Was Macht Ein Zuhälter?

Was Macht Ein Zuhälter
Zuhälter (© dmitrimaruta / Fotolia.com) Der Begriff des Zuhälters beschreibt eine Person, die eine andere Person – meist eine Frau, die ihren Körper verkauft – finanziell ausbeutet. Die oder der Prostituierte steht regelmäßig in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Zuhälter.

Wann ist man ein Zuhälter?

Was bedeutet der Begriff „Zuhälter»? – Zunächst sollen in diesem Abschnitt die Begrifflichkeiten geklärt werden und somit die Frage „Was ist ein Zuhälter?» Als Zuhälter bezeichnet man jemanden, der eine andere Person ausbeutet, welche wiederum der Prostitution nachgeht.

Ebenso fällt das Erteilen von Weisungen oder aber das Überwachen von Personen, die der Prostitutionsausübung nachgehen (Prostituierte), unter den Begriff der Zuhälterei. Als Prostitution (oder auch Sexarbeit) wiederum wird die Vornahme sexueller Handlungen durch eine Person gegen ein entsprechendes Entgelt bezeichnet.

Erfolgt sie auf unfreiwilliger Basis, ist von Zwangsprostitution die Rede. Das Prostitutionsgesetz regelt in Deutschland die rechtliche Stellung von Prostitution als Dienstleistung. Es handelt sich um ein aus insgesamt drei Paragraphen bestehendes Bundesgesetz, welches seit dem 1.

Wie verhalten sich Zuhälter?

Eine perfide Strategie von Gehirnwäsche und Abhängigkeit – Die Loverboy-Methode ist eine perfide geplante Strategie von Gehirnwäsche und Abhängigkeit. Durch ein wechselhaftes Verhalten des Loverboys wird eine Trauma-Bindung erzeugt. Die Täter sind mal liebevoll und fürsorglich, mal gewalttätig und aggressiv. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren

Ist Zuhälterei in Deutschland verboten?

Strafe und Verjährung bei Zuhälterei – Die Ausbeutung von Prostituierten nach § 180a StGB zieht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe nach sich und verjährt nach fünf Jahren, Wer Zuhälterei gemäß § 181a Abs.1 StGB betreibt, also ausbeuterische und dirigistische Zuhälterei, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Für Formen der Zuhälterei gemäß § 181a Abs.2 StGB − kupplerische Zuhälterei – ist eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe zu erwarten. Die Verjährungsfrist für beide Ausübungen der Zuhälterei beträgt fünf Jahre, Die Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger bei Personen unter 16 Jahren wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe verfolgt.

Der Strafrahmen erhöht sich auf Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bei sexuellen Handlungen gegen Entgelt mit Minderjährigen.

Wie nennt man einen Zuhälter?

Kuppler, Loddel, Stenz, Lude, Strizzi.

Wie sieht ein typischer Zuhälter aus?

Zuhälterfrisur – ein Klischee – Jeder Mensch besitzt eine Vorstellung von einem Zuhälter. Das beginnt bei der Zuhälterfrisur und hört bei seinem Verhalten auf. Dabei stimmen Realität und Vorstellung nicht immer überein.

Im Normalfall trägt der Zuhälter in der allgemeinen Vorstellung eine dicke Goldkette um den Hals und das Handgelenk. Ein Rolex-Imitat schmückt das andere Handgelenk. Er trägt halb offene Seidenhemden und eine Stoffhose bzw. Lederhose – je nachdem, wie gut der Zuhälter im Geschäft ist. Die, meist dunklen, Haare sind nach hinten gegelt und kleben aufgrund der Gelmasse am Kopf fest. So sehen Zuhälter brutaler aus und genießen mehr Autorität – so die gängige Vorstellung. Dabei kann man auch in diesem Metier nicht alle Zuhälter über einen Kamm scheren. Auch hier gibt es Unterschiede.

Was für Autos fahren Zuhälter?

Lambo und Corvette: wilde Karren der Zuhälter von St. Pauli – AUTO BILD Klassik 12.08.2016 — In den 80ern ist Benzin billig und Sex gilt noch als Sünde. Es ist die Zeit der schillernden Gestalten und wilden Karren. Ein Blick auf die heißesten Luden-Autos vom Kiez vor 30 Jahren. Video: Kommentar Spritztour im Chevy Camaro Gut 30 Jahre ist es her, dass die berüchtigte «Nutella»-Luden-Gang und die Zuhälter-Organisation «GMBH» in Hamburg-St.

Pauli die Macht über den Hamburger Kiez verloren. Der Tiefpunkt kommt am 14. September 1984, als einer der berühmtesten Luden, Peter Pfeilmeier, in seinem Pontiac erschossen wird. Mit der Bluttat neigt sich die Ära der Kiez-Größen dem Ende zu. «Bayern-Peter» stirbt in seinem schwarzen Pontiac Firebird durch einen Kopfschuss von hinten.

Was aus heutiger Sicht unglaublich erscheint: Die karrt den Pontiac auf einem Abschleppwagen mitsamt der Leiche quer durch Hamburg. Klaus Barkowski war als «schöner Klaus» in den 70er- und 80er-Jahren eine Größe auf St. Pauli. Der Kiez in den 70ern war ohne die heißen Schlitten undenkbar. Groß, teuer und schnell mussten sie sein, die Zuhälter-Autos. Je teurer der Wagen, desto begehrenswerter erschien der Typ hinterm Lenkrad. Ein schwarzer Lamborghini mit Regenbogen prägte den Ruf von Barkowski als «Lambo-Klaus». Eine große Nummer damals war Klaus Barkowski, der Ende der 1970er-Jahre auf St. Pauli mit seinen heißen Schlitten Furore machte. Der «schöne Klaus» verdiente sich dank seines Lamborghini Countach den zweiten Beinamen «Lambo-Klaus». Ein Lamborghini brachte dem Luden von Welt enormes Prestige ein. Sein erstes heißes Auto besteigt der «schöne Klaus» in den 70ern, es ist ein, Als er damit von einem Porsche 911 überholt wird, macht er sich tobend auf den Weg nach Düsseldorf, um ein Auto zu kaufen, in dem das nicht mehr passiert.

Bei einem Edel-Auto-Importeur findet er den Wagen der Wahl: einen SV mit 385, Als später ein schwarzer Lamborghini Countach LP400 auf der Meile steht, ist der «schöne Klaus» nicht mehr zu halten. Binnen einer halben Stunde hat er den Kaufpreis von 184.000 D-Mark zusammen und fährt mit dem 375 PS starken V12-Boliden vor.

Im AUTO BILD-Interview erklärt Barkowski 2009 die Grundvoraussetzungen, um auf dem Hamburger Kiez in den 70ern eine Karriere zu starten: «Du darfst nicht ganz doof sein, du darfst nicht ganz hässlich sein, und du darfst nicht ganz schwach sein.» Zu seiner besten Zeit war sein Fuhrpark ansehnlich: zeitweise hat er sechs gleichzeitig. Vor 30 Jahren waren der «schöne Klaus» und sein Lamborghini Countach auf der Großen Freiheit in Hamburg St. Pauili eine große Nummer. Heute ist Klaus Barkowski, die ehemalige Kiezgröße, Künstler. Wegen seiner Vorliebe für schnelle Autos bekam er den Spitznamen «Lambo-Klaus». Hier ein Blick ins Archiv: 2009 bringt AUTO BILD den «Schönen Klaus» und seinen Lambo zusammen. Sein erster Kiez-Wagen zu Beginn der 70er ist eine Corvette. Als er damit von einem Porsche 911 überholt wird, macht er sich tobend auf die Suche nach einem Auto, mit dem er nie wieder überholt wird. In Düsseldorf wird er fündig und kauft einen Lamborghini Miura SV mit 385 PS. Mit dem Miura dreht Barkowski ganz weit oben mit, bis zu 15 Frauen laufen für ihn, und sie wollen etwas von seinem Sunnyboy-Glanz abbekommen. Die Luden fahren in den 70ern alles, was groß, teuer und schnell ist. Je teurer der Wagen, desto begehrenswerter erscheint der Typ hinterm Lenkrad. Länger, dicker, breiter – Zuhälter leben von ihrem Renommee. Und natürlich vom Geld ihrer Frauen. Als eines Tages ein schwarzer Lamborghini Countach LP400 auf der Meile steht, ist der «schöne Klaus» nicht mehr zu halten. Binnen einer halben Stunde hat er den Kaufpreis von 184.000 D-Mark zusammen und fährt mit dem 375 PS starken V12-Boliden vor. Sein größtes Vollgaserlebnis: Auf einem abgesperrten Autobahn-Teilstück gibt Barkowski alles, der Countach rennt 295 km/h, mehr geht nicht. Barkowski erklärt die Grundvoraussetzungen, um in den 70ern auf dem Hamburger Kiez eine Größe zu sein: «Du darfst nicht ganz doof sein, du darfst nicht ganz hässlich sein, und du darfst nicht ganz schwach sein.» Gemeinsam mit weiteren Geschäftspartnern ist der «schöne Klaus» Mitglied der Zuhältervereinigung «Nutella».

Heute arbeitet der «schöne Klaus» mit Leinwand und Pinsel. In zumeist abstrakten, manchmal auch gegenständlichen Werken verarbeitet er vergangene und aktuelle Erlebnisse. Zwei Originale: Klaus Barkowski mit seinem Bild «Reeperbahn III» (Archivbild von 2009). Neben den alteingesessenen Luden, die in St.

Pauli nur einen Laden besitzen, werden die 70er Jahre von den «Nutella-Jungs» und der so genannten «GMBH» beherrscht. Der Name bildet sich aus den Vonamen der Chefs: Gerd, Mischa, Beatle, Harry. Die Mitglieder der GMBH streichen nach eigener Aussage monatlich rund 300.000 D-Mark ein.

  • Poussieren» nennt man, wenn neue Mädchen in Klubs und Diskos angesprochen werden.
  • Laus war der Charmeur der «Nutella-Jungs», er beschaffte neue Frauen.
  • Hier poussiert der «schöne Klaus» Knut Simon, den Autor dieser Zeilen.
  • Lambo-Klaus erklärt: «Die Girls, die für dich an der Mauer stehen, müssen zuallererst mal auf dich persönlich abfahren.

Das heißt, du musst gut gebaut sein, geile Klamotten tragen und zeigen, dass du Kohle hast und jemand bist auf dem Kiez.» In den 70ern ist auf dem Kiez immer Party – leichte Mädchen, schwere Schlitten. Während die Freier Sparkäfer fahren und Käsebrötchen knabbern, donnern die Luden mit ihrem Hofstaat die sündige Meile rauf, lassen den Schampus («Puffbrause») und verbleites Superbenzin in Strömen fließen.

Auf der Reeperbahn glänzen in ihren besten Zeiten Rolls-Royce Silver Shadow, Pontiac Firebird, Mercedes 600, Lamborghini Countach, BMW 635 CSI, Porsche 911 und Ferrari. Bei den Sportwagen gilt die Einsteiger-Hierarchie der «drei C»: Capri, Camaro, Corvette. Statussymbol mit Sinn und Zweck: Teure Sportwagen wie der Countach sind bei den Luden mehr als Selbstzweck.

Wandert man in den Bau oder braucht schnell Bargeld, gibt es garantierte Festbeträge für die Schlitten. Lustkraftwagen sind der Luden liebstes Spielzeug. Wie kleine Jungs ihre Matchbox untereinander tauschen, so bleiben auch die Schlitten meist auf dem Kiez.

In den 80ern gerät der Kiez unter Breitreifen: Trikes mit Lederpolstern und Fuchschwanz-Antennen, offene Wrangler mit Motorbooten im Schlepptau wetteifern mit Oldsmobile und «veredelten» Mercedes vor den Treffpunkten der Luden. Qualitätssiegel: Wo der Stier am Heck tobt, steckt viel Leistung und Fahrvergnügen unterm Blech.

Und Prestige, ganz wichtig auf dem Hamburger Kiez. Für AUTO BILD setzte sich Klaus Barkowski nochmal ans Steuer des – geliehenen – Countach und ließ den Zwölfender auf der Reeperbahn wieder richtig brüllen. Nichts verlernt: Barkowski fühlt sich sofort wieder heimisch im Lambo.

  1. Sogar sein Hut passt problemlos unter das Dach.
  2. Leiner Stummel, offene Kulisse: Über ein manuelles Fünfgang-Getriebe setzt der Zwölfzylinder seine Kraft in Vortrieb um.
  3. Das Lenken im Countach bedeutet noch richtig Arbeit.
  4. Bei niedrigem Tempo muss kräftig am Volant gezerrt werden, aber je höher die Tachonadel steigt, desto angenehmer wird die sehr direkte Lenkung.

Ungewöhnlich platziert: Klimaanlage auf der flachen Mittelkonsole. Unten knapp, oben großzügig, so mögen es die Luden: Während der Fußraum im Lambo sehr eng geschnitten ist, zeigt sich die Uhrensammlung im Countach extrem ausladend. Auf den ersten Blick ist hier herzlich wenig zu erkennen.

Immerhin sind, die größten Instrumente auch die wichtigsten: Tachometer und Tourenzähler. Aus dem Fotoalbum der «Nutella-Gang»: der «schöne Klaus» in seinem 375 PS starken Lamborghini LP400. Der eigene Stil ist alles: Als ein weiterer Lude im Countach vorfährt, lässt Klaus einen Regenbogen auf seinen Lambo lackieren und,

sich einen ebenso gestalteten Lederanzug anfertigen. Auch auf seiner Visitenkarte ist der Countach abgebildet. «Lambo-Klaus» nennen sie ihn jetzt. Er ist wieder unverwechselbar. Heißer Ofen, coole Pose: Klaus Barkowski mit Dienstfahrzeug auf dem Kiez der frühen 80er.

  • Er war der «Fachmann für die Abteilung Stress» der «Nutella-Gang»: Thomas Born alias «Karate-Tommy» (gestorben im Mai 2015) liebte seinen Mercedes 500 SEC AMG.
  • In seinen letzten Lebensjahren war Born im Security-Geschäft tätig.
  • Arate-Tommy» war ein Mann wie ein Schrank, ehemaliger zweifacher Europameister in Karate und Kickboxen, Deutscher Judomeister.

Mitte der 70er betreibt der Junge aus bürgerlichem Blankeneser Haus eine Sport- und Karateschule, als die Jungs vom Kiez ihn engagieren. Tommy wird das kraftstrotzende Aushängeschild von «Nutella» und hält durch mal sanfte, mal weniger sanfte Gewalt Widersacher auf Abstand.

  1. Anfang der 80er entkommt Born nur knapp dem Tod: Als er 2000 D-Mark Schadenersatz dafür fordert, dass für ihn anschaffende Hure verprügelt wurde, kann er am Treffpunkt noch gerade «Guten Abend» sagen, dann hat er schoneine Kugel im Bauch.
  2. Mit einem Sprung durch eine Glastür entkommt er der Schusslinie, zwei Kumpel sterben.

«Karate-Tommy» wechselte seine Autos im schnellen Rhythmus.3.6er Ruf-Porsche 911, Mercedes 500 SEC AMG, einen staatstragenden Mercedes 600 mit Chauffeur und die obligatorische Corvette. In den 80er Jahren sind Razzien in den Klubs zwischen Hafenrand und Reeperbahn an der Tagesordnung – aber die Szene bleibt weitgehend das, was die Beteiligten als «intakt» bezeichnen.

Sei es, weil das Faustrecht lange funktioniert, oder weil einflussreiche Beamte selbst in der Szene verkehren – sie gelten als «Zehnprozenter». Und doch gerät das Gleichgewicht auf dem Kiez in den 80ern aus den Fugen: Im Hafen liegen zeitsparende Containerschiffe, das Privatfernsehen zeigt Softpornos, AIDS macht ängstlich.

Freier bleiben aus. Mit Koks versucht der Kiez die Krise zu kontern. Elf Leichen in drei Jahren – so die Bilanz der Machtkämpfe auf dem Kiez in den frühen 80ern. Als die harten Jungs mehr und mehr selbst dem weißen Puder verfallen, lassen sich die Lieferanten am Ende des Bargelds mit Anteilen an Bordellen bezahlen, die sie letztlich ganz übernehmen.

See also:  Was Kostet Ein Containerschiff?

Den Rest erledigt die Steuerfahndung: «GMBH» und «Nutella» werden zerschlagen, ebenso die «Hells Angels», die bereits weite Teile des Kiez terrorisieren. Heute versuchen die Strippenzieher auf dem Kiez, die weitgehend der Organisierten Kriminialität zugerechnet werden, der Polizei keinen Angriffspunkt zu bieten.

Die wilden Jahre auf dem Kiez sind vorbei. Mercedes’ Mittelklasse der 80er ist heute ein klassenloses Auto. Nur an Feinheiten wird der voll ausgestattete Mercedes 300 CE als Mitglied einer sehr gehobenen Klasse erkennbar. Jetzt passendes Exemplar finden: So etwas war nur in den 80ern und frühen 90ern vorstellbar.

  1. Hier gehören Alu-Räder zum Zubehör.
  2. Ungewölbt: der Kofferraumdeckel hinter der flachen Scheibe.
  3. Anders als bei der Limousine wölbt sich hinter der Schulter des Fahrers ein Hügel für den Gurt.
  4. Der Erstbesitzer fuhr den Mercedes allein und keine 1000 Kilometer im Jahr, saß aber auf elektrischen Ledersitzen.

Jetzt passendes Exemplar finden: Schalterleiste, Wischerchen: Weil andere Statussymbole tabu sind, werden möglichst viele Knöpfe auf der Mittelkonsole und die Scheinwerferreinigung zu Zeichen des Wohlstands. Der Aufkleber ist echt 80er. Die Tachonadel des Mercedes 300 CE beschleunigt in 7,7 Sekunden von Null auf Hundert.

  • Spitze sind 220 km/h.
  • Durch lange Türen fädeln sich höchstens zwei Passagiere auf die Rücksitze.
  • Der Reihensechszylinder klingt sanft und satt und ist schon hörbar, sobald der Wagen mit leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl anfährt.
  • Immer wieder tauchen kaum gefahrene Ersthand-Coupés wie unser Test-Exemplar auf.

Manchmal ist deren Geschichte glaubwürdig und belegbar. Für diese Autos werden schon extreme Preise aufgerufen. Ein Dritthand-Wagen für ein Drittel des Geldes reicht auch, wenn Karosserie und Technik gut sind. Jetzt passendes Exemplar finden: Die spinnen, die Gallier! Streichen 1987 beim Peugeot 205 GTI Ausstattung und Gewicht radikal zusammen und lassen das Ergebnis als Peugeot 205 Rallye 1.9 aus dem Löwenkäfig.

  • Ob das gut war? Und ob! Jetzt passendes Exemplar finden: Der GTI, auf dem der 205 Rallye basiert, war schon vom Entwicklungsbeginn des 205 an als Topmodell geplant.
  • Mit dem zweiten Facelift 1990 kamen unter anderem zweifarbige Rückleuchten.
  • Die Heckklappe reicht bis zum Stoßfänger hinab, eine sehr niedrige Ladekante ist die Folge – zu 205-Zeiten war das keineswegs eine Selbstverständlichkeit.

Die weißen Stahlräder gab’s nur für dieses Modell. Durch sie wirkt der 205 viel stämmiger, als es ihre 165er-Bereifung vermuten lässt. Die exklusiven Sportsitze mit dem Logo von «Peugeot Talbot Sport» sind bequem, knallroter Teppich und rote Gurte nicht jedermanns Sache.

Spezifische 205-Rallye-Teile wie Sitze oder Fußmatten findet man heute nur noch mit viel Glück. Jetzt passendes Exemplar finden: Innen gibt sich der 205 Rallye asketisch. Schaltknauf und Radio sind hier nicht original. Weniger asketisch sind die wenigen, aber optimal platziertern Drehregler (ab Facelift 1988) und Schalter.

Beim 205 Rallye 1.9. sind 191 km/h Spitze. Die Rückbank hat den gleichen empfindlichen Bezugsstoff wie die Vordersitze. Mit vier Erwachsenen an Bord wird’s hier eng. Jetzt passendes Exemplar finden: Der Kofferraum fasst 290 Liter. Im 205 Rallye leistet der 1,9-Liter-Einspritzmotor 102 PS.

  1. An dieser Stelle empfehlen wir Ihnen üblicherweise, nach einem Auto im Originalzustand zu suchen.
  2. Das ist beim 205 Rallye jedoch leichter gesagt als getan.
  3. Sollte Ihnen ein solcher Glückstreffer gelingen: sofort zuschlagen! Jetzt passendes Exemplar finden: Der Audi 200 Avant C3 (Typ 44) wird für Audi zum Befreiungsschlag.

Auf dem Weg nach oben bringt er die Marke in den 80ern entscheidend voran. Jetzt passendes Exemplar finden: Gegen einen damals aktuellen 123er-Mercedes oder 5er-BMW wirken der Audi 100 und erst recht sein aufgebrezelter Bruder 200 modern, fast futuristisch.

Das Fließheck mit großer Klappe ist Mitte der 80er-Jahre neu in der oberen Mittelklasse. BMW und Mercedes bauen damals nur Stufenheckautos und konventionelle Kombis. Alu-Räder mit schmächtigen 205ern gab es serienmäßig. Die nüchtern-funktionale Cockpitgestaltung verrät das Ingenieurauto. Jetzt passendes Exemplar finden: Die Karo-Sitze bieten trotz der prallen Lederwangen wenig Seitenhalt.

Details wie Leseleuchten und Kleiderhaken im Fond künden vom gehobenen Anspruch. Als Avant hat der Audi 200 grundsätzlich Allradantrieb. Per Drehschalter lassen sich Zwischen- und Hinterachsdifferenzial sperren. Ein KKK-Turbo macht dem 182 PS starken 2,1-Liter-Motor mit 0,6 Bar Druck, dämpft aber den rauchigen Fünfzylinder-Sound.

Jetzt passendes Exemplar finden: Beim ersten Volvo mit Vorderradantrieb sollte alles anders sein. Das hat geklappt. Eine Fahrt im Volvo 480 Turbo zeigt, wie mutig der Versuch war. Jetzt passendes Exemplar finden: Die Banker-Metropole Frankfurt und der Volvo 480 wollten in den 80ern hoch hinaus. Das Schlafaugenmodell war damals aber zu cool für die Volvo- Kunden.

Sie wurden mit seiner Optik, seinen technischen Macken und seinem Preis nicht warm. Heute ist das Kombi-Coupé speziell als Turbo mit 120 PS ein Klassiker-Kandidat. Mit dem Turbo, ab 1988 Topmodell oberhalb des 1,7- Liter-Saugers, fährt das leichte Coupé angenehm flott.

Das gilt zumindest für die handgeschaltete Variante,, die Automatik lässt sich nur ungern Gangwechsel per Gasstoß aufzwingen. Klappscheinwerfer machen die Keilform möglich. Verstreute, teilweise versteckte Schalter und Lämpchen verwirren den Fahrer. Jetzt passendes Exemplar finden: Spitze waren 200 km/h Spitze.

Hinten sitzt man auf Einzelsesseln mit hohen Lehnen. Reihenvierzylinder mit 120 PS. Die Verarbeitung reicht bei Weitem nicht an das gewohnte Volvo-Niveau heran. Wer darüber hinwegsehen kann, macht mit einem geflegten 480 wenig falsch. Jetzt passendes Exemplar finden: Sport ist im Verein am schönsten, Sport macht schlank.

  1. Der Beweis: Porsche 928 Clubsport,
  2. So sehnig, spurtstark und austrainiert ist kein anderer der V8-Transaxle-Riege.
  3. Und kein anderer Porsche 928 ist so sehr Sportwagen.
  4. Jetzt passendes Exemplar finden: Heavy-Metal oder Leicht-Athlet? Im 928 CS steckt von beidem etwas.
  5. Bis auf den Clubsport-Aufkleber auf dem,

Kotflügel tut er ganz harmlos, die zur Gewichtsoptimierung entfernten Bauteile fehlen oft an uneinsehbaren Stellen. Der doppelflutige Auspuff bollert aggressiv. Vorn zeigt der 928 Familien-Ähnlichkeit: Ein Porsche muss runde Scheinwerfer haben. Jetzt passendes Exemplar finden: Wo Sport draufsteht, kostet Leder für innen extra.

Die Club-Lounge ist edel, technisch unterkühlt und leicht extravagant eingerichtet – kein Vergleich zum engen Elfer. Im Porsche 928 Clubsport steigt die Tachonadel auf bis zu 270 km/h. Der Fünfliter-Alu-V8 ist nur echt Clubsport mit der Kennung M28/41 SP. Jetzt passendes Exemplar finden: Der Fünfliter-Alu-V8 leistet nach Werksangabe 320 PS, doch in Wirklichkeit sind mehr als 330 PS drin.

Hier kommen weitere, Vor 30 Jahren waren der «schöne Klaus» und sein Lamborghini Countach auf der Großen Freiheit in Hamburg St. Pauili eine große Nummer. Heute ist Klaus Barkowski, die ehemalige Kiezgröße, Künstler. Wegen seiner Vorliebe für schnelle Autos bekam er den Spitznamen «Lambo-Klaus».

Hier ein Blick ins Archiv: 2009 bringt AUTO BILD den «Schönen Klaus» und seinen Lambo zusammen. Sein erster Kiez-Wagen zu Beginn der 70er ist eine Corvette. Als er damit von einem Porsche 911 überholt wird, macht er sich tobend auf die Suche nach einem Auto, mit dem er nie wieder überholt wird. In Düsseldorf wird er fündig und kauft einen Lamborghini Miura SV mit 385 PS.

Mit dem Miura dreht Barkowski ganz weit oben mit, bis zu 15 Frauen laufen für ihn, und sie wollen etwas von seinem Sunnyboy-Glanz abbekommen. Die Luden fahren in den 70ern alles, was groß, teuer und schnell ist. Je teurer der Wagen, desto begehrenswerter erscheint der Typ hinterm Lenkrad.

  1. Länger, dicker, breiter – Zuhälter leben von ihrem Renommee.
  2. Und natürlich vom Geld ihrer Frauen.
  3. Als eines Tages ein schwarzer Lamborghini Countach LP400 auf der Meile steht, ist der «schöne Klaus» nicht mehr zu halten.
  4. Binnen einer halben Stunde hat er den Kaufpreis von 184.000 D-Mark zusammen und fährt mit dem 375 PS starken V12-Boliden vor.

Sein größtes Vollgaserlebnis: Auf einem abgesperrten Autobahn-Teilstück gibt Barkowski alles, der Countach rennt 295 km/h, mehr geht nicht. Barkowski erklärt die Grundvoraussetzungen, um in den 70ern auf dem Hamburger Kiez eine Größe zu sein: «Du darfst nicht ganz doof sein, du darfst nicht ganz hässlich sein, und du darfst nicht ganz schwach sein.» Gemeinsam mit weiteren Geschäftspartnern ist der «schöne Klaus» Mitglied der Zuhältervereinigung «Nutella».

  • Heute arbeitet der «schöne Klaus» mit Leinwand und Pinsel.
  • In zumeist abstrakten, manchmal auch gegenständlichen Werken verarbeitet er vergangene und aktuelle Erlebnisse.
  • Zwei Originale: Klaus Barkowski mit seinem Bild «Reeperbahn III» (Archivbild von 2009).
  • Neben den alteingesessenen Luden, die in St.

Pauli nur einen Laden besitzen, werden die 70er Jahre von den «Nutella-Jungs» und der so genannten «GMBH» beherrscht. Der Name bildet sich aus den Vonamen der Chefs: Gerd, Mischa, Beatle, Harry. Die Mitglieder der GMBH streichen nach eigener Aussage monatlich rund 300.000 D-Mark ein.

  1. Poussieren» nennt man, wenn neue Mädchen in Klubs und Diskos angesprochen werden.
  2. Laus war der Charmeur der «Nutella-Jungs», er beschaffte neue Frauen.
  3. Hier poussiert der «schöne Klaus» Knut Simon, den Autor dieser Zeilen.
  4. Lambo-Klaus erklärt: «Die Girls, die für dich an der Mauer stehen, müssen zuallererst mal auf dich persönlich abfahren.

Das heißt, du musst gut gebaut sein, geile Klamotten tragen und zeigen, dass du Kohle hast und jemand bist auf dem Kiez.» In den 70ern ist auf dem Kiez immer Party – leichte Mädchen, schwere Schlitten. Während die Freier Sparkäfer fahren und Käsebrötchen knabbern, donnern die Luden mit ihrem Hofstaat die sündige Meile rauf, lassen den Schampus («Puffbrause») und verbleites Superbenzin in Strömen fließen.

Auf der Reeperbahn glänzen in ihren besten Zeiten Rolls-Royce Silver Shadow, Pontiac Firebird, Mercedes 600, Lamborghini Countach, BMW 635 CSI, Porsche 911 und Ferrari. Bei den Sportwagen gilt die Einsteiger-Hierarchie der «drei C»: Capri, Camaro, Corvette. Statussymbol mit Sinn und Zweck: Teure Sportwagen wie der Countach sind bei den Luden mehr als Selbstzweck.

Wandert man in den Bau oder braucht schnell Bargeld, gibt es garantierte Festbeträge für die Schlitten. Lustkraftwagen sind der Luden liebstes Spielzeug. Wie kleine Jungs ihre Matchbox untereinander tauschen, so bleiben auch die Schlitten meist auf dem Kiez.

In den 80ern gerät der Kiez unter Breitreifen: Trikes mit Lederpolstern und Fuchschwanz-Antennen, offene Wrangler mit Motorbooten im Schlepptau wetteifern mit Oldsmobile und «veredelten» Mercedes vor den Treffpunkten der Luden. Qualitätssiegel: Wo der Stier am Heck tobt, steckt viel Leistung und Fahrvergnügen unterm Blech.

Und Prestige, ganz wichtig auf dem Hamburger Kiez. Für AUTO BILD setzte sich Klaus Barkowski nochmal ans Steuer des – geliehenen – Countach und ließ den Zwölfender auf der Reeperbahn wieder richtig brüllen. Nichts verlernt: Barkowski fühlt sich sofort wieder heimisch im Lambo.

Sogar sein Hut passt problemlos unter das Dach. Kleiner Stummel, offene Kulisse: Über ein manuelles Fünfgang-Getriebe setzt der Zwölfzylinder seine Kraft in Vortrieb um. Das Lenken im Countach bedeutet noch richtig Arbeit. Bei niedrigem Tempo muss kräftig am Volant gezerrt werden, aber je höher die Tachonadel steigt, desto angenehmer wird die sehr direkte Lenkung.

Ungewöhnlich platziert: Klimaanlage auf der flachen Mittelkonsole. Unten knapp, oben großzügig, so mögen es die Luden: Während der Fußraum im Lambo sehr eng geschnitten ist, zeigt sich die Uhrensammlung im Countach extrem ausladend. Auf den ersten Blick ist hier herzlich wenig zu erkennen.

  1. Immerhin sind,
  2. Die größten Instrumente auch die wichtigsten: Tachometer und Tourenzähler.
  3. Aus dem Fotoalbum der «Nutella-Gang»: der «schöne Klaus» in seinem 375 PS starken Lamborghini LP400.
  4. Der eigene Stil ist alles: Als ein weiterer Lude im Countach vorfährt, lässt Klaus einen Regenbogen auf seinen Lambo lackieren und,

sich einen ebenso gestalteten Lederanzug anfertigen. Auch auf seiner Visitenkarte ist der Countach abgebildet. «Lambo-Klaus» nennen sie ihn jetzt. Er ist wieder unverwechselbar. Heißer Ofen, coole Pose: Klaus Barkowski mit Dienstfahrzeug auf dem Kiez der frühen 80er.

Er war der «Fachmann für die Abteilung Stress» der «Nutella-Gang»: Thomas Born alias «Karate-Tommy» (gestorben im Mai 2015) liebte seinen Mercedes 500 SEC AMG. In seinen letzten Lebensjahren war Born im Security-Geschäft tätig. «Karate-Tommy» war ein Mann wie ein Schrank, ehemaliger zweifacher Europameister in Karate und Kickboxen, Deutscher Judomeister.

Mitte der 70er betreibt der Junge aus bürgerlichem Blankeneser Haus eine Sport- und Karateschule, als die Jungs vom Kiez ihn engagieren. Tommy wird das kraftstrotzende Aushängeschild von «Nutella» und hält durch mal sanfte, mal weniger sanfte Gewalt Widersacher auf Abstand.

Anfang der 80er entkommt Born nur knapp dem Tod: Als er 2000 D-Mark Schadenersatz dafür fordert, dass für ihn anschaffende Hure verprügelt wurde, kann er am Treffpunkt noch gerade «Guten Abend» sagen, dann hat er schoneine Kugel im Bauch. Mit einem Sprung durch eine Glastür entkommt er der Schusslinie, zwei Kumpel sterben.

«Karate-Tommy» wechselte seine Autos im schnellen Rhythmus.3.6er Ruf-Porsche 911, Mercedes 500 SEC AMG, einen staatstragenden Mercedes 600 mit Chauffeur und die obligatorische Corvette. In den 80er Jahren sind Razzien in den Klubs zwischen Hafenrand und Reeperbahn an der Tagesordnung – aber die Szene bleibt weitgehend das, was die Beteiligten als «intakt» bezeichnen.

Sei es, weil das Faustrecht lange funktioniert, oder weil einflussreiche Beamte selbst in der Szene verkehren – sie gelten als «Zehnprozenter». Und doch gerät das Gleichgewicht auf dem Kiez in den 80ern aus den Fugen: Im Hafen liegen zeitsparende Containerschiffe, das Privatfernsehen zeigt Softpornos, AIDS macht ängstlich.

Freier bleiben aus. Mit Koks versucht der Kiez die Krise zu kontern. Elf Leichen in drei Jahren – so die Bilanz der Machtkämpfe auf dem Kiez in den frühen 80ern. Als die harten Jungs mehr und mehr selbst dem weißen Puder verfallen, lassen sich die Lieferanten am Ende des Bargelds mit Anteilen an Bordellen bezahlen, die sie letztlich ganz übernehmen.

See also:  Wie Viel Kostet Ein Tattoo Am Unterarm?

Den Rest erledigt die Steuerfahndung: «GMBH» und «Nutella» werden zerschlagen, ebenso die «Hells Angels», die bereits weite Teile des Kiez terrorisieren. Heute versuchen die Strippenzieher auf dem Kiez, die weitgehend der Organisierten Kriminialität zugerechnet werden, der Polizei keinen Angriffspunkt zu bieten.

Die wilden Jahre auf dem Kiez sind vorbei. : Lambo und Corvette: wilde Karren der Zuhälter von St. Pauli – AUTO BILD Klassik

Wie kleidet man sich als Zuhälter?

So gelingt Ihnen die Verkleidung –

Eine Verkleidung für einen Zuhälter ist nicht schwer zu machen. Dafür sollten Sie sich zuerst einmal eine Langhaarperücke aufsetzen und diese zum Zopf binden. Besonders passend sieht es aus, wenn Sie die künstlichen Haare mit Gel nach hinten kämmen. Ziehen Sie ein rotes Hemd an, das Sie nur bis zur Mitte zuknöpfen und so Ihren Oberkörper präsentieren. Am besten sollte das Hemd aus Satin oder Seide gefertigt sein. Eine schwarze Hose passt perfekt zu Ihrer Verkleidung als Zuhälter. Suchen Sie sich als Schuhwerk Stiefel aus Schlangenleder aus, die in Cowboyart gefertigt sind. Über dem roten Hemd sollten Sie eine Lederjacke tragen. Diese kann beispielsweise schwarz sein. Charlie Harper – fast jeder kennt die berühmte Rolle von Charlie Sheen. Aufgrund der typischen Besonders wichtig für Ihr Kostüm als Zuhälter ist der richtige Schmuck, Sie sollten um den Hals eine große und auffällige Goldkette tragen, da diese immer mit dem Rotlichtmilieu in Verbindung gebracht wird. Ihre Hände sollten Sie mit goldenen Ringen mit vielen Steinen schmücken. Um noch mehr wie ein Zuhälter auszusehen, können Sie sich entweder einen Oberlippenbart wachsen lassen oder diesen ankleben. In Geschäften, die auf Faschingsbedarf spezialisiert sind, finden Sie verschiedene Bärte zum Ankleben in allen möglichen Farben und Formen.

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Was macht ein Lude?

Zuhälter. veraltend: ungepflegter, schmutziger, unanständiger, moralisch anrüchiger Mensch.

Was braucht man um ein Zuhälter zu werden?

Abgesehen von den schweren Verbrechen, die man begehen muss und die leicht eine lebenslange Gefängnisstrafe einbringen ist der Job eines Zuhälters natürlich kein anerkannter Ausbildungsberuf, autodidaktisch sehr aufwändig und obendrein wegen der Mitbewerber-Situation (Red Light, russische, chinesische Mafia, Rocker) in

Wie erklärt man Puffmama?

Bedeutungen: salopp: Chefin eines Puffs, Bordells. Herkunft: Determinativkompositum aus Puff und Mutter.

Was fällt alles unter Menschenhandel?

Menschenhandel und Ausbeutung Menschenhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, deren Bekämpfung für die Bundesregierung, das Bundeskriminalamt und die Polizeien der Länder von großer Bedeutung ist. Unter «Menschenhandel» () wird das Anwerben, die Beförderung, die Weitergabe, das Beherbergen oder die Aufnahme von Personen zum Zweck der Ausbeutung verstanden.

Die einzelnen Ausbeutungsformen sind seit Oktober 2016 eigene Straftatbestände im Strafgesetzbuch (Zwangsprostitution, Zwangsarbeit, Ausbeutung der Arbeitskraft, Ausbeutung durch Bettelei, Begehung von mit Strafe bedrohten Handlungen oder die rechtswidrige Organentnahme, §§ 232a bis 233a StGB ). Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung findet nahezu ausschließlich in der Prostitution statt.

Häufig werden die Opfer durch Bekannte, Familienangehörige, Freunde, o.ä. in die Prostitution gebracht und ausgebeutet. Nicht selten werden dabei die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse in den Herkunftsländern ausgenutzt, andere Jobs versprochen bzw.die Prostitutionstätigkeit als gute Verdienstmöglichkeit dargestellt.

Die Aufdeckung von Straftaten in diesem Deliktsbereich ist aufgrund einer oftmals fehlenden sog. Opferaussage im Strafverfahren meist schwierig und es ist hier von einem hohen Dunkelfeld auszugehen. Gleiches gilt für die Bereiche der Ausbeutungsdelikte in Arbeitsverhältnissen oder auch bei Betteltätigkeiten oder der Begehung von Straftaten ( z.B.

Ladendiebstahl). Beim Tatbestand der Ausbeutung der Arbeitskraft nach kommt es nicht darauf an, ob der Täter das Opfer zur Aufnahme oder Fortsetzung der Tätigkeit „gebracht», also dessen Willensentschließung beeinflusst hat. Es genügt, dass der Täter die schlechte wirtschaftliche Situation des Opfers kennt und diese für sich ausnutzt, indem er das Opfer unter ausbeuterischen Bedingungen beschäftigt.

  • Hierzu zählen z.B.
  • Schlechte Bezahlung, überlange Arbeitszeiten, überhöhte Vermittlungsgebühren und Mietzahlungen, gefährliche Arbeitsbedingungen und das Vorenthalten des Lohns.
  • In den letzten Jahren konnte im Bereich der Arbeitsausbeutung eine Zunahme an abgeschlossenen Ermittlungsverfahren verzeichnet werden.

Dies lässt sich u.a. auf neue Kompetenzen des Zolls in diesem Deliktsfeld und einem damit einhergegangenen Anstieg der dort geführten Ermittlungsverfahren zurückführen. Die Branchen sind weitreichend z.B. Bau, Pflege, Transport, Logistik.

Wie heißt Zuhälter in Wien?

Einzelnachweise –

  1. ↑ Hochspringen nach: a b Andreas Brunner, Ines Rieder, Nadja Schefzig, Hannes Sulzenbacher, Niko Wahl: geheimsache:leben – Schwule und Lesben im Wien des 20. Jahrhunderts, Löcker Verlag, Wien 2005, ISBN 3-85409-435-3, S.129
  2. ↑ Hochspringen nach: a b Ein Bussi für den Anwalt von der „wilden Wanda», Kronen Zeitung, 9. März 1994, S.18
  3. ↑ Hochspringen nach: a b c d e f g Fernsehreihe TAT-SACHEN, Folge: Frauen als Mörderinnen: Schwarze Witwen und Engelsgesichter, Erstausstrahlung: 15. September 2006, ORF 2 ( Beschreibung )
  4. ↑ Tagebuchfaksimile
  5. ↑ Hochspringen nach: a b c d e f Marcus J. Oswald: Zuhälterin «Wilde Wanda» tot (1947-2004) ( Memento vom 28. Februar 2006 im Internet Archive ), Blaulicht und Graulicht
  6. ↑ H. Grammel: http://www.frauencafe.com:80/herstory/herstory.html ( Memento vom 13. März 2005 im Internet Archive ) 28 Jahre Wiener Frauencafé – The Short-Herstory
  7. ↑ „Wilde Wanda» stach Mann nieder!, Kronen Zeitung, 6. September 1991, S.10
  8. ↑ Kurier: Wanda – Die Puff-Mama-Band entstaubt den Austropop, Artikel vom 29. Oktober 2014, abgerufen am 3. April 2015.
Personendaten
NAME Kuchwalek, Wanda
ALTERNATIVNAMEN Kuchwalek, Wanda Gertrude (vollständiger Name); Wilde Wanda (Spitzname)
KURZBESCHREIBUNG österreichische Zuhälterin
GEBURTSDATUM 22. Januar 1947
STERBEDATUM 4. September 2004
STERBEORT Wien

Wie heißt der Zuhälter in Wien?

Strizzi (vom tschechischen strýc ‚Onkel‘) ist ein Ausdruck aus dem Mittelbairisch – Wienerischen und steht für einen Zuhälter, Im weiteren Sinne entspricht Strizzi in der Bandbreite etwa dem Strolch, mit der Bedeutung Lausbub für einen ungezogenen Jungen oder Spitzbube für einen Kleinkriminellen.

Wie entsteht Zwangsprostitution?

Statistiken – Ein Warnplakat aus der Zeit um 1900 zeigt: Früher war Deutschland eine Herkunftsregion der Opfer. Heute ist es vorwiegend eine Zielregion Das Bundeskriminalamt veröffentlicht regelmäßig einen Lagebericht zum Menschenhandel. Die Erhebung basiert auf den Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Menschenhandel, im Jahr 2016 wurden 363 Ermittlungsverfahren (2014: 392 Verfahren, 2015: 364) in Deutschland im Bereich des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung abgeschlossen.

  • Es wird vermutet, dass sich dahinter ein großes Dunkelfeld verbirgt, zumal nur etwa 10 Prozent der Täter vor Gericht landen und erst nach meist langer Prozessdauer verurteilt werden.
  • In vielen Ländern gibt es keine Statistiken.
  • Laut der damaligen EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström, die sich auf eine im Jahr 2010 veröffentlichte EU-Studie bezieht, ist die offizielle Zahl der Opfer von Menschenhandel zwischen 2008 und 2010 um 18 Prozent gestiegen: von 6309 auf 7418 im Jahr.

Mit den Zahlen der EU-Länder, deren Daten im Jahr 2008 nicht vorhanden waren, ergibt sich 2010 eine Zahl von 9528 Opfern. Insgesamt wurden zwischen 2008 und 2010 in der EU 23623 Opfer von Menschenhandel offiziell registriert, zwei Drittel davon wurden zur Prostitution gezwungen.

Wie verhalten sich loverboys?

Merkmale und Tatsachen Als „Loverboys» werden Männer bezeichnet, die Mädchen oder junge Frauen durch Manipulation, Isolation und oft auch Drogenkonsum in die Prostitution führen. Die Männer gaukeln den oft minderjährigen Betroffenen die große Liebe vor, präsentieren sich als Traumpartner und machen sie so auch auf emotionaler Ebene von sich abhängig.

  • Das Willem-Pompe-Institut für Kriminalwissenschaften Utrecht ging bereits 2004 davon aus, dass ca.25% der Prostituierten im Amsterdamer Rotlichtviertel in Kontakt mit „Loverboys» seien.
  • Ende des Jahres 2015 waren etwa 800 Fälle offiziell bekannt.
  • Die Dunkelziffer ist hoch.
  • Etabliert hat sich der Begriff „Loverboys» im Jahr 2000 in den Niederlanden, als Betroffenen im Amsterdamer Rotlichtviertel erstmals öffentliche Aufmerksamkeit zuteil wurde.

Die Bezeichnung „Loverboys» bezieht sich auf die Methodik des, verschleiert jedoch die von ihm ausgeübte Gewalt und bewusste Manipulation sowie die schwerwiegenden Konsequenzen für die Betroffenen. Eine genaue Zahl der Frauen und Mädchen, die betroffen waren oder sind, ist nicht festzustellen.

Nur sehr wenige Mädchen und Frauen zeigen die Täter an, da sie sich häufig schämen, Angst haben oder die Abhängigkeit nicht durchbrechen können. Besonders gefährdet sind junge Mädchen. Die Täter nutzen die starken Gefühle, die die Mädchen oder Frauen für sie empfinden, aus und verstärken diese, indem sie vorgeben, die Gefühle zu erwidern.

Auch Jungen können von „Loverboys» eingenommen werden. Sie werden oft auch zu Kurierdiensten für Drogen und Waffen eingesetzt und geraten so in eine andere Art gewaltgeprägte Abhängigkeit. Durch Filme zum Thema und andere mediale Darstellungen entsteht häufig das Bild, dass die Täter eine Migrationsgeschichte hätten.

  • Dafür gibt es keine Belege.
  • Genau wie die Betroffenen stammen auch die Täter aus den verschiedensten gesellschaftlichen Schichten.
  • Pauschale Aussagen über die Strategien von „Loverboys» sind nicht möglich.
  • Viele Täter nutzen jedoch eine ähnliche Masche: Der Freund und spätere Zuhälter gaukelt seiner angeblichen Geliebten eine gemeinsame Zukunft vor, macht ihr Geschenke und vermittelt Wertschätzung, Liebe und Anerkennung.

Schon bald gibt er vor, finanzielle Probleme zu haben und die Hilfe seiner Partnerin zu benötigen. Dabei legt er ihr in manipulativer Art und Weise nahe, über bezahlte sexuelle Kontakte mit seinen Freunden oder mit Unbekannten Geld zu verdienen. Um ihrer Liebe zu helfen, willigt sie ein.

Oft findet dabei eine Steigerung von vereinzelten sexuellen Kontakten bis hin zu täglicher Prostitution statt. In der Regel isoliert der sogenannte „Loverboy» die betroffene Person gezielt von ihrem sozialen Umfeld. Er unterbindet jegliche anderweitige Art sozialen Kontakts, um unentdeckt zu bleiben. Aus Sicht ihres Umfelds verschwinden Betroffene häufig über Nacht.

Die Betroffenen geraten nach und nach in eine emotionale, soziale, finanzielle und – aufgrund von Drogenkonsum – häufig auch in eine gesundheitliche Abhängigkeit. Sie müssen ständig abrufbereit für den Täter sein. Viele „Loverboys» erpressen die Mädchen und Frauen mit Videos und Fotos von Missbrauchsakten.

Sie drohen, diese an Bekannte weiterzugeben oder in öffentliche Netzwerke zu stellen. Der Druck auf die betroffene Person steigt und es wird immer schwieriger, auszubrechen. Häufig werden die betroffenen Mädchen und Frauen geschlagen, gegen ihren Willen an Bekannte des Täters und andere Freier weiter gegeben oder eingesperrt und so körperlich, sexuell und psychisch missbraucht.

: Merkmale und Tatsachen

Wo ist der Kinderstrich in Berlin?

Die Kurfürstenstraße war in den Achtzigern zu Zeiten von Christiane F. ein Babystrich, heute ist sie beherrscht von der osteuropäischen Menschenhandel-Mafia.

Warum haben Frauen Zuhälter?

Ein großer Teil des Geldes, das Frauen und Mädchen beim Anschaffen verdienen, wird an einen Zuhälter oder eine Zuhälterin gezahlt. Manchmal bietet er oder sie dafür Schutz vor gewalttätigen Kunden, einen Platz zum Arbeiten oder auch zum Wohnen. Einige vermitteln «ihren» Frauen auch Kunden.

Auf der Straße müssen Prostituierte häufig Geld an Zuhälter zahlen, ohne irgendetwas dafür zu bekommen, einfach weil ein Platz oder eine Straßenecke das „Revier» des Zuhälters ist. Nicht immer sind Zuhälter zu erkennen. Gerade junge und gut aussehende Zuhälter, die sogenannten Loverboys, können am Anfang sehr charmant sein und den Mädchen und Frauen die große Liebe vortäuschen.

Manchmal entpuppt sich auch ein guter Freund als Zuhälter. Wenn ein Zuhälter dich bedroht, dich zwingt, Dinge zu tun, die du nicht möchtest oder gewalttätig wird, macht er sich strafbar. Falls du Probleme mit einem Zuhälter hast oder überlegst, dich zu trennen, unterstützt das Sperrgebiet dich dabei.

Woher kommen loverboys?

Loverboys – im wahren Leben Anna war 18, als ihre Röcke immer kürzer und ihre Absätze immer höher wurden. „Sie hat ihr Aussehen komplett verändert», erzählt ihr Vater Dirk, der seinen Nachnamen nicht in der Presse lesen möchte, weil er auch Annas Nach­name ist.

Wenn Dirk seine Tochter auf die handbreiten Minis und die grotesken High Heels ansprach, wurde sie patzig und ­aggressiv. Der Vater schiebt das „auf eine Art Spätpubertät». Annas Eltern sind geschieden, mit 14 hatte die Tochter, die bis dato bei der Mutter gelebt hatte, entschieden, dass sie ab jetzt lieber beim Vater wohnen wollte.

„Sie war ein Papakind», sagt Vater Dirk und lächelt verlegen, als ob er sich dafür entschuldigen wollte, dass er das innige Vater-Tochter-Verhältnis nicht hat bewahren können. Anna verbarg etwas vor ihm. Er fiel aus allen Wolken, als ihr Chef anrief und fragte, ob denn bald mal eine Krankmeldung käme.

  • Anna, die eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau machte und gerade das dritte Lehrjahr begonnen hatte, war seit Wochen nicht mehr zur Arbeit erschienen.
  • Dabei hatte sie morgens immer, wie gewohnt, das Haus verlassen.
  • Und noch etwas war merkwürdig: Annas Freundinnen tauchten plötzlich nicht mehr auf.
See also:  Was Kostet 1 Bier In Prag?

Die einzige Person, die das Mädchen noch erwähnte, war ihr „neuer Freund». Aber den bekam der Vater nie zu Gesicht. „Ich hab mich natürlich gefragt, ob der was damit zu tun hat, dass sie so komisch wurde. Aber immer wenn ich gesagt hab, dass ich ihn kennenlernen will, hat sie abgeblockt.» Schließlich besteht der Vater darauf, dass der Freund sich ihm vorstellt.

  • Der junge Mann, der sich in sein Wohnzimmer setzt, hat viele Tattoos auf seinen muskulösen Armen.
  • Er ist Türke.
  • Ein „türkischer Mitbürger», sagt Dirk, weil er „auf keinen Fall fremdenfeindlich klingen will».
  • Annas starker Freund trinkt seinen Kaffee aus und geht nach zwanzig Minuten wieder.
  • Der Vater spürt, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, aber immer noch kommt er im Traum nicht auf die Idee, welche Katastrophe sich hier gerade abspielt: Seine verliebte Tochter wird von dem smarten jungen Mann auf den Strich geschickt.

Anna ist einem sogenannten ­Loverboy zum Opfer gefallen. Das Phänomen bekam seinen Namen vor gut zehn Jahren in den Niederlanden, wo es mit 1500 Fällen pro Jahr zuerst ­aktenkundig wurde – vielleicht nicht zufällig in dem Land, das im Oktober 2000 als erstes in Europa die Prostitution legalisiert hatte.

  • Die Methode Loverboy funktioniert so: „Loverboys sind Zuhälter, die minderjährige Mädchen im Alter ab elf Jahren in die Prostitution zwingen.
  • Loverboys sprechen von der großen Liebe, machen großzügige Geschenke, schleichen sich in den Freundeskreis ein, suchen sich ihre Opfer vor Schulen, in der Nähe von Jugendtreffs oder im Web.

Opfer sind Mädchen aus ganz normalen Familien.» So steht es im Flyer der „Elterninitiative für Loverboy-Opfer in Deutschland», kurz: Eilod, die Dirk im Sommer 2011 gemeinsam mit der pensionierten Kriminalkommissarin Bärbel Kannemann gegründet hat. Einmal im Monat treffen sich Eltern in Düsseldorf zum Gesprächskreis, außerdem tauschen sich 170 registrierte NutzerInnen im Forum der Eilod-Website aus.

Bärbel Kannemann bringt Erfahrung aus den Niederlanden mit. Dort hatte sie mehrere Jahre lang ehrenamtlich bei der Stiftung „Stop­loverboys» gearbeitet. Die Kriminalistin half verzweifelten Müttern, ihre verschwundenen Töchter im Rotlichtmilieu wiederzufinden, was manchmal, aber nicht immer ­gelang. Sie ging in Schulklassen und warnte die jungen Mädchen vor den charmanten Jungs und deren Strategie: Das Opfer von Freunden und Eltern isolieren, bis das Leben des Mädchens nur noch um ihren Traumprinzen kreist.

Eine finanzielle Notlage vortäuschen und sie dann an andere Männer verkaufen. Oder erklären, dass das Geld für eine gemeinsame Zukunft bestimmt ist. Und wenn das Mädchen skeptisch wird: Gewalt. „Es sind Mädchen auf der Suche nach Bestätigung und Anerkennung, die prädestiniert sind, Opfer der ­Loverboys zu werden», weiß sie.

„Und die jungen Männer spüren das genau.» Von alldem hat Dirk keine Ahnung, als Anna ihre beängstigende Verwandlung vollzieht. Schließlich steckt ihm eine von Annas ehemaligen Freundinnen, dass Anna „im Rotlichtmilieu unterwegs» ist. „Ich war ­geschockt», erzählt ihr Vater. Und beginnt seine Odyssee auf der Suche nach Hilfe.

Das Internet: Fehlanzeige. Hätte er das Wort „Loverboy» gekannt, hätte die Suche im Netz womöglich Treffer auf hollän­dischen Seiten ergeben. Aber Dirk hat dieses Wort noch nie gehört. Beratungsstellen für Zwangsprostitution: Fehlanzeige. „Die haben mir gesagt, dass sie nur mit den ­Opfern arbeiten.» Aber noch gibt es ja nur diesen furchtbaren Verdacht, dass Anna Opfer sein könnte.

  • Und die ist inzwischen verschwunden.
  • Sie kommt nun gar nicht mehr nach Hause.
  • Die Polizei: Fehlanzeige.
  • Dirk hat in Annas Zimmer Streichholzheftchen mit den Namen einschlägiger Clubs gefunden.
  • Ich bin dann mit den Bruchstücken, die ich hatte, auf die Polizeiwache gegangen und hab darum gebeten, dass sie mir bei der Suche nach Anna helfen», erzählt Dirk.

Aber daraus wird nichts. Denn Anna ist volljährig. Und Prostitution laut Gesetz kein Problem. Sicher, Zuhälterei ist verboten, aber „sie wird das schon freiwillig machen», befindet der Polizei­beamte. Dirk fragt, ob man in den Clubs nicht nachschauen könnte, eine Art Razzia machen.

  • Das stellen Sie sich jetzt ein bisschen einfach vor», sagt der Polizist.
  • Er schlägt dem verzweifelten Vater vor, doch als Freier selbst die Clubs zu besuchen und nach seiner Tochter Ausschau zu halten.
  • Und was mache ich, wenn ich sie da sehe?» fragt Dirk und verlässt resigniert die Wache.
  • Einen Hinweis auf eine Beratungsstelle oder auf das Fachkommissariat für Prostitution und Menschenhandel bekommt er nicht.

Später, als er sich bei Eilod mit anderen Eltern austauscht, muss er feststellen, dass er nicht der einzige ist, dessen Erfahrungen mit der Polizei frustrierend sind. Andere Eltern, auch die minderjähriger Mädchen, beklagen sich bitter über die Tatenlosigkeit der Beamten.

  • Hör mir bloß auf mit der Polizei, da geh ich nie wieder hin!» ist ein Spruch, den der Eilod-Initiator mehr als einmal hört.
  • Unterstützung bekommt Dirk schließlich beim Jugendamt.
  • Dort gibt es eine Stelle für Kinder bis 27 Jahre, und die zuständige Sachbearbeiterin hat immerhin eine Idee.
  • Anna sei emotional abhängig von dem ­Loverboy, erklärt sie, also müsse auch Dirk sie auf emotionalem Weg erreichen.

Er solle ihr keine Mail oder SMS schreiben, sondern einen handschriftlichen Brief, in dem er seine Liebe und seine Verzweiflung offenbart. Das tut der Vater und legt ein Foto bei, das Anna und ihn beim Reiterurlaub zeigt. Er trägt den Brief nun ständig bei sich, für den Fall, dass Anna plötzlich auftaucht.

  • Eines Tages dreht sich der Schlüssel in der Wohnungstür.
  • Es ist Anna, die nach vier Monaten Abwesenheit neue Klamotten holen will.
  • Sie ist nervös, denn unten im Auto wartet der „Freund», der, als sie nach ein paar Minuten nicht wieder unten ist, eine SMS schickt.
  • Der Vater steckt seiner Tochter den Brief in die Tasche.

Nach einer Woche kommt eine SMS: „Ich lebe. Mir geht es gut. Ich melde mich wieder.» Im Januar 2010 zeigt der WDR einen Beitrag über Loverboys. Inzwischen ist das Thema auch in Deutschland angekommen. In dem Film erzählt Bärbel Kannemann von ihrer Arbeit in Holland.

Dirk nimmt Kontakt auf, gemeinsam gründen die beiden Eilod. Eine Schulsozialarbeiterin meldet sich und holt die Initiative an ihre Schule in ­Isselburg. Einen Tag lang klären sie die SchülerInnen der zehnten Klassen über das Phänomen auf. Die Schule beschließt, das Aufklärungsprojekt zukünftig jedes Jahr im Rahmen einer Projektwoche zu wieder­holen.

Die Fachhochschule Düsseldorf lädt Eilod ein, zu einem Vortrag im Siegerland kommen 120 Interessierte. Und Anna ist immer noch nicht zu Hause. Immer noch schweigt sie über das, was sie tut. Dirk legt „Stoploverboy»-Flyer auf den Wohnzimmertisch. Um zu signalisieren, dass er Bescheid weiß.

  1. Und dass sie sich ihm anvertrauen kann.
  2. Als Anna das nächste Mal kommt, spricht sie endlich: „Mein Freund zwingt mich zur Prostitution», sagt sie.
  3. Und dass sie aussteigen will.
  4. Der Vater versucht zu helfen, so gut er kann.
  5. Einfach ist das nicht, denn immer noch hat Anna Momente, in denen sie zu dem Mann zurückkehren will, der sie vier Jahre lang an andere Männer verkauft hat.

Sie ist in einem desolaten Zustand. „Viele Loverboy-Opfer landen in der Psychiatrie», weiß Dirk. Anna ist in Therapie, an eine Arbeit ist momentan nicht zu denken. Sie hat 12000 Euro Schulden. Es wird noch dauern, bis sie ihr Leben wieder im Griff hat. „Sie lebt auf einer Rasierklinge», sagt ihr Vater.

Der Beitrag erschien 2012 in EMMA und ist jetzt aus «Prostitution – ein deutscher Skandal», Hg. Alice Schwarzer – Mehr zum Thema Merel van Groningen: Und plötzlich gehörst du ihm (Bastei Lübbe)

: Loverboys – im wahren Leben

Wer sind die Menschenhändler in Deutschland?

Menschenhandel geht mit schweren Menschenrechtsverletzungen einher: mit Unfreiheit, Zwang, Gewalt und massiver wirtschaftlicher Ausbeutung. Menschenhandel findet tagtäglich in Deutschland statt – in der Pflege, im Haushalt, in der Prostitution, Landwirtschaft, Fleischindustrie oder auf dem Bau.

Betroffene brauchen Zugang zu Schutz und wirksame Unterstützung. Viele Menschen, die in prekären Verhältnissen arbeiten, werden durch Zwang, Gewalt oder Bedrohung in ihrer Selbstbestimmung derart eingeschränkt, dass sie nicht mehr frei über ihre Arbeitskraft entscheiden können und wirtschaftlich massiv ausgebeutet werden.

Insbesondere Frauen, die nicht freiwillig als Prostituierte arbeiten oder die nicht mit den Bedingungen in der Prostitution einverstanden sind, erfahren darüber hinaus massive Verletzungen ihrer sexuellen Integrität. Geflüchtete, Personen mit unsicherem Aufenthaltsstatus und Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen mit fehlenden Sprach- und Rechtskenntnissen sind besonderes verletzlich und damit anfällig für Ausbeutung.

Den verschiedenen Formen von Menschenhandel liegt ein gemeinsamer Mechanismus zugrunde: Menschen werden mit dem Ziel der wirtschaftlichen Ausbeutung massiv in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt und grundlegend in ihren Rechten verletzt. Die Übergänge zwischen schwerer Ausbeutung und Menschenhandel sind fließend.

Nach der Identifizierung der Betroffenen sowie vor und im Laufe des Strafverfahrens gilt es, die Einhaltung ihrer grundlegenden Rechte zu wahren. Die Menschenrechte verpflichten den Staat nicht nur zu effektiver Strafverfolgung und Prävention, sondern geben auch Maßstäbe für den Umgang mit Betroffenen vor.

  • Bereits 2011 ist die Richtlinie 2011/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer sowie zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2002/629/JI des Rates, die sogenannte Menschenhandelsrichtlinie, in Kraft getreten.
  • Sie muss von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.

Seit 2013 ist in Deutschland die Konvention des Europarates gegen Menschenhandel in Kraft und rechtsverbindlich.2019 hat die Expert*innengruppe GRETA des Europarates die Umsetzung der Konvention in Deutschland zum zweiten Mal überprüft. Die Liste der Empfehlungen, die der Ausschuss der Bundesregierung vorgelegt hat, ist seit der ersten Überprüfung 2015 nicht etwa kürzer, sondern länger geworden.

  1. Vor allem die vordringlichen Empfehlungen (siehe Zentrale Anliegen) sind bisher noch nicht ausreichend umgesetzt.
  2. Für das Jahr 2023 steht nun die dritte Prüfung zum Umsetzungsstand durch die Expert*innengruppe GRETA an.
  3. Im November 2022 wurde am Institut die Berichterstattungsstelle Menschenhandel eingerichtet ( Zur Seite der Berichterstattungsstelle Menschenhandel ).

Der Einrichtung, Ausgestaltung und Arbeitsweise der Berichterstattungsstelle liegt ein vom Deutschen Institut für Menschenrechte im Auftrag des BMFSFJ erarbeitetes Gesamtkonzept zugrunde. Es umfasst auch das Konzept der Berichterstattungsstelle geschlechtsspezifische Gewalt.

Was braucht man um ein Zuhälter zu werden?

Abgesehen von den schweren Verbrechen, die man begehen muss und die leicht eine lebenslange Gefängnisstrafe einbringen ist der Job eines Zuhälters natürlich kein anerkannter Ausbildungsberuf, autodidaktisch sehr aufwändig und obendrein wegen der Mitbewerber-Situation (Red Light, russische, chinesische Mafia, Rocker) in

Was fällt alles unter Menschenhandel?

Menschenhandel und Ausbeutung Menschenhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, deren Bekämpfung für die Bundesregierung, das Bundeskriminalamt und die Polizeien der Länder von großer Bedeutung ist. Unter «Menschenhandel» () wird das Anwerben, die Beförderung, die Weitergabe, das Beherbergen oder die Aufnahme von Personen zum Zweck der Ausbeutung verstanden.

  1. Die einzelnen Ausbeutungsformen sind seit Oktober 2016 eigene Straftatbestände im Strafgesetzbuch (Zwangsprostitution, Zwangsarbeit, Ausbeutung der Arbeitskraft, Ausbeutung durch Bettelei, Begehung von mit Strafe bedrohten Handlungen oder die rechtswidrige Organentnahme, §§ 232a bis 233a StGB ).
  2. Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung findet nahezu ausschließlich in der Prostitution statt.

Häufig werden die Opfer durch Bekannte, Familienangehörige, Freunde, o.ä. in die Prostitution gebracht und ausgebeutet. Nicht selten werden dabei die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse in den Herkunftsländern ausgenutzt, andere Jobs versprochen bzw.die Prostitutionstätigkeit als gute Verdienstmöglichkeit dargestellt.

Die Aufdeckung von Straftaten in diesem Deliktsbereich ist aufgrund einer oftmals fehlenden sog. Opferaussage im Strafverfahren meist schwierig und es ist hier von einem hohen Dunkelfeld auszugehen. Gleiches gilt für die Bereiche der Ausbeutungsdelikte in Arbeitsverhältnissen oder auch bei Betteltätigkeiten oder der Begehung von Straftaten ( z.B.

Ladendiebstahl). Beim Tatbestand der Ausbeutung der Arbeitskraft nach kommt es nicht darauf an, ob der Täter das Opfer zur Aufnahme oder Fortsetzung der Tätigkeit „gebracht», also dessen Willensentschließung beeinflusst hat. Es genügt, dass der Täter die schlechte wirtschaftliche Situation des Opfers kennt und diese für sich ausnutzt, indem er das Opfer unter ausbeuterischen Bedingungen beschäftigt.

  1. Hierzu zählen z.B.
  2. Schlechte Bezahlung, überlange Arbeitszeiten, überhöhte Vermittlungsgebühren und Mietzahlungen, gefährliche Arbeitsbedingungen und das Vorenthalten des Lohns.
  3. In den letzten Jahren konnte im Bereich der Arbeitsausbeutung eine Zunahme an abgeschlossenen Ermittlungsverfahren verzeichnet werden.

Dies lässt sich u.a. auf neue Kompetenzen des Zolls in diesem Deliktsfeld und einem damit einhergegangenen Anstieg der dort geführten Ermittlungsverfahren zurückführen. Die Branchen sind weitreichend z.B. Bau, Pflege, Transport, Logistik.

Was macht ein Lude?

Zuhälter. veraltend: ungepflegter, schmutziger, unanständiger, moralisch anrüchiger Mensch.

Wie erklärt man Puffmama?

Bedeutungen: salopp: Chefin eines Puffs, Bordells. Herkunft: Determinativkompositum aus Puff und Mutter.