Wie Viele Private Wallboxen Gibt Es In Deutschland?

Wie Viele Private Wallboxen Gibt Es In Deutschland
Die Fakten zeigen: Großer Aufholbedarf bei Ladestationen – Elektroautos spielen dabei eine zentrale Rolle, neben einer «Stärkung der Bahn und CO2-Bepreisung». Weil aber die Hinwendung der Autofahrer zur E-Mobilität anscheinend nicht alleine durch den Markt zu schaffen ist, greift die Politik mit konkreten Maßnahmen, Förderprogrammen und gesetzlichen Vorgaben ein.

Also braucht es Stromtankstellen: Bis 2030 sollen insgesamt eine Million öffentlicher und privater Ladepunkte zur Verfügung stehen. Hier muss also in den kommenden Jahren extrem aufgeholt werden. Nach den Daten der Bundesnetzagentur und der nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur gab es in Deutschland bis Mai 2022 lediglich 62.000 amtlich gemeldete öffentliche Ladepunkte, davon mit knapp 12.000 die meisten in Bayern.

Seit 2 Jahren stagniert jedoch der Anteil der besonders wichtigen Schnelladepunkte bei 14 Prozent. Über die Anzahl privater Ladestationen, zum Beispiel sogenannter «Wallboxen» in Ein-und Mehrfamilienhäusern, gibt es leider keine genauen Daten. Laut Energieagentur DENA sind bisher rund 900.000 private Wallboxen gefördert und installiert worden.

Zum Artikel: E-Fuels statt E-Autos: Alternative, Ergänzung oder Irrweg?

Wie viele Wallboxen?

Wie viele Ladestationen gibt es im deutschen öffentlichen Raum? – Die Bundesnetzagentur führt ein aufwendig erstelltes Register aller öffentlichen Lademöglichkeiten auf dem gesamten Bundesgebiet. Wer wissen will, wo die nächste Ladesäule steht und wie man die eigene Reiseroute anhand von öffentlichen Ladepunkten planen kann, sollte sich die Daten der Bundesnetzagentur zu Lademöglichkeiten ansehen.

Bundesland Normale Ladepunkte Schnellladepunkte
Baden-Württemberg 6.660 1.202
Bayern 8.793 1.209
Berlin 1.288 177
Brandenburg 844 165
Bremen 277 48
Hamburg 1.292 165
Hessen 2.778 475
Mecklenburg-Vorpommern 422 80
Niedersachsen 4.502 800
Nordrhein-Westfalen 7.803 974
Rheinland-Pfalz 1.498 434
Saarland 349 52
Sachsen 1.658 324
Sachsen-Anhalt 667 201
Schleswig-Holstein 1.607 280
Thüringen 801 259

Schaut man sich diese Zahlen an, meint man, die Menschen in Bayern stünden in Sachen Ladepunktauswahl am besten da. Nimmt man aber die Erreichbarkeit des nächsten Ladepunktes in das Ranking mit auf, entsteht eine andere Reihenfolge. Das sind die Top 5 Bundesländer, gemessen an der Zahl von Ladepunkten pro Quadratmeter (Stand Juni 2020):

  1. Hamburg mit 1,43
  2. Berlin mit 1,06
  3. Bremen mit 0,79
  4. Nordrhein-Westfalen mit 0,14
  5. Baden-Württemberg mit 0,10

Auch im Bereich der Schnelllader, gemessen an der Gesamtza hl der öffentlichen Ladepunkte, ist Bayern nicht die Nummer eins. Das Bundesland scheint nicht einmal in den Top 5 (Stand Juni 2020) auf:

  1. Sachsen mit 20,73 %
  2. Sachsen-Anhalt mit 20,67 %
  3. Saarland mit 20,53 %
  4. Rheinland-Pfalz mit 20,44 %
  5. Thüringen mit 18,89 %

Man erkennt, in Sachen Schnellladepunkte sind die ostdeutschen Bundesländer den westdeutschen voraus.

Wie viele Ladesäulen für E-Autos gibt es in Deutschland?

Zahlen und Daten – Das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur enthält 67.288 Normalladepunkte und 13.253 Schnellladepunkte, die am 1. Januar 2023 in Betrieb waren. Diese Angaben enthalten auch Meldungen aus noch nicht abgeschlossenen Anzeigeverfahren.

Das Ladesäulenregister hat das Ziel, der Öffentlichkeit valide Daten und Informationen zur öffentlichen Ladeinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Andere Behörden, Forschungseinrichtungen und Stakeholder nutzen diese Daten, um u.a. die Entwicklung der Ladeinfrastruktur zu monitoren und zu planen. Die Bundesnetzagentur kommuniziert daher Informationen zu allen ihr angezeigten öffentlich zugänglichen Ladepunkten, deren Betreiber einer Veröffentlichung der Ladepunkte im Ladesäulenregister zugestimmt haben.

Bei diesen Ladepunkten ist sicher davon auszugehen, dass die Ladepunkte der Deckung eines öffentlichen Ladebedarfs im Sinne eines unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreises dienen sollen.

Was kostet eine private Wallbox?

Beispielrechnung für die Kosten einer Wallbox mit Ladeleistung 22 kW (nicht gedrosselt): – Wer das eigene Elektroauto bequem Zuhause laden möchte, muss sich eine Wallbox anschaffen. Dabei fallen verschiedene Kosten an – zunächst einmal der Preis für die Wallbox beim Kauf.

  • Je nach Funktionsumfang und Leistung der Ladestation variieren die Kosten zwischen 400 und 1.500 Euro.
  • Hinzu kommen die Installationskosten.
  • Diese sind abhängig vom benötigten Aufwand, die Wallbox zu montieren und an das Stromnetz anzuschließen.
  • Hierfür können 400 bis 2.300 Euro anfallen.
  • Die laufenden Kosten für den Betrieb einer Wallbox sind hingegen relativ überschaubar.

Eine regelmäßige Wartung ist für Privatpersonen nicht zwingend notwendig, wird allerdings alle zwei bis vier Jahre empfohlen. Die Kosten dafür belaufen sich jedoch auf nur 200 Euro pro Wartung. Wird sich beim Kauf für eine Ladestation mit einer Leistung von mehr als 11 kW entschieden, fallen zusätzlich noch Kosten in Höhe von 500 bis 2.000 Euro für eine Genehmigung an.

  1. Die Wallbox Kosten müssen aber nicht zwangsweise alleine getragen werden – mit der KfW Förderung für Ladestationen kann ein Zuschuss in Höhe von 900 Euro pro Ladepunkt beantragt werden.
  2. Förderungsfähig sind Ladestationen mit einer Leistung von 11 kW und intelligenter Steuerung.
  3. Wallboxen mit einer Ladeleistung von 22 kW werden teilweise gefördert, sofern die Leistung auf 11 kW gedrosselt wird.
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Wer gerne mit dem Auto verreist, der kann auch mit dem E-Auto in den Urlaub fahren. Solange man etwas Zeit in die richtige Planung bezüglich Route und Ladestationen investiert, kann kaum etwas schief gehen. Aufgrund des guten Ladenetzes ist es mittlerweile kein Problem mehr, auch längere Strecken bei der Urlaubsfahrt mit dem Elektroauto zurückzulegen.

  • Mit einer guten Planung und nützlichen Apps sind Berichte über „gestrandete» Urlauber ohne Lademöglichkeit schon lange Geschichte.
  • Dem entspannten Urlaub mit dem E-Auto steht nichts mehr im Wege.
  • Elektroauto versichern Tragen Sie zur Zukunft der Elektromobilität bei und sichern Sie sich noch bis 2025 die Förderung der Bundesregierung und der Automobilindustrie beim Kauf Ihres Elektrofahrzeugs.

Mit der richtigen Versicherung können Sie Ihr Auto bei uns außerdem nach Ihrem individuellen Bedarf absichern. : Wallbox Kosten – So viel kostet die Ladestation für Zuhause

Wie viele private Wallboxen?

Die Fakten zeigen: Großer Aufholbedarf bei Ladestationen – Elektroautos spielen dabei eine zentrale Rolle, neben einer «Stärkung der Bahn und CO2-Bepreisung». Weil aber die Hinwendung der Autofahrer zur E-Mobilität anscheinend nicht alleine durch den Markt zu schaffen ist, greift die Politik mit konkreten Maßnahmen, Förderprogrammen und gesetzlichen Vorgaben ein.

  1. Also braucht es Stromtankstellen: Bis 2030 sollen insgesamt eine Million öffentlicher und privater Ladepunkte zur Verfügung stehen.
  2. Hier muss also in den kommenden Jahren extrem aufgeholt werden.
  3. Nach den Daten der Bundesnetzagentur und der nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur gab es in Deutschland bis Mai 2022 lediglich 62.000 amtlich gemeldete öffentliche Ladepunkte, davon mit knapp 12.000 die meisten in Bayern.

Seit 2 Jahren stagniert jedoch der Anteil der besonders wichtigen Schnelladepunkte bei 14 Prozent. Über die Anzahl privater Ladestationen, zum Beispiel sogenannter «Wallboxen» in Ein-und Mehrfamilienhäusern, gibt es leider keine genauen Daten. Laut Energieagentur DENA sind bisher rund 900.000 private Wallboxen gefördert und installiert worden.

Zum Artikel: E-Fuels statt E-Autos: Alternative, Ergänzung oder Irrweg?

Kann jeder Elektriker eine Wallbox installieren?

Da für eine Ladestation immer ein Starkstromanschluss notwendig ist, darf die Errichtung und Inbetriebnahme ( Installation & Anschluss) der Wallbox nur ein Fachunternehmen durchführen, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (siehe §13 Niederspannungsanschlussverordnung).

Warum darf man ein E Auto nicht abschleppen?

E-Auto abschleppen – geht das? – Abschleppen hört sich einfach an, doch einfach ist das bei einem Elektroauto nicht, Gefahrlos abschleppen funktioniert nur bedingt, denn mindestens über eine Achse wird immer Energie im Elektromotor erzeugt. Wenn die Energie ohne aktiviertes Bordsystem fließt, kann es zu Schäden an der Steuerungselektronik kommen.

Wie stark muss die Zuleitung für eine Wallbox sein?

Welche Zuleitung für eine 22 kW Wallbox? – Für eine 22 kW Wallbox Zuleitung mit einer Stromstärke von 32 Ampere liegt der Mindest-Kabelquerschnitt bei 4 mm². Empfohlen werden im Schnitt jedoch 10 mm². Auch hier spielt die Kabellänge eine Rolle: Der Kabelquerschnitt von 4 mm² ist für eine Länge von bis zu 25 m ausreichend, bei 50 m sollten es mindestens 10 mm² sein und bei bis zu 100 m mindestens 16 mm².

Wer zahlt Strom für Wallbox?

In der Regel werden die Kosten für den Ladestrom des Dienstwagens von der Wallbox zuhause auch direkt durch den Arbeitgeber erstattet. Trägt der Arbeitnehmer die Kosten selbst, gibt es Pauschalbeträge, die die eigenen Ausgaben reduzieren.

Werden Wallboxen geklaut?

Werden Wallboxen geklaut? – Ja, Wallboxen sind mittlerweile beliebte Diebesgüter und sind sogar beliebter als die E-Autos selbst. Auch das Ladekabel, das mehrere Euro in der Anschaffung kosten kann, wird immer häufiger gestohlen. Die beste Möglichkeit, die eigene Ladestation vor Diebstahl zu schützen, ist die sichere Montage in einer abgeschlossenen Garage.

Wer keine Garage besitzt, sollte stattdessen beispielsweise auf eine Verriegelung der Wallbox zurückgreifen. Die diebstahlsichere Befestigung kann bereits bei der Installation berücksichtigt werden. Jene darf nur durch geschultes Fachpersonal durchgeführt werden, da Laien sonst einen gefährlichen Stromschlag riskieren, weil der Umgang mit Starkstrom nötig ist.

Der Elektromonteur kann die Ladestation z.B. in einen abschließbaren Installationskasten setzen. Wir empfehlen, einen Komplett-Service zu beauftragen, der alle nötigen Schritte bis zur finalen Montage übernimmt. Ein solches Komplett-Paket lässt sich z.B.

Was passiert wenn ich meine Wallbox nicht angemeldet?

5. Der Netzbetreiber verweigert die Genehmigung – Wenn der Netzbetreiber die Genehmigung zur Installation einer Wallbox verweigert, müssen in der Regel die Teile des häuslichen Stromnetzes verstärkt werden. Das kann Leitungen, Sicherungen oder auch bestimmte bauliche Veränderungen betreffen. Wie Viele Private Wallboxen Gibt Es In Deutschland Bekommen Sie im ersten Schritt keine Genehmigung, können Sie an den Schwachstellen Veränderungen vornehmen. Unser Tipp : Federn Sie die finanzielle Belastung ab und halten Sie nach attraktiven Angeboten Ausschau. Einige Unternehmen, z.B. Hersteller von E-Autos oder Energieversorgungsunternehmen bieten vergünstigte Ladestationen an.

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Wer darf Wallboxen montieren?

Wer darf eine Wallbox installieren? – Die Montage einer Wallbox ist eine Leistung, die durch Fachbetriebe vorgenommen werden muss. Sie selber dürfen keine Elektroarbeiten in Eigenleistung erledigen. So ist die Planung, Installation und der Anschluss an das Stromnetz ausschließlich ausgebildeten Elektrofachleuten vorbehalten. Diese übernehmen auch die Haftung für den fachgerechten Einbau.

Kann ich einfach eine Wallbox selbst installieren?

Wallbox installieren – Eines vorneweg: Eine Wallbox-Installation darf nur von einem Experten vorgenommen werden. In Deutschland ist es verboten, eine Wallbox selbst zu installieren. Wallboxen gibt es von Dutzenden Herstellern, können aber eigentlich für alle handelsüblichen E-Autos von Tesla über BMW bis Renault zum Laden verwendet werden.

Warum Wallbox und nicht Starkstrom?

E-Auto Laden: Darum ist eine heimische Wallbox die bessere Alternative – Statt das eigene E-Fahrzeug über eine herkömmliche Steckdose zu laden, ist eine eigene Wallbox die bessere Lösung. Der größte Vorteil dabei ist deutlich schnellere Ladezeit. Je nach Ladeleistung ist der Akku über eine Wallbox fünf- bis zehnmal schneller aufgeladen als über eine Steckdose.

Das entspricht nur wenigen Stunden, die das Fahrzeug an der Wandladestation angeschlossen sein muss. Neben dem höheren Komfort ist eine Wallbox zudem viel sichererer als das Laden über eine herkömmliche Steckdose. Eine Ladestation wird mit Starkstrom verbunden. Die Installation muss durch eine Fachkraft erledigt werden.

Laien riskieren bei der Montage einen lebensgefährlichen Stromschlag. Zudem sind je nach örtlichen Begebenheiten größere Umbauten nötig. Tipp : Es gibt praktische Komplett-Services, die alle nötigen Schritte bis zur eigenen Wallbox übernehmen. Von der ersten Begehung bis hin zur Auswahl der passenden Wallbox und der finalen Installation.

Wie viel kostet eine Wallbox zu installieren?

Kosten für die Installation einer Wallbox – Die Kosten für die fachgerechte Montage einer Wallbox laut Preisabfrage des ADAC vom März 2023 zwischen 1000 und 5200 Euro. Der Endpreis hängt von den baulichen Gegebenheiten ab, von der Art der Stromzufuhr und vom gesamten Arbeitsaufwand.

  1. Möchte man mehrere Stellplätze mit einer Wallbox ausrüsten, können die Preise noch stärker variieren.
  2. Ein Beispiel des ADAC zeigt: Bei einer Installation von drei Wallboxen in einer Tiefgarage für 13 Fahrzeuge liegt die Preisspanne zwischen 7500 und 42.300 Euro, allein für den Einbau.
  3. Grundsätzlich seien die Preise bei Ladeinfrastrukturanbietern niedriger als bei Elektrobetrieben.

Unter Umständen kann auch mit einem Komplettpaket inklusive Beratung, Auswahl der Wallbox sowie Beauftragung eines Profis Geld gespart werden. In Mehrfamilienhäusern sollte man sich vor der Installation absprechen, denn bei Interesse sollte man dann gleich die gesamte Tiefgarage für das E-Laden aufbereiten.

  1. Der Grund ist das sogenannte Lastmanagement, das bei mehreren Wallboxen nötig wird.
  2. Werden die einzelnen Wallboxen nach und nach installiert, lassen sich unter Umständen nicht alle schon vorhandenen Ladepunkte in das später nötig werdende Lastmanagement integrieren.
  3. Zudem können sich bei der gemeinsamen Anschaffung die Kosten für die Installation des Lastmanagements geteilt werden.

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Wie viele Wallboxen an einen Hausanschluss?

3.2.3 Installation über einen Summenzähler für Elektromobilität – Zuletzt besteht die Möglichkeit, über einen gemeinsamen Summenzähler für Elektromobilität alle Ladepunkte mit Strom zu versorgen. Das hat den Vorteil, dass deutlich weniger Platz erforderlich ist und, dass die Anzahl der anzuschließenden Wallboxen unbegrenzt ist.

Diese Lösung ist daher insbesondere für größere Hausgemeinschaften mit vielen Tiefgaragenstellplätzen empfehlenswert. Für den Betrieb der gemeinsamen Anlage inkl. Strombelieferung, Lastmanagement und Abrechnung der Ladestromes an den Wallboxen ist ein Anlagenbetreiber notwendig. Eine komplette Lösung nach diesem Modell bietet beispielsweise die SachsenEnergie in Ihrem Versorgungsgebiet an.

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Wie viele Wallboxen an einem Hausanschluss?

Interview: „Erweiterung des Hausanschlusses ist oft nicht nötig» 08.03.2022. Martin Winkler, Eigentümer eines Mehrfamilienhauses in Bonn, hat die 13 Stellplätze in seiner Tiefgarage mit Ladestationen für E-Autos (Wallboxen) ausgestattet und nutzt hierfür ein Lastmangementsystem.

Wie das funktioniert und was bei der Planung zu beachten ist, erzählt der Unternehmer, dessen Firma solche Systeme anbietet, im Interview mit WiE. Für die Schaffung der Ladeinfrastruktur in Winklers Tiefgarage musste der Hausanschluss nicht verstärkt werden (Näheres dazu lesen Sie ). Stattdessen werden die Ladestationen mit einem dynamischen Lastmanagementsystem gesteuert – damit wird vermieden, dass das Stromnetz überlastet und die Hausanschlussleistung überschritten wird.

Vor rund eineinhalb Jahren hat der Software-Entwickler gemeinsam mit einem Freund die Firma „cFos eMobility» gegründet, die Wallboxen herstellt und ein Lastmanagementsystem entwickelt hat und anbietet. WiE: „Herr Winkler, wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Ausbau der E-Mobilität in Mehrfamilienhäusern?» Martin Winkler: „Ich bekomme immer wieder zu hören, dass Verwaltungen von WEGs sagen, das Einrichten von Wallboxen sei nicht möglich oder viel zu teuer, da der Hausanschluss ans Stromnetz ausgebaut werden müsse. Wie Viele Private Wallboxen Gibt Es In Deutschland Martin Winkler mit der App vor einer seiner Wallboxen. WiE: „Und was macht ein Lastmanagementsystem?» Martin Winkler: „Ein dynamisches Lastmanagementsystem analysiert stetig – in meinem Fall ca. alle drei Sekunden –, wieviel Strom das Haus gerade verbraucht und wie viel Strom für das Laden zur Verfügung steht.

  1. Es verteilt dann den aktuell verfügbaren Strom auf die Autos, die geladen werden sollen.
  2. Der Computer bekommt zum Beispiel die Information, dass ein Tesla und ein Renault Zoé laden wollen und versorgt die beiden Autos dann mit elf oder 22 Kilowatt, je nachdem wie viel gerade von den Autos gewünscht und an Leistung zur Verfügung steht.
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Diese Info wird mir jederzeit auch von der dazugehörigen App angezeigt. Es wird immer die vorhandene Hausanschlussleistung abzüglich des Stromverbrauchs fürs Wohnen den gerade ladenden Autos zur Verfügung gestellt. In meinem Wohngebäude werden derzeit erst sechs von 13 Ladestationen genutzt.

  1. Es laden erfahrungsgemäß ein bis zwei Autos gleichzeitig, manchmal drei.
  2. Wenn irgendwann einmal aber alle Ladestationen in Betrieb sind und viele Autos gleichzeitig geladen werden sollen, gehe ich davon aus, dass die Ladeleistung (gelegentlich) gedrosselt werden wird, dann wird das Laden also länger dauern.

Ohne Lastmanagementsystem könnten hier höchstens zwei Autos gleichzeitig laden, d.h. man könnte auch nur maximal zwei Wallboxen installieren.» WiE: „Was ist bei der Planung zu berücksichtigen?» Martin Winkler: „Zu allererst ist wichtig zu wissen, wie viele Eigentümer*innen denn überhaupt eine Wallbox installieren lassen möchten.

  • Gibt es nur einen oder zwei Interessenten und Interessentinnen, kann es sein, dass auch gar kein Lastmanagementsystem nötig ist, das kommt auf den Einzelfall an.
  • Natürlich kann eine Eigentümergemeinschaft auch unabhängig vom jetzigen Interesse der Eigentümer*innen die Ausstattung aller Stellplätze mit Wallboxen beschließen, um die Immobilie fit für die Zukunft zu machen.

Außerdem muss man zunächst die Hausanschlussleistung der Wohnungseigentumsanlage kennen. Diese kann die Verwaltung evtl. in den Unterlagen der WEG finden, denn beim Bau eines Gebäudes wurde die Hausanschlussleistung beim Netzbetreiber beantragt, oder man fragt beim Netzbetreiber nach.

Oft ist noch eine gewisse „Reserve» bei der Hausanschlussleistung vorhanden, d.h. die Leistung kann noch erhöht werden, ohne dass Baumaßnahmen am Hausanschluss erforderlich werden. Um sich ein Bild vom derzeitigen Stromverbrauch im gesamten Gebäude zu machen, kann der Netzbetreiber eine sogenannte Lastmessung durchführen (Hinweis von WiE: Informieren Sie sich vorab, welche Kosten hierfür anfallen würden.

Bei mir lagen diese Kosten bei circa 350 Euro. Hierbei wird einige Tage lang der tatsächliche Leistungsbedarf zu allen Tageszeiten ermittelt. Danach wissen die Eigentümer*innen in der Regel, wieviel Strom für das Wohnen benötigt wird und wieviel Strom für das Laden der E-Autos zur Verfügung stehen würde.» Mögliche Kosten für die Einführung eines Lastmanagementsystems inkl.13 Wallboxen und Elektro-Installation am Beispiel des Mehrfamilienhauses von Martin Winkler (Preisa ngaben in brutto): Wallboxen: 13-mal 600 Euro (inkl.

Elektro-Installation (Verteilerschrank, Kabel zu den Parkplätzen, Sicherungen, 13-mal FI Typ A): circa 8000 Euro (Bitte beachten Sie, dass die Kosten für die Elektro-Arbeiten inzwischen deutlich höher ausfallen können).Lastmanagement (13 Ladepunkte): bis zu 1250 Euro einmalig, keine laufenden GebührenSteuerungs-Computer: circa 250 EuroZentraler Zähler für Belastung Hausanschluss, inkl. Montage: circa 400 EuroGesamtkosten: 17.700 Euro

Kann man an einer Wallbox 2 Autos laden?

Kann ich mehrere Fahrzeuge gleichzeitig an einer Wallbox laden? Ja das geht. Allerdings gibt es nur Wallboxen mit maximal 2 Ladepunkten.

Wie viele Ladepunkte sind sinnvoll?

Viele E-Autos brauchen viele Ladesäulen – Dafür ist laut der Studie «Lade-Report» der Prognos AG (im Auftrag der EnBW Energie Baden-Württemberg) ein schneller Ausbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur nötig. Die ausreichende Anzahl an Ladepunkten sei ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung für ein E-Auto.

Prognosen gehen laut der Studie davon aus, dass der Anteil an Ladevorgängen an öffentlich zugänglichen Ladesäulen zwischen 15 und 40 Prozent liegen können. Eine Ladesäule kann mehrere Ladepunkte (Buchsen, an denen ein Auto laden kann). Der aktuelle Stand an öffentlich zugänglichen Ladepunkten nimmt sich dagegen ärmlich aus und ist zudem nur schwer genau anzugeben.

Er schwankt je nach Quelle. So gibt beispielsweise die Bundesnetzagentur (BNetzA) Stand Oktober 20.703 öffentlich zugängliche Ladepunkte an, der Verein LEMNet Europe hingegen 40.504. Dieses offenbar einigermaßen zuverlässige Register pflegen die Nutzer selbst und nicht die Betreiber wie bei der BNetzA-Liste. Wie Viele Private Wallboxen Gibt Es In Deutschland Kaufland Öffentliche Ladesäulen gibt es auch an vielen Discountern oder Baumärkten. Auch wenn der Unterschied rund 100 Prozent beträgt, macht das angesichts des von der Politik prognostizierten Bedarfs kaum einen Unterschied: Nach aktueller politischer Zielsetzung müssten bis zum Jahr 2030 jährlich bis zu 100.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte entstehen.