der Hund dauerhaft von gemeinsamen Verwandten oder Freunden übernommen wird.

  1. So wird für den Hund gewährleistet, dass eine feste Bezugsperson vorhanden ist und beide Ehegatten können den Hund gleichermaßen besuchen und mit diesem Zeit verbringen.
  2. Schließlich bleibt, wenn die Ehegatten sich auf keine dieser Möglichkeiten einigen können, nur der Verkauf des Hundes.
  3. Auch wenn diese Entscheidung den Ehegatten sicherlich sehr schwerfallen kann, ist sie dennoch immer in Betracht zu ziehen.

Letztlich sollte das Wohl des Hundes im Vordergrund stehen, die persönlichen Interessen der Ehegatten sollten idealerweise zweitrangig sein. Dennoch sollte beachtet werden, dass der Hund mit einer Abgabe an eine fremde Person sein gewohntes Umfeld sowie die ihm bekannten Bezugspersonen vollständig verliert, was eine große Belastung für das Tier darstellen kann.

See also:  Wem GehRt Grand Rp?

Der Verkauf sollte immer die letzte Option sein. Wenn eine Einigung nicht möglich ist Leider kommt es immer wieder vor, dass eine Einigung über den Verbleib des Hundes zwischen den Ehegatten nicht gefunden werden kann. Dies kann an einem bestehenden Trennungsstreit und verhärteten Fronten aber auch an den persönlichen Situationen der Ehegatten liegen.

Tritt dieser Fall ein, sollten die Ehegatten in Betracht ziehen, die Hilfe einer offiziellen Stelle in Anspruch zu nehmen. Wie bereits erwähnt, zählt der Hund rechtlich gesehen zum Hausrat. Können sich die Ehegatten über den Hausrat nach einer Trennung nicht einigen, kann beim Familiengereicht ein Hausratsteilungsverfahren eingeleitet werden.

In einem solchen Verfahren teilt das Familiengericht den Hausrat unter den Ehegatten nach gerichtlichem Ermessen auf. Dabei werden insbesondere Eigentumsverhältnisse, sofern diese nachgewiesen werden können, herangezogen aber auch berücksichtigt, wem der Hund nach den oben genannten Faktoren am ehesten zuzusprechen ist.

Wird er etwa aus beruflichen Gründen oder für Pflegetätigkeiten benötigt, wäre dies ein relevanter Faktor für die gerichtliche Entscheidung. Ein solches gerichtliches Verfahren sollte die Ehegatten jedoch nach Möglichkeit vermeiden. Ein solches Verfahren kann sich mitunter über eine lange Zeit ziehen und verursacht gegebenenfalls hohe Kosten, die dann von den Ehegatten zusätzlich zur nervlichen Belastung zu tragen sind.

  1. Daher sollte zunächst eine Mediation in Betracht gezogen werden.
  2. Mediationen werden mit in der Regel hohen Erfolgsquoten von erfahrenen Mediator:innen durchgeführt.
  3. Diese sind speziell dafür ausgebildet, neutral zwischen den Ehegatten zu vermitteln und auch einen fairen und respektvollen Umgang hinzuwirken.

Kann tatsächlich durch die Mediation eine Einigung gefunden werden, haben die Ehegatten diese zudem selbst erarbeitet, sie ist nicht durch eine offizielle Stelle wie beispielsweise das Familiengericht getroffen worden und wird daher nicht beispielsweise von einem Ehegatten im Nachhinein als unfair empfunden.

  1. Ompromissbereitschaft zum Wohl des Hundes Eine Trennung wie auch eine Scheidung sind wohl in den wenigsten Fällen einfach und insbesondere ein gemeinsamer Hund kann die Situation enorm verkomplizieren.
  2. Auch, wenn im Zuge der Trennung im schlimmsten Fall ein Streit zwischen den Ehegatten entfacht ist, sollten diese in Bezug auf den Hund möglichst besonnen reagieren und sich offen für Vorschläge und Kompromisse zeigen.

Denn letzten Endes sollte es immer darum gehen, dass der Hund, der beiden am Herzen liegt und für den die Trennung ohnehin fast immer belastend ist, die Situation möglichst unbeschwert übersteht. : Gemeinsamer Hund bei Trennung oder Scheidung – was muss beachtet werden? – Martin Rütter DOGS Oldenburg (Inh.

Was muss man machen wenn man einen Hund gekauft hat?

Hund anmelden – So geht’s – Wer in Deutschland lebt und einen Hund besitzt, muss diesen verpflichtend am jeweiligen Wohnsitz zur Hundesteuer anmelden. In der Regel ist die Anmeldung kostenlos. Die Anmeldung erfolgt auf dem zuständigen Steuer- und Stadtkassenamt der Gemeinde, in der man seinen festen Wohnsitzt hat.

Kann man einen Hund einklagen?

Umgang und Unterhalt – Ein gesetzliches Umgangs- und Unterhaltsrecht für Haustiere gibt es übrigens nicht. Geschiedene Ehepartner können daher nicht gerichtlich den Umgang mit ihrem tierischen Liebling einklagen. Zwar können die Tierhalter untereinander eine Vereinbarung treffen.

  • Rechtlich durchsetzbar ist diese aber kaum.
  • Nur in seltenen Ausnahmefällen haben Gerichte über ein Umgangsrecht entschieden.
  • So gestand ein Gericht zum Wohl eines Hundes dem Herrchen ein Umgangsrecht zu.
  • Ein Sachverständiger hatte festgestellt, dass der Hund beide Ehepartner als Bezugsperson akzeptierte.

Durch das Umgangsrecht erkannte das Gericht an, dass Tiere als Mitgeschöpfe nicht willkürlich wie leblose Gegenstände aufgeteilt werden können (Amtsgericht Bad Mergentheim, Beschluss vom 19.12.1996, Aktenzeichen 1 F 143/95).

Ist ein Tier ein Eigentum?

Ist ein Tier rechtlich eine Sache? – Tiere sind keine Sachen, Das ist im Bürgerlichen Gesetzbuch klar geregelt (§ 90 a BGB): Tiere sind Mitgeschöpfe, die Schmerzen und Leiden empfinden. Darum schützen sie besondere Gesetze wie das Tierschutzgesetz. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund vermeidbare Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen (§ 1 Satz 2 TierSchG ).

Was passiert mit dem Hund bei Trennung?

Kur­ze Zu­sam­men­fas­sung –

Gehören Hund oder Katze einem Ehepartner allein, verbleibt das Tier unabhängig von seiner emotionalen Hinwendung auch bei dem Eigentümer,Haben die Ehepartner Hund oder Katze gemeinsam angeschafft, wird das Tier nach Billigkeit zugeteilt. Da Tiere empfindsame Lebewesen sind, sind auch tiereigene Interessen zu berücksichtigen.Ein Umgangsrecht mit dem Hund oder der Katze lehnt die Rechtsprechung teils ab, erkennt es teils aber auch an.

Tipp 1: Wem gehört das Haustier? Ein Tier gehört einem der Ehepartner und er kann es nach der Trennung behalten, wenn er es in die Ehe eingebracht oder durch Schenkung oder als Erbe erhalten hat. Tipp 2: Benötigen Sie das Haustür für Ihren Beruf? Wenn Sie das Haustier zur Ausübung Ihres Berufs benötigen, zum Beispiel einen Polizeihund, verbleibt dieser nach der Trennung ebenfalls bei Ihnen. Das Thema Haustier kann Konflikte hervor rufen. Es gibt Scheidungen, die laufen völlig problemlos ab. Wären da nicht Hund oder Katze. Die Ehepartner haben kein Problem, Ihre, den Hausrat aufzuteilen oder sich über und den Ehegattenunterhalt zu verständigen.

Geht es aber um Hund oder Katze, springt die Ampel auf Rot. Möchten Sie vermeiden, dass eine bis dahin an sich einvernehmliche Scheidung scheitert, sollten Sie Kenntnis darüber haben, nach welchen Maßstäben Hund und Katze zugeordnet werden. Hunde und Katzen sind keine Sachen. Sie sind Lebewesen. Ihre Rechte sind in den Tierschutzgesetzen geregelt,

Auch wenn Tiere keine Sachen sind, bestimmt das Gesetz, dass die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden sind. § 90a BGB öffnet damit den Weg zu den Grundsätzen über die Hausratsverteilung bei Trennung von Ehepartnern. Trennen Sie sich von Ihrem Ehepartner oder lassen Sie sich scheiden, finden Sie im Tierschutzgesetz oder im Scheidungsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches keine ausdrückliche Regelung, wie mit dem Tier zu verfahren ist.

Insoweit greift die Rechtsprechung auf § 1361a BGB zurück. Dort ist die Verteilung von Hausratsgegenständen geregelt, wenn sich die Ehepartner trennen. Expertentipp: § 1361a BGB beinhaltet sinngemäß folgende Regelung: Ein Ehepartner kann die ihm zu Alleineigentum gehörenden Hausratsgegenstände von dem anderen Ehepartner verlangen.

Hausratsgegenstände, die den Ehegatten gemeinsam gehören, werden angemessen verteilt. Einigen sich die Ehepartner nicht, entscheidet das Familiengericht. Die gesetzliche Regelung passt auf leblose Gegenstände. Sie passt aber nur teilweise auf lebende Tiere. Wem GehRt Der Hund Wen gehört der Hund oder die Katze nach einer Trennung? Auf dem Hintergrund der gesetzlichen Regelung, die entscheidend auf die Eigentumsverhältnisse abstellt, hat die Rechtsprechung einer Reihe von Maßstäben herausgearbeitet:

Tiere werden nur dann als Hausrat unter den Ehepartnern aufgeteilt, wenn das Tier während der Ehe angeschafft wurde. Haben Sie das Tier bereits in die Ehe mit eingebracht oder haben Sie das Tier geerbt oder wurde es Ihnen geschenkt, gehört es Ihnen allein und verbleibt auch nach der Trennung in Ihrem Eigentum. Es kommt dann nicht darauf an, dass sich das Tier vielleicht emotional besonders zu Ihrem Partner hingezogen fühlt und Sie vielleicht ablehnt. Es entscheidet allein, wer Eigentümer ist, Ob dieser Aspekt dem Wohl des Hundes dienlich ist, ist eine andere Frage.

Praxisbeispiel: Das OLG Stuttgart (Beschluss v.16.4.2019, 18 UF 57/19) verweigerte der Ehefrau nach der Trennung den Umgang mit dem Hund. Die Frau habe nicht nachweisen können, dass der Hund ihr Eigentum sei. Im Kaufvertrag stand nur der Name des Mannes. Auch wenn sich die Frau vorwiegend um den Hund wie um ein Kind gekümmert habe, habe sie keinen Eigentumsanspruch.

Haben Sie in der Ehe das Tier im alleinigen Eigentum erworben, dürfen Sie es ebenfalls nach der Trennung behalten. Sollte das Tier im Haushalt des Partners zurückgeblieben sein, können Sie es vom Partner herausverlangen, auch wenn der zurückbleibende Partner die Hauptbezugsperson des Hundes geworden sein sollte.Haben Sie das Tier gemeinsam angeschafft, wird es nach den „Grundsätzen der Billigkeit» verteilt. Können Sie sich mit Ihrem Ehepartner nicht einigen, entscheidet das Gericht, was „billig» ist. Diese Fallgestaltungen dürften der Praxis am häufigsten vorkommen. Oft geht es dann um auch die Frage des Umgangsrechts mit dem Tier,

Praxisbeispiel: Ein Ehepaar hatte sich einen Hund angeschafft. Zwei Jahre nach der Trennung verlangte die Frau den gemeinsamen Hund zurück. Das Oberlandesgericht Oldenburg (Beschluss v.16.8.2018, Az.11 WF 141/18) entschied nach „Billigkeit». Es stellte darauf ab, dass der Hund als Lebewesen eine Beziehung zu Menschen aufbaue und leide, wenn er einen Menschen verliert.

  1. Das Gericht stellte darauf ab, wer den Hund während der Ehe überwiegend versorgt, gepflegt und sich mit ihm abgegeben hatte und damit die Hauptbezugsperson des Tieres sei.
  2. Da das Tier bereits seit 30 Monaten beim Herrchen lebte, war davon auszugehen, dass sich dieser zur Hauptbezugsperson des Tieres entwickelt habe.

Da der Mann das Tier angemessen versorgte, erschien eine Trennung und eine Zuweisung an die Frau nicht mit dem Wohl des Tieres vereinbar. In einem Fall des OLG Stuttgart (18 UF 62/14) stellte das Gericht klar, dass ein Ehepartner eine gemeinsam angeschaffte Malteserhündin nach der Trennung nicht einfach in seine neue Wohnung mitnehmen und dem Partner vorenthalten könne.

Dient der Hund Ihrer Berufsausübung (z.B. Polizeihund, Lawinenhund) unterliegt er nicht der Hausratsverteilung. Da er Ihrem persönlichen Gebrauch zugewiesen ist, ist daran nichts zu ändern, Im Regelfall werden Sie ohnehin der alleinige Eigentümer sein.

Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden. Carl Hilty (1833 – 1909)

Dient der Hund Ihrem persönlichen Gebrauch (z.B. Blindenhund), gehört er demjenigen Ehepartner, der auf das Tier angewiesen ist, Auch in diesem Fall werden Sie regelmäßig der alleinige Eigentümer sein.

Praxisbeispiel: Das OLG Schleswig (15 UF 143/12) entschied in einem Fall, in dem ein Ehepaar gemeinsam drei Hunde besaß. Die Hunde wurden aufgeteilt. Der Mann durfte einen der drei Hunde zu sich nehmen. Eine Trennung der Hunde sei den Tieren auch zumutbar.

  1. Umgekehrt entschied das OLG Nürnberg (10 UF 1429/16), dass die sechs im Rudel lebenden Hunde eines Ehepaares nicht auseinandergerissen werden dürften.
  2. Der Wunsch des Mannes, ihm zwei der Hunde zuzuweisen, lehnte das Gericht ab.
  3. Da das Gericht nicht feststellen konnte, welcher Partner sich besser um die Hunde kümmern könnte, stellte es auf den Tierschutz ab.

Da sich die Tiere nach dem Auszug aus der ehelichen Wohnung an die neue Umgebung und den neuen Partner der Frau gewöhnt hätten, sei ihnen eine erneute Veränderung ihrer Lebensumstände nicht zuzumuten.

Ist ein Hund ein Familienhund?

Die perfekten Familienhunde – Hunde bringen viel Freude in unser Leben. Auch in Familien trifft man die Vierbeiner häufig an, denn oftmals fördern sie das soziale Miteinander und sind insbesondere bei Kindern sehr beliebt. Doch nicht alle Hunderassen eignen sich optimal als Familienhunde, vor allem dann, wenn die Kinder noch sehr klein sind.

  1. Wir klären auf, welche Hunderassen optimale Familienhunde darstellen.
  2. Generell gilt, dass Familienhunde vor allem ruhig, geduldig und nervenstark sein sollten.
  3. Denn schließlich leben die Hunde oftmals mit (kleinen) Kindern zusammen, was die Nerven schon mal ganz strapazieren kann.
  4. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Hunde friedfertig und kinderlieb sind.

Darüber hinaus sollte die Reizschwelle möglichst hoch sein. Denn Hunde, die auf jeden kleinen Reiz reagieren, überfordern Familien oftmals. Aggressives Verhalten darf er auf keinen Fall zeigen, daher sollte das Aggressionspotenzial rassebedingt möglichst niedrig sein.

  1. Zudem empfiehlt es sich, nach Hunden zu gucken, die keinen ausgeprägten Wach- oder Schutztrieb besitzen.
  2. Das bringt oftmals Stress mit sich, vor allem, wenn mal zu viel Besuch da ist, denn oftmals wollen die Hunde dann ihre Besitzer «beschützen».
  3. Auch Hunde mit einem ausgeprägten Jagdtrieb eignen sich nicht optimal als Familienhunde.

Wichtig ist, und das sei vorab gesagt: Auch wenn eine Hunderasse sich eigentlich perfekt für eine Familie eignet, ist jeder Hund charakterlich individuell. Dazu kommt, dass ein Vierbeiner immer artgerecht gehalten und gut erzogen werden muss, damit ein harmonisches Miteinander möglich ist.

Welche Hunderasse eignet sich als Familienhund? Es gibt nicht die eine spezifische Familienhunderasse. Viele Hunde, wie beispielsweise der Labrador Retriever, Golden Retriever, Collie, Beagle, Dalmatiner, Jack Russell Terrier oder aber die Französische Bulldogge, eignen sich als Familienhunde. Man sollte darauf achten, dass sie Kinder gegenüber freundlich sind.

Wer bereits eine Rasse im Visier hat, kann sich an seriöse Züchter wenden und diese nach der Eignung zum Familienhund fragen. Wer kennt sie nicht? Kleine Hunderassen wie Chihuahuas oder Französische Bulldoggen, Diese gehören zu den kleinen Familienhunden und aufgrund ihrer Größe passen sie fast wie in jede Handtasche.

Um jedoch artgeregt mit ihnen umzugehen, empfiehlt es sich, die kleinen Vierbeiner bei Ausflügen, beispielsweise im Auto, in einer dafür vorgesehenen Hundebox zu transportieren. Im Notfall kann der Hund schnell auf den Arm genommen werden. Zu den kleinen Familienhunden zählen alle Hunderassen mit einer Widerristhöhe von unter 50cm und einem Gewicht, das kleiner ist als 20 Kilogramm.

Sie sind häufig sehr menschenbezogen und zutraulich, deshalb eignen sie sich nicht nur aufgrund ihrer Größe gut als Familienhunde. Typische Hunderassen sind der beispielsweise der Malteser, der Dackel, der Jack Russell Terrier oder der Mops, Durch ihre geringe Größe kannst Du sie leichter im Haus oder in der Wohnung halten, da sie nicht so viel Platz benötigen, wie große Hunde.

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Wichtig ist hierbei trotzdem, dass der Hund nicht beengt leben muss. Bevor Du Dir also einen Hund anschaffst, solltest Du auch bei den kleinen Hunden gut darüber nachdenken, ob Du ausreichend Platz bieten kannst. Kleine Familienhunde haaren deutlich weniger als größere Hundevertreter und sind somit pflegeleichter.

Außerdem haben sie oft eine hohe Lebenserwartung, Nicht selten werden die kleinen Hunde 12 bis 15 Jahre alt. Auch die Kosten sind geringer, denn sie verbrauchen im Gegensatz zu großen Familienhunden deutlich weniger Futter. Doch Achtung: Oft entwickeln die Kleinsten das größte Mundwerk,

In der Erziehung sollte man also trotz alledem mit Konsequenz arbeiten. Außerdem brauchen auch sie ein passendes Maß an Auslauf. Spaziergänge stehen somit auch mit den kleinen Familienhunden auf der Tagesordnung. Der Besuch einer Hundeschule ab dem Welpenalter wird empfohlen, denn hier wird eine gute Erziehung vorangebracht und die Hunde können ihre Artgenossen kennenlernen.

Auch die Ausübung von Hundesport ist für manche Rassen empfehlenswert. Aufgrund ihrer geringen Größe sind die Vierbeiner zwar pflegeleichter was das Fell angeht, jedoch besteht ein erhöhtes Risiko für Zahnprobleme, wenn die Zähne im kleinen Kiefer sehr nah aneinander stehen.

  1. Regelmäßige Besuche beim Tierarzt beugen dem vor.
  2. Leine Hunde, die eigentlich als Jagd -, Wach-, Schutz- oder Hütehund eingesetzt werden, eignen sich eher weniger als Familienhunde.
  3. Wer sich über gewisse Rassen informiert und über einen Kauf nachdenkt, sollte sich demnach immer an seriöse Züchter wenden.

Diese kennen ihre Hunderasse gut und stehen Dir gerne mit einem Rat zur Seite.

Wie trennt man Hunde?

Jeder Hundebesitzer hatte schon einmal Angst, dass sein Vierbeiner von einem anderen Hund angegriffen werden könnte. Eine solche Situation kann jedoch leider vorkommen. Im Folgenden findet ihr hilfreiche Methoden, einen Kampf zwischen Hunden zu beenden, um Verletzungen oder Schlimmeres zu verhindern. Wem GehRt Der Hund Hunde jeder Rasse müssen mit Verwandten kommunizieren, doch leider nicht immer freundlich. Was tun, wenn die Hunde plötzlich entschieden haben, die Beziehung mit Hilfe von Zähnen herauszufinden? Sicherheit steht vor allem Die Hauptsache ist, nicht in Panik zu geraten.

Wenn Du schreist, um einen Hundekampf zu beenden uund deinen Hund zu retten, wird es weder für dich noch für deinen vierbeinigen Freund gut ausgehen. Kämpfende Haustiere sind sehr aufgeregt, oft sehen sie nicht einmal, wo ihre Zähne sind und gegen sie stoßen. Deshalb werden verzweifelte Hundehalter, die mit ihren bloßen Händen versuchen die Kämpfer zu trennen, oft versehentlich von ihrem eigenen Haustier gebissen.

Daher ist es besonders gefährlich, wo Situationen auftreten, in denen große Hunde in Streit geraten. Um dies zu vermeiden, musst Du versuchen, Ruhe zu bewahren. Versuche nicht, Hunde mit Schlägen und Ohrfeigen zu trennen oder sie mit einem Schrei zu begleiten.

Dieses Verhalten wird nur die Wut der Tiere erhöhen, denn laute Klänge, Klatschen oder ein starker Zug an der Leine, fördern nur die Aggression der Hunde. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass Du in einem stressigen Zustand die Situation durch Deine voreiligen Handlungen verschlimmern könntest. Der Zustand des Besitzers wird immer auf das Haustier übertragen.

Für Dein Haustier musst du versuchen, ruhig und selbstbewusst zu bleiben. Wie trennt man die Kampfhunde richtig? Der sicherste Weg, einen Hundekampf zu stoppen, ist wie folgt: Die Besitzer der Kämpfer sollten gleichzeitig ihre Haustiere an ihren Hinterbeinen ergreifen, sie leicht anheben und auseinander ziehen.

Wenn der Hund in einem aufgeregten Zustand ist und die Kontrolle über die Situation verliert, beißt er dich nicht. So müsstest Du Zeit haben, ihn wieder an der Leine zu befestigen. Wenn die Besitzer nicht zögern, werden sie zusammenarbeiten und der Kampf kann schnell gestoppt werden. Es führt die Hunde voneinander weg, so dass sie sich schnell wieder beruhigen.

Wenn der Hund gebissen hat? Wenn du gebissen wurdest, halte an und bewege Dich nicht. Versuche dabei nicht in Panik zu geraten, was natürlich nicht so einfach ist. Aber wenn du anfängst Wiederstand zu leisten, dann fängt das Tier an, noch mehr zu beißen, und vielleicht wird es deine Zähne an einer neuen Stelle am Körper ergreifen.

Die Sache ist, dass das mobile Opfer mehr Interesse an Tieren hervorruft als ein statisches. Behandle die Wunde nach dem Beißen so schnell wie möglich mit einem Antiseptikum und suche einen Arzt auf. Er wird höchstwahrscheinlich eine Impfung gegen Tollwut durchführen. Ignoriere den Biss nicht, selbst wenn der Hund dich nur gekratzt hat! Lasse Dein Haustier bei einem Spaziergang nicht unbeaufsichtigt und wenn Du einen unbekannten Hund siehst, nimm Deinen Hund an die kurze Leine! Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH sind Österreichs Club für Haustierbesitzer.

Fundierte Information und Beratung sind Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation, die sich mit einem umfassenden Servicepaket sowie wichtigen Initiativen um die Anliegen von Haustierbesitzern kümmert. Werde jetzt Mitglied unter https://www.tierfreunde.org/mitgliedschaft Dieser Beitrag wurde unter Hunde, Ratgeber, Tipps abgelegt und mit Allergikerhunde, Hunde kämpfen, Hunde nicht anschreien, Hundebiss, Hundekampf verschlagwortet.

Wer ist ein Familienhund?

Welcher Hund für Familie mit Kindern? – Familienhunde zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie einen guten Umgang mit Kindern haben. Da Kinder generell wenig vor- und umsichtig, können Sie meistens mögliche Gefahren, die von einem Hund ausgehen, nicht richtig einschätzen.

Wer geht zuerst ins Haus Hund oder Mensch?

Mensch oder Hund zuerst durch die Tür: Es ist egal, aber – Wie in unserem Beitrag Darf der Hund auf das Sofa? gilt auch an der Tür: Der Mensch muss entscheiden können, wie die Situation abläuft. Prinzipien wie „Der Mensch muss immer vor dem Hund durch die Tür gehen» – und seien sie noch so verbreitet – beeinflussen die Hundeerziehung nicht.

Was hat ein Hund für Rechte?

Die Rechte des Hundes Die Rechte des Hundes wurden in zwei CANIS-Workshops unter Mitwirkung von Dr. Erik Zimen erarbeitet. Zunächst beleuchtete man das Tier Hund von allen Seiten und leitete daraus seine Bedürfnisse ab. Unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Aspekte wurden dann die Rechte des Hundes entworfen. Die Rechte im Überblick:

Artikel 1: Der Hund hat das Recht auf einen sachkundigen Besitzer Artikel 2: Der Hund hat das Recht auf dauerhaften sozialen Kontakt zu Menschen und Hunden Artikel 3: Der Hund hat das Recht, mit Artgenossen zu spielen Artikel 4: Der Hund hat das Recht auf Verlässlichkeit in seinen sozialen Beziehungen Artikel 5: Der Hund hat das Recht auf artspezifische Kommunikation Artikel 6: Der Hund hat das Recht auf körperliche Auslastung Artikel 7: Der Hund hat das Recht auf freie Bewegung Artikel 8: Der Hund hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit Artikel 9: Der Hund hat das Recht auf Aufgaben, die seinem Wesen entsprechen Artikel 10: Der Hund hat das Recht, durch eigene Erfahrungen zu lernen Artikel 11: Der Hund hat das Recht, sich schmutzig zu machen, zu stinken und Flöhe zu bekommen Artikel 12: Der Hund hat das Recht auf art- und bedarfsgerechte, abwechslungsreiche Ernährung

Präambel Der Hund stammt vom Wolf ab. Er hat wölfische Wesensmerkmale und Bedürfnisse. Aufgrund dieser Abstammung hat er die folgenden Rechte, obwohl er ein Mitglied unserer Gesellschaft ist. Hundehalter, Züchter und Ausbilder sind aufgerufen, sich diese Rechte stets gegenwärtig zu halten und sich zu bemühen, die Achtung dieser Rechte zu fördern und durch fortschreitende Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Verwirklichung zu gewährleisten.

Denn das Verhalten eines jeden Hundes wird entscheidend geprägt durch seinen Menschenpartner. Artikel 1 Der Hund hat das Recht auf einen sachkundigen Besitzer Ein sachkundiger Besitzer ist informiert über die wölfische Abstammung des Hundes und die daraus resultierenden Folgen im Zusammenleben mit ihm.

Er informiert sich ferner über Verhalten, Kommunikation und Erziehung. Zur Sachkunde gehört auch ein Basiswissen über Gesunderhaltung und Pflege sowie über die Konsequenzen der Haltung von Rüde oder Hündin. Vor Anschaffung eines Hundes ist es unbedingt erforderlich, sich über die Wesensmerkmale und insbesondere die Ansprüche der jeweiligen Rasse/Rassen umfassend zu informieren, damit geistiger und körperlicher Unterforderung des Hundes vorgebeugt wird (vgl.

  • Dazu auch Artikel 9).
  • Artikel 2 Der Hund hat das Recht auf dauerhaften sozialen Kontakt zu Menschen und Hunden Dieses Recht setzt räumliche Nähe zu den Sozialpartnern voraus.
  • Daher ist eine Zwingerhaltung lediglich in Kombination mit einer überwiegenden Haushaltung tolerabel.
  • Eine Anbindehaltung ist völlig unangebracht.

Anzustreben ist die Haltung von wenigstens zwei Hunden; sollte dieses nicht möglich sein, ist zu gewährleisten, dass der Hund regelmäßig Kontakt zu anderen Hunden hat (Hundewiese, Welpenspielstunden, Spaziertreffs etc.). Artikel 3 Der Hund hat das Recht, mit Artgenossen zu spielen Im Spiel mit anderen Hunden erwirbt der Hund soziale Kompetenz.

  1. Er lernt die Umgangsformen seiner Art kennen (Aktions- und Reaktionsmuster im sozialen Geschehen).
  2. Ommt es im Spiel zu Vermischungen von verschiedenen Motivationen (Jagd-, Sexual-, Territorial-, Aggressionsverhalten), muss der Besitzer regulierend in das Spiel eingreifen, um ritualisierten Verhaltensweisen wie der permanten Fixierung auf Spielobjekte vorzubeugen.

Auch im Spiel mit dem Menschen kann es zu einer derartigen Vermischung der Antriebe kommen. Häufig testen Hunde im Spiel ihre Grenzen aus und versuchen, diese zu überschreiten. Daher muss der Mensch Form, Anfang und Ende des Spieles bestimmen und es jederzeit kontrollieren können.

  • Spielen mit Hunden heißt nicht, einen Ball zu werfen und den Hund hinterherlaufen zu lassen.
  • Spiel lebt von Abwechslung im Verhalten und nicht vom Equipment.
  • Spielen mit Hunden bedeutet miteinander zu rangeln, zu rennen, sich anzuschauen, sich zu verstecken, sich gegenseitig zu berühren und Spaß dabei zu haben.

Artikel 4 Der Hund hat das Recht auf Verlässlichkeit in seinen sozialen Beziehungen Der Hund ist keine Ware und kein Wegwerfartikel. Für ihn ist es wichtig, sein Leben in einem stabilen sozialen Gefüge zu verbringen. Grundsätzlich ist es daher nicht zu tolerieren, dass der Hund aus diesem Gefüge beliebig herausgerissen wird.

Der Hund braucht eine klare Position innerhalb der Familie. Diese Position wird zugewiesen durch das Setzen von Grenzen, innerhalb derer er sich frei und sicher bewegen kann. Die Reaktionen aller Familienmitglieder auf Grenzüberschreitungen (= unerwünschtes Verhalten) müssen immer unmittelbar und angemessen erfolgen.

Artikel 5 Der Hund hat das Recht auf artspezifische Kommunikation Hunde kommunizieren ausschließlich nichtsprachlich. Sie setzen ihren Körper ein, um sich einander oder auch dem Menschen mitzuteilen. Das Erkennen und Deuten der Körpersprache des Hundes und das Einbringen des eigenen Körpers in das soziale Zusammenleben dient der Kommunikation mit dem Hund.

  • Dazu gehört das Anfassen und Streicheln, aber auch die Begrenzung des Hundes.
  • Neben den köpersprachlichen Signalen sind das Bellen und das Knurren artspezifische Lautäußerungen, die der Kommunikation dienen.
  • Bellen kann zum einen Ausdruck von Lebensfreude und Aufregung sein.
  • Bellen und insbesondere Knurren können aber auch Warnsignale sein zur Verteidigung des Territoriums, der Gruppenmitglieder oder seiner Selbst.

In diesen Fällen muss der Besitzer gewährleisten, dass es nicht zu Beißvorfällen kommt (Briefkasten für den Postboten gefahrlos erreichbar). Ritualisiertes Dauerkläffen ist vom Besitzer zu unterbinden. Dazu gehört es, vorausschauend zu handeln, also auch einzukalkulieren, dass manche Menschen (z.B.

  • Inder) in falscher Weise auf Droh- und Warnsignale des Hundes reagieren.
  • Artikel 6 Der Hund hat das Recht auf körperliche Auslastung Der Wolf ist ein ausdauernder Traber über weite Strecken.
  • Auch die meisten Hunde sind aufgrund ihrer Anatomie in der Lage, täglich zehn bis zwölf Stunden zu laufen.
  • Daher ist es unbedingt erforderlich, seinen Hund auch körperlich zu fordern.
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Artikel 7 Der Hund hat das Recht auf freie Bewegung Der Hund sollte überwiegend frei, d.h. unangeleint, laufen dürfen. Nur so kann er weitgehend ungestört die überaus wichtigen Sozialkontakte zu seinen Artgenossen aufnehmen. Außerdem ermöglicht ihm der Freilauf die Erkundung der Umwelt.

  • Damit es immer wieder etwas Neues für den Hund zu erforschen gibt (er hat ein Bedürfnis nach Abwechslung und Vielseitigkeit), sollten die Spaziergänge oft in unterschiedlichen Gebieten stattfinden.
  • Artikel 8 Der Hund hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit Alle Arten von Quälereien und Misshandlungen sind ohne Ausnahme unzulässig.

Hunden dürfen unter keinen Umständen körperliche Defekte angezüchtet werden (Qualzucht z.B. bei Shar-Pei, Bulldoggen, Pekinesen, Toyrassen). Bei züchterischen Maßnahmen dürfen genetische Defekte nicht in Kauf genommen werden. Ein körperlicher oder genetischer Defekt kann auch darin bestehen, dass Hunde nur noch eingeschränkt in der Lage sind zu kommunizieren (extreme Faltenbildung im Gesicht).

  • Vom Kauf solcher Hunde sollte abgesehen werden! Hunde haben ein Recht auf tiermedizinische Hilfe bei Krankheit und Schmerzen.
  • Das umfasst auch das Recht in aussichtslosen Situationen vor weiteren Leiden bewahrt zu werden.
  • Der Besitzer hat in diesem Fall dafür Sorge zu tragen, dass der Hund fachgerecht eingeschläfert wird.

In die körperliche Unversehrtheit des Hundes kann eingegriffen werden, wenn eine Kastration sinnvoll ist. Eine Kastration ist auch ohne tiermedizinische Indikation immer dann sinnvoll, wenn ansonsten ein anderes Recht des Hundes (z.B. das Recht auf freie Bewegung – Artikel 6) erheblich eingeschränkt werden würde.

Artikel 9 Der Hund hat das Recht auf Aufgaben, die seinem Wesen entsprechen Bei Gebrauchshunden wie Jagd-, Hüte-, Herdenschutz-, Wach- oder Schlittenhunden muss der Besitzer eine weitgehend anlagegerechte Beschäftigung seines Hundes sicherstellen oder zumindest entsprechende Ersatzbeschäftigungen für seinen Hund organisieren.

Ist dies nicht möglich, muss von der Anschaffung eines solcherart spezialisierten Hundes abgesehen werden. Die wesensgerechte Beschäftigung darf nicht dazu führen, dass andere Individuen in konkrete Gefahr geraten. Dies ist aber insbesondere bei Hunden mit einer angezüchteten, gesteigerten Aggressivität und/oder Verteidigungsbereitschaft der Fall.

In dicht besiedelten Gebieten gehen die erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zwangsläufig zu Lasten einer artgerechten, den Bedürfnissen entsprechenden Haltung dieser Hunde (z.B. kann ihnen der erforderliche Freilauf nicht in ausreichendem Maße geboten werden). Zucht und Haltung dieser Hunde stellen in Deutschland damit ein ernsthaftes Problem dar.

Artikel 10 Der Hund hat das Recht, durch eigene Erfahrungen zu lernen Nichts kann die eigenen Erfahrungen ersetzen, die insbesondere ein junger Hund machen kann. Der Besitzer muss daher bereits seinen Welpen frühzeitig mit möglichst vielen Umweltkonstellationen vertraut machen.

  • Dies dient auch der Vermeidung von «Fehlprägungen» (z.B.
  • Jagd auf Jogger, Radfahrer, laufende Kinder).
  • Es gilt, den Hund in seinem Lern- und Reifungsprozess zu unterstützen und zu leiten.
  • Ziel muss es sein, dass der Hund seine Grenzen kennt, zwischen Spiel und Ernst klar unterscheiden und aggressives Verhalten kontrollieren kann, um sich in einer Vielzahl von Situationen angemessen zu verhalten und in seiner Umwelt sicher und souverän zu bewegen.

Artikel 11 Der Hund hat das Recht, sich schmutzig zu machen, zu stinken und Flöhe zu bekommen Aufgrund der wölfischen Abstammung sind bestimmte Verhaltensweisen und Bedürfnisse vorhanden:

sich in Aas/Gülle zu wälzen in Schlammlöcher zu springen Löcher zu buddeln Mäuse auszugraben usw.

Derartiges Verhalten hat für den Hund einen hohen Stellenwert. Der Besitzer muss es tolerieren. Diese Forderung entbindet den Besitzer aber nicht von seiner Verantwortung, für die Gesunderhaltung seines Hundes zu sorgen (Impfungen, Wurmkur, Floh-/Zeckenbehandlung etc.).

  1. Artikel 12 Der Hund hat das Recht auf art- und bedarfsgerechte, abwechslungsreiche Ernährung Durch eine ausschließliche Ernährung über industriell gefertigtes Hundefutter erhält der Hund rein theoretisch alle Nährstoffe, die ein gesundes Leben garantieren sollen.
  2. Diese Form der Ernährung ist jedoch eintönig.

Abwechslungen in Form von z.B. geeigneten Essensresten, Schlachtabfällen oder Knochen hebt sichtbar die Lebensqualität von Hunden. Schluss Der Hund ist ein Hund! Gleichwohl läuft er in unserer Gesellschaft Gefahr, nur noch an den menschlichen Ansprüchen gemessen zu werden.

  • Die vorgenannten Rechte sollen einen Beitrag dazu leisten, den Hund als Tier mit wölfischen Bedürfnissen zu sehen, wertzuschätzen und zu lieben.
  • Die Teilnehmer dieses Workshops und damit die Verfasser von «Die Rechte des Hundes» sind: Dorothea Bakir, Werner Biereth, Sieglinde Bürger, Rainer Dorenkamp, Nina Egger, Jens Eikelmann, Monika Germann, Sabine Gerteis, Ute Heberer, Agnes Hillmer, Sonja Jürgens, Tanja Kittelmann, Christina Landmann, Andrea Mansfield, Melanie Metz, Simone Müller, Eva Näher, Daniel Ney, Tina Oldenburg, Peter Przybilla, Helga Schüller, Dr.

Ulrike von Wardenburg, Sylvia Werner und Dr. Erik Zimen Schriftliche Beiträge dürfen nur in vollständiger Form weitergeleitet oder veröffentlicht werden, wobei stets die Zustimmung von CANIS unter,de einzuholen ist und die Quellenangabe © https://www.canis-kynos.de für weitere Hinweise und Informationen anzugeben ist.

Ist der Hund noch eine Sache?

§ 90a BGB – Einzelnorm Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

Ist ein Tier ein Eigentum?

Ist ein Tier rechtlich eine Sache? – Tiere sind keine Sachen, Das ist im Bürgerlichen Gesetzbuch klar geregelt (§ 90 a BGB): Tiere sind Mitgeschöpfe, die Schmerzen und Leiden empfinden. Darum schützen sie besondere Gesetze wie das Tierschutzgesetz. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund vermeidbare Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen (§ 1 Satz 2 TierSchG ).

Was passiert mit dem Hund bei Trennung?

Kur­ze Zu­sam­men­fas­sung –

Gehören Hund oder Katze einem Ehepartner allein, verbleibt das Tier unabhängig von seiner emotionalen Hinwendung auch bei dem Eigentümer,Haben die Ehepartner Hund oder Katze gemeinsam angeschafft, wird das Tier nach Billigkeit zugeteilt. Da Tiere empfindsame Lebewesen sind, sind auch tiereigene Interessen zu berücksichtigen.Ein Umgangsrecht mit dem Hund oder der Katze lehnt die Rechtsprechung teils ab, erkennt es teils aber auch an.

Tipp 1: Wem gehört das Haustier? Ein Tier gehört einem der Ehepartner und er kann es nach der Trennung behalten, wenn er es in die Ehe eingebracht oder durch Schenkung oder als Erbe erhalten hat. Tipp 2: Benötigen Sie das Haustür für Ihren Beruf? Wenn Sie das Haustier zur Ausübung Ihres Berufs benötigen, zum Beispiel einen Polizeihund, verbleibt dieser nach der Trennung ebenfalls bei Ihnen. Das Thema Haustier kann Konflikte hervor rufen. Es gibt Scheidungen, die laufen völlig problemlos ab. Wären da nicht Hund oder Katze. Die Ehepartner haben kein Problem, Ihre, den Hausrat aufzuteilen oder sich über und den Ehegattenunterhalt zu verständigen.

Geht es aber um Hund oder Katze, springt die Ampel auf Rot. Möchten Sie vermeiden, dass eine bis dahin an sich einvernehmliche Scheidung scheitert, sollten Sie Kenntnis darüber haben, nach welchen Maßstäben Hund und Katze zugeordnet werden. Hunde und Katzen sind keine Sachen. Sie sind Lebewesen. Ihre Rechte sind in den Tierschutzgesetzen geregelt,

Auch wenn Tiere keine Sachen sind, bestimmt das Gesetz, dass die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden sind. § 90a BGB öffnet damit den Weg zu den Grundsätzen über die Hausratsverteilung bei Trennung von Ehepartnern. Trennen Sie sich von Ihrem Ehepartner oder lassen Sie sich scheiden, finden Sie im Tierschutzgesetz oder im Scheidungsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches keine ausdrückliche Regelung, wie mit dem Tier zu verfahren ist.

Insoweit greift die Rechtsprechung auf § 1361a BGB zurück. Dort ist die Verteilung von Hausratsgegenständen geregelt, wenn sich die Ehepartner trennen. Expertentipp: § 1361a BGB beinhaltet sinngemäß folgende Regelung: Ein Ehepartner kann die ihm zu Alleineigentum gehörenden Hausratsgegenstände von dem anderen Ehepartner verlangen.

Hausratsgegenstände, die den Ehegatten gemeinsam gehören, werden angemessen verteilt. Einigen sich die Ehepartner nicht, entscheidet das Familiengericht. Die gesetzliche Regelung passt auf leblose Gegenstände. Sie passt aber nur teilweise auf lebende Tiere. Wem GehRt Der Hund Wen gehört der Hund oder die Katze nach einer Trennung? Auf dem Hintergrund der gesetzlichen Regelung, die entscheidend auf die Eigentumsverhältnisse abstellt, hat die Rechtsprechung einer Reihe von Maßstäben herausgearbeitet:

Tiere werden nur dann als Hausrat unter den Ehepartnern aufgeteilt, wenn das Tier während der Ehe angeschafft wurde. Haben Sie das Tier bereits in die Ehe mit eingebracht oder haben Sie das Tier geerbt oder wurde es Ihnen geschenkt, gehört es Ihnen allein und verbleibt auch nach der Trennung in Ihrem Eigentum. Es kommt dann nicht darauf an, dass sich das Tier vielleicht emotional besonders zu Ihrem Partner hingezogen fühlt und Sie vielleicht ablehnt. Es entscheidet allein, wer Eigentümer ist, Ob dieser Aspekt dem Wohl des Hundes dienlich ist, ist eine andere Frage.

Praxisbeispiel: Das OLG Stuttgart (Beschluss v.16.4.2019, 18 UF 57/19) verweigerte der Ehefrau nach der Trennung den Umgang mit dem Hund. Die Frau habe nicht nachweisen können, dass der Hund ihr Eigentum sei. Im Kaufvertrag stand nur der Name des Mannes. Auch wenn sich die Frau vorwiegend um den Hund wie um ein Kind gekümmert habe, habe sie keinen Eigentumsanspruch.

Haben Sie in der Ehe das Tier im alleinigen Eigentum erworben, dürfen Sie es ebenfalls nach der Trennung behalten. Sollte das Tier im Haushalt des Partners zurückgeblieben sein, können Sie es vom Partner herausverlangen, auch wenn der zurückbleibende Partner die Hauptbezugsperson des Hundes geworden sein sollte.Haben Sie das Tier gemeinsam angeschafft, wird es nach den „Grundsätzen der Billigkeit» verteilt. Können Sie sich mit Ihrem Ehepartner nicht einigen, entscheidet das Gericht, was „billig» ist. Diese Fallgestaltungen dürften der Praxis am häufigsten vorkommen. Oft geht es dann um auch die Frage des Umgangsrechts mit dem Tier,

Praxisbeispiel: Ein Ehepaar hatte sich einen Hund angeschafft. Zwei Jahre nach der Trennung verlangte die Frau den gemeinsamen Hund zurück. Das Oberlandesgericht Oldenburg (Beschluss v.16.8.2018, Az.11 WF 141/18) entschied nach „Billigkeit». Es stellte darauf ab, dass der Hund als Lebewesen eine Beziehung zu Menschen aufbaue und leide, wenn er einen Menschen verliert.

Das Gericht stellte darauf ab, wer den Hund während der Ehe überwiegend versorgt, gepflegt und sich mit ihm abgegeben hatte und damit die Hauptbezugsperson des Tieres sei. Da das Tier bereits seit 30 Monaten beim Herrchen lebte, war davon auszugehen, dass sich dieser zur Hauptbezugsperson des Tieres entwickelt habe.

Da der Mann das Tier angemessen versorgte, erschien eine Trennung und eine Zuweisung an die Frau nicht mit dem Wohl des Tieres vereinbar. In einem Fall des OLG Stuttgart (18 UF 62/14) stellte das Gericht klar, dass ein Ehepartner eine gemeinsam angeschaffte Malteserhündin nach der Trennung nicht einfach in seine neue Wohnung mitnehmen und dem Partner vorenthalten könne.

Dient der Hund Ihrer Berufsausübung (z.B. Polizeihund, Lawinenhund) unterliegt er nicht der Hausratsverteilung. Da er Ihrem persönlichen Gebrauch zugewiesen ist, ist daran nichts zu ändern, Im Regelfall werden Sie ohnehin der alleinige Eigentümer sein.

Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden. Carl Hilty (1833 – 1909)

Dient der Hund Ihrem persönlichen Gebrauch (z.B. Blindenhund), gehört er demjenigen Ehepartner, der auf das Tier angewiesen ist, Auch in diesem Fall werden Sie regelmäßig der alleinige Eigentümer sein.

Praxisbeispiel: Das OLG Schleswig (15 UF 143/12) entschied in einem Fall, in dem ein Ehepaar gemeinsam drei Hunde besaß. Die Hunde wurden aufgeteilt. Der Mann durfte einen der drei Hunde zu sich nehmen. Eine Trennung der Hunde sei den Tieren auch zumutbar.

Umgekehrt entschied das OLG Nürnberg (10 UF 1429/16), dass die sechs im Rudel lebenden Hunde eines Ehepaares nicht auseinandergerissen werden dürften. Der Wunsch des Mannes, ihm zwei der Hunde zuzuweisen, lehnte das Gericht ab. Da das Gericht nicht feststellen konnte, welcher Partner sich besser um die Hunde kümmern könnte, stellte es auf den Tierschutz ab.

Da sich die Tiere nach dem Auszug aus der ehelichen Wohnung an die neue Umgebung und den neuen Partner der Frau gewöhnt hätten, sei ihnen eine erneute Veränderung ihrer Lebensumstände nicht zuzumuten.